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Was Muslime wirklich denken












Was eine Milliarde Muslime wirklich denken


Manchmal hat ein Chef einfach eine richtig brilliante Idee. Im konkreten Fall Jim Clifton, Boss des Meinungsforschungsinstituts Gallup.

Es passierte kurz nach dem 11. September 2001. Eines Nachts habe er da vor dem Fernseher gesessen, erzählt er, und da wurde Verteidigungsminister Rumsfeld gefragt: Was denken eigentlich diese Muslime? An die unvergessliche Antwort erinnert sich Clifton noch genau: Das weiß keiner, man kann schließlich keine Gallup-Umfrage machen. "Also rief ich unsere besten Fachleute in Princeton an und fragte sie: Wie viele Muslime gibt es eigentlich - sie sagten: über eine Milliarde. Ich fragte: Und können wir deren Meinungen erheben? Und sie antworteten: Ja."


50.000 Interviews später
Sechs Jahre und über 50.000 Interviews später glaubt Gallup, die alte Rumsfeld-Frage beantworten zu können - und gleichzeitig einige eingefahrene Sichtweisen und Vorbehalte des Westens zu widerlegen. Sind Muslime besonders empfänglich für Antiamerikanismus, unterstützen sie wirklich Terroranschläge? Zweimal Nein, sagt Dalia Mogahed vom Gallup-Center für Muslimische Studien. Sie leitete die Untersuchung.

Nur sieben Prozent der muslimischen Bevölkerung weltweit hält die Anschläge des 11. September demnach für gerechtfertigt und hat antiamerikanische Ansichten. Die Mehrheit, 93 Prozent, sprach über den Verlust von unschuldigen Menschenleben, dass Gott Mord ablehnt, einige brachten als Begründung den Koranvers, wenn jemand einen Menschen ungerechtfertigt tötet, ist das so, als hätte er die ganze Menschheit getötet.

Überraschend fand Mogahed vor allem dies: "Die politisch radikalen Moslems dagegen gaben in nicht einem einzigen Fall religiöse Motive zur Rechtfertigung von Terror an, sondern politische: Amerika habe das für seinen Imperialismus verdient, und Ähnliches."


Überraschend auch für die Autoren der weltweiten Umfrage: Die Gruppe mit den radikaleren Ansichten unterscheidet sich in ihrer Religiosität nicht vom Durchschnitt, ist dagegen höher gebildet und wohlhabender als die moderate Mehrheit und würde sogar demokratische Veränderungen in der eigenen Heimat begrüßen - glaubt aber nicht daran. Während Muslime mehrheitlich als größte Sorge die persönliche und wirtschaftliche Sicherheit angaben, nennen jene sieben Prozent mit extremeren Ansichten Fremdbestimmung, Beherrschung oder gar Besetzung ihres Landes durch die Vereinigten Staaten.

Eine andere Theorie, was zur Radikalisierung führt, präsentierte Präsident Bush kurz nach dem 11. September: "Amerikaner fragen sich, warum hassen die uns? Sie hassen unsere Freiheiten, die Religions- und Pressefreiheit, das Recht zu wählen, sich zu versammeln und zu widersprechen", sagte er. "Wir wollten auch diese Theorie mit unseren Daten untersuchen", berichtet Mogahed. "Wir haben gefragt: Was schätzen sie am Westen besonders? Die zwei Top-Antworten weltweit: Die Technologie sowie als Nummer zwei: Freiheit und Demokratie. Übrigens, diese Frage in den Vereinigten Staaten gestellt brachte genau das gleiche Ergebnis."

"Hört endlich auf, auf Muslime herabzusehen"
Was also steht einem besseren Verhältnis aus Sicht der islamischen Welt im Wege? Dalia Mogahed blickt auf die Umfrageergebnisse: "Was die Menschen besonders am Westen stört, ist die Wahrnehmung, dass ihr Glaube und dass die Gläubigen nicht respektiert werden." Nur wenige, nämlich 16 Prozent der moderaten und nur zwölf Prozent der radikalen Muslime meinten, dass westliche Nationen islamische Werte anerkennten. "Was sollte der Westen tun? Die häufigste Antwort: Hört endlich auf, auf Mulsime herabzusehen."

Die Gallup-Umfrage: "Wer spricht für den Islam - Was eine Milliarde Muslime wirklich denkt" füllt ein ganzes Buch – und dieses Buch wird im März erscheinen.


Quelle: http://www.tagesschau.de/ausland/islamumfrage2.html
Hallo Fatih

Ja, du hast mit deinem Beitrag Recht, ich habe auch muslimische Freunde.
Ich habe interressenhalber mal einen gefragt, was er vom 11. September hält, bzw vom Terroranschlag 2001 und er sagt halt, dass er es nicht gut fand, weil unschuldige Menschen ums Leben kamen.
Woher kamen denn die 50000?

Komischerweise sehe ich das anders!
Wenn wir mal hier in Deutschland (ich rede jetzt von Berlin) gucken, was Muslime so von sich geben, dann steht das sehr im Gegensatz zu deiner Analyse da.

Ich kenne viele Muslime, die gegen den Westen sind ("scheiß Amis", "scheiß Deutsche").

Die Deutschen werden oft als "Opfer" bezeichnet, die deutschen Frauen als "ehrenlose Nutten", die deutschen Männer als schwul oder Kinderschänder, die Freizügigkeit auch als ehrenlos.

Zitat:

Eine andere Theorie, was zur Radikalisierung führt, präsentierte Präsident Bush kurz nach dem 11. September: "Amerikaner fragen sich, warum hassen die uns? Sie hassen unsere Freiheiten, die Religions- und Pressefreiheit, das Recht zu wählen, sich zu versammeln und zu widersprechen"


Dazu sage ich mal, er hat teilweise Recht
Und zwar im Zusammenhang mit den Freiheiten, nicht mit der Demokratie!

Bestimmt denken nicht alle so, aber es ist ein großer Teil (jedenfalls von den Muslimen, die ich kenne!)
Sie sehen die Deutschen und den Westen als etwas "schlechteres", "ehrenloses" an, und wundern sich dann, warum sie nicht akzeptiert werden!
Stimmt, Red Rose, da geb ich dir vollkommen Recht. Hab garnichtmehr daran gedacht.
red_rose,
nicht nur "Muslime" sagen scheiß Amis! Glaub mir mal. 98% meiner deutscher Freunde sehen es genau so.
"Scheiß" Deutsche sagen ebenfalls nicht nur "Muslime".

Naja alles in eine Schublade und sagen, dass "nicht alle so denken."


Ich sehe nur das was ich sehen will!
Forum -> Islam


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