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Hallo ihr Lieben,
ich bin neu in diesem Forum und hoffe hier auf Anregungen und/oder Hilfe zu stossen da ich momentan ziemlich verwirrt bin.
Schonmal vielen Dank an alle die sich meinen langen Beitrag durchlesen.
Die Situation ist folgende:
Ich (28j.) bin seit 6 Monaten mit einem tollen Mann zusammen und plane in 3 Monaten mit ihm zusammenzuziehen. Die Wohnung haben wir bereits,Möbel sind bestellt und der gemeinsamen Zukunft steht eigentlich nichts mehr im Wege... eigentlich ! Denn seit einigen Tagen quälen mich immer wieder die Gedanken ob ich damit den richtigen Weg einschlage. Ich weiss dass ich sehr wahrscheinlich einfach "kalte Füsse" habe,aber dennoch frage ich mich zur Zeit allen ernstes ob ich ihn überhaupt richtig liebe ?
Wie fühlt sich Liebe überhaupt an ? Und bin ich dazu fähig zu lieben ?
Dieser Mann bedeutet mir wirklich viel und ich bin gerne mit ihm zusammen,auch hat er (fast) alles was ich mir persönlich von einem Mann wünsche. Und trotzdem... wenn er nicht bei mir ist vermisse ich ihn nicht wahnsinnig... der Sex mit ihm ist okay,aber nicht berauschend...( er zieht mich zwar körperlich an,aber stosst mich manchmal komischerweise auch völlig ab?).
Ausserdem hat er sehr viele weibliche Bekanntschaften die er gerne und häufig trifft,was mich in schlaflosen Nächten immer mal wieder zum grübeln bringt und "betrügerische Alpträume" und völlig deplatzierte Vorwürfe nach sich zieht.
Ich weiss wirklich nicht mehr wo mir der Kopf steht.
War es anfangs vorallem sein Humor der mich verzauberte,nervt er mich heute auch schonmal mit genau demselbigem... ist das normal ?
Werde ich langsam verrückt ?
Manchmal habe ich das Gefühl mir drücken die ganzen Gedanken die Luft ab... wortwörtlich.
Kann mir jemand helfen mein Gefühlschaos zu entwirren ?
Herzlichst,eure Sheryl
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| Kannst Du nicht mit ihm darüber sprechen?
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| Darüber sprechen ist schwierig,oder ? Ich möchte ihn nicht verletzen,oder Dinge sagen die ich im tiefsten Herzen vielleicht gar nicht so meine. Ich möchte zuerst herausfinden was es mit meinen Gedanken auf sich hat...
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Nun ich glaube, da ist eine Angst in Dir, die Dich nicht ganz ihm öffnen lässt. Denn die Öffnung bedeutet ja auch verletzbar zu sein. Erst dann wenn unsere Liebe bedingungslos ist, dann ist die Offenheit nicht mehr verletzbar, denn dann wird der Andere mit seinen Unzulänglichkeiten geliebt.
(Das muss nun aber nicht stimmen!)
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Hallo Sheryl,
wenn Du dich fragst, ob du ihn noch liebst, weißt Du insgeheim schon die Antwort - oder irre ich mich da?
Du hast Angst vor den Konsequenzen - ist ja auch ok.
Um eine Ehe einzugehen, ist es nötig, den anderen zu respektieren. Entweder kannst Du mit seinen Fehlern leben, oder Du kannst es nicht. Wenn Dich seine Eignearten nerven: Kannst Du trotzdem damit leben? Gerne damit leben? Besitzt Du soviele Zuneigung zu ihm, ihm seine Fehler zu verzeihen, seine Eigenarten zu tolerieren, auch wenn Du sie nicht magst?
Jemanden zu lieben heißt nicht, ununterbrochen Schmetterlinge im Bauch zu haben.
Liebe beinhaltet vielen guten Willen und auch die Bereitschaft, einfach schlechte Zeiten mit dem Partner stur durchzustehen und sich immer wieder neu einzulassen.
Ein Partner gerhört irgendwann zu deiner Familie - jedenfalls ist es bei mir so. Ich stelle mir ja auch nicht die Frage: Liebe ich meine Kinder, meine Eltern? Sie sind einfach da und werden von mir so akzeptiert wie sie sind. Und bei meinem Ehemann lege ich auch keine andere Meßlatte an.
Und dazu gehört auch, daß man Auseinandersetzungen austrägt, ohne gleich auseinander zu rennen oder Angst zu haben, daß der andere das tut.
Nur Du kannst entscheiden, ob Du es wirklich willst.
Mit diesem Mann den Rest deines Lebens zu verbringen.
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