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Ist's denn Sünde,
Zu stürmen ins geheime Haus des Todes
Eh' Tod zu uns sich wagt ?
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das ist von William Shakespeare, Antonius und Kleopatra; Übersetzt von Wolf Graf Baudissin
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Was, wenn die Reise gelinde Schmerzen weckt,
Des schwachen Fleisches Furcht die bittre Woge regt ?
Ist gut nicht kurzer Schmerz, der lange Ruhe bringt,
Ins stille Grab die Seele schlafen legt ?
Nach Mühsal Schlaf, nach Sturm der Hafen blinkt,
Nach Kriegen Ruh, nach Leben Tod uns winkt. |
das ist von Spenser, The Faerie Queene
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Sterben
ist hienieden
keine Kunst.
Schwerer ists:
das Leben baun auf Erden. |
das ist von Majakowskij
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| Der private Terror des freien Geistes ist ausnahmslos Selbstmord, nicht Mord. |
das ist von Norman Mailer
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| Es ist die Pflicht der Intellektuellen, als eine Klasse Selbstmord zu begehen. |
..und das von Che Guevara
Danke Lisken
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Manchmal ist unsere Hülle
zu klein für das Leben,
zu groß für den Tod.
Wir öffnen sie, und eine Fülle
von Schmerzen fließt eben
heraus, warm und rot.
Manchmal erscheint uns im Spiegel
das Bild, das wir sehen
abstoßend und fremd.
Wir fragen uns: Wer brach das Siegel?
Was ist wohl geschehen,
dass man sich nicht kennt.
Das Heute und Morgen
ist fassbar und klar.
Das Gestern in Sorgen
erlischt Jahr für Jahr.
Als wär´ das Vergessen die Gnade des Herrn,
als wollt er mir sagen, er tat es nicht gern
und will nun zum Ausgleich mir
Freiheit bescher´n,
damit nicht die Bilder mein Leben zerstör´n. |
Und von wem ist das?
WAH! Che... (sowas kann auch nur der sagen)
Den Rest hätt ich natürlich auch nicht erraten aber ich hab's auch nicht so mit übersetzter "Lyrik"... Magst du deutsche Lyriker?
Ich fand früher Trakl ganz gross (ist er ja auch):
De profundis
Es ist ein Stoppelfeld, in das ein schwarzer Regen fällt.
Es ist ein brauner Baum, der einsam dasteht.
Es ist ein Zischelwind, der leere Hütten umkreist.
Wie traurig dieser Abend.
Am Weiler vorbei
Sammelt die sanfte Waise noch spärliche Ähren ein.
Ihre Augen weiden rund und goldig in der Dämmerung
Und ihr Schoß harrt des himmlischen Bräutigams.
Bei der Heimkehr
Fanden die Hirten den süßen Leib
Verwest im Dornenbusch.
Ein Schatten bin ich ferne finsteren Dörfern.
Gottes Schweigen
Trank ich aus dem Brunnen des Hains.
Auf meine Stirne tritt kaltes Metall
Spinnen suchen mein Herz.
Es ist ein Licht, das in meinem Mund erlöscht.
Nachts fand ich mich auf einer Heide,
Starrend von Unrat und Staub der Sterne.
Im Haselgebüsch
Klangen wieder kristallne Engel.
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Das Gedicht ist schön Lisken.
Ich selbst kenne keine Lyriker, nur Texte, da achte ich nicht so darauf, wer was geschrieben hat.
Ich mag diese Lyrik - Mischung (?) aus Trauer, Schmerz, Hoffnung und Zuversicht.
Ich lese gerne Gedichte und präge sie mir ein und versuche oft mit der Gittare eine schöne Melodie zusammenzustellen. Was mir leider nicht immer gelingt.. *seufz*..
Ich wünsche euch allen einen schönen Tag
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ps.
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Manchmal ist unsere Hülle
zu klein für das Leben,
zu groß für den Tod.
Wir öffnen sie, und eine Fülle
von Schmerzen fließt eben
heraus, warm und rot.
Manchmal erscheint uns im Spiegel
das Bild, das wir sehen
abstoßend und fremd.
Wir fragen uns: Wer brach das Siegel?
Was ist wohl geschehen,
dass man sich nicht kennt.
Das Heute und Morgen
ist fassbar und klar.
Das Gestern in Sorgen
erlischt Jahr für Jahr.
Als wär´ das Vergessen die Gnade des Herrn,
als wollt er mir sagen, er tat es nicht gern
und will nun zum Ausgleich mir
Freiheit bescher´n,
damit nicht die Bilder mein Leben zerstör´n. |
Das habe ich aus einem Forum für Suizidgefährdete...es hat ein Mädchen geschrieben.. vor der ich sehr viel Respekt habe..
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Na, persönlich kenn ich auch nich soo viele Lyriker - nur ein paar kannte ich mal, aber das ist auch schon eine Weile her... verrückter Menschenschlag
Ja, das erste Gedicht - das von deiner Bekannten... Ich würde das was dran drehen und zwar würde ich die erste Person Plural in den ersten vier Strophen durch Singular ersetzen:
"Manchmal ist meine Hülle..."
Das 'man' hingegen würd ich mal lassen.
(Oder aber in der letzten Blockstrophe die plötzlich doch auftauchende erste Pers. Sing. durch Pl. ersetzen, aber ich würd's eher umgekehrt machen.)
Und wegen der letzten Strophe würd ich auch was unternehmen... erstmal gucken, wie es kommt, wenn man sie aufteilt. Aber ohne die Erlaubnis der Autorin rühr ich keinen Finger.
Sag ihr, wenn du magst und sie erreichen kannst, dass eine Literaturwissenschaftlerin ihr Gedicht gefallen hat (was selten genug vorkommt).
LG!
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