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Der sprachlose Atheist












so ist es einer muss Tasavvuf übersetzen,
einer muss sich um die ziegen kümmern
@Janet
Das war ein Guter Spruch von Osman. Er wird langsam Angenehm.



@O'sman

Der Narr kümmert sich gerne um Ziegen.

Mir soll es recht sein. Was abraham und Gott dienlich war, soll auch mir und meine Kindern dienlich sein!

Und steht nicht Geschrieben:

Zitat:

8. Abram aber sprach: HERR HERR, woran soll ich merken, daß ich's besitzen werde?
9. Und er sprach zu ihm: Bringe mir eine dreijährige Kuh und eine dreijährige Ziege und einen dreijährigen Widder und eine Turteltaube und eine junge Taube.
10. Und er brachte ihm solches alles und zerteilte es mitten voneinander und legte einen Teil dem andern gegenüber; aber die Vögel zerteilte er nicht.
[Anonyme Werke: Luther-Bibel (Auswahl). Die Bibliothek der Weltliteratur, S. 82002 (vgl. Gen 15, S. 7-10)]


Des Narren Spruch:

Zitat:
Gibst Du Ziegen zu fressen, haben später Deine Kinder was zu essen.
Daneben geben Sie köstliche Milch. Das läutert nicht, aber erfrischt.



Übersetzen wir nun an die Gemeinde für diejenigen die es nicht verstehen.

Es soll ja niemand ausgeschlossen werden durch des Gelehrten Fremder Worte wo doch der Dumme daraus nur noch Bahnhof versteht?
Auch der Dumme verdient Respekt. Was er heute lernt, das ist des Gelehrten Kritik. Nur Geduld. Morgen. Morgen....

Tasavvuf übersetze ich mit: Die Mystik bzw. Die Mystik des Islams.

Es kann auch esoterik heissen im gegensatz dazu exoterisch.
Das Innere (Mystik) des Islam und das Äusssere (Religion)...


Etwas Mystisches / Esoterisches:

Abdelkader Gilani hatte in dem heiligen Umkreis der Kaba das Angesicht auf kleine Kiesel gelegt und sprach: O Herr, verzeihe mir; wenn ich aber Strafe verdient habe, so erwecke mich blind am Tage der Auferstehung, damit ich vor den Augen der Guten nicht erröten muß.

Das Antlitz auf dem Staub der Demut, sprach ich
Bei jeder Morgenröte frischem Hauch:
O du der meinem Denken nie entschwindet,
Gedenkest du wohl deines Knechtes auch?

[Sa'di: Rosengarten. Die Bibliothek der Weltliteratur, S. 60444-45 (vgl. Sa'di-Rosengarten, S. 94)]

Etwas über die Sufi's (Mystiker im Moslemischen Islam)

O Sofi, reinen Sinn's und hehr!
Sprich aus der Seele: »Gott ist Er.«
O der du treu geliebt bisher!
Sprich aus der Seele: »Gott ist Er.«
Willst du dich ganz zur Seele weih'n,
Dich würdig an das Liebchen reih'n,
- Was du nur willst, das wirst du seyn -
Sprich aus der Seele: »Gott ist Er.«
Wie lang läufst du von Ort zu Ort,
Und suchest hier und suchest dort?
Willst haarklein kennen du den Ort?
Sprich aus der Seele: »Gott ist Er.«
Du warst's, zu dem ich spähend schlich;
Dir opfern alle Seelen sich,
Dein Wohlduft macht zum Sclaven mich;
Sprich aus der Seele: »Gott ist Er.«
Du Ordner jener heil'gen Schaar!
Propheten zeugten dich fürwahr;
Dein Bettler heiss' ich immerdar;
Sprich aus der Seele: »Gott ist Er.«
Flieh' Ird'sches, such' des Glaubens Licht;
Leist' auf die ganze Welt Verzicht;
Sprich Dieses nicht, sprich Jenes nicht;
Sprich aus der Seele: »Gott ist Er.«
Hebt sich dein Sinn zu Gott empor,
Leih'st du nicht Irdischem dein Ohr,
Kömmt selbst das Schwerste leicht dir vor;
Sprich aus der Seele: »Gott ist Er.«
Des wahren Glaubens Sonnenstrahl!
Du trafst der Weisheit sich're Wahl;
Du Keim der Welten ohne Zahl!
Sprich aus der Seele: »Gott ist Er.«

[Rumi: Gedichte des Sams aus Täbris (Auswahl). Die Bibliothek der Weltliteratur, S. 60337,60338 (vgl. Rumi-Diwan, S. 185)]

Amen. Gott sei seiner seele Gefällig.

Und weil es so schön ist:


[b]Sadis Streit mit einem anmaßenden Menschen über Reichtum und Armut[/b]

Ich sah einst einen Menschen, Derwisch zwar von Gestalt, aber nicht von Gehalt, der sich in einer Versammlung niedergesetzt und seine Zunge mit übler Nachrede ergötzt; er hatte angefangen, das Register der Vorwürfe aufzuschlagen und über die Reichen laut zu klagen, und er war bis dahin gekommen, daß er sagte: Den Armen ist die Hand der Macht gekettet und den Reichen ist der Fuß des Willens gelähmt.

Wer gern verschenkt, von dem ist Reichtum fern,
Und wer den Reichtum hat, verschenkt nicht gern.


Ich, der ich unter den Wohltaten der Großen aufgewachsen bin, konnte diese Rede nicht billigen und sprach daher: O Freund, die Reichen sind das Einkommen der Nichtsbesitzenden und die Vorratskammer der im Winkel Sitzenden, der Zufluchtsort der Fahrenden und das Ziel der Wallfahrenden, indem sie sich belasten, damit die andern rasten, und die Hand zur Speise nicht erheben, bevor sie ihren Angehörigen und Untergebenen Speise gegeben, und ihre Wohltaten im Überfluß zugeteilt den Witwen und Waisen, den Nachbarn und Greisen.

Von Reichen kommen die Gelübde, die Feiermahle und Schenkungen,
Almosen, Zehnten, Opfergaben und Stiftungen und Freilassungen.

Hast du, der du sie schmähst und lästerst, denn auch dir ihr Verdienst errungen?
Du gibst nichts als zerstreuten Sinnes ein paar nutzlose Kniebeugungen.

Handelt es sich um das Vermögen, gute Werke zu verrichten, oder um die Kraft, fromme Übungen zu entrichten, so wird beides den Reichen leichter, denn sie haben geläuterte Güter und reine Gewänder und wohlbewahrten Ruf und sorgenloses Herz, die Macht aber zu guten Werken liegt in der kräftigen Nahrung, und die Lauterkeit des Gottesdienstes erscheint in der gereinigten Kleidung; denn wie kommen aus einem hohlen Magen kräftige Werke, und wie findet eine leere Hand rüstige Stärke? wie kann ein gebundener Fuß einherschreiten und ein hungriger Bauch Gutes bereiten?

Unruhvoll liegt auf dem Lager

Wer nicht Mittel hat für morgen.
Die Ameise sammelt Sommers
Und ist Winters ohne Sorgen.


Ruhe des Gemütes kann sich nicht mit Armut verbinden, und Sammlung des Geistes nicht bei Dürftigkeit finden; wenn der eine sein Abendgebet beginnt, indes der andere auf sein Abendbrot sinnt, wie kann denn dieser jenem gleichstehn?

Wer sichres Brot besitzt, gibt fromm dem Herrn sich hin;
Ist ungewiß das Brot, ist auch zerstreut der Sinn.

Darum ist der Gottesdienst jener wohlgefälliger, weil sie gesammelt sind und voll Andacht, nicht zerstreut und auf andres bedacht; denn die Mittel zum Lebensunterhalt sind ihnen bereit und die Zugänge zum Gottesdienst sind ihnen weit. Die Araber sagen: »Behüte mich Gott vor der Armut drückendem Wehe und vor des Unmut bringenden Nähe«, und in der Überlieferung heißt es: »Armut ist Schmähung in beiden Welten.« Hast du nicht gehört, warf er mir ein, daß der Prophet, ihm sei Heil! gesagt hat: »Die Armut ist mein Ruhm?« Schweige, antwortete ich, denn der Prophet deutet auf die Armut einer Klasse von Menschen hin, welche sich auf den Kampfplatz der göttlichen Gnade begeben und sich den Pfeilen des göttlichen Ratschlusses hingeben, nicht auf die Armut solcher, die in der Kutte der Frommen umherlaufen und den Bissen des täglichen Almosens verkaufen.

O Trommel lauten Schalles, im Innern hohl und leer!
Wie schickst du dich zur Reise, wenn dir kein Vorrat mehr?
Von den Geschöpfen wende das gier'ge Aug' und drehe
Des Rosenkranzes Körner nicht in der Hand so sehr.


Nur im Besitze des Reichtums kann man einem Nackten Kleider schenken, und an die Loskaufung eines Gefangenen denken; wie können denn Leute unsrer Art das Verdienst jener erreichen; und wie kann die gebende Hand der nehmenden Hand gleichen? Siehst du nicht, daß Gott, der Glorreiche und Erhabene, in einer klaren Stelle der Offenbarung von der Herrlichkeit der Bewohner des Paradieses Kunde gibt, indem er sagt: »Ihnen werden Leckerbissen zum sichern Lebensunterhalt dienen, und sie werden reichlich bedacht sein in den Gärten der Lust?« Damit du wissest, daß, wer mit dem Erwerbe des irdischen Gewinnes beschäftigt ist, von dem Glücke des himmlischen Sinnes ausgeschlossen, und daß der Besitz der Seelenruhe unter dem Siegel des »sichern Lebensunterhaltes« verschlossen.

[Sa'di: Rosengarten. Die Bibliothek der Weltliteratur, S. 60623 ff (vgl. Sa'di-Rosengarten, S. 260-262)]

Gott sei seiner Seele gnädig.


Ich hoffe mit meinem Feuerwerk an Übersetzungen und Dichtungen langweile ich euch nicht. Aber die Geschichten und die Gedichte sind wirklich schön.


Guten Abend noch
Ihr beiden

Nasruddin
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