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| Hier ist gerade so einiges nicht mehr möglich, technisch wie menschlich. Darum nehme man mir es nicht übel, wenn mich ein paar Tage aus dem Forum zurück ziehe. Sonst fress ich noch meine Tastatur.
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*lol*
Tobias, nicht die Tastatur fressen... du schlägst dich tapfer.
Ich behaupte mal ganz dreist und frech, dass Religion (historisch betrachtet) sehr wohl die Wurzel allen moralischen Denkens (und Handelns) ist.
Das heisst nicht, dass Religion heutzutage unabdingbar ist für Moral. Aber zu behaupten Moral wäre ohne Religion entstanden... das ist so als würde man sagen: für die Erfindung des Automobils spielte die Erfindung des Rades keine Rolle...
Klar kann man auch ohne Rad eine Hochkultur entwickeln, aber unsere Hochkultur hat sich nunmal mit Rad entwickelt.
Es redet hier keiner von grundsätzlichen Notwendigkeiten, sondern von historischen Tatsachen. Das Christentum ist nicht die einzige Quelle der abendländischen Moral, aber es ist eine wesentliche. Und da kommen wir nicht dran vorbei.
Ich behaupte, dass Religion (nicht zu verwechseln mit Kirche!) überhaupt der erste Funke des erwachenden menschlichen Bewusstseins gewesen ist... die Wiege der Zivilisation, deren vielleicht wichtigstes Element die Moral ist. Aber das ist meine persönliche Meinung...
Die Antike ist noch ein anderes, breites Thema.
LG
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Hallo Lisken,
ein interessanter Anzatz:
| Zitat: |
| ...zu behaupten Moral wäre ohne Religion entstanden... das ist so als würde man sagen: für die Erfindung des Automobils spielte die Erfindung des Rades keine Rolle... |
Diese Meinung teile ich nicht.Ich denke, dass ethische Aspekte nicht notwendig etwas mit Religion zu tun haben.
Die Ethnologie kennt atheistische und polytheistische Gesellschaften, die sehr wohl ihre eigenen Konzepte von Ethik vertreten.
Umgekehrt aber halte ich es fuer sehr plausibel, dass sich Religionen ethische Grundsaetze, die a priori bereits vorhanden waren, auf die eigenen Fahnen schrieb.
Beispiel:
Der ethische Grundsatz, dass (heimtueckischer) Mord negativ sanktioniert werden muss, ist sicher aelter und basiert eher auf angeborenen Verhaltensweisen (Arterhaltungstrieb) als auf religioesen Ueberzeugungen.
-- ende teil 1 ----
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--- teil 2 ----
| Zitat: |
| Ich behaupte, dass Religion ... überhaupt der erste Funke des erwachenden menschlichen Bewusstseins gewesen ist... die Wiege der Zivilisation,... |
Dr. Blume (Uni Tuebingen), einer der Experten im Bereich der Neurotheologie, wies nach, das ethische Entscheidungen in einem entwicklungsgeschichtlich recht jungen Hirnareal (vorderer Strinlappen) durch bildgebende Verfahren nachweisbar sind.
Definiert man also einen Totenkult als eine religoese Handlung, so ist dieser solche sogar erheblich aelter als Zivilisationen.
| Zitat: |
| deren vielleicht wichtigstes Element die Moral ist. |
Bei Moral muss man klar nach Aussagen unterscheiden.
Einige sind aelter, andere erheblich juenger oder sogar kultur- und traditionsgebunden.
LG
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Grüß Gott, ihr Stirnlappen, macht Euch einen schönen Ostersonntag
"Ein pfiffiger Witzbold hat einmal errechnet, daß der Mensch aus Chemikalien im Wert von unter 5 Mark besteht: in der Hauptsache aus Wasser, mit Beimengungen verschiedener Salze und Mineralstoffe. (Entsprechend höher läge dann natürlich der "Wert" solcher Menschen, die Goldplomben in den Zähnen haben...)
Quelle: der kabbalistische Baum von Katja Wolff
Wenn wir beginnen, uns soweit auseinanderzudividieren, dann Prost Mahlzeit !
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