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| Jetzt komme ich noch einmal auf meine vorhergehende Antwort zurück, da du mir noch nicht wirklich darauf geantwortet hast. Du hast den Anspruch formuliert, gläubigen Menschen eine Glaubensalternative zu bieten, die sich besser gegen Einwände verteidigen lässt. Wir sind während dieser Diskussion doch überein gekommen-jedenfalls hatte ich diesen Eindruck-, dass deine Feinstoffhypothese, genau wie jeder andere Glaube auch, rein hypothetisch und wie du sogar selbst sagst (möglicherweise) „illusorisch“ ist. Dann muss ich allerdings noch einmal betonen, dass dein Prinzip darin besteht, eine irrationale Hypothese durch eine andere, genauso irrationale (aber pseudowissenschaftliche) Hypothese, zu ersetzen. Wie also kann deine alternative, irrationale Hypothese, besser gegen Einwände gewappnet sein, wenn sie doch letztendlich nicht dazu taugt, Fragen besser zu beantworten als jede andere Hypothese auch.
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Noch kurz dazu: „Es geht dabei immer darum, Religion in Frage zu stellen und nicht darum, dass der Rationalist seine Einstellung ändern möchte, wenn er unwiderlegbare Antworten bekommen könnte.“
Ich verstehe nicht ganz was du damit sagen willst. Wenn eine Antwort unwiderlegbar ist, sagt das noch lange nichts über deren Wahrheitswert aus. Die Antwort-Gott-auf die Frage, wer die Welt geschaffen hat, ist unwiderlegbar: aber wie plausibel ist sie?-fragt der Rationalist. Dieses Thema hatten wir aber schon (Zahnfee). Davon abgesehen zeichnet sich gerade der Rationalist dadurch aus, dass er fähig ist, seine Einstellung zu ändern, wenn er durch Fakten und rationale Erkenntnisse zu der Einsicht gelangt ist, dass seine bisherigen Einstellungen mit der „Wirklichkeit“ nicht mehr übereinstimmen. Das heißt: Wenn Wissenschaftler die Existenz Gottes stichhaltig nachweisen könnten (vielleicht hast du es so gemeint?), wäre jeder Rationalist von der Gotteshypothese überzeugt.
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Guten Morgen Achim,
in einem hast du recht: man braucht als tiefgläubiger Mensch keine Begründung. Es ist einfach so, aus dem Gefühl heraus, aus Hingabe, einfach aus Liebe. Und das ist in erster Linie auch bei mir so.
Aber du übersiehst etwas: man lebt im Jetzt und verarbeitet alle Impulse, die über das Sehen, Hören, Schmecken, Tasten usw. in uns hinein gelangen.
Es entsteht immer eine Verarbeitungswelt, die sich aus Vorstellungen und Gedanken zusammensetzt. Es bauen sich immer Vorstellungen auf und kein Mensch lebt ohne Vorstellungen. Und diese nehmen einen Bezug, sind also irgendwie gegenständlich. Darf das nicht sein, wenn ich gläubig bin? Und mir ist es ja herzlich gleichgültig, was andere dazu sagen.
Und so beziehen sich meine Gedanken auch auf die Mikrowelt der Atome, wobei ich mir vor Augen halte, dass es noch kleinere, feiner schwingende und derzeit nur noch nicht nachweisbare Teilchen geben könnte.
Dabei müssen meine Querverbindungen durchaus nicht seriös sein, meint - reinwiel
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Guten Abend Reinwiel,
zunächst einmal habe ich nicht deine „Querverbindungen“ als unseriös bezeichnet, sondern deine Methode, dich auf wissenschaftliche Theorien und Persönlichkeiten wie Max Planck zu beziehen, ohne nähere Angaben zu machen, die es ermöglichen könnten, den Wahrheitsgehalt deiner Bezugnahmen einzuschätzen. Da du mir auch im letzten Beitrag keine Quellen genannt hast, sind deine „Argumente“, die sich auf die berühmten „höheren Zusammenhänge“ stützen, absolut wertlos für mich.
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Zitat: „Es bauen sich immer Vorstellungen auf und kein Mensch lebt ohne Vorstellungen.“
Deine „Vorstellungen“ in Ehren, du sagst aber selbst, dass der Feinstoff-Glaube dazu dienen soll, Anfeindungen und Kritik gegen Religion und Glaube besser standzuhalten. Das heißt also, dieser Glaube wurde auch zu diesem Zweck konstruiert. Der Versuch, die Unsterblichkeit der Seele pseudowissenschaftlich, mit sogenannten „Lichtpartikeln“ zu erklären, zeugt von dem Anliegen, den Glaube auf sichere Beine zu stellen und gegen Angriffe zu wappnen. Deshalb auch der aussichtslose Versuch, Parallelen zwischen der Feinstoff-Hypothese und der Quantentheorie zu ziehen. Aussichtslos, weil der Versuch, die Unsterblichkeit der Seele durch „Lichtpartikel“ zu erklären, auf einem Zirkelschluss beruht.
Fortsetzung folgt...
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