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Entweder gut ODER allmächtig.













Gott ist ...
gut
18%
 18%  [ 3 ]
allmächtig
18%
 18%  [ 3 ]
beides
50%
 50%  [ 8 ]
weder gut noch allmächtig
12%
 12%  [ 2 ]
Stimmen insgesamt : 16

Zitat:
Wäre wir ja auch - in unserer Funktion als Schöpfer dieses Universums wären wir perfekt und dieses Universum wäre in unseren Augen perfekt, weil es unsere Schöpfung wäre. Ein Kind mag Charakterfehler haben, aber in seiner 'Funktion' als Kind ist es perfekt.


Das stimmt, als Schöpfer genau dieser einen un-perfekten Sache wären wir perfekt. Aber so was kann man auch als Fachidioten bezeichnen.

Zitat:
Wäre Perfektion eine absolute Eigenschaft, dann wären wir in der Tat nicht in der Lage sie zu erkennen, selbst wenn man sie uns auf dem Silbertablett servieren würde. Warum? Weil es sowas wie 'absolute Eigenschaften' nicht geben kann. Eigenschaft ist Etwas, das sich nur im Vergleich mit etwas anderem ermitteln lässt. Wir haben aber keinen alternativen Schöpfer mit dem wir unseren Schöpfer vergleichen könnten. Wir können ihn höchstens mit uns selbst in unserer Funktion als Schöpfer vergleichen. Und da schneiden wir schlecht ab.


Ja, genau so, wie du es hier andeutest, ist es. Absolute Perfektion ist nicht mehr zu erkennen oder zu beurteilen. Sie ist praktisch nicht mehr existent, für alles, was nicht perfekt ist. Perfektion ist absolut und damit indiskutabel. Alles, was wir sehen, erkennen oder beurteilen können, ist weit von der Perfektion entfernt.

Zitat:
Ein allgemeingültiges Bild vom Perfektion gibt es nicht. Das sieht man schon daran, dass du und ich ein unterschiedliches Bild davon haben.
Ein Schraubenzieher ist perfekt fürs Schraubenziehen, man kann auch ein Messer nehmen, aber das ist nicht so gut geeignet.
Ein Universum ist perfekt fürs Existieren, denn das ist die Funktion eines Universums: Existenz. Wozu soll so ein Universum denn sonst gut sein? Man(n) kann auch versuchen mit einem Universum eine Schraube zu ziehen, aber das ist ziemlich unpraktisch.


Etwas, das perfekt ist, muss für alles perfekt sein und noch mehr. Und du irrst dich, wir sehen Perfektion genau gleich.

Zitat:
Wenn das 'intelligente' Bewusstsein des Menschen mit dem Rest des Universums unvereinbar wäre, dann wäre hier entweder kein Universum oder wir hätten kein intelligentes Bewusstsein. (Vom Nicht-Vorhandensein des zweiteren lassen ich mich vielleicht noch überzeugen...)
Da beides zusammen ist, ist es auch vereinbar. Der Mensch existiert mit seinem Bewusstsein (lassen wir das intelligent mal wech...) im Univesum und das Universum in des Menschen Bewusstsein. Eine grössere Vereinbarkeit lässt sich schlecht vorstellen.


Diese beiden Dinge sind nur miteinander vereinbar, wenn es noch etwas anders gibt, dass sie zusammengebracht hat und zusammenhält. Ich hab mich da nicht ganz korrekt ausgedrückt, ich hätte sagen müssen, dass sie nicht Vereinbar sind, wenn es nicht noch mindestens einen "überuniversalen" Superkleber gibt

Zitat:
Ui! Diese absolut objektiven Masstäbe hätte ich jetzt aber gerne.


Ach, du bringst mich dazu pathetisch zu werden: Die Logik ist ein alle durchdringendes Echo der Perfektion und damit ein absoluter Massstab

Zitat:
Damit verlagerst du alles nur um eine Etage nach oben.
Ein Gebäude, das eine unperfekten Baustein enthält kann nicht absolut perfekt sein.
Und falls du diesem Gebäude eine Existenz unterstellst, dann unterstell ich Gott es gebaut zu haben.


Doch, ein Gebäude, das einen unperfekten Baustein enthält, kann perfekt sein, aber eines, das aus sehr vielen bzw. nur unperfekten Bausteinen besteht ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht perfekt.

Und das mit den Etagen/Ebenen stimmt schon. Auf irgendeiner Ebene ist die Grenze zur Perfektion erreicht, aber diese Ebene muss weit weit hinter dem Universum sein. Also das Universum muss einen Dilettanten als Schöpfer haben und der ist wiederum das Kind eines Dilettanten usw. usw. und irgendwann könnte dann Gott kommen.

Zitat:
Insofern wäre Logik ein perfekter Schraubenzieher. HA! Haben wir doch noch etwas perfektes gefunden!


Du sagst es

Zitat:
Nehmen wir an, nichts auf der Welt wäre perfekt. Dann wären wir ebenfalls nicht perfekt, ergo wären wir fehlbar und wenn wir fehlbar wären, könnten gar nicht mit Sicherheit sagen, dass die Welt unperfekt wäre.


Ja, wir können das gar nicht erkennen bzw. beurteilen, das würde in dem Fall die Perfektion mit uns machen.

Zitat:
Nehmen wir an, die Welt wäre perfekt, wir aber wären nicht perfekt. Wie könnte etwas Perfektes etwas Unperfektes enthalten? Die Unperfektions des Teils würde doch die Perfektion des ganzen zunichte machen.


Nein, nicht zwangsläufig. Ich komm jetzt einfach mal zu dir in deinen Tümpel voller Schwämme und platsch dort ein bisschen rum und sage: Da Perfektion auch gleichzeitig Nichtexistenz bedeutet, kann das Unperfekte dem Perfekten nichts anheben. Es könnte sogar so sein, dass alles Unperfekte zusammen, das Perfekte ergibt. Das könnte man wie in der Farbenlehre erklären, wo als Beispiel immer so eine Scheibe mit allen Farben genommen wird und die dreht man dann, und dann sieht es so aus, als würden alle Farben zusammen weiss ergeben.

Zitat:
Es gibt also nur zwei wirklich realistische Möglichkeiten:
a) Die Welt ist nicht perfekt und wir sind nicht perfekt. Können das aber nicht mit Sicherheit sagen.
b) Die Welt ist perfekt und wir sind perfekt. Und wir können das mit Sicherheit sagen.
Und jetzt kommt der Clou: Ich denke, dass sowohl a) als auch b) der Wahrheit entsprechen.


Wäre Perfektion nicht absolut, hättest du vielleicht recht
Perfektion ist _nicht_ absolut und ich _habe_ Recht!

(Mehr dazu später)
@nekilotte:
ich will überhaupt keine Beweisgführung zu diesem Zeitpunkt vollziehen...
ich habe nach einem einzigen 100% richtigen Beweis für die Nichtexistenz von Gott gefragt.
Wenn Du Beweisführungen für die Richtigkeiten meiner Annahmen haben willst, dann lies doch mal meine anderen Beiträge und reiße nicht Dinge aus dem Kontext.
Wenn Du nur halb so schlau bist, wie Du tust, wirst auch Du, mein Kind, die Sachlage checken.
MfG
@vietor,
du kannst nicht.
Beweise für Nichttasachen kann es logischerweise nicht geben, sind auch nicht notwendig, da die Beweislast bei demjenigen liegt, der die Existenz einer Tatsache oder eines Phänomens behauptet.
Ich habe deine Beiträge gelesen, aber dort nichts enttdeckt was nicht schon immer als Geschwurbel für die Existenz vorgetragen wurde.
@Nebulös:

Ich habe mir jetzt deinen letzten Post nochmal durchgelesen. Meiner Meinung nach sind da ein paar eklatante Widersprüche drin, die ich als solche sehe, du aber nicht.
Letztlich habe ich nicht vor mich weiter von dir als 'Tümpler' piesacken zu lassen. Das ist zwar ein paar Mal ok, aber jetzt wird's mir doch ein bisschen zu viel.
Ich ziehe mich darum zurück. Und dank dir für die feine Diskussion, sie hat micht sehr zum Nachdenken angeregt.

LG

Ho. Da fällt mir noch was ein, was ich gestern bei B. Brecht gesehen habe:

"Der einsame Baum im Steinfeld muss das Gefühl haben, dass alles umsonst ist. Er hat noch nie einen Baum gesehen. Es gibt keine Bäume."

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