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Würde gerne mehr über den Islam wissen












@ Leer

Wenn 1.Korinther von Paulus ist dann hat Paulus folgendes geschrieben :

Paulus in 1.Korinther:11 hat folgendes geschrieben:

Über das Verhalten der Frau im Gottesdienst

1 Nehmt mich zum Vorbild, wie ich Christus zum Vorbild nehme.
2 Ich lobe euch, dass ihr in allem an mich denkt und an den Überlieferungen festhaltet, wie ich sie euch übergeben habe.
3 Ihr sollt aber wissen, dass Christus das Haupt des Mannes ist, der Mann das Haupt der Frau und Gott das Haupt Christi.
4 Wenn ein Mann betet oder prophetisch redet und dabei sein Haupt bedeckt hat, entehrt er sein Haupt.
5 Eine Frau aber entehrt ihr Haupt, wenn sie betet oder prophetisch redet und dabei ihr Haupt nicht verhüllt. Sie unterscheidet sich dann in keiner Weise von einer Geschorenen.
6 Wenn eine Frau kein Kopftuch trägt, soll sie sich doch gleich die Haare abschneiden lassen. Ist es aber für eine Frau eine Schande, sich die Haare abschneiden oder sich kahl scheren zu lassen, dann soll sie sich auch verhüllen.
7 Der Mann darf sein Haupt nicht verhüllen, weil er Abbild und Abglanz Gottes ist; die Frau aber ist der Abglanz des Mannes.
8 Denn der Mann stammt nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann.
9 Der Mann wurde auch nicht für die Frau geschaffen, sondern die Frau für den Mann.
10 Deswegen soll die Frau mit Rücksicht auf die Engel das Zeichen ihrer Vollmacht auf dem Kopf tragen.
11 Doch im Herrn gibt es weder die Frau ohne den Mann noch den Mann ohne die Frau.
12 Denn wie die Frau vom Mann stammt, so kommt der Mann durch die Frau zur Welt; alles aber stammt von Gott.
13 Urteilt selber! Gehört es sich, dass eine Frau unverhüllt zu Gott betet?
14 Lehrt euch nicht schon die Natur, dass es für den Mann eine Schande,
15 für die Frau aber eine Ehre ist, lange Haare zu tragen? Denn der Frau ist das Haar als Hülle gegeben.
16 Wenn aber einer meint, er müsse darüber streiten: Wir und auch die Gemeinden Gottes kennen einen solchen Brauch nicht.


@ All

Wir dürfen hier nicht zu sehr auf Paragraphen herumreiten. Die Praxis sieht nämlich nicht immer überall gleich aus. Wir müssen zunächst darüber reden, ob ein orthodox muslimes Pärchen insgesamt ganz nette Menschen sind oder nicht. Wenn man ganz nett miteinander umgeht kommt es gar nicht zu Schlägen oder sonst etwas. Auch meidet so ein Pärchen sich ständig gegenseitig zu kontrollieren, ob man auch ja immer brav die Gesetze eingehalten hat.

Welcher netter orthodoxe Moslem schlägt täglich im Koran nach, was es alles für Gesetze gibt, die noch nicht zur Anwendung gekommen sind und mal endlich ausgeführt werden sollten, wozu haben wir sie ja sonst Also, her mit dem Schlagstock.

Ich kenne genug ganz nette orthodoxe Familien, da tragen natürlich alle weiblichen Mitglieder Kopftücher aber studieren tuen die Mädchen trotzdem. Auch gibt es abends stets gutes Essen und immer viel Fürsorge und Liebe zueinander und bestimmt keine ordentliche Tracht Prügel oder so.

Wir müssen gerecht sein und nicht die ganze Welt gemäß den Zuständen in Somalien, Sudan, Iran oder Saudi Arabien betrachten. Und selbst in diesen Ländern schlägt nicht jeder Mann seine Frau und hasst sie im Namen Allahs. Der Euro-Islam ist sowieso insgesamt viel besser und der türkische und nordafrikanische Islam auch.

Ausserdem, auch wenn wir auf Paragraphen herumreiten ist der Koran trotzdem nicht per se frauenfeindlich. An so etwas zu glauben wäre nicht gerecht:

1- Im Schöpfungsmythos sehen wir, dass nicht die "böse" Eva Adam verführt hat sondern beide am Sündenfall schuld waren.

2- Es gibt da noch etliche Stellen, die besagen, dass gläubige Männer und gläubige Frauen Freunde sind.

3- Es gibt Verse, die sagen, dass Männer ein Gewand für die Frauen sind so wie Frauen ein Gewand für Männer sind.

4- Der Vers 30:21 besagt, dass die Liebe zwischen Mann und Frau ein Zeichen Gottes ist.

Was ich insgesamt sagen möchte ist, dass wir nicht so schwarz/weiss urteilen sollten.

Als Bahá'i werde ich natürlich stets darauf bestehen, dass die mohammedanischen Gesetze nun erfüllt und überholt sind . Den Moslems muss man klarmachen, dass der Mahdi sich erhoben hat und Christus in der Herrlichkeit des Vater auf Erden gekommen ist aber was wir nicht dürfen ist die primärste Quelle dieser Religion als irgendwie "nicht West konform" oder so darzustellen.

Man kann wie gesagt verschieden damit umgehen. Und wenn wir so verfahren, den Koran als "nicht West konform" darzustellen werden die friedlichen und vernünftigen Art und Weisen der islamischen Auslebungen in den Augen von Westlern als exzentrisch und illegitim gesehen und sogar vielleicht noch auf Heuchlerei verurteilt, denn so viel Frieden lehrt der Koran ja eigentlich gar nicht uns so.

Die Tatsache aber ist, dass dede Religion verschiedene Wege der konkreten Auslebung kennt, da gibt es nicht "den" Weg, das war schon immer so. Schließlich vereint eine Religion mit ihren Anschauungen auch mehrere Sorten von Menschen in ihrem jeweiligen Zeitalter.

Gruß,
Rahiym
Talha und was hat das mit der Frauenfeindlichkeit des heutigen Islam zu tun? Nichts! Nur billige Ablenkung. Ich sagte nirgends das es im Christentum viel besser ist. Nur hielt ich fast das die Evangelien selbst nicht Frauenfeindlich sind.

Ich wiederhole: Ich sage ja nicht das jeder orthodoxe Moslem seine Frau schlägt und vergewaltigt, aber rein Religionsrechtlich dürfte er das eben. Natürlich wird dies in manchen islamischen Staaten heute reformistischer gesehen, aber nicht wegen dem Koran, sondern aufgrund anderer Einflüsse.

Ich bin der Meinung, besonders bevor eine Frau zum Islam konvertiert, sollte sie sich dessen bewusst sein.
Also vergewaltigen darf er seine Frau bestimmt nicht. Das wird vielleicht heute so gehandhabt aber war niemals im Sinne Mohammeds so. Es gibt einen Hadith, der zwar sagt, dass die Engel die Frau verfluchen, die ihrem Mann den Sex nicht gewährt aber von Vergewaltigung ist da keine Rede und im Koran steht da auch nichts dazu.

Der Vers indem die Frau mit einem Feld verglichen wird hat nichts mit Vergewaltigung zu tun sondern mit sexuellen Positionen. Es steht dem Mann frei mit seiner Frau in verschiedenen Positionen, ausser anal, den Beischlaf zu vollziehen.
Lies mal das Ayat, der Mann darf wie er will, also auch gegen den Willen der Frau. Die Hadithe machen das kaum besser, wenn der Mann dann also Mitleid hat wird die Frau auch noch verflucht. Sexuelle Kontakte mit einer Person die nicht will nenne ich Vergewaltigung. Mir ist klar das man das Jahrhundertelang anders sah, aber nun nuneinmal nicht mehr und es gibt ja auch eine neue Offenbarung.

Nix gegen deine fortschrittliche Auslegung, aber du glaubst doch nicht ernst das dies in wirklich orthodoxen Gegenen auch so gelesen wird.
Nein, ganz im Gegenteil ich mache keine progressive Auslegung sondern habe diese Meinung von einem Tafsir des 13.Jahrhunderts, von Fakhreddin Razi. Ich stütze mich sogar auf die Orthodoxie des Mittelalters.

Du meinst wohl diese Ayat:

2:223. Eure Frauen sind ein Saatfeld für euch: darum bestellt euer Saatfeld wie ihr wollt. Doch schickt (Gutes) für euch voraus. Und fürchtet Allah und wisset, daß ihr Ihm begegnen werdet. Und verheiße den Gläubigen die frohe Botschaft.

In der Tafsir Tradition sagt man diese Ayat wurde offenbart, als ein Mann von einem Juden in Medina erzählt hat, der lehrte man solle sich seiner Frau nicht vaginal von hinten nähern, da das Kind sonst mit Augenkrankheiten geboren werde. Darauf hin kam eben diese Ayat und offenbarte, man könne sich dem Saatfeld nähern wie man möchte. Es basiert also auf einem Hadith.

Es gibt auch andere Überlieferungen für die sebeb el nusul (dem Grund der Offenbarung) dieser Ayat aber alle drücken die selbe Meinung aus.

Dann kommt vorallem noch hinzu, dass im arabischen Orginal noch Dinge zu klären wären. Nach dem Gelehrten Ibn Abbas bedeutet das Wort Hars, was als Saatfeld übersetzt wird, eigentlich die "Stelle, an der das Kind erstmalig entsteht". Das soll also nach Ibn Abbas auf die Vagina hinweisen.

Zur Person Ibn Abbas: Er war ein Cousin Mohammeds und ein früher Exeget des Korans.

Zudem kommt noch die Stelle "Doch schickt (Gutes) für euch voraus" , was ganz klar auf ein sexuelles Vorspiel hinweist, da das Wort Nefs und das Verb kaddeme, was leisten bedeutet, verwendet wird.

Dieser Vers hat absolut nichts mit Geschlechtsverkehr wider des Willens der Ehefrau zu tun. Es gibt wie gesagt Hadiths und frühe Tafsir, die diesen Vers genau so betrachten, wie ich es geschildert habe.

Was wie gesagt seit dem 18.Jahrhundert die Wahhabis daraus gemacht haben und andere Rechtsschulen auch noch mit ihrer Meinung geprägt haben ist eine andere Sache.
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