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Moslem oder nicht?












Lieber Alwin,

Du selber bist eigentlich am Zug, nicht die Moslems.

Es ist ehrlich gesagt eine Angelegenheit des Vertrauens. Vertraust du mir oder den Fundis ? Wessen Glaubensfrüchte sind wahrscheinlich besser, meine Früchte oder die der Fundis ?

Was glaubst du eher, was Mohammed wohl mit Dschihad gemeint hat ?

Brauche ich unbedingt einen Glauben an Mohammed um ein guter Mensch zu sein ? Nein ! Aber wenn ich mir unbedingt ein Urteil über etwas bilden möchte hinterfrage ich zunächst mein eigenes Wissen und eigene Gefühle darüber.

Glaubt man an das Gute in Mohammed wirst du keine bessere Auslegung als meine finden, glaubt man eher an das Schlechte in Mohammed kannst du ruhig Osama Bin Laden als islamische Authorität anerkennen.

So würde ich es an deiner Stelle tun,man muss konsequent sein. Es wäre herrlich wenn jeder Mensch es so tun würde. So einfach ist das ehrlich gesagt.

Da gibt es kein Wenn und Aber. Wenn man an das Gute in Mohammed glaubt, was ich selber tue, sehe ich in jedem Vers des Korans ein Wohlwollen und keinen bösen Willen. Und wenn nicht, sehe ich in jedem Vers einen bösen Willen.

Gruß,
Rahiym
Rahiym, reizvoll, wie du geantwortet hast!

Ich mache es mir mal technisch ganz einfach...:

>>Du selber bist eigentlich am Zug, nicht die Moslems. <<
Wieso?
>>
Es ist ehrlich gesagt eine Angelegenheit des Vertrauens. Vertraust du mir oder den Fundis ? Wessen Glaubensfrüchte sind wahrscheinlich besser, meine Früchte oder die der Fundis ?
<<
Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun? Was den besprochenen Begriff angeht, habe ich verschiedene, und auch widersprüchliche Definitionen erhalten. Eine schlechter als die andere. Was hat das dann mit Vertrauen zu tun?


>>Was glaubst du eher, was Mohammed wohl mit Dschihad gemeint hat ? <<
Wenn ich das wüßte,.. bislang nicht gerade positives!

>>Brauche ich unbedingt einen Glauben an Mohammed um ein guter Mensch zu sein ? Nein !
<<
Richtig, gebe ich Dir vollkommen Recht!

>>Aber wenn ich mir unbedingt ein Urteil über etwas bilden möchte hinterfrage ich zunächst mein eigenes Wissen und eigene Gefühle darüber. <<
Gebe ich dir auch Recht, aber da gebe ich dem Islam bzw. seiner Theologie kein gutes Omen, einfach zu altbacken und an der Zeit vorbei...

>>Glaubt man an das Gute in Mohammed wirst du keine bessere Auslegung als meine finden,<<
Deine Aussage, die lasse ich mal unter vielen stehen.
>>glaubt man eher an das Schlechte in Mohammed kannst du ruhig Osama Bin Laden als islamische Authorität anerkennen. <<

War noch nie unter islamischen Gesichtspunkten ein Aspekt für mich, - tut mir leid.. da kann ich dir auch nicht folgen. Bin für basisorientiertes Denken, und da da hat dessen Handeln keinen Platz bei mir!

>>So würde ich es an deiner Stelle tun,man muss konsequent sein. Es wäre herrlich wenn jeder Mensch es so tun würde. So einfach ist das ehrlich gesagt. <<

Eine herrliche Theorie, aber die Praxis? Da fangen nämlich meine "bösartigen" Fragen an!

>>Da gibt es kein Wenn und Aber. Wenn man an das Gute in Mohammed glaubt, was ich selber tue, sehe ich in jedem Vers des Korans ein Wohlwollen<<
Das mag für Dich gelten, schön, aber da gibt es auch noch andere menschen, und die sehen das irgendwie etwas anders....

>>und keinen bösen Willen. Und wenn nicht, sehe ich in jedem Vers einen bösen Willen.<<

Muhammed hat es unter seiner Zeitepoche gesehen, und das ist auch recht so. Daher meine Wiederholung meiner Frage aus vielen Threads: Warum wird dies Sicht als allumfassend angesehen, obwohl auch sie nur relativ gemeint sein kann, - auf Grund der Vorraussetzungen?

Liebe Grüße
Hallo Alwin,

Zitat:
Wieso?


Weil Auslegungen von Religionen viel mit soziologischer Stimmung zu tun haben und wenn gerade die Stimmung nicht gut ist wird die Auslegung auch nicht gut bzw. verschieden. Es gibt alle möglichen Sorten von Moslems auf der Welt und jede Gruppe hat ihr eigenes Umfeld und somit ihre eigene Auslegung, vorallem deswegen, weil keine Authorität wie das islamische Khalifat existiert. Deswegen liegt es an dir, worauf du selber vertraust. Erwarte keine Antwort von Moslems sondern suche die Wahrheit selber und fälle dein eigenes Urteil.

Zitat:
Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun? Was den besprochenen Begriff angeht, habe ich verschiedene, und auch widersprüchliche Definitionen erhalten. Eine schlechter als die andere. Was hat das dann mit Vertrauen zu tun?


Viel, denn Religion ist in erster Linie eine Ideologie der Moral. Wenn ich insgesamt ein aufgeklärterer Mensch als der Fundamentalist bin und gute Früchte hervorbringe, sollte ich mit meiner Auffassung der Religion auch eine höhere Glaubwürdigkeit ausstrahlen und du solltest dann rein konsequenterweise mir und meiner Auslegung eher Glauben schenken als den Fundis.

Tust du es nicht habe ich Zweifel daran, ob du überhaupt nach der Wahrheit suchst und eigentlich schon ein eher tendenziell negatives Urteil über den Islam gefällt hast. Dann wäre eigentlich jede Diskussion oder Beantwortung irgendeiner Frage von dir sinnlos, da du schon dein eigenes Bild vom ganzen gemacht hast, was man auch respektieren muss.

Zitat:
Wenn ich das wüßte,.. bislang nicht gerade positives!


Warum nichts positives ? Ich dachte du hättest verschiedene Auslegungen gelesen, jetzt auch meine.

Zitat:
Gebe ich dir auch Recht, aber da gebe ich dem Islam bzw. seiner Theologie kein gutes Omen, einfach zu altbacken und an der Zeit vorbei...


Was meinst du hierbei mit Theologie ? Und warum an der Zeit vorbei ? Der Islam hat durchaus sehr ewig gültige Vorstellungen.

Zitat:
War noch nie unter islamischen Gesichtspunkten ein Aspekt für mich, - tut mir leid.. da kann ich dir auch nicht folgen. Bin für basisorientiertes Denken, und da da hat dessen Handeln keinen Platz bei mir!


Wenn du Mohammed kein Wohlwollen zusprichst und von seiner Theologie nichts hälst wirst du früher oder später ohnehin die fundamentalistische Auslegung als Kernaussafe des Islams sehen, da du ja nichts gutes in der islamischen Theologie siehst. Ich meine was hält dich denn davon ab ? Es ist nur eine Frage der Zeit finde ich.

Zitat:
Eine herrliche Theorie, aber die Praxis? Da fangen nämlich meine "bösartigen" Fragen an!


Fange doch mit dir selber an Sei konsequent, hälst du was vom Islam oder nicht ? Wenn du nichts vom Islam hälst dann schließe ab damit und sehe fundamentalistische Auslegungen als die für den Islam aussagekräftigen Ansichten, ansonsten sei auf der Seite des von Irrlehren "bereinigten" Islams mehr als jeder Moslem. Suche den wahren Kern des Islam mit dem Auge des Glaubens und bekämpfe selber die Fundis mit ihren eigenen Quellen.

Zitat:
Muhammed hat es unter seiner Zeitepoche gesehen, und das ist auch recht so. Daher meine Wiederholung meiner Frage aus vielen Threads: Warum wird dies Sicht als allumfassend angesehen, obwohl auch sie nur relativ gemeint sein kann, - auf Grund der Vorraussetzungen?


Weil Mohammed auch ewig geltende Sachen gesagt hat, die durchaus Menschenherzen erleuchten. Alleine der Begriff "Islam" ist eine ewige Revolution, denn somit distanziert Mohammed die Abhängigkeit des Seelenheils von bestimmten Riten, Gesetzen und Bräuchen und bindet es an die Ergebenheit zu Gott. Im Koran steht, dass man nicht nach Dingen die voneinander trennen wetteifern soll sondern nach Dingen die gut und tugendhaft sind. Viele Moslems sehen eben (leider) nun mit der Sendung Mohammeds auch die von Mohammed gesetzten Riten, Gesetze und Bräuche als absoluten Teil des Seelenheils.

Gruß,
Rahiym
Sakina für alle.

@positiv
O´s man zitiert einen Auszug eines Artikels zum Thema.
http://www.geistigenahrung.org/ftopic22567-50.html
Zitat:
"In der Religion gibt es keine Reform, denn Allah hat ihr ihre Form gegeben; aber wir können sagen, daß im Verständnis und der Auslegung der Religion eine Veränderung vorgenommen werden muß!.."

"Es gibt den Islam und den moslemischen Glauben!"

"Der Islam ist das zeitlich unbegrenzte und universell gültige System und die Ordnung gemäß Allahs Willen!... Der Koran verkündet, daß der Islam der Ursprung und das Original ist und sich nicht mit der Zeit verändert!

Der moslemische Glauben stellt die eigene Auslegung der Menschen über den Islam dar und ist mit der persönlichen Kapazität, den Bedingungen, den Sitten und Gebräuchen der Umgebung und den Abgrenzungen der Führenden begrenzt!

Verstehen Sie endlich, daß die Auslegung für die islamische Religion nicht verbindlich sein kann! Versuchen Sie das Original zu ergründen!...

Verlassen Sie das Moslemische und halten Sie sich an den Islam!..."

"Man nennt diejenigen Moslem, welche das vom Prophet Verkündete seinem eigenen Verständnis entsprechend befolgt."

"Die Wissenschaft ist eine unbedingte Pflicht für alle Mohammedaner!... Nicht durch stumpsinniges Auswendiglernen, sondern durch begreifende Erkenntnis!"

In Wirklichkeit hört und sieht das Gehirn nicht! Das Gehirn arbeitet wie eine Art Computer... Es wertet ausschließlich die auf unterschiedlichen Frequenzen eingehenden Wellen aus, indem es sie mit den vorher gespeicherten Daten vergleicht und zieht daraus seine Schlüsse!
So wie das Gehirn den Körper beherrscht, produziert es auch gleichzeitig die Seele!...
www.ahmedhulusi.de

Sehr interesant finde ich die Aüßerung
Zitat:
In der Religion gibt es keine Reform

und
Zitat:
"Der Islam ist das zeitlich unbegrenzte und universell gültige System und die Ordnung gemäß Allahs Willen!... Der Koran verkündet, daß der Islam der Ursprung und das Original ist und sich nicht mit der Zeit verändert!

Also weder der Islam noch die moslemische Religion ist reformierbar.
Zitat:
aber wir können sagen, daß im Verständnis und der Auslegung der Religion eine Veränderung vorgenommen werden muß

Anscheinend dürfen (können) wir nur unser Verständnis dieser Phänomene verändern.

mffffgggg gnostik
Hallo Rahiym,

wenn ich Dich richtig verstanden habe, kocht also jeder sein eigenes Süppchen...

Übrigens habe ich nicht geschrieben, dass ich nichts positives sondern im Sinne von bislang noch nicht gerade viel - oder wenig. Da dürfte in feiner Unterschied drin liegen. Übrigens ist mein Ziel, Verständnis aufzubauen, nachvollziehen zu können, was hinter dem ganzen Werk steckt. Natürlich bin ich vorbelastet durch jahrelang erlebtes Christentum, und das assoziative Denken (vorgegebene Marschrichtung(en)) ist natürlich auch da. Und da habe ich auch einige Probleme innerhalb der islamischen Demkweise, davon Abstand zu nehmen, weil es hier offensichtlich ein solches Konstrukt nicht gibt.

Du stellst Deine Auslegung dar, was ist, wenn sie mit einer Auslegung eines anderen Menschen kollidiert? Das ist für mich die erste Konfliktsituation, mit der ich als solches auch nicht zurecht komme! Alleine die Berufung darauf, dass da ein gewisser Muhammed damals etwas gesagt hat und dieses Gesagte göttlichen Ursprungs sein soll, ist für mich in sich eigentlich eine unlogische Begebenheit... Der Anspruch, auf das ewig Gültige ist der nächste Knackpunkt. Damit meine ich keine Aussagen, die tatsächlich zeitlos sein können, sondern solche, die eindeutig zeit- u. kulturabhängig sind (natürlich kommen da auch noch andere Abhängigkeitsattribute dazu). Daher frage ich mich auch, woher dieser Anspruch auf diese "Göttlichkeit" herführen soll!

@gnostik
Genau diese Aussagen erzeugen bei mir schweres Stirnrunzeln.... Ähnliche Ansprüche sind ja auch aus dem Bereich der christl. Kirchen nicht unbekannt. Von daher stellt sich aus meiner Betrachtungsweise das Glaubenswerk bereits selber in Frage.....

Gruß
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