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Ein wichtigtuer hatte behauptet das diese dunklen Zeiten niemals stattfanden, sondern sich ein mittelalterlicher König dazu berufen fühlte 300 Jahre zur Zeitrechnung dazuzuzählen um das Jahr 1000 nC herbeizuzaubern, da der Messias nach 1000 jahren wiedergeboren werden würde.
Ich glaube dem scharlatan nicht
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@Tobias:
Ich verstehe nicht, warum bis heute Halbwahrheiten über das christliche Mittelalter in den Schulen gelehrt werden - die Leute haben kein ausgewogenes Bild im Kopf, sondern eine unausgegorene Mischung von Fantasien und Legenden.
Ein Fehler, der grundsätzlich gemacht wird, ist eine historische Zeit nach heutigen Masstäben zu beurteilen. Damit macht man es sich aber zu leicht.
Man macht es sich auch zu leicht, wenn man Entwicklung aus dem Zusammenhang reisst - die Renaissance, Humanismus und New Learning wären gar nicht möglich gewesen ohne die Vorbereitungen der Scholastiker ohne die Stabilisierung des Gelehrtentums durch die Kirche.
Aber du wirst einen, der sich von Kerkern und Scheiterhaufen einen Schauder über den Rücken jagen lässt nicht für Hofkultur, Minnesang oder Klosterbibliotheken begeistern können.
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Niemand bestreitet, dass der christliche Dogmatismus seltsame Blüten trieb und treibt. Das hat aber zwei Seiten.
Seid gerecht, Leute. Wenn heute für Joghurt mit pürierten Erdbeeren geworben werden darf, warum darf dann für die Lehren des Jesus nicht geworben werden? Wenn mir an der Uni ein Professor das Werk Wittgensteins ans Herz legen darf, warum darf ein Priester einem Menschen nicht die Bibel ans Herz legen? Man muss sich als mündiger Mensch ja weder von Wittgenstein, noch von der Bibel einwickeln lassen, aber vielleicht ist Wittgenstein inspirierend, vielleicht die Bibel, vielleicht schmeckt dieser Joghurt wirklich gut (ich hab ihn einmal probiert, mir schmeckt er nicht so...).
Es gehört nunmal mit zur Aufklärung, dass man Meinungsfreiheit walten lässt und darauf hofft, dass Menschen sich nicht einwickeln lassen, sondern selbst denken. Alles andere - wäre ein Schritt zurück. Dem Papst das verbieten zu wollen, was er da erlaubt hat - das wäre ein Schritt zurück.
Das ist der Gedanke der Renaissance (Humanismus): Pluralität der Meinungen! Und das ist es, was sie von der Scholastik des Mittelalters unterscheidet.
Lasst euch das mal durch den Kopf gehen, bitte.
LG
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| Seid gerecht, Leute. Wenn heute für Joghurt mit pürierten Erdbeeren geworben werden darf, warum darf dann für die Lehren des Jesus nicht geworben werden? Wenn mir an der Uni ein Professor das Werk Wittgensteins ans Herz legen darf, warum darf ein Priester einem Menschen nicht die Bibel ans Herz legen? Man muss sich als mündiger Mensch ja weder von Wittgenstein, noch von der Bibel einwickeln lassen, aber vielleicht ist Wittgenstein inspirierend, vielleicht die Bibel, vielleicht schmeckt dieser Joghurt wirklich gut (ich hab ihn einmal probiert, mir schmeckt er nicht so...). |
Na das nenne ich doch mal gut formuliert! An diesem Beispiel gibts nichts auszusetzen, und ich denke da kann man auch KEINE gegenargumente bringen, sondern sollte diesem Beispiel zustimmen!
Daumen hoch Lisken
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