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Letztes Jahr im Sommer fand in Konstanz wieder einmal das Symposium der Interkontinentalen - Interreligiösen Gelehrten statt.
Da halten verschiedene Gelehrte verschiedener Konfessionen inkl. Atheisten Vorträge. Tauschen sich aus und versuchen eine gemeinsame Zukunft zu schaffen.
Der Vortrag den unser Hoca hielt hiess:
Die harmonische Entwicklung des Menschen im Sinne des Allerbarmers und unter berücksichtigung der modernen Wissenschaft.
Nach seinem Vortrag waren viele Begeistert über seinen scharfen Verstand und bewunderten seinen Glauben...
Er lernte in diesen Tagen einen Rabbiner und einen Pfarrer kennen und wurden Freunde.
Das Symposium dauerte 14 Tage. Montag bis Samstag.
Das Symposium hatte für den Sonntag dazwischen nichts geplant, aus Rücksicht für die Jüdischen Mitglieder.
So vereinbarten die Drei am Samstag zu treffen und den nächsten Tag - den Sonntag - mit einen Picknick am Bodensee zu verbringen.
Jeder nahm etwas zu Essen und zu trinken mit.
Am See angelangt band jeder seine Getränk an eine Schnur und warf sie in den See. Damit es in schön gekühlt werde.
Danach setzten sie sich unter einen Baum und unterhielten sich über Gott und die Welt.
Nach einer Weile wurde es dem Rabbiner heiss und er wollte etwas aus seiner Flasche trinken und diese auch seinen neuen Freunden offerieren.
Also stand er auf und ging an den See.
Da sah er, dass sich die Schnüre gelöst hatten und im Wasser unerreichbar für den Rabbiner waren.
Er rief zu den beiden Freunden:
"Hey Leute! Die Schnüre habe sich losgerissen. Aber habt keine Bedenken. die Flaschen sind noch an ihrem Platz. Ich hole jetzt meine."
Gesagt getan. Er lief fünf sech Schritte über dasWasser ( wie Propheten und ehrliche Gläubige es so an sich haben ) langte in die Tiefe und holte seine Flasche hervor und kam zurück.
Der Hoca wunderte sich sagte aber nichts und zeigte auch seine Verwunderung nicht, da der Pfarrer keine Mine verzog und es offensichtlich ganz natürlich fand und das gesehene kein Wunder war.
Sie labten sich an dem klaren kühlen Wasser und vertieften sich in die Geheimnisse der Erkenntnis.
Die Zeit verging wie im Fluge. Der Hoca hatte schon das Wunder vergessen, als der Pfarrer sich langsam erhob und sich zu den Flaschen im Wasser bewegte.
Auch er lief über das Wasser und langte in die Tiefe. Holte seine Flasche hervor. Besah sich diese und rief zu seinen Kollegen. Es ist schön kühl. Das wird unseren Durst aber gut stillen. Kam über das Wasser zurück und bediente die anderen Beiden.
Dem Hoca war es nicht mehr wohl in seiner Haut. Die Nackenhaare hatten sich gesträubt und er sprach innerlich. "Subhanallah - Subhanallah...
Er beruhigte sich aber schnell. Nachdem er ein Glas getrunken hatte und sich überzeugte das es kein Teufelswerk war. Sie vertieften sich in der Beschauung des Einen und die Zeit verging ...
Gegen Abend war der Hoca an der Reihe. Die Flaschen der beiden Leer.
Also was tun.
Der Hoca dachte sich: "Diese beiden haben einen tiefen Glauben in Gott. Das habe ich aber auch. Alle lobten meinen Vortrag und meinen Glauben. Keine Frage! Durch ihren Glauben konnten sie über das Wasser gehen. Was die können wird mir Allah nicht verwehren."
Er sprach "Bismillah" und lief schnell über das Wasser. Ein Schritt zwei Schritte. Beim Dritten versankt er schon in die Tiefe und schrie um Hilfe.
Er konnte nicht schwimmen.
Bevor er für Endgültig in den Tiefen des Sees versank zog ihn der Rabbiner aus dem Wasser und der Pfarrer machte wiederbelebung.
Derweil der Rabbiner nass bis unter die Haut mit seinem Mobile-Telefon die Ambulanz beorderte.
Die Ambulanz kam. Der Hoca wurde auf die Bahre gelegt und schön warm mit der Decke zugedeckt. Noch war er bleich wie eine weisse Wand. Aber er atmete ruhiger und musste nicht mehr husten.
Die beiden waren auch sehr bleich und der Schrecken sass noch in ihren Knochen. So sehr waren sie erschrocken. Aber als sie Ihren Freund sahen, das er sich auch erholte und die Gefahr vorbei war, kamen sie zu ihm an die Bahre und sprachen:
Lieber Freund was hast Du da getan? Du bist aber schön Mutig.
Und auch sehr Gläubig, dass du über das Wasser laufen wolltest.
Ja wahrhaftig! Du bist wirklich sehr Gläubig!.
Aber warum hast Du die Steine im Wasser nicht gesehen?!
Gruss
Nasruddin
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An die Mitglieder
Ich habe diese Lehrgeschichte als ein Beispiel und Test in das Forum gelegt.
Es würde mich interessieren, was Ihr persönlich aus bzw. in dieser Geschichte erkennt und macht.
Danke schön im Voraus
Gruss
Nasruddin
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Also 1., ist das jetzt ne wahre Geschichte oder nicht ?
Wenn ja, find ich es ja schonmal bemerkenswert, dass ein Rabbi, ein Hoca und ein Pfarrer friedlich zusammenfinden können.
Können ja die wenigstens "Normalsterblichen" heutzutage.
Aber vielleicht hast du schonmal was von dem Fußballspielenden gehört (auch Rabbis Hocas und Pfarrer:D ), ist auch schön zu sehen, dass die auch miteinander Spaß haben können.
So, das am Rande ^^
Ich denke die Geschichte zeigt zuerst, dass man auch mit Menschen auskommen kann, die anders sind/denken/glauben als man selber.
Den Hoca hätte man auch durch den Pfarrer oder durch den Rabbi ersetzen können, ich denk das spielt keine Rolle.
Dadurch, dass er sich sagt "das kann ich auch", und dass er dann scheitert, hat meiner Meinung nach den Sinn zu verstehen, dass man anderen Leuten nichts beweisen kann, wenn es um den Glauben geht.
Ich kann ja auch nicht sagen "wenn es Gott gibt soll er mir morgen ein Auto schenken".
Aber dass er auf seinen Glauben vertraut und ins wasser geht, obwohl er nicht schwimmen kann, zeigt wiederum wie stark sein Glaube ist (wenn auch nicht besonders vernünftig in diesem Fall^^).
Und der letzte Satz zeigt ja, dass man auch seine Vernunft einschalten sollte, erst mal hinterfragen sollte, was man sieht, und nicht immer gleich alles glauben sollte (auch wenn der Glaube ne schöne Sache ist).
Hach, das war ein weises Schlusswort
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@red_rose
Ich habe ja gesagt, dass Du mit dem Herzen siehst...
Weiter Kommentare kann ich jetzt nicht abgeben.
Es könnten noch die/der eine oder andere noch seine Sicht darlegen.
Gruss
Nasruddin
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