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1. Du betreibst hier wissenschaftlich nicht haltbare Schwarzmalerei über das Mittelalter. Zwar möchte ich durchaus auch nicht in dieser Zeit leben, aber es war bei weitem nicht die 'dunkle Zeit' wie das in Schulgeschichtsbüchern heute noch immer dargestellt wird.
2. Wissen war nicht nicht geheim. Das wenige Menschen Zugang zu Wissen hat, lag ehr daran das wenige Menschen lesen konnten, ein Zustand, welcher sich erst wesentlich später mit der Neuzeit änderte. Mit dem Mittelalter hatte das nichts zu tun.
3. Richtig ist das Wissenschaftssprache Latein war. Aber das hatte auch einen guten Grund. Eine einheitliche Lehre war möglich. Ebenso konnten Werke in einer festgelegten Sprache verfasst werden, das waren alle anderen Sprachen nämlich lange nicht. Auch in der Neuzeit wurde noch lange auf Latein gelehrt. Heute lassen sich ähnliche Bewegungen mit Englisch beobachten.
4. Die Inquisition wurde von dem großen Teil der Menschen lange ehr als gute, schützende Institution wahrgenommen. Ein Todesurteil durfte sie übrigens nicht aussprechen. Erst als die Inquisition 'verstaatlicht' wurde, begannen grausame Massenverfolgungen, hinter denen aber bekanntlicher weise ehr finanzielle Interessen der Könige standen.
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5. Sicher hatte die katholische Kirche einen großen Einfluss auf die Wissenschaft. Informiere dich mal wie nach dem Zusammenbruch des alten Römischen Reiches wissen weitergegeben und verbreitet wurde. Nämlich über Klöster und Kirchen, später über Universitäten, welche aber auch oft auf kirchliche Initiativen zurückgehen.
6. Folter war bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch weit verbreitet und existiert noch heute. Hatte also nichts mit dem Mittelalter zu tun.
7. Mit Verbrennungen meinst du sicher die Hexenverbrennungen oder? Im Gegensatz zur allgemeinen Meinung hatten die ihre Hochphase in der frühen Neuzeit.
8. Was ist bitte an der Aussage allein Problematisch? Es ist nun einmal ein Wunsch eines Christen das alle Menschen zu Jesus finden. Das ist kaum eine Geringschätzung des Judentums. Dürfen Christen jetzt auch alle eingeschnappt sein, wenn Juden in der Thora lesen?
9. Ich finde lateinische Messen heute auch nicht mehr angebracht, aber wenn sich eine Gemeinde dafür entscheidet, dann soll sie ihre Messe auf Latein haben.
10. Ich finde es ehrlich gesagt recht billig von jüdischen Gruppen bei allem, was ihnen nicht gefällt gleich die Antisemitismuskarte zu spielen.
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@Tobias
In Bezug auf das mittelalterliche Europa werden in der seriösen Geschichtsschreibung bisweilen Zeiten mit geringer Schriftproduktion als dunkle Jahrhunderte bezeichnet, da hier nur wenig Informationsmöglichkeiten für die lange Zeit ausschließlich auf die Interpretation von Schriftdokumenten ausgerichteten Methoden der Geschichtswissenschaft vorliegen.
... Auch die erst nach und nach erfolgende Christianisierung der paganen Völker Mittel- und Osteuropas, verbunden mit der Tatsache, dass im frühen Mittelalter vor allem die Kirche einziger Inhaber schriftlicher Kultur war, bedingt eine Verminderung schriftlicher Quellen zu dieser Zeit. (Nach Wiki)
Was unter schriftlicher Kultur zu verstehen ist, liegt auf der Hand schaut man sich Veroeffentlichingen jener Zeit an.
lg
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| Zitat: |
| 10. Ich finde es ehrlich gesagt recht billig von jüdischen Gruppen bei allem, was ihnen nicht gefällt gleich die Antisemitismuskarte zu spielen. |
... sagt der richtige.
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Solution und was willst du damit jetzt sagen? Wie viele Schriftquellen hatte man denn vorher von Sachsen, Franken, Gothen etc.?
Derweil der von dir zitierte Satz doch etwas übertrieben.
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