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Hallo Esfahan,
danke für deine Antwort. Das stimmt. Man beginnt erst später festzustellen, warum es nicht mehr funktioniert hat, und wie unerträglich gewisse momente waren. Dann befindet man sich in Zuständen, in denen man sogar genau das wiederhaben möchte, nur um diesen Menschen wieder zu halten: "Scheiß drauf wie mies alles lief, ich will nur diesen Menschen zurück haben!" Aber dann gibt es auch diese erleuchteten Momente in denen man endlich versteht und den anderen nicht mal für nen Hunni wieder haben möchte. Letztendlich ist mir das aber egal. Im Hinterkopf bleibt immer dieser Schatten des Menschen, den ich einst mal geliebt habe bzw. immernoch liebt. Man blendet alle Unzuläglichkeiten aus, erinnert sich nur an den Menschen an sich, so wie man ihn kennengelernt hat. Ohne Probleme, Streitereien oder sonstigen Mist. Es ist dann schon sehr hart, dass eine eigentlich wunderschöne menschliche Beziehung in die Brüche ging, aus Gründen wie Stress auf der Arbeit/Schule, kein Sex, Vernachlässigen der Freunde usw. Wir haben uns das Leben gegenseitig erschwert. Nun, ich habe ihr wirklich jeden Wunsch von den Lippen abgelesen und ihr sehr für's Gymnasium geholfen - weil ich sie eben liebe. Aber diese Liebe kam nie richtig zurück. Immer mehr immer mehr. Sie hatte sich dran gewöhnt, dass ich alles für sie mache. Effekt war natürlich, dass ich mich mehr und mehr zurückgezogen habe. Schlechte Laune oder einfach nur, dass ich sie nicht sehen wollte, waren die Folgen. Ich denke die Trennung ist auf lange Sicht besser für mich. Aber wenn man einen Menschen so liebt, dass man sich sogar selbst aufgeben würde, dann fällt das verdammt schwer.
Nach dem Telefonat gab es noch weitere Entwicklungen. Ich schrieb ihr, dass sie mir noch geld schuldet (nicht aus boshaftigkeit, sondern aus nüchternheit). Daraufhin zickte sie mich etwas, warum ich aufeinmal so fies wäre. Ich erklärte, dass es nicht böse gemeint sei und ich meine restlichen Sachen in einer Woche hole. Ich bat sie darum die Sachen ihrer Mutter zu geben, damit ich die Wohnung nicht betreten muss. Immerhin war mir klar, dass sowas nur unnötig aufwühlt. Als die Zeit herankam, kontaktierte ich ihre Mutter meine Sachen bitte bereit zu halten, wenn ich komme. Sie verstand es falsch und hatte Angst ich würde die ganze Familie meiden wollen. Ich erklärte, dass es so nur besser wäre, um meine Nervern zu schonen. Sie verstand es, sagte mir aber auch, dass ihre Tochter sehr enttäuscht darüber wäre mich nicht sehen zu können, da sie sich schon sehr freute. Als ich dann endlich dort ankam (verspätet), bin ich doch hinaufgegangen. Meine Ex war nicht im Zimmer. Ihre Mutter erklärte mir, dass ihre Tochter meinte, sich zum richtigen Zeitpunkt nocheinmal etwas mit mir vorstellen kann, und dir Trennung nicht endgültig sei. Plötzlich kam sie ins Zimmer. Ich schaute kurz in ihr Gesicht und sagte kurz: "Hi". Ich half der Mutter dann noch bei einem nicht erwähnenswerten Problem. Anschließend wollte ich mich verabschieden, doch ihre Mutter machte mir ein schlechtes Gewissen, indem sie sagte, dass ihre Tochter sich so gefreut hätte, dass ich komme und doch nochmal zu ihr hochgehen sollte. Die ganze Situation ließ mich relativ kalt und ich empfand es dann albern mich vor ihr zu verstecken. So ging ich zu ihr und wir redeten. Mein Hauptanliegen war, ihr zu sagen, dass ich abschließen müsste, und eine Freundschaft daher nicht möglich wäre. Sie war enttäuscht und sagte, dass es aber vllt. zu einem späteren Zeitpunkt klappen könnte. Ich sagte nichts darauf. Wir gingen eine Rauchen. Sie fragte mich wie es mir geht. "Mir geht es ganz gut" sagte ich. Das hat in dem Moment auch wirklich gestimmt. Daraufhin wollte sie wissen, ob sie meine restlichen Sachen wegschmeißen könnte. "Schmeiß sie weg" sagte ich sanft und vernünftig zu ihr. Sie schien aber etwas desillusioniert gewesen zu sein, als ich es sagte. Sie wünschte mir noch viel Glück auf der Arbeit. Wir gingen zurück in das Wohnzimmer, nahm meine letzten Sachen, streichte ihr sanft über die Wange und sagte leise "machs gut".
An diesem Tag gings mir blendend. War selbst über mich verwundert, wie gut ich alles weggesteckt hatte. Der Tag danach bis heute waren die pure Hölle. Ich vermisse sie so schrecklich und will sie umarmen! Einen Tag später fragte ich sie in einer sms wie der Tag in der Schule war (Lehrergespräch) und ob alles glatt lief. Wollte ihr damit ja auch zeigen, dass ein gewisser Kontakt von meiner Seite aus wichtig ist und ich mir auch Sorgen um sie mache. Keine Antwort bis heute. Ich würde so gerne wissen, was sie fühlt und denkt. Alles ist so widersprüchlich....
Pappesatt
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Hey Leute, ist ja nun schon etwas her als ich das letzte mal geschrieben habe. Nun ja, die Trennung liegt jetzt schon mehr als einen Monat zurück, es hat sich seitdem aber noch etwas entwickelt bzw. ich habe neue Dinge erfahren, mit denen ich echt nicht mehr klarkomme. Wie ich es erfahren habe ist egal, jedenfalls stammt alles aus verlässlichen Quellen (CIA ).
Meiner Ex-Freundin geht seit der Trennung sehr gut damit um und fühlt sich fast schon befreit. Die Trennunggründe waren, dass ich wohl sehr besitzergreifend war und keine Luft zum Atmen lies. Sie meint, dass sie auch ihre Freunde vernachlässigt hat....und viele andere Dinge, die Liebe war jedenfalls nicht mehr so da, wie sie sein sollte. Sie vermisst mich zwar, aber mehr wohl nicht.
Das Schlimmste, und auch das was ich nicht verarbeiten kann, ist, dass sie sofort nach der Trennung wieder sehr emotional an meinen Vorgänger gebunden ist und ihn nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Sie wurde von ihm sehr schlecht behandelt, die Beziehung dauerte nicht lange und wurde ohne Gründe von ihm beendet. Die Beziehung war also vorbei, als sie auf ihrem Gefühlshoch war. Sie hat ihm, wie später rauskam nichts bedeutet. Ein Jahr später kam ich. Ich war so ganz "anders" und auch sehr "lieb". Doch ich war für sie nicht das Gleiche wie er. Der größte Schlag in mein Gesicht war jedoch, dass ich sie am Ende der Beziehung abgestoßen habe - sie fand mich eklig. Oh mann, was stimmt mit mir nicht, was habe ich getan!
Wie sehen Frauen dieses Problem mit dem Abstoßendsein? Und vor Allem - das konnte ich schon oft beobachten - warum trauern Frauen immer diesen Männern hinterher, mit denen sie nur kurze Zeit zusammen waren und benutzt wurden? Hat es was damit zu tun, dass soviel unausgesprochen geblieben ist, die Liebe auf Seiten der Frau noch nicht zum Erliegen kam? Immerhin sagt man ja: "Geh solange es noch schön ist". Wäre nur logisch - geht man, wenn es am Schönsten ist, so bleiben nur die guten Erinnerungen - Okay, mal abgesehen von der Wut und dem Hass, verlassen und benutzt worden zu sein. Bleibt man mit seinem Partner Jahre lang zusammen, so passiert recht häufig, dass Alltag entsteht und man sich entfremdet. Die Liebe verfliegt und stirbt manchmal auch. Als verlassener Liebender sieht das in meinen Augen völlig anders aus. Die Liebe bleibt und hat keinen Grund zu gehen und zu sterben. Kann man das alles so pauschal sagen, oder denke ich völlig falsch! Die Meinungen besonders von Frauen oder Männer, die das Gleiche erlebt haben, würden mich sehr interessieren.
Vielen Dank schonmal
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