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@haxxour:
Natürlich hab ich recht!
(Ich studier das Zeug schliesslich nicht bloss zum Spass, sondern weil ich zumindest auf _einem_ Gebiet auch mal (fast) uneingeschränkt recht haben möchte.)
Ich kontere mit einem Zitat (sinngemäss): "Wenn das Werk das Maul auftut, soll der Autor seins schliessen." vom lieben/bösen Nietzsche natürlich.
'Man' (wer immer das sein soll) _soll_ Texte nicht interpretieren - 'man' kann und darf sie interpretieren. Wenn 'man' seine Interpretation gut begründen kann, sogar wie 'man' _will_.
Es gibt keine 'richtigen' und 'falschen' Interpretationen, sondern nur gut und schlecht begründete Interpretationen.
Autorenabsicht ist so ein wackeliges Ding... zufällig kenn ich ein paar Autoren und die meisten lachen sich kaputt, wenn man sie nach ihrer Absicht beim Verfassen eines bestimmten Textes fragt... Klar gibt es Autoren mit Absichten, aber ob die sich durchsetzen? Beispiel: Brecht - Mutter Courage. Brecht hatte die Absicht eine durch und durch unsympathische Figur zu schaffen, eine 'Hyäne des Schlachtfelds', ein Negativbeispiel.
Naja... hast du schon mal eine Aufführung von Mutter Courage gesehen? Fast alle weinen sich die Augen aus dem Kopf vor Mitgefühl mit dieser armen Frau, die ihre Kinder retten will und sie dabei verliert...
Vergiss die Autorenintention. Sie sagt bestenfalls genauso viel wie jede andere Interpretation (und ist in den meisten Fällen nicht einmal besonders gut begründet).
LG
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@red_rose:
Langsam wird das richtig spannend hier...
Jemand hat sich über 'Herrgott' lustig gemacht. (Der wird bestimmt in der Hölle schmoren! Der *BIIIIP*!)
Erwartungen hat man an den Leser ja keine, aber über Herrgott darf der Leser sich nicht lustig machen oder denselbigen gar ignorieren... naja.
Wir würden dem interessanten Projekt gerne teilnehmend und wohlwollend beiwohnen - leider sind wir zu doff (denn wir verstehen den Sinn des Projekts nicht und man weigert sich uns den zu offenbaren).
Aber es ist inspirierend... wie abstrakte Kunst. Man steht vor einer Wand, die aussieht als hätte ein Orang Utan auf Speed mit 20 Farbtöpfen gewütet und verdreht sich den Hals und fragt sich, woher die wissen wollen, ob das Bild überhaupt richtig rum hängt... Oder wie die schwäbische Hausfrau in der VanGogh Ausstellung neben mir ihre Freundin so interessiert fragte: "Jo meinsch dr braune Rand do g'hört no zum Bilt odr scho zum Rahmaa?"
Ach ja... was 'man' so denkt.
LG
--> (Ich verweise immer wieder gern auf meine neue Signatur)
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| Zitat: |
Erwartungen hat man an den Leser ja keine, aber über Herrgott darf der Leser sich nicht lustig machen oder denselbigen gar ignorieren... naja.
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Nee kann man machen wie du siehst,
du selber machst es schon seit deinem ersten Beitrag hier im Buch.
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Joah, finde ich übrigens sehr diskriminierend "HERRgott".
Nicht umsonst müssen wir neuerdings Lehrer und Lehrerinnen, Leser und Leserinnen und ähnliches sagen.
Sagt nicht jede Religion, dass Gott nicht menschlich und somit weder Mann noch Frau ist ?
Da wunder ich mich auch nicht, warum der Autor dieser Texte in der Türkei verboten ist. Und warum er hier in Deutschland wohl auch nicht erlaubt ist, sonst müsste sich der arme O'sman nicht seine Freizeit dafür opfern, diese Texte zu "übersetzen", die dann aber zig Fehler in Grammatik, Rechtschreibung und anscheinend auch im Inhalt haben, und die keiner versteht (achso sorry, verstehen will, genau,).
Oder wie du meintest, wir sind halt einfach nicht clever genug.
Komisch, kommt mir nämlich so vor, als wenn unser IQ über dem einer Knäckebrotpackung liegen würde...
Aber gut, O'sman (boah, hier haben wir schon wieder ein "man", wenn auch falsch geschrieben^^) wirds besser wissen
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Aber echt!
Ich muss da immer an 'Herrgottnochmal!' denken... kann mich nicht dagegen wehren...
LG
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