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Liebe Nureddin,
wie schön dass hier endlich jemand einmal die UNGLAUBLICH wichtige Frage aufwirft, ob Gott die Sklaverei gutheißt. Dieses Thema gehört ungefähr zu den verzwicktesten moralischen Grundsatzproblemen die mich persönlich tagein tagaus beschäftigen, besonders wenn ich über die zahlreichen Münchner Sklavenmärkte schlendere. Aber Gott sei gedankt-Stn hat eine einleuchtende Antwort gefunden: Sklaverei ist nicht etwa deshalb böse, weil sie einem Menschen seine grundlegensten Rechte bzw. schlicht die Würde raubt und ihn zu einem bloßen Objekt degradiert, sondern aus dem einleuchtenden Grund, weil doch Gott durch Jesus vor ungefähr zweitausend Jahren einen neuen Bund mit den Menschen eingegangen ist. Von dieser Art den Tod Jesu auszulegen, wusste ich zwar bisher nichts, finde sie aber äußerst nützlich als Eselsbrücke um mich beispielsweise davon abzuhalten jemanden umzubringen. Die wird mir bestimmt sehr helfen, allerdings werde ich natürlich etwas wehmütig der guten alten Zeit vor Jesus gedenken, in der es noch völlig in Ordnung war sich Sklaven zu halten oder Leute einfach so umzubringen.
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Jesus hat durchaus eine überragend göttliche Lehre hinterlassen, jedoch ist es schade, dass noch immer seit 2000 Jahren absolut NICHTS von seinen Lehren umgesetzt wurde. Es gibt keinen einzigen christlich regierten Staat auf der Welt, nicht einmal ein hauch christlicher Geist steckt in irgendeiner Gesellschaft. Warum nur ?
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@ Achim: es geht doch hier um den christlichen Gott und die christliche Antwort danach.
Wenn du dem Menschen grundlegenste Rechte geben willst ist das zwar schön, muss aber begründet werden. Und tatarata das Christentum bietet so eine Begründung. Wenn du eine andere hast wäre ich Begierig diese zu erfahren. Ist aber nicht das Thema dieses Threads.
Und das Sklaven halten war doch vor Jesus auch in Ordnung. Dazu einfach ein Bibelzitat: Ex. 21.2 "Wenn du einen hebräischen Sklaven kaufst, soll er sechs Jahre Sklave bleiben [...] hat sie [die Frau des Sklaven] ihm Söhne oder Töchter geboren, dann gehören Frau und Kinder ihrem Herrn, und er muss allein gehen".
Bei dem Todschlag ist es etwas Kritischer, das ist immerhin Gebot es nicht zu tun. dazu Ex. 21.12 wer tötet "wird mit dem Tod bestraft" aber "wenn [...] Gott es durch seine Hand geschehen ließ, werde ich dir einen Ort festsetzen, an dem er fliehen kann".
Also finde ich meinen Beitrag garnicht soo unbedäutend
@Rahiym: du willst einen chrislichen Gottesstaat? So wie es einige islamische Gottesstaaten gibt. Oder meinst du einen Staat der nach der Idee der Mitmenschlichkeit handelt? Wenn du zweiteres meinst Stimme ich dir voll und ganz zu. Wir brauchen mehr Mitleid für Menschen und Tiere. Dann stellt sich auch ein gerechter Staat ein.
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| Davon abgesehen, dass deine "christliche Antwort", die du versucht hast zu geben, in keiner Weise den Kern einer christlichen Ethik und Moralauffassung trifft und sich für mich mehr nach einer verqueren Eigenkreation anhört, hast du offensichtlich nicht verstanden, dass ich mit meiner Aussage bezüglich der Sklaverei keineswegs bestritten habe, dass diese nach Alttestamentarischer Auffassung kein Verbrechen war, sondern lediglich betonen wollte, dass Sklaverei, nach ethischen Gesichtspunkten, eben doch ein Verbrechen ist, unabhängig vom alten Testament.
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Achim: Harte Worte.
Also ich dachte immer der Kern der Ethik des Christentums wäre das Mitleid. Und ich habe mir das auch nicht ausgedacht sondern habe das aus der Bibel. Darin steht:
Matthäus Evangelium 25,31
Wenn aber der Sohn des Menschen kommt in seiner Herrlichkeit und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Thron seiner Herrlichkeit. 32. Und vor ihm werden seine Völker versammelt und er wird sie voneinander trennen wie der Hirt die Schafe von den Böcken trennt. 33. Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, doch die Böcke zur Linken. 34. Dann wird der König zu denen zu seiner Rechten sagen: Kommt, Gesegnete meines Vaters, erbt das Königreich das euch bereitet ist seit Grundlegung des Kosmos; 35. denn ich hungerte und ihr gabt mir zu essen; mich dürstete und ihr habt mich getränkt; ich war ein Fremder und ihr habt mich aufgenommen; 36. ich war ein Nackter und ihr habt mich bekleidet; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr kamt zu mir. 37. Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann sahen wir dich hungrig und speisten dich? Oder durstig und tränkten dich? 38. Wann sahen wir dich als Fremden und nahmen dich auf? Oder nackt und bekleideten dich? 39. Wann sahen wir dich krank oder im Gefängnis und kamen zu Dir?
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