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_Ich glaube _, es liegt daran, dass es immer zwei Seiten geben muss. Keine Freude ohne Leid, keine Sonne ohne Schatten, kein Tag ohne Nacht, keine Gesundheit ohne Krankheit, kein Leben ohne Tod. Wenn ich vom Christentum ausgehe, würde ich sagen, Gott hat uns durch Jesus die Erlösung gegeben, nicht indem er uns von allem Übel im Äußerlichen befreite, sondern indem er uns einen Weg gezeigt hat, mit all dem umzugehen, und trotz allen Leides glücklich sein zu können. Jesus hat vorgelebt, auf Gott zu vertrauen und alles Leid geduldig hinzunehmen, zu lieben ohne etwas dafür zu erwarten...das entspricht meinem Gefühl nach Bhakti- und Karma-Yoga. Und ich bin fest überzeugt, dass es wirklich funktioniert.
lg
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Wieso "muß"? Der Schatten entsteht nu da, wo ein Gegenstand den Schatten im Schein der Sonne erwirkt, aber nicht die Sonne ist Ursache.
Wie wolltest Du Freude erleben, wenn es kein Leid gäbe? Oder alternativ - ein eintöniges Leben ohne emotionale Empfindungen, auch hier der mensch als "Verursacher"!
Gruß
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Eben, das ist es was ich sgen wollte: ohne Leid gäbe es keine Freude. Oder habe ich dich missverstanden?
Nein, die Sonne ist nicht die Ursache, klar.
Was ich sagen wollte, ist, dass innerhalb der Dualität zwei Seiten existieren MÜSSEN, per definitionem. Und ohne Dualität würden wir halt keine Erfahrungen machen, salopp gesagt
lg
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@Alanna
Ok, jetzt hat es "klick" gemacht.
Gruß
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Wie kann Gott das Leiden zulassen?
1) Was wir hier Leiden nennen, ist eher die Vorstellung wie andere leiden oder gelitten haben müssen, als reales eigenes Leid. Wenn ich mein persönliches vergangenes Schicksal betrachte, dann gibt es körperlichen Schmerz, ja, das Schlimmste waren aber eigentlich immer Angst und Hoffnungslosigkeit. Nachträglich kann ich gleichwohl immer erkennen, dass diese Situationen zu einer positiven Veränderung in mir führten. Nun gab es auch Grenzsituationen, wie z.B. ein Unfall auf der Autobahn, den ich eher so wie ein unbeteiligter Beobachter miterlebte. Deshalb kann ich die Nahtoderfahrungen wie von Kübler Ross beschrieben, gut nachvollziehen. In solchen für Aussenstehende "schrecklichen Momenten" werden die Menschen von Frieden und Glück erfüllt und wie von sanften Händen getragen. Ich denke, es gibt gute Gründe anzunehmen, dass wenn unsere Macht und unser Vermögen an seine Grenze stößt, dass wir dann getragen werden und nicht unsäglich leiden.
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