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Gott schuf seinen Sohn ....DICH












Hallo jivatma,

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Ich würde Reinkarnation nicht grundsätzlich ausschließen, aber die einzige Alternative dazu ist gewiss nicht der Atheismus.
Gerechtigkeit in der Form einer nach menschlichem Ermessen ausgleichenden Gerechtigkeit kann es auch an dem nächsten Ort unseres Daseins geben. Und wie Gottes Gerechtigkeit letztendlich aussieht, wird uns Menschen möglicherweise noch wundern. Und so bestechend logisch wie die Wiedergeburtstlehre auf den ersten Blick auch aussehen mag, so viele Widersprüche finden sich bei näherer Betrachtung doch. Nach meinen eigenen Erfahrungen sind die Probleme und Glücksfälle, mit denen ein Mensch zu leben hat eine Mischung aus seinen Genen und seiner Prägung.

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Richtig! Ensagen kann ich nur, wenn ich weiß wofür und warum. Die sogenannten Sesselphilosphen (finde ich gar nicht nett) machen sich immerhin Gedanken. Das ist doch der erste Schritt, um eine Wahrheit zu entdecken, die einen dazu befähigen soll, überhaupt zur Entsagung fähig zu sein. Und dahin muss man schließlich erst einmal kommen!
Die andere Frage ist, ob das überhaupt gottgewollt ist - Entsagung.
Du selber zitierst das Genießen. Das sind für mich Gegensätze. Entsagen und genießen schließen einander aus. Das ist genau die Art von Religionsausübung, die nur kranke, gesetzliche Liebeskrüppel hervorbringt, die sauer sind, dass der Rest der Welt sich nicht auch den Spaß verderben läßt.
Wenn eine Entsagung (was verstehst Du eigentlich darunter?) von Nöten ist, dann müsste Gott mir dies doch auf eine Art mitteilen, die ich verstehe und die mich befähigt oder sogar das Bedürfnis hervorruft dieser Forderung nachzukommen. - Ich hatte leider noch keine Erleuchtung.- Wenn die Erkenntnis dessen wer ich bin - also nach hinduistischer Lehre kein "Ich", dann müsste Gott dies doch jedem mitteilen, auch wenn er nicht danach sucht. Ich denke auch, dass das Ego gar nicht so schlecht ist, wie es immer gemacht wird. Denn wenn ich kein gesundes Ego habe, kann ich auch keinen guten Beitrag zu dieser Gesellschaft leisten. Und wenn ich mein Ego "verleumde" oder mich davon lossage, gründet dies doch auch einer Willensentscheidung. Abgesehen von dem Erfolg, den diese Entscheidung haben mag oder nicht, ist es doch aber dann auch wieder das Ego, das das Ego abschaffen will. Da beißt sich die Katze in den Schwanz. Vielleicht ist man nach diesem Erdenleben ein "Wir". Aber hier ist das "Ich" doch unabdingbar. Es ist genauso ein Naturgesetzt, wie das Geboren-werden uns Sterben. - Glaube ich.

Lieber Gruß

Helle
Hallo Helle,

finde deinen Beitrag sehr gut. Askese und Entsagung ist eine Methode, die schon seit langem als d i e Reinigung gilt und von Mönchen, Eremiten und vielen Heiligen zur Erreichung von Gottesvereinigung, Erleuchtung und Geistesvollendung eingesetzt wurde und wird. Aber, und das ist es, kann dieser Rückzug Forderung für alle Menschen sein? Ich glaube es nicht. Das ganz gewöhnliche Leben ist meiner Meinung nach ohnehin eine großartige Lebensschule. Es ist aber von Vorteil, wenn man eben ins gewöhnliche Leben Spiritualität einfließen lässt, meint - reinwiel
Hallo Helle,

Zitat:
Ich würde Reinkarnation nicht grundsätzlich ausschließen, aber die einzige Alternative dazu ist gewiss nicht der Atheismus.


Kannst du mir deine Sichtweise näher erklären?
Würde mich wirklich interessieren.
Das Wichtigste im spirituellen Leben ist zuerst einmal seine eigene Stellung in dieser Welt zu verstehen und dann dementsprechend zu handeln.
Sind wir ein Produkt von Materie oder sind wir spirituell?

Zitat:
Die andere Frage ist, ob das überhaupt gottgewollt ist - Entsagung.
Du selber zitierst das Genießen. Das sind für mich Gegensätze. Entsagen und genießen schließen einander aus. Das ist genau die Art von Religionsausübung, die nur kranke, gesetzliche Liebeskrüppel hervorbringt, die sauer sind, dass der Rest der Welt sich nicht auch den Spaß verderben läßt.

Da hast du mich falsch verstanden, vielleicht liest du es noch mal aufmerksam durch was ich geschrieben habe.
Entsagung ist ein weiter Begriff. Das kann von Hungern bis hin zu den Opusdei Selbstzüchtigungen gehen, aber ich spreche nicht von dieser künstlichen Art der Entsagung.
Gott ist nicht interessiert an unserer Entsagung in Form von Selbstqual.

Krishna erklärt in der Bhagavad-Gita das wirkliche Entsagung untrennbar mit Selbsterkenntnis verbunden ist. Wer sein wahres ewiges Selbst erkannt hat ist automatisch von weltlichen Genüssen entsagt da er eine spirituelle Freude in seinem Innern erfährt die weit, weit grösser ist als jede noch so grosse Sinnesfreude. So ist der weltlich Entsagte ebenfalls ein Geniesser aber auf einer höheren unvergänglichen Ebene. Man nennt diese Ebene auch transzendentale Ebene oder Brahmabhuta.

Die frage ist natürlich; wie komme ich auf diese Ebene?
Und dazu ist eben ein gewisses Mass an Entsagung nötig, ohne sich selbst zu quälen. Denn wir können die materielle Natur nicht mit Gewalt überwinden.
Zwei wichtige Faktoren stehen hier wie zwei paralelle Schienen nebeneinander. Die eine ist spirituelles Wissen, genannt gijan. Zuerst muss man theoretisch verstehen was unsere Stellung ist.
Sind wir der Körper oder ist der Körper nur Gefährt?
Sind wir spirituell oder sind wir materiell?
Sind wir ewig oder zeitweilig?
Was ist Gott?
Was habe ich für eine Beziehung mit Gott?
Wenn wir die Antworten auf diese Fragen theoretisch verstanden haben können wir automatisch auch ein gewisses Mass an Entsagung einhalten, da wir erkannt haben das wir nicht materiell sind.

Der zweite Faktor ist das Einhalten von festen Prinzipien wie Vegetarismus (gewaltlose Nahrung) oder eingeschränkte Sexualität.
Ohne diese beiden "Schienen" kann der "spirituelle Zug" nicht nach Hause in das Königreich Gottes heimkehren.

Solange wir unsere eigene Göttlichkeit nicht erkannt haben können wir uns nicht lösen von weltlichen Freuden. Und weltliche Freuden zu geniessen bedeutet auf der materiellen Ebene zu verbleiben.
Im Moment des Todes wirst du dich an das erinnern was dir zeit deines Lebens am liebsten war. Und am liebsten ist uns das was uns am meisten Freude bereitete.
Auch Christus erklärt, das unser Herz dort ist wo unser Schatz ist.
Die Vorstellung das uns Gott mit dem "Zauberstab" befreit wenn wir im diesseits brav waren ist ein Ammenmärchen. Denn das würde bedeuten das Gott ein Diktator ist. Die Beziehung die wir jedoch mit Gott dem höchsten individuellen persönlichen Wesen haben, ist Liebe. Liebe basiert immer auf freiem Willen. Wir die Kinder Gottes sind genauso göttlich wie unser Vater (Gott), der Unterschied zwischen uns und Gott ist das wir begrenzt sind und das Gott unbegrenzt ist.

Eine spirituell weit fortgeschrittene Persönlichkeit kann man daran erkennen, in wie weit sie nicht mehr an sinnlichen Freuden angehaftet ist, da sie eben eine höhere unerschöpfliche, göttliche Freude im Innern erfährt.

Gruss
vorweg: Das Ausschneiden und Einfügen von Zitaten bekomme ich leider nicht hin. Vielleicht kann mir jemand einen Tip geben.


Hallo jivatma,

ich denke, nicht an Wiedergeburt glauben zu müssen, um an Gott glauben zu können. Natürlich glaube ich, dass wir spirituell sind, bzw. unser Geist.
Was meiner Meinung nach der Wiedergeburtstheorie widerspricht, ist einmal die Tatsache, dass die meisten Menschen keine höhere Spiritualität pflegen. Da man aber bei der Reinkarnation von einem stetigen Entwicklungsprozess "nach oben", so denke ich, ausgehen muss, gibt es zu wenig "alte Seelen" , an denen die Früchte einer solchen Entwicklung abzulesen wären. Die breite Masse ist doch selbstgerecht, egoistisch und wendet ethische Grundbegriffe --wenn überhaupt -- doch nur dann auf solche an, die ihnen emotional nahe stehen oder wenn sie sich einen Vorteil davon erhoffen. Die Herzensbildung empfinde ich bei den meisten Menschen als mangelhaft.
Zum anderen stelle man sich dieses völlig frei erfundene Fallbeispiel vor:
Ein Mann wurde als Kind von seinen Eltern vernachlässigt und geprügelt. Keine Liebe, keine Vorbereitung auf die Anforderungen des Lebens.
Nun könnte man doch sagen: Sein Karma ist schlecht. Er muss etwas bestimmtes mit diesem Leid abtragen. Möglicherweise war er in seinem vorherigen Leben selber ein Schläger und hat seine Kinder vernachlässigt.

Soweit so gut. Aber: Was ist mit dem schlagenden Vater? Ist er nun das Instrument von Gottes Gerechtigkeit, sprich dem Karma? Dann dürfte dieser Vater in seinem nächsten Leben aber keine Karma-Belastung wegen Kindesmisshandlung tragen, oder?
Und die nächste Frage schließt sich gleich an: Der vernachlässigte, geschlagene Sohn wird aufgrund seiner Kindheitsprägung möglicherweise als Erwachsener genauso handeln wie sein Vater. Er lädt also sein Karma erneut mit Schuld auf und wird, ergo, im nächsten Leben wieder misshandelt und geschlagen und so fort...

Was ich damit meine, ist: Wie lassen sich psycho-soziale Faktoren mit Karma vereinbaren? Wie hat man, der Reinkarnationslehre zufolge, denn überhaupt eine Chance zu verstehen, worauf es im Leben ankommt, wenn man doch seine Schuld ständig abtragen muss und durch widrige Umstände auch nicht gerade prädestiniert dafür ist, ein gesunder "funktionierender" Mensch zu werden. Es ist doch allein die Liebe, die einen dazu befähigt. Und wenn man die - aufgrund des Karmas-nicht bekommt?

Dann gehe ich davon aus, dass die Reinkarnationslehre das Mitgefühl schwächt und die Gleichgültigkeit fördert. Schließlich könnte man in Anbetracht menschlicher Not hingehen und denken: Na, der muss wohl sein Karma abtragen. - Interessiert mich nicht, er wird es wohl verdient haben.

Thema Selbsterkenntis /Entsagung:

Hier kann ich nicht anders, als auf meine ganz persönliches Erfahren zurückzugreifen. Ich möchte meinen, vor dem Hintergrund meines intensiven, etwa 14 Jahre umfassenden, re-ligiösen Weges ein ganz gutes Maß an Selbsterkenntnis bekommen zu haben. Aber nun stehe ich da mit meiner Selbsterkenntnis. An die Erlösung durch Christus kann ich nicht mehr glauben. (An dieser Stelle würde mich ehrlich interessieren, wie Du Deine Göttlichkeit in Abegrenzung bzw. in Anlehnung an Christi Sohnschaft Gottes bzw. der Aussage: "Wer mich sieht, hat den Vater gesehen" siehst.)
Ich glaube, ein unsterbliches, unvergängliches Bewußtsein zu haben, also nach meinem Tod ein Geist zu sein. Ich denke auch, dass es dann unterschiedliche Optionen gibt, was dann mit mir geschieht und dass diese stark davon abhängen, wie ich mein Leben gelebt habe. Da ich aber keine persönliche Beziehung zu Gott mehr habe, (wie ich als ehemalige new-born-christ dachte eine zu haben) da er mir nicht antwortet, nicht hilft und mir keine persönliche Auskunft über den Weg geben möchte, den ich nun gehen soll, fällt mir Entsagung unsagbar schwer. Ja, ich sehe gar nicht ein, z. B. auf meinen Beruf zu verzichten, weil er Vergnügen ist, aber nicht wirklich gebraucht wird. Ich sehe auch nicht mehr ein, ständig "die andere Wange hin zu halten" wo Menschen mich mit ihrem dummen Egosimus quälen. (Soll nicht pathetisch klingen ) Und da ich auch kein Erleuchtungserlebnis von Gott bekomme, kann ich diese innere Freude nur bedingt erleben. Z. B. wenn ich philosphische Bücher lese. Die Beschäftigung mit dem Sinn des Lebens ist mir wichtiger, als alles andere, aber da ich keine friedengebende Antwort bekomme, kann ich keine spirituelle Freude erfahren. Im Augenblick bin ich von "Informationen" derart abgefüllt, dass ich ohnehin den Wald vor Bäumen nicht mehr erkenne. Und Gott schweigt einfach weiter. (Gibt er Deiner Meinung nach überhaupt Hilfe?) Die einen sagen : Jesu ist der Retter
Die anderen sagen: meditiere, frage Deine Seele.
Dann gibt es Menschen, die sind der Meinung: Erschaffe Deine Realität selber. Wieder andere meinen, "ES" will alles, es gibt in Wahrheit kein Gut und Böse - Dualismus- reine Illusion.
Aber wir leben hier. Und der Schmerz, den man im Leben erlebt, ist zumindest hier Realität.
Entsagung - der große "input" von oben? Kenne ich - in abgewandelter Form. Bei uns hieß das immer: "der heilige Geist" macht das alles in Dir. - Hat er aber nicht. Sondern Liebe, Vernunft und Bildung machen das, was man so braucht.

"Im Moment des Todes wirst Du Dich an das erinnern, was Dir Zeit Deines Lebens am liebsten war."

Aber wir verändern uns doch ständig. Mal steht die Ehe im Vordergrund, dann wieder ein bißchen mehr der Beruf, dann gerade mal die spirituelle Neu-Ausrichtung etc. Was wenn man im falschen Augenblick stirbt?
Angenommen der Großteil meines Lebens war bestimmt von der Suche nach Gott. Nur habe ich ihn irgendwie verpasst. Stehe ich dann suchend alleine in der Ewigkeit herum?
Und anders herum: Angenommen, ich war ein charakterlich durchtriebener egoistischer Mensch, vollkommen desinteressiert an Spiritualität. Aber kurz vor meinem Tod bekomme ich plötzlich starkes Interesse und die Sinnfrage wird ganz ganz wichtig. Komme ich dann in das, was man so anstrebt: Paradies, Vereinigung, Königreich, Nirvana....


Und letztendlich: Wer garantiert mir, das Gott nicht doch ein Diktator ist?
Die religiösen Schriften der Moslems, des Juden-, Christentums legen das doch nahe. Und wenn diese von Menschenhand sind- wovon ich momentan ausgehe- warum erleuchtet Gott nicht jeden ernsthaft Suchenden sofort und gleich?

Lieber Gruß
Helle
Einfache Frage: Könntet Ihr Euch mal ein bißchen kürzer fassen, oder sollen diese Postings abendfüllend bzw. die Vorbereitung zu einem Referat sein?

Deas hat appeliert, eine gewisse Grööße nicht unbedingt zu überschreiten, der Technik wegen, aber das scheint wohl ignoriert zu werden... Schade!

Gruß
Forum -> Gott

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