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Warum haben Muslime meist viele Kinder?












Hallo Rahiym,

Du übertreibst. So wie Du es darstellst, hat Solution_1 es nicht geschrieben. Etwas genauer lesen wäre angebracht, und einen Hauch Ironie oder Sarkasmus muss man auch nicht gleich übelnehmen.

Wenn ein Urwaldindianer aus dem Amazonasbecken nicht lesen kann, würde ich nicht gleich Dummheit unterstellen. Wächst aber jemand in einer Großstadt wie Jakarta, Kairo oder Rotterdam auf und kann nicht lesen, dann sieht die Sache schon anders aus. Da muss sich jemand (oder dessen Eltern) schon einige Mühe geben, das Lesenkönnen zu vermeiden. Und da möchte man dann doch neben dümmlichen Ansichten auch echte Dummheit vermuten.

Man pflegt auch nicht gleich "braunes Gedankengut", wenn man es für möglich hält, dass manche Leute halt einfach dumm sind.

Es gibt da den schönen Begriff "bildungsferne Migrantenfamilie". Die sind vielleicht nicht gerade dumm, wirken aber so und -- praktisch gesehen -- sind es auch in unserer Gesellschaft, und das ganz ohne fehlende Gehirnfunktionen.

Im Übrigen sinkt die Intelligenz tatsächlich, wenn sie wenig in Anspruch genommen wird. Und sie ist von vornherein geringer, wenn sie nicht durch Übung geschult und gefördert wird. Das sind im Grunde Binsenweisheiten.

Also brauchst Du Dich ja eigentlich nicht über Solution_1 zu ärgern. Er hat nur ein paar Fakten etwas deutlich zum Ausdruck gebracht.

Dann wäre vielleicht noch auf das Phänomen der partiellen Dummheit hinzuweisen. Ein sehr schönes Beispiel ist etwa der Papst. Sicher nicht dumm im herkömmlichen Sinne (spricht fließend Latein und schreibt sogar recht leidliche Bücher), aber was der nicht für Sachen glaubt....

Und so können -- ebenso wie viele Falschgläubige -- auch Muslime und sogar Bahai-Anhänger oder gar Scientologen partiell dumm sein. Und das könnte sich auch auf die Zahl der Kinder auswirken, wenn jemand bestimmte religiös begründete Vorstellungen über Empfängnisverhütung hegt, womit wir wieder beim Thema wären.

Oh geplagtes Menschengeschlecht!

LG, Fipps
Ach, Fipps, Fipps, Fipps (Und so können -- ebenso wie viele Falschgläubige .....) was sind denn Falschgläubige ?

Fakt ist, daß ungebildete Menschen nicht dumm sein müssen, sie sind oft pfiffiger als belesene, die manchmal wie Mustopp aus der Wäsche schauen - der Händler auf der Straße, im Umgang mit vielen glaubhaften und unglaubwürdigen Menschen gut geschult, haut Dich allemal bei Geschäften über`s Ohr - wovon hängt Intelligenz ab ? Von der Bildung oder davon, wie man durch`s Leben rutscht und alle Situationen meistert ? Wie definiert man Intelligenz ? Gehört habe ich einmal, daß man einem Professor einen Zettel mit 6 Stichwörtern in die Hand drücken kann und er hält zwei Stunden einen Vortrag über Gott und die Welt. Andere würden mit den Stichpunkten nur 6 Sätze heraus bringen - fällt das jetzt unter Allgemeinwissen oder hohe Bildung - hat aber dann nicht unbedingt nur mit Intelligenz was zu tun - übrigens hat Frau Vera Birkenbilh über die 6 Arten von Intelligenz geschrieben. Oder waren es 7 ? ich kannte Leute, die, wenn man ihnen einen Vorschlag praktischer Art gemacht hat, sofort Handwerksarbeiten in die Tat umsetzen konnten - aber reden konnten sie nicht so besonders, bzw. sie waren rhetorisch nicht besonders gut veranlagt. Dafür kann der Herr Professor aber aller Wahrscheinlichkeit nach keinen Nagel in die Wand bekommen - vielleicht eher seinen Daumennagel verunzieren

Kleine Scherzeinlage - aber aus dem Leben gegriffen.

Zitat:
Als Praktische Intelligenz wird oft jener Teilbereich der Intelligenz bezeichnet, der mit alltagsnahen mentalen Leistungen in Verbindung steht. Er grenzt sich ab von dem herkömmlichen Konstrukt der Intelligenz, welches relativ einfach über psychometrische Testverfahren ermittelt wird und ein eher statisches Wissen, bzw. Problemlösungskapazitäten in Verbindung mit variierter Schwierigkeitsabstufung erfasst.

http://de.wikipedia.org/wiki/Praktische_Intelligenz
Lieber Fipps,

Zitat:
Im Übrigen sinkt die Intelligenz tatsächlich, wenn sie wenig in Anspruch genommen wird. Und sie ist von vornherein geringer, wenn sie nicht durch Übung geschult und gefördert wird. Das sind im Grunde Binsenweisheiten.


Ich respektiere deine Meinung sehr aber das darf hier nicht in lächerliche "Salon Unterhaltungen" abdriften, die von den Realitäten der Welt fern sind. Ich weiss nicht welche Maßstäbe du für die angemessene Nutzung der Gehirnmasse als Zeichen von Intelligenz setzt, ich würde es gerne wissen, aber fahre mal nach Istanbul oder Tunis. Da gibt es nämlich zig ungebildete Menschen, die die genialsten Überlebenskünstler darstellen und kaum irgendwelche schulische Bildung haben.

Professionell Einbrechen, Lügen und Beklauen können ebenfalls die besten Früchte der Intelligenz darstellen, auch wenn natürlich nicht die wünschenswertesten.

Ehrgeiz und Disziplin in der Bildung sind Charaktereigenschaften, die zum materiellen und gesellschaftlichen Erfolg führen, nicht sind sie jedoch klare Zeichen von Intelligenz.

Ein einfacher Händler und Kaufmann, der gerade mal rechnen und schreiben kann, besitzt vielleicht Talente, die jeden Betriebswirt oder PR-Manager übertreffen könnten.

Dummheit an Alphabetie oder Analphabetie festzumachen ist also reiner Unsinn und verfehlt jede Realität.

Fanatismus hat nichts mit Dummheit zu tun, sondern mit charakterlicher Schwäche oder aber auch Unmoral.

Gruß,
Rahiym
Was hat die Anzahl der Kinder, die ich in die Welt setze mit meiner Intelligenz zu tun?
Ich gebe doch bei der Geburt nicht mein Gehirn ab.
Was ist so schlau daran, kinderlos zu bleiben?
Wel Kinderlose mehr verdienen? Ich wäre ohne meine Kinder auch beruflich weiter, na und?
Ich kenne die Zustände in Indonesien nicht, ich kann aber für Angola sprechen: Es gibt hier viele Menschen, die mit Mühe ihren Namen schreiben können, aber sehr gut zurechtkommen, weil Bildung nicht unbedingt was mit Schreibenkönnen zu tun hat.
Wir haben einen Angestellten, der ist 25 und kann kaum schreiben. Nichtsdestotrotz wird er von uns zu Rate gezogen bei manchen Entscheidungen, weil er eine für sein Alter unglaubliche Weisheit besitzt.

Und: Ich bleibe dabei - in armen Ländern ist eine große Familie die einzige soziale Absicherung, die die Menschen haben.
Daß man bei 6-7 Kindern hatürlich nicht so ein Bohei um jedes Kind macht und die ganze Zeit mit pädagogisch wertvollem Spielzeug hinterherläuft versteht sich glaube ich von selbst.
Eine traditionell kinderreiche Gesellschaft ist nicht dumm.
Aber eine kinderlose Gesellschaft - die ist so richtig ARM.
Ach Gabriele, "Falschgläubige" war mild lächelnde Ironie.

Und lieber Rahiym, alles richtig, was Du da schreibst.
Das meinte ich ja mit partieller Dummheit -- ebenso wie es dann logischerweise auch partielle Intelligenz gibt. Der Begriff ist reichlich verschwommen. Man spricht auch gern von sozialer Intelligenz, beispielsweise. Da sind andere Völker und nicht zuletzt auch die mit islamischer Kultur uns bestimmt überlegen.

Aktuell lag aber das Nicht-lesen-und-nicht-schreiben-Können an. Deine geschickten Händler beispielsweise können schreiben.

Aber vor allem ging es mir in meinem Beitrag darum, dass man diese ganze Dummheitsgeschichte nicht gar so ernst nehmen soll.

Merkwürdig, wieviele Leute das gleich in den falschen Hals kriegen.
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