|
|
|
Hallo,
Anfang Januar ist mein Mann an einem Herzinfarkt überraschend gestorben. Zuerst war da der Schock, welcher sich langsam legt. Aber so langsam beginne ich zu begreifen, dass er tatsächlich nicht mehr wieder kommt. Das Gefühl des Verlustes und der Trauer wird immer schlimmer.
Viele sagen mir, dass die Zeit die beste Medizin ist. Aber wie bis zu dem Punkt kommen?
Arbeiten gehe ich schon wieder - so sind schon mal 8 Stunden am Tag vorbei.
Dann gehe ich zu Freunden, zu meiner Familie schleppe mich zum Sport oder heul doch einfach nur in unserer Wohnung rum.
Der Papierkrieg hat mich am Anfang ja noch schön beschäftigt, aber jezt regt es mich auf - dabei bin ich noch lange nicht fertig (Mein Mann war selbständig und da muss noch einiges erledigt werden).
Wie findet man die Balance zwischen Trauern und sich nicht gehen lassen?
Ist es richtig alles gleich wegzuräumen? Ich schaffe das einfach nicht.
Warum träum ich nicht von ihm? Meine Mutter und meine Schwester träumen von ihm.
UNDwer hat ihm eigendlich erlaubt so einfach zu gehen?
|
|
|
|
Hallo
Ich kann dir leider nicht viel helfen, aber du wirst es schon schaffen
Versuch es doch mal mit beten oder frag einfach andere Leute, ob sie für dich beten möchten. ?
Ich werde für dich beten.
|
|
|
|
hallo pilar,
erstmal herzliches beileid. versuche deine trauer mit schönen erinnerung zu verbinden. und versuche diese zeit in guter erinnerung abzuschliessen. ein neues kapitel fängt für dich an.
da ich ein gläubiger mensch bin beschäftige ich mich sehr oft mit dem tod und mache mir gedanken darüber. schliesslich werden wir auch irgendwann sterben. wie wir einst geboren sind.
bete zu gott wenn du schwach bist.
und sei dankbar dafür dass du keine anderen qualen auf dieser welt hast.
liebe grüsse und kopf hoch
|
|
|
|
Liebe Pilar!
Erst einmal auch mein herzliches Beileid. Weißt du, dass sich die Leute in Indien bei einem Trauerfall oft weiß bekleiden, aus Freude darüber, dass ein Mensch sein Erdenleben abgeschlossen hat und ins Jenseits gegangen ist, wo er die letzte Erleuchtung erfahren kann?
Bei uns ist das anders. Hier überfällt einen die Trauer. Aber klammere dich nicht daran, dass du von deinem Mann träumen willst. Wenn es in der göttlichen Zulassung liegt, können aber gewisse Manifestationen möglich sein. Siehe den großen Thread "Wer bekommt Zeichen von Verstorbenen?" Auch der Thread "Es geistert" kann vielleicht etwas beitragen.
Neben dem intensiven Aufgehen in die Pflichten des Alltags liegt die beste Medizin zum Ablegen der Trauer in der Vorstellung, dass es jetzt deinem Mann in seiner neuen Wirklichkeit gut geht. Und dann sind auch Zwiegespräche mit Gott und einfache Gebete zu Ihm wirklich die beste Möglichkeit, die Trauer rasch abzulegen.
Denke dir es hilft, geistig deinen Mann beizustehen und ihn darauf aufmerksam zu machen, dass er seinem Leib nach gestorben ist. Das nennt man das Gebet für eine arme Seele. Liebe Grüße - reinwiel
|
|
|
|
Hallo Gaabi,
es fällt mir nicht leicht, Ihnen zu antworten, aber ich will es versuchen.
Mein Mann lebt noch und ich danke Gott jeden Tag dafür. Aber aus den Erfahrungen anderer kann ich Ihnen ein paar Ratschläge geben.
Zuerst zu dieser neuen Situation von ganzem Herzen "ja" zu sagen und den Mann in Gottes Händen lassen. Keine Traumbegegnungen mit ihm zu suchen, das führt zu seelischen Störungen, die einen in Schwermut stürzen können.
Das Beste in Ihrer Situation ist es, den Weg zu Jesus Christus zu suchen, der am besten alle Wunden heilt und auch sonst in jeder Situation zu helfen weiß. Er ist auch derjenige, der Ihren Mann aus diesem Leben herausgerufen hat und Er weiß auch, warum. Er ist ein souveräner Gott, der sich vor keinem Menschen rechtfertigen muss. Wir tun gut daran, diese Tatsache zu akzeptieren.
Beginnen Sie ein Gespräch mit Jesus Christus wie mit einem Freund, der Ihr Bestes sucht. Auch wenn es Ihnen schwer fällt, zu glauben, es ist aber eine Tatsache. Wenn Sie das tun, werden Sie Frieden und Ruhe finden.
Räumen Sie nicht unbedingt alles von Ihrem Mann weg, lassen Sie sich Zeit damit, denn Gegenstände sind nicht eine Ursache des Schmerzes.
Es wäre möglicherweise auch hilfeich, darüber nachzudenken, ob alles zwischen Ihnen und Ihrem Mann vor seinem Tod im Reinen war. Wenn nicht, würde ich umso schneller die Nähe Gottes suchen und Ihm alles erzählen. Hilfreich ist es auch, eine Gemeinde mit ernsthaften, gläubigen Christen zu suchen.
Über eine Antwort würde ich mich freuen.
|
|
|