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Schönen guten Morgen Achim,
ich möchte heute so beginnen: Sicher hat die allgemein anerkannte Kenntnis der Quantentheorie die Vorstellung von der Beschaffenheit der Materie revolutioniert, weil diese sowohl Teilchen- als auch Welleneigenschaften aufweist.
Das zeigen hoch auflösende Mikroskope, und deshalb „behauptete“ ich: Materie löst sich meines Wissens in elektrische, magnetische Bewegung oder Wellen auf (Welleneigenschaft), die durch Positronen, Neutronen, Elektronen usw. (Teilcheneigenschaft) bestimmt wird. An eine Auflösung in ein rein Feinstoffliches oder sonst irgendetwas war damit nicht gedacht.
Die Quantentheorie beantwortet nicht alles, lässt weiter forschen und fragen. Dabei bleiben die einen beim strikt stofflich Erklärbaren, andere Forscher, etwa Max Planck, sehen sich veranlasst, an höhere Zusammenhänge zu denken. Und genau dies ist es, was ich versuche und mich theoretisch den Weg zum Feinstofflichen betreten lässt. Mir geht es darum, religiösen Menschen eine Handhabe gegen die massiven Glaubens-Einwände bieten zu können, denn als gläubiger Mensch findet man sich viel zu schnell und viel zu häufig in der Position des sich verteidigen, rechtfertigen Müssens wieder!
Außer der ironischen Frage: „Wozu soll Glaube und Religion heutzutage gut sein?“ lauten dann die Angriffe und „aufklärenden“ Standpunkte und Argumente immer so:
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--- Interpretationen nur aus dem Glauben heraus sind immer fragwürdig oder falsch! -- Der gläubige Mensch baut sich eigens Phantasiewelten, geistige Konstrukte, blanke Hypothesen auf, nur damit er einen Grund zum Glauben hat; --die Vorstellungen, die sich der Gläubige baut und an die er sich verzweifelt klammern muss, sind wenn überhaupt, dann nur selten plausibel; -- der Gläubige bewege sich ständig in Vermutungen und Irreführungen, denn nachweisen lasse sich nichts;-- wissenschaftlich ist alles ein leeres Gerede und der klare Beweis für Unwissenheit; -- Es ist völlig absurd, lediglich einem Phantom, einer unwirklichen, nicht existierenden Welt, einem reinen Trugbild hinterher zu laufen.
Es geht dabei immer darum, Religion in Frage zu stellen und nicht darum, dass der Rationalist seine Einstellung ändern möchte, wenn er unwiderlegbare Antworten bekommen könnte. Er will nämlich überhaupt nicht zu einem Glauben bekehrt werden. Möge deshalb den Skeptikern, den Atheisten und materiell denkenden Menschen wichtig bleiben, was ihnen wichtig ist. Aber Glaube will auch andere Prioritäten hereinnehmen als nur die Argumente aus dem physikalisch-technologischen Fundamentalismus unserer Tage wirken zu lassen, obwohl sich gerade dieser zugute hält, stets objektiv und realistisch zu sein.
Aber ist er das wirklich? frägt für heute - reinwiel
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Guten Abend Reinwiel,
da du sehr wage von „höheren Zusammenhängen“ redest, in denen Max Planck angeblich gedacht haben soll, würde mich zum einen interessieren, inwiefern diese „höheren Zusammenhänge“ dich in deiner Feinstoff-Hypothese bestärken können, und zum anderen, auf welche Quellen du dich beziehst. Ich muss schon sagen, dass ich diese Art der Diskussionsführung etwas unseriös finde. Du kannst dich nicht einfach auf irgendeinen Wissenschaftler beziehen und ohne Angabe von Quellen behaupten, dessen Standpunkte, die du noch nicht einmal genauer erläuterst, sprächen für deine Glaubensvorstellungen. Du solltest nicht denken, dass ich auf solche unverfänglichen Floskeln wie-„höhere Zusammenhänge“-hereinfalle, nur weil du den Namen eines großen Wissenschaftlers daneben setzt.
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| Du sagst, dass du religiösen Menschen eine „Handhabe“ gegen Glaubenseinwände bieten willst. Hast du während unserer Diskussion das Gefühl gehabt, deine Glaubensvorstellungen seien gegen Einwände besser gewappnet als andere, konservativere Glaubensvorstellungen? Ich finde das Gegenteil ist eher der Fall. Deine Hypothese ist sehr viel angreifbarer als herkömmliche Glaubensvorstellungen, weil du den Anspruch erhebst, das ewige Leben logisch begründen zu wollen. Jeder Versuch, das Leben nach dem Tod plausibel zu begründen, ist zum Scheitern verurteilt. Ebenso verhält es sich mit sämtlichen „Gottesbeweisen“. Du bist der Meinung, religiöse Menschen bräuchten Mittel, ihren Glauben besser rechtfertigen zu können. Ich bin der Meinung, dass Menschen, die wirklich aus tiefstem Herzen gläubig sind, genau dies nicht brauchen. Der Grund ist, dass tiefgläubige Menschen überhaupt kein Bedürfnis haben, irgendeine Art Beweis oder Begründung für die Richtigkeit ihres Glaubens zu suchen, weil die „Richtigkeit“ keine Rolle für sie spielt. Es reicht ihnen ihre „innere Wahrheit“, von der sie restlos überzeugt sind.
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Diese Menschen brauchen keine Tricks und Wunder, kein-so-sollst-du- glauben-Buch-, kein Orgel-Kerzen-Weihrauch-Spektakel und auch kein pseudowissenschaftliches Feinstoff-Beiwerk. Das tolle ist: Dieser Art von Gläubigen kann es vollkommen egal sein, ob die Urknall-Theorie, die Evolution oder die Quantenphysik wahr oder falsch sind-all das, ob wahr oder falsch, hat nicht den geringsten Einfluss auf ihren Glauben.
Fortsetzung folgt...
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