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Schönen guten Abend,
Atheist muss man nicht sein, weil es keine Beweise für Gott, für die Seele und ein Leben nach dem Tod gibt. Man kann auch aus Enttäuschung und Ratlosigkeit ein Atheist werden und zur Auffassung kommen, so die korrekteste und befriedigendste Lebensbewältigung gefunden zu haben.
Auch ich selbst lebte in früheren Jahren auf diesem Standpunkt, der sich über jeden Glauben erhaben fühlte.
Und ich erinnere mich, wie gern ich religiöse Kernpunkte persiflierte und tunlichst ins Lächerliche zog, um kernig auf Scheinheiligkeit und "Falsches" hinzuweisen. Jetzt begreife ich jedoch, dass es direkt ein permanentes Vergnügen war, zum Angriff gegen das Überalterte, Dumme und Lebensfremde zu blasen.
Jetzt im Nachhinein kann ich aber eindeutig festellen, dass dies nichts Anderes als das Ausleben eines Glaubens war, denn ich befand mich im gleichen "Für-wahr-Halten" wie jetzt im Glauben an Gott, die Ewigkeit, die Seele, das Jenseits. Damals lag der Inhalt des "Für-wahr-Haltens" bei der Welt und ihren Gegebenheiten - nun liegt der Inhalt des "Für-wahr-Haltens" in sehr hohem Maße beim Geistigen.
So meine ich, nicht Beweise und Argumente sind für einen Glauben maßgeblich, sondern der Horizont, die Einschätzung, die innere Öffnung.
Liebe Grüße - reinwiel
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@Talha
Völlig klar! Mit weiterführenden Gedanken oder gar Erkenntnissen scheinst Du dich ja auch nicht auseinandersetzen zu wollen. So ist das eben, wenn man einfach auf einem gewissen Stand stehen bleibt.... Pustekuchen!
Gruß
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@ reinwiel:
gebe dir mit der einschätzung zahlreicher atheisten recht!
es ist natürlich keine genugtuung, zu wissen, dass man ohne gott sein leben bewältigen muss!
auch ich würde viel lieber einen gott ihm nacken spüren, der mir in schlechten zeiten hilft.
doch gibt es da keinen, oder hat dir schon mal gott bei irgendetwas geholfen, wenn du ehrlich bist!
gut du wirst wahrscheinlich sagen: Ja, in meinem Herzen spüre ich ihn und da hat er mir schon durch manche schwere zeit zur seite gestanden.
doch in wirklichkeit trägst du über dich selbst die verantwortung und dadurch meine ich, dass gute taten, ein aufrichtiges leben, Spaß, Trauer, Wut, Nächstenliebe, all das viel, viel, viel wirklicher, schöner, ehrlicher und besser erscheint, als es je durch einen Gott sein könnte!
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@ atheist
die Verstandesebene ist die eine Ebene, die andere ist das Glaubesleben. Weißt du lieber atheist, ich bin eigentlich doch sehr an Multiple Sklerose erkrankt gewesen. Normal gibt es da jene zwei Möglichkeiten: Ein Leben im Siechtum auf dem Rollstuhl oder ein ziemlich sicherer Tod.
Wie soll ich es einteilen oder fühlen, dass ich seit 40 Jahren ziemlich wohlauf bin, wenn auch mit kleinen Einschränkungen? Hat Geist hereingespielt, hat mir Gott einen Engel gesandt, hat mir Gott Gnade gewährt und geholfen?
Ich kann nur sagen: das Leben ist so schön, wertvoll. Ich habe Freude am Leben und denke, es ist kein guter Gedanke, dass diese Freude mit dem Tod ein abruptes Ende fände.
Doch wie das sein soll, das ist wieder ein anderes Thema, meint mit lieben Grüßen - reinwiel
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@ reinwiel:
ich freue mich für dich, dass es dir gut geht.
ganz klar.
das arme afrikanische kind, dass HIV-positiv ist, da es auch seine Mutter war, stirbt mit 5 jahren nach ausbruch von AIDS daran.
Das passiert ja bekanntlich in afrika rund um die Uhr.
da greift Gott leider selten ein findest du nicht.
Und was hätte so ein kleines kind in gegensatz zu dir verbrechen können, dass gott bei deiner erkrankung eingreift und das arme hungernde kind in Afrika sterben lässt!
Jaja, gotteswege sind in der Tat unergründlich...
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