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As Salamu Aleikum!
@nekilotte
Nein nein ich wollte die Steinigung auf keinen Fall rechtfertigen, ich bin absolut gegen sowas.... das ist nicht menschlich. Das hast du bissl falsch verstanden =)
Zu der Enthauptung:
Sowas war gang und gebe im europäischen Mittelalter, das es heute in den arabischen Ländern noch so ist, ist meiner Meinung nach nicht schlimm. Wie gesagt, jede Kultur hat andere Gesetze. Es gibt keine Rechtfertigung, aber beim thema "zivilisierte Todesstrafe" gibt es keinen gemeinsamen Nenner! Jede todesstrafe ist grausam, sei es gas, gift, eine kugel oder das schwert!
Denn immerhin akzeptieren die Menschen die dort leben diese Strafe. Sie könnten jederzeit dagegen protestieren. Niemand könnte ein Volk zurückhalten.
Aber mal zurück zum eigentlich Thema.
Ich stimme euch beiden zu und bin jederzeit dazu bereit meine Meinung, wenn ich falsch liege, zu verbessern und ich danke euch für eure offenen Beiträge und Anmerkungen. Und bitte um Entschuldigung falls ich teilweise an den Themen vorbeigeredet habe!
Einen schönen Abend noch
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@nekilotte:
Auch die Aufklärung kam nicht aus dem Nichts. Immer schön die Zusammenhänge sehen... *im Gedächtnis kram* soweit mir bekannt entstand die Idee des 'lex naturalis' durch das christliche Menschenbild.
Ich versuche Menschen und ihre Taten stets sauber auseinanderzuhalten. Meiner Meinung nach kann der Mensch als Mensch nur so seine Würde bewahren. Wir würden die Idee der Menschenrechte arg ad absurdum führen, wenn es irgendwie möglich wäre seine Würde zu verlieren.
Die Religion als solche ist ja noch nicht mal der Islam... Der Islam ist schon eine Auslegung, eine Form von Religion - und diese Auslegung, dieser Versuch etwas in Worte zu fassen, was sich zum grossen Teil ausserhalb der Worte bewegt, wird nochmal interpretiert.
Wo genau willst du die Grenze ziehen? Du kannst einem Buch keine Verantwortung geben. Klar könnte dieses Buch nicht missinterpretiert werden, wenn es das Buch nicht gäbe oder wenn das Buch anders wäre... Das aber ist nunmal eine 'was wäre wenn' Situation und von der können wir nicht ausgehen.
Ich gebe Positiv recht. So ein 'heiliges Buch' ist eben nicht das Ende der Fahnenstange, sondern erst der Anfang. Erst durch die Auseinandersetzung mit einer Botschaft gelangt man zu... Weisheit? Vielleicht. Es ist eine Kletterhilfe und auch damit kann man abstürzen.
Vielleicht ist es notwendig, dass die Botschaft erstmal pervertiert wird, damit sichtbar wird, worauf es wirklich ankommt. ... ?
LG
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| Nein nein ich wollte die Steinigung auf keinen Fall rechtfertigen, ich bin absolut gegen sowas.... das ist nicht menschlich. |
Keine Panik! Hab ich auch nicht so erstmal verstanden. Aber der Verweis auf andere bestialische Hinrichtungsmethoden provoziert solche Äußerungen.
| Zitat: |
| Denn immerhin akzeptieren die Menschen die dort leben diese Strafe. Sie könnten jederzeit dagegen protestieren. |
Und selbst unter dem Schwert landen? Auf Saudi-Arabien, Afghanistan oder den Iran (von mir aus auch China) bezogen, kann ich deine Argumentation nicht nachvollziehen. Wie will ich wissen, was Menschen denekn, in einem Land, indem mich eine kritische Äußerung im günstigen Fall in den Kerker bringt und in dem staatliche Zensur schon verhindert, mich unabhängig auch nur zu informieren.
| Zitat: |
| Sowas war gang und gebe im europäischen Mittelalter, das es heute in den arabischen Ländern noch so ist, ist meiner Meinung nach nicht schlimm. |
Naja? Mit guten Gründen ist die Todesstrafe in Europa abgeschafft. Sie ist barbarisch und im Gegensatz zur Propaganda ihrer Befürworter nicht einmal präventiv nützlich.
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Immerhin, mit der Todesstrafe ssetzt sich der Mensch über den Menschen und entscheidet über sein Leben. In meinen Augen Mord!
Gruß
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Auch die Aufklärung kam nicht aus dem Nichts. Immer schön die Zusammenhänge sehen... *im Gedächtnis kram* soweit mir bekannt entstand die Idee des 'lex naturalis' durch das christliche Menschenbild.
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Habe ich das behauptet? Die Aufklärung war aber, und das steht für mich eher im Vordergrund, geprägt von der Säkularisierung. Und hierbei kann sich das Christentum kaum der Erfindung rühmen. Ob sich das "lex naturalis" im Sinne eines Thomas v. Aquin oder eines Spinoza von christlichen Grundüberzeugungen ableitet oder ob ich es mehr mit Thomas Jefferson oder Thomas Hobbes oder weiteren halte, die grundlegende Menschenrechte auch ohne Gott für begründbar halten, ist völlig zweitrangig. Dass alle Menschen dieser Zeit in gewisser Weise christlich beeinflusst waren, liegt auf der Hand. Ebenso wie wir von heutigen Lebensumständen beeinflusst sind.
Mir geht es auch gar nicht darum, ob es auch christliche Grundsätze sind. Jeder christliche Grundsatz der mit den fundamentalen Menschenrechten übereinstimmt soll mir recht sein.
Nur, sie sind zur Begründung nicht zwingend notwendig.
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| Ich versuche Menschen und ihre Taten stets sauber auseinanderzuhalten. |
Kann man das trennen?
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| Wo genau willst du die Grenze ziehen? Du kannst einem Buch keine Verantwortung geben. |
Bücher haben nie Verantwortung. Und ich bin auch kein Positivist, auch wenn Juristen zuweilen hierzu neigen.
Jenseits der fundamentalen Menschnrechte, oder wie du es nennst, Menschenwürde, was für mich das gleiche ist, ist alles andere Vereinbarung. Sie muss nachvollziehbar begründet sein. Mehr erwarte ich gar nicht.
Wenn nun eine religiöser Ansatz auch zu dieser Überzeugung gelangt. Von mir aus.
Das ändert aber nichts an meiner Überzeugung, dass ich "heilige Bücher" für potentiell gefährlich halte.
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