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| Gott ist ... |
| gut |
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18% |
[ 3 ] |
| allmächtig |
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18% |
[ 3 ] |
| beides |
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50% |
[ 8 ] |
| weder gut noch allmächtig |
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12% |
[ 2 ] |
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| Stimmen insgesamt : 16 |
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@Xanatoss:
Mephistopheles ist derjenige, der Faust von der Sinnhaftigkeit des Lebens überzeugen will
Es gibt keine richtige oder falsche Brille. Wichtig wäre halt zu sehen, dass es diese Brille gibt und einen Punkt, ab dem die Entscheidung welche Brille du trägst von dir getroffen wird - und auf deine eigene Verantwortung hin.
Es ist paradox, aber um etwas an deiner Lage ändern zu können, musst du dich erstmal in diese Lage hineinbegeben. Erst, wenn du dich in dein Schicksal ergibst, kannst du aktiv eingreifen. Wenn du die Situation, so wie sie ist von dir weist und dich in "was wäre wenn"-Gedanken ergehst, bist du blockiert.
Die Fragen, die du stellst, bringen dir praktisch gesehen rein gar nichts. Du drehst dich im Kreise. Es ist eben doch deine Entscheidung, ob du das Leben als Herausforderung begreifst und sagst "Ich hol das Beste raus!" oder ob du resignierst und sagst "Ist doch eh alles doof."
Und es ist produktiver zu sagen "Gott ist eine Kraftquelle, er trägt diese Welt, sie ist von seiner Energie durchdrungen und ich bin dabei!" als zu sagen: "Die Erde ist ein Jammertal! Ich will dieses Leben nicht..."
Niemand kann dich überzeugen. Du kannst dich entscheiden. Nur du allein.
LG
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@ Gabriele: Es ist durchaus interessant, was in diesem Buch so geschrieben wurde. Vermutlich geht es zu weit, wenn ich frage, wie der Mensch, der das geschrieben hat, zu solchen Erkenntnissen kommt. Daher lass ich das erstmal beiseite.
Meine letzte Frage bezog sich eher auf die Sache mit der Barmherzigkeit und der Allmacht, weswegen deine folgenden Zitate ein wenig daneben laufen.
Gut und Böse ist Ansichtssache, das liegt denke ich auf der Hand und da kann ich dir auch nur zustimmen.
Reife kann man nicht verordnen durch Bücher oder Anweisungen, sonder der Mensch muss es durchleben.
Das mag ja sein, aber wie klammert man alle für sich selbst fundamentalen Fragen aus, bis das Leben mit all seinen Erfahrungen den Reifeprozess soweit vorangetrieben hat, dass man mit diesen Fragen weniger oder keine Probleme mehr hat?
Die ganzen Zitate scheinen mir auch sehr stark nach dem Wiedergeburtsprinzip zu funktionieren und die Wahrscheinlichkeit, dass dies zutrifft, ist vermutlich genauso schwierig zu ermitteln wie Gottes Allmacht und Barmherzigkeit sowie das christliche Leben nach dem Tod.
Das letzte Zitat weckt in mir so ein bisschen das Gefühl, dass das Leben einen bestimmten Sinn haben soll...eine gewisse Erkenntnis oder eine gewisse Tag und man merkt es nicht sofort, sondern verdrängt es womöglich noch, bis es einen dann irgendwann doch einholt.
Bsp.: Ohne Kriege, kein Lernprozess beruhend auf der Vergangenheit.
Dieses große Puzzle und all die Opfer für die Lernprozesse der neuen Leben ist mit Sicherheit, wenn überhaupt, ein Beweis dafür, dass Gott eben nicht barmherzig und allmächtig ist.
@Shiro 24: Es tut mir leid für dich, dass du diese Erfahrung scheinbar machen musstest und dass du in der Zeit niemanden beklaut, sondern Gott gedankt hast, glaube ich dir auch noch irgendwo. Dass dann aber auf einmal tütenweise köstliches Essen ohne jeden Grund vor deiner Haustür standen halte ich für eine sehr gern benutzte Form des "Frohe Botschaft-Verbreitens" wie es gern bei einer Unmengen an Leuten (Kirchgänger und bekennende Christen) verwendet wird, die ich kenne. Es sind aber immer dieselben Geschichten und sie wollen mir einfach nicht seriös erscheinen, denn einfacher lässt es sich glauben, wenn man den Glauben in sein Leben integriert ohne dass er dort jemals in der Form gewirkt hat.
Wenn du immer die Wahl hattest, kann ich dir nur gratulieren, ich habe dies nämlich gefühlt sehr oft nicht und ich glaube, da bin ich nicht ganz der Einzige.
Was in meinem "süßen Kopf" (würdest du ihn sehen, würdest du das süß zurückziehen ) vorgeht ist manchmal nicht sehr schön, aber ich gebe dir einfach mal ein Beispiel:
Ich gehe mit meinem Onkel, seinem einjährigen Sohn im Kinderwagen und meiner Tante durch die Nachbarschaft spazieren. Ich gucke in den Kinderwagen, sehe das Gesicht des kleinen Jungen schlafend und plötzlich kommt mir vor Augen, wie ich ihn zu Tode würge. Ich habe das bis heute nicht verstanden und ich habe an sich mit meinem Onkel und seiner Familie fast nichts zu tun, sodass negative Emotionen ausgeschlossen sind. Was also meinst du lebt da in mir? Liebe?
@ Leer und nekilotte:
Ich finde mich in vielen eurer Aussagen wieder und außerdem scheint ihr sehr überzeugt von dem zu sein, was ihr schreibt.
An was glaubt ihr?
Edit: @ Lisken: Du hast doch selbst ein Zitat gebracht von Mephisto. Er verführt den Faust zu Allerlei, aber positiv war das mit Sicherheit nicht. Das Nachspionieren, die Ermordung etc. Stell den Teufel nicht als optimistische lebensbejahende Kreatur dar
Natürlich ist das Gottbejahende eine ziemlich produktive Sache, wenn da nicht die ganze Zweifel wären. Man kann nicht einfach sagen: Gott ist das ein und alles, ich vertraue auf ihn und es wird mir an nichts mangeln. Sagen kann ich das schon, aber schlecht fühlen werd ich mich dabei immer und genau das sollte nicht das Resultat dessen sein. Entweder stelle ich mir dieses "in eine Richtung gehen" zu schwer oder du zu leicht vor.
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@Xanatoss,
ob ich an was glaube, weiss ich nicht - jedenfalls an nichts göttliches oder jenseitiges. Ich hoffe auf die Vernunft.
Einen Gottglauben und insbesondere den Glauben an ein "Leben nach dem Tod" halte ich persönlich für menschlichen Selbstbetrug.
Da halte ich es lieber mit Epikur:
"Solange wir sind, ist der Tod nicht da, und sobald er da ist, sind wir nicht mehr."
Ich würde mich allerdings in keiner Weise als pessimistisch bezeichnen, dass unterscheidet uns womöglich grundlegend. Pessimismus verleidet einen das Leben. Und da man nur eines hat, sollte man versuchen, es zu nutzen und zu genießen.
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@nekilotte:
Das ist ein Wort!
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@Xanatoss:
Das ist ja die ungeheuerliche Ironie and dem ganzen Werk! Goethe war schon ein Schlingel...
Du musst ja nicht an Gott glauben. Nur wenn du an ihn glaubst, dann ist es besser da auch eine gewisse Kraft draus zu ziehen.
Mir hilft manchmal ein "Gott wird schon wissen, was er tut", anderen nicht. Es liegt in deinem Ermessen.
Und es ist eher dein Pessimismus, der dir im Weg steht. Zweifel sind gut, solange sie was bewegen - wenn sie dich blockieren, wendest du sie vermutlich falsch an.
Was ist denn eigentlich dein Problem? Das hab ich immer noch nicht so ganz verstanden.
Du willst an Gott glauben, aber schaffst es aus Gründen des Pessimismus nicht - ?
Mach doch einfach ein Experiment: diese Woche beschliesst du an Gott zu glauben und schiebst deine Zweifeln einfach mal beiseite und guckst, wie du dich damit fühlst. Nächste Woche machst du das Gegenteil: Gott gibts nicht und Punkt und dann guckst du wie es dir mit dieser Sichtweise geht.
Mach mal deinen Kraftpegel zum Masstab aller deiner Überzeugungen. (Ich weiss, ist nicht leicht, ich selbst arbeite da schon seit Jahren dran...)
LG
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