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Hallo solution!
Ich kann dir nur sagen, als ich Kind war, war meine Vorstellung von Gott fast die gleiche, wie du sie vorgetragen hast. Für meine damalige Stufe war sie richtig und wertvoll. Danach kam eine Zeit, da hatte ich dann überhaupt keine Vorstellung von Gott - am besten so umschrieben:
Gott ist so vage und nebulös, dass er eher nicht existiert. Später erwachte dann wieder mein Interesse und ich befasste mich mit vielen Aussagen zu und über Gott.
Ergebnis: Gott lässt sich nicht abstreiten. Er ist existent. Nur, und das ist es: Hier sind wir Menschen, die wir in vielfacher Weise beschränkt sind: In unserem Denkvermögen, unserem Vermögen, etwas zu begreifen, zu fassen, zu fühlen. Wie weit wir auf dieser materiellen Daseinsstufe hochklimmen, das hängt dann im Einzelfall immer von der Befähigung oder besser noch von der Begabung ab, die jemand besitzt.
Das heißt: Vielen Menschen ist schon ein einfacher Satz zu hoch, andere haben einen überdurchschnittlichen Inelligenzquotienten und andere wiederum sind sehr sensibel, besitzen ein mediales Talent oder von vornherein die Anlage der mystischen Verbindung zu Gott. Letztere sind es, die am meisten von Gott erfassen. Aber sie schauen auch wieder in unterschiedliche Tiefen.
Und alle diese Menschen, inklusive aller Propheten, sehen oder betonen das eine oder andere an Gott, denn - und das ist es: Gott ist nicht einförmig, er ist ein Feld unendlich vieler Ebenen oder Sphären. Wenn Gott eine Offenbarung von sich gibt, ist es immer der Ausschnitt, den jemand fassen oder erfassen kann. Und von daher kommt das offensichtlich so Trennende der einzelnen Religionen.
Und so reden wir herum. Und manchen hören wir fragen: Gibt es eine Instanz, die Gott erschaffen hat? Er ist ja eine Existenz, die von irgendwoher gekommen sein muss. Doch so spricht nur der Verstand. Das Herz sieht das anders:
Gott selbst ist die letzte Instanz, das absolute Wesen, das Ursache für alles andere ist. Und das Gefühl bestätigt das: Wir Menschen haben unsere Ursache in Gott und wir sind nicht die Ursache für Gott.
Ich glaube nicht, dass die Tatsache Gott von uns abhängig ist. Als Prinzip. Er existiert auch dann, wenn wir von ihm keine Vorstellung haben. Es geht in ein anderes Prinzip wenn es heißt, Gott braucht uns.
Das bezieht sich nicht auf seine Existenz, wohl aber auf seine Liebe. Gott braucht Wesen, durch die das wechselseitige Fluss von Liebe umso stärker ist, je mehr Eigenständigkeit diese Wesen erreichen. Das aber will Gott. In diesem Liebesbezug ist Gott von uns abhängig, weil wir manches Mal lieben und oft aber auch nicht.
Hier noch ein Vergleich mit dem erlaubten Rüchschluss auf Gott: Es gibt ja das Weltall. Doch dieses existiert auch ohne Erde und ihren Bewohnern, zu denen wir Menschen zählen, meint mit lieben Grüßen - reinwiel
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@ solution
Ja das is wohl wahr
Aber meine Frage war ne andere eigentlich!
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Ich weiss.
Um deine Frage zu beantworten:
Die moderne Neurotheologie geht davon aus, dass die Idee eines Gottes/von Goettern die notwendige Konsequenz der Konstruktion unseres Gehirns ist.
Der vordere Stirnlappen ist nachweislich besonders aktiv waehrend der Beantwortung von ethisch/religioes relevanten Fragen und die Vorstellung eines Gottes scheint deshalb mit der Existenz dieses entwicklungsgeschichtlich sehr jungen Hirnareals eng zusammenzuhaengen.
Also:
Durch die evolutionaere Entwicklung hin zum Homo Sapiens entstand vermutlich unsere Idee von Gott / Goettern.
lg
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Hallo Solution!
| Zitat: |
Also, ich dachte immer, Gott ist ein guetiger aelterer Herr in weissem Gewand und braunen Sandalen. Er tront ueber den Wolken, hoert dem Harfenspiel der Engel zu, hat einen Heiligenschein ueber seinem Kopf und ein dickes, etwas zerfleddertes Buch unter seinem Arm.
Er hat seine Angestellten, etwa Petrus und sein aergster Fein ist der Teufel, der Herr mit Hufen statt Fuessen, Hoernern, roter Haut und Mistgabel in der Hand.
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| Zitat: |
Die moderne Neurotheologie geht davon aus, dass die Idee eines Gottes/von Goettern die notwendige Konsequenz der Konstruktion unseres Gehirns ist.
Der vordere Stirnlappen ist nachweislich besonders aktiv waehrend der Beantwortung von ethisch/religioes relevanten Fragen und die Vorstellung eines Gottes scheint deshalb mit der Existenz dieses entwicklungsgeschichtlich sehr jungen Hirnareals eng zusammenzuhaengen.
Also:
Durch die evolutionaere Entwicklung hin zum Homo Sapiens entstand vermutlich unsere Idee von Gott / Goettern. |
Dafür liebe ich Dich Aus dieser(Deiner) Perspektive, bin ich dann wohl Atheist
LG Isa
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Hallo zusammen!
wie ihr schon meinem nickname entnehmen könnt bin ich bekennender Atheist.
Und "wie wurde gott geschaffen?" ist damit auch eine zentrale Frage meines "Glaubens" gg!
Eigentlich sollte man meinen, diese Frage stellt nur ein bekennender Gläubiger, indem er dadurch die Unantastbarkeit Gottes zum Ausdruck bringen will!
Dann komme ich jedoch immer mit der alten Gegenfrage:
"Kann Gott einen Stein erschaffen, den er selber nicht heben kann?"
Also:
"Wie wurde Gott erschaffen" ist ganz einfach zu beantworten:
Zuerst muss geklärt werden, was mit Gott gemeint ist.
Und jetzt werden mir Gläubige und Ungläubige beinhart zustimmen, obwohl Gott widerlegt wird:
Ist Gott jener, den wir nicht verstehn, da er so groß ist, so mitfühlend, dass es über ihm nichts gibt?
Gut, dann sind Gottes Wege unergründlich und somit, kann Glück und Freude auf keinen Fall auf Gott zurückzuführen sein, da wir einfältigen Menschen ja somit Gott auch wenn nur teilweise durch die Erkenntnis verstehen würden, er meine es gut mit uns.
Gott kann also auf keinen Fall unbegreiflich sein, demnach müsse er für uns Menschen beggreifbar sein:
Ist er begreifbar, müsse es jedoch darüber etwas geben und das nennen wir Gott und somit sind wir wieder vorne angelangt.
Ein Paradoxon.
Wir suchen aus irgendweinem Grund nur nach etwas, dass uns unbegreiflich ist, wenn wir von Gott reden.
Doch gibt es im gesamten Universum nichts, was nicht begreifbar wäre, wenn wir nur genügend Informationen und Wissen hätten!
Und anstatt zu suchen und uns Wissen anzueignen, sagen wir einfach dazu unergründlich oder "Gott".
Typische Gläubigen- Einstellung.
Sie glauben mit Gott schon das Ziel gefunden zu haben, können nun faul sein und müssen sich nicht mehr logisch mit dem Leben auseinandersetzen. Traurig aber wahr.
p.s: wäre sehr auf feedback gespannt, ob nicht vielleicht ein paar Gläubige meine Thesen widerlegen könnten.
Natürlich freue ich mich auch auf atheistische Unterstützung !
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