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Meine Lieben,
mein Bezug zu Gott ist nicht ständig gleich. Vielfach pflege ich keine besonderen Gedanken und lasse Gott einfach als belebenden Sonnenstrahl und Freude in mir leben.
Wenn es aber z.B. wie hier darum geht, sich Vorsstellungen über die vorirdische Existenz Jesu zu bilden, dann ist es mit der Leichtigkeit vorbei. Die folgenden Gedanken setzen nämlich einen unzweifelhaften Glauben an das Sein Gottes voraus, der in jeder Beziehung seine Ewigkeit im Auge behält.
Also Gott ist der urewige Grund, höchste Energie, Kraft, Herrlichkeit, die ewige Unendlichkeit nach Liebe und Weisheit über alle Grenzen von Zeit und Raum hinaus. Dieses ständige Leben hat sowohl eine gänzlich transzendente Sphäre und aber auch eine immanente Sphäre, in deren Unendlichkeit er sich in einem Kern am höchsten bewusst ist.
Und dieser Kern, dieses Zentrum, dieser Brennpunkt des Göttlichen ist eine Gestalt, der Gottmensch - und zugleich Urform und Urbild des Menschen. Von dort heraus spricht und wirkt Gott als eine Person im Licht höchster Vollendung. Je nach Gottes Offenbarungswillen ist dieses Licht, diese Lichtperson in aller Schöpfung unterschiedlich zu fühlen, ist aber in besonderer Weise uns und unsere Erde verbunden.
Und deshalb war in der urewigen Tiefe Gottes der Plan verankert, eben mit seinem Kern in einen menschlichen Erdengang zu treten, wenn die Zeit dazu gekommen war. Zu diesem Zweck näherte sich dieser Gottkern immer mehr dem geistigen Strahlungsgürtel der Welt, der dunkler und dichter wird, je intensiver die Dämonen am Werk sind.
Die Urlichtfülle als solche ist zu stark für die "Finsternis". Und so verkapselte sich der Kern immer mehr, zog sich zusammen, engte sich ein und übergab die freie Gottesmacht den höchsten Engelhirarchien. Das Urewige wurde so einfach und lichtlos wie eine Naturseele.
Und genau das ist und war meiner Vorstellung nach die Vorexistenz Jesu vor seiner Geburt, das so genannte vorgeburtliche Leben. Es muss aber doch sehr lange gedauert haben. Es bedeutete letztlich, dass Gott auch ein ganz normaler Mensch werden konnte. Zugleich konnte Gott unendlich große und bedeutende Veränderungen an sich und dem Menschen vornehmen.
Aber das ist wieder ein eigenes Kapitel für sich, meint bescheiden - reinwiel
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