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| 2) Jemand bewunderte ein Motorad vor einer Kneipe und strich mit den Händen über das chromglänzende Metall, als der Besitzer des Bikes herauskam und dem Bewunderer einen Fausthieb versetzte und dabei sagte: "When you touch my bike, you touch me!" (Wenn du mein Motorad angrabschst, dann grabschst du mich an!) Wir Menschen identifizieren uns mit allem Möglichen. Unserem Beruf, unserem Geld, unserem Titel, unserer Frau unserem Körper. Und da alle äußeren Dinge dem Wandel unterliegen, sie kommen und vergehen, müssen wir uns von all dem irgendwann trennen. Je intensiver wir uns an diese Äußerlichkeiten binden, umso schmerzhafter wird dieses Loslassen. Es ist immer ein kleines Sterben. Das wahre Glück, das wahre Ziel ist jedoch so nahe bei uns, noch viel näher als die gesuchte Brille, die schon auf unserer Nase sitzt, dass wir dankbar sein müssen, wenn uns so ein Verlust auf uns selbst und damit uns näher an und in uns selbst zurückwirft. Ich bin davon überzeugt, wenn wir wüßten, welchen Schatz wir in uns finden können, wir würden alles dafür hergeben und alles Leid der Welt dafür in kauf nehmen. Ich denke Gott ist nicht grausam, Gott will uns diesen Schatz, sich selbst geben.
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| 3) Wenn wir Menschen in dieser Welt in der Weise leben würden, wie es "im Paradies" gedacht war, wenn wir in einfacher Weise und unschuldig wie die Kinder das Leben spielen würden, wenn wir lachen wenn wir lachen, wenn wir weinen wenn wir weinen und wieder spielen würden, dann gäbe es kein Leid, was wir darunter verstehen. Den sog. "Ernst des Lebens", Tod, Hass und Neid haben wir mit dem Verlust unserer Unschuld kreiert. Unsere Unschuld ist unser wahres einfaches Ich, das wir hinter Mauern und Fassaden falscher Identifikationen des Egos verstecken. Ist es nicht so, dass wir oftmals eher unser Leben verlieren möchten, als unser aufgesetztes Gesicht zu verlieren? Und wenn wir uns einmal ehrlich geöffnet haben, ist dann nicht das Leiden schon vorbei? Thorwald Detlefsen (Psychotherapeut, Reinkarnationstherapie, Esoteriker) sagte: "Krankheit macht ehrlich". Leid ist ein wichtiges Korrektiv in unserem Leben, um uns letztlich vom Ego zu befreien, der Illusion ohne Sinn um unser Dasein und egoistische Ziele kämpfen zu müssen. Dieser Kampf ist das Gegenteil von "religio". Religion ist die Rückbindung in die Sinnhaftigkeit und Geborgenheit des Daseins in Gottes Gegenwart.
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