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Das Goldene Zeitalter steht vor der tür












Ich halte davon nichts.
Der Preis für eine solche Utopie wäre in meinen Augen zu gross. Die Würde des Menschen beruht darauf, dass er mit der grösstmöglichen Freiheit unter möglichst vielen Möglichkeiten zu denken, zu fühlen und zu handeln wählen können sollte. Dazu gehören auch Entscheidungen zum Bösen.
In einer Welt, wie Abdul sie beschreibt wäre die Möglichkeit sich für das Böse zu entscheiden blockiert. Das Gute würde ohne den Hintergrund, den das Böse bietet zu einer schalen Alltagspampe verkommen, die man sich jeden Tag zuführen müsste... 1000 Jahre lang...
Stell dir vor du müsstest 1000 Jahre lang nichts anderes als dein Lieblingseis essen. *würg*
Sorry. Ich halte nichts davon.

LG
Okay... aber wie stellst Du Dir dann das Paradies vor
Das Paradies hier auf der Erde ruht in bestimmten Augenblicken. Es gibt Momente des Glücks, das durch nichts getrübt ist. Das ist das irdische 'Paradies'.

Das jenseitige Paradies ist ein ein zur Ruhe kommen, ein Loslassen vom Leben und zurücksinken in die Namenlosigkeit, die Nicht-Individualität, in den Ozean der Seelen, aus dem jede indivisuelle Seele nur ein Tropfen ist. Das ist wie ein langsames Einschlafen. Manche brauchen dafür kürzer, manche länger. Aber alle gehen dorthin. Die Guten liegen dort direkt neben den Bösen und schlafen gemeinsam ein.
Die jenseitige Hölle ist ein nicht zur Ruhe kommen können, ein qualvolles nicht-einschlafen können.

Also Frieden finden wir auf der Erde in Augenblicken. Im Jenseits finden wir Frieden durch eine Ent-individualisierung, durch vollkommenes Ablassen von idischen Dingen.
Würde dieser kollektive Friedensprozess auf der Erde irgendwie stattfinden... bräuchten wir nicht zu _leben_. Das ist der Tod. Zum Leben aber gehören Gegnsätze. Krieg _und_ Frieden. Heiss und Kalt. Gut und Böse. Raubtier und Opfer.
Ohne Gegensätze kein Leben.

LG
Interessante Sichtweise! Woher hast Du die? Klingt irgendwie nach Buddhismus.

LG
Wenn ich jetzt sage, dass ich mir das alles selber ausgedacht habe, dann stimmt das nicht ganz. Natürlich hatte ich gute Vorlagen. Der Rest ist Erfahrung. Ich habe das gesehen.. erfahren.

Ich habe grossen Restpekt vor aber relativ wenig Ahnung vom Buddhismus. Ich sehe ihn als eine Möglichkeit durch bestimmte Übungen zu einer Erfahrung der tieferen Realität zu gelangen.
Es gibt aber auch andere Wege. Mein Weg ist sehr... verwinkelt. Ich identifiziere mich nicht mit Erklärungssystemen (und seien sie noch so toll), sie sind für mich Mittel zum Zweck.

LG
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