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Dürfen moslems den frauen die hand geben?












@ Positiv.

Erstmal danke für das positive Feedback.

Das mit der Tradition und Religion trifft den Nagel auf den Kopf. Eine Differenzierung zwischen Religion und Tradition findet manchmal statt, aber im Grunde genommen wird sie denke ich in den meisten muslimischen Ländern deckungsgleich wahrgenommen. Traditionelle Normen sind in die Religion eingeflossen und werden oder wurden religiös gerechtfertigt und teilweise auch mit religiösen Sanktionen belegt. Umgekehrt sind auch viele religiöse Normen in die Tradition eingeflossen usw...

Außerdem befinden sich die meisten Muslime genauso im Globalisierungsschock, d.h. die Welt verändert sich schnell und scheinbar unaufhaltsam. Ergo neigen (jedenfalls ist das mein Eindruck) viele Muslime dazu diese Einheit aus Tradition und Religion noch stärker zu betonen.


Friede sei mit dir
Sakina

Zitat:
Ich bin einfach der Meinung eine Frau ist ein Schatz und sollte nur von dem Besitzer beruhrt werden.
von Abu-Bakr am Donnerstag 5. Juni 2008, 02:55
http://www.islampuls.com/forumnew/viewtopic.php?f=126&t=1138


mffffgggg gnostik
@Ayyub
Danke für Deine Antwort!
Zitat:
Außerdem befinden sich die meisten Muslime genauso im Globalisierungsschock, d.h. die Welt verändert sich schnell und scheinbar unaufhaltsam.


Dieser Schock, hält er nidcht so lange an, wie Muslime daran festhalten, dass die Aussagen im Koran gestern wie heute gelten? - Wie sollte der Koran auf die heutigen Probleme damals eingehen? Dieser Widerspruch einer zeitlosen Gültigkeit aus einer wortmäßigen Interpretation wird ja nach wie vor geleugnet. - Leider ein Grund, dass viele Aussagen von Mulimen - auch hier in diesem Forum - unglaubwürdig dastehen, weil sie den Eindruck erwecken, die Zeit verpennt zu haben!

Gruß
Hi, positiv.

Klar durch dieses Festhalten an mittelalterlichen Traditionen, welche wiederum durch mittelalterliche Interpretationen des Koran gestützt werden macht man alles nur schlimmer. Dadurch schiebt man den Schock nur auf, er wird aber umso größer. Gegen den größeren Schock wird man dann noch mittelalterlicher und so gehts ständig weiter!

Der Islam bräuchte schon seit hunderten von Jahren eine große Reform und eine kontextuelle und historische Interpretation des Koran. Die islamischen Gelehrten haben sich aber systematisch jeder widersprüchlichen Erkenntnis aus der Geistes- und Naturwissenschaft verschlossen und jede Veränderung von dem was Menschen ein paar Hundert Jahre nach dem Propheten für richtig gehalten haben zur Häresie erklärt.

Da gibt es nur wenige Ausnahmen, meist im Westen und der Türkei denn solche Leute nehmen in den "normalen" islamischen Ländern meist ein gewaltsames Ende. Die Mehrheit der Muslime stützt aktiv oder passiv dieses System, denn es gibt ihnen das zweifelhafte Privileg sich für Angehörige der einzig tollsten Religion, die keine Probleme hat zu halten.

z.B. Nasr Hamid Abu Zaid (den ich sehr schätze) wird vor allem im Westen gelesen, unter jungen Ägyptern kennt den keine Sau (eigene Erfahrung). Kritiker (egal ob von innen oder von außen) sind bei diesem Spielchen eben unerwünscht, denn sie stören das eigen Selbstbild das man sich notdürftig mit sehr viel Realitätsverweigerung zusammengezimmert hat.

Mißstände werden meist nicht rational erklärt sondern durch das Einnehmen einer Opferrolle auf Außenstehende verschoben (die bösen Westler, "intolerante" Deutsche, Ungläubige die sich angeblich gegen den Islam verschworen haben, der Kolonialismus, die Juden, die Freimaurer, Darwinisten, die bösen Säkularisten, der Mossad, die CIA usw...))

Da jede Form von liberaler Kritik ausgeschaltet ist sind natürlich die Extremisten vollkommen auf dem Vormarsch. Meiner Ansicht nach durchaus auch mit dem Wohlwollen konservativer Institutionen, leider auch hier in Deutschland.

Friede sei mit dir.
Hallo Ayyub,
Zitat:
Klar durch dieses Festhalten an mittelalterlichen Traditionen, welche wiederum durch mittelalterliche Interpretationen des Koran gestützt werden macht man alles nur schlimmer. Dadurch schiebt man den Schock nur auf, er wird aber umso größer. Gegen den größeren Schock wird man dann noch mittelalterlicher und so gehts ständig weiter!


Dieses Zurückgehen schafft aber wiederum ein Mißtrauen. Unter Muslimen wird im Verhältnis zur offiziellen Religionsdarstellung Unsicherheit und Orientierungslosigkeit ausgelöst.

Da muß ich Deinen Ausführungen "leider" in vollem Umfang Recht geben. Die ganze Problematik selber wird aber kaum von außen zu lösen sein. Eine dringend notwendige Reform muß von innen erfolgen. Ich frage mich halt auch, warum hier nicht bspw. von der christlichen Erfahrung Gebrauch gemacht wird, natürlich migriert auf den muslimischen Anspruch!

Gruß und Friede auch mit Dir!
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