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Ist die Evolutionstheorie unfehlbar...?












Zitat:
Ich habe die wissenschaftlichsten Quelle überhaupt auf meiner Seite: Vernunft und logisches Denken! Ich behaupte hier nur, was das Ergebnis logischer Schlussfolgerungen ist, nicht mehr und nicht weniger. Wäre es anders, könnte man mich jederzeit leicht widerlegen.


Man Du hast echt Humor, große Töne spucken und auf dem einen Auge blind. Hast Du Dich jemals wissenschaftlich mit der Evolution von Primatengehirnen beschäftigt, weißt Du überhaupt wie ein Gehirn im groben aufgebaut ist? Hast Du Dich jemals mit Lernprozessen beschäftigt, kennst Du die neunoralen Korrelate dafür? Ich glaube Deine letze Antwort sprich Bände, deswegen ist diese Webspace zu unrecht verbrauchende Diskussion für mich beendet. Wenn ich schon wieder 'tierische Intelligenz' lese,...
Zitat:
Ich glaube Deine letze Antwort sprich Bände, deswegen ist diese Webspace zu unrecht verbrauchende Diskussion für mich beendet. Wenn ich schon wieder 'tierische Intelligenz' lese,...


Wie sehr hoffe ich, dass du deine Drohungen endlich mal wahr machst und dich wirklich nicht mehr einmischst. Außer Sachen wie: "dort steht aber...", "der und der hat aber geschrieben...", "das ist aber nicht mit der allgemeingültigen Meinung vereinbar...", "wie kannst du anzweifeln..." hast du hier noch nie was beigetragen! Leider bin ich ja immer so blöd und will auf jeden Beitrag antworten, anstatt diese ewigen belanglosen Wiederholungen einfach zu ignorieren, darum hoffe ich wirklich, dass du es diesmal wirklich ernst meinst. Aber wir beide wissen, dass du dich bei nächstbester Gelegenheit wieder einmischen wirst, und ich werde wieder so blöd sein, darauf einzugehen, auch wenn es die hunderttausendste Wiederholung ist
Hallo Nebulös,

Zuerst einmal muss ich meinen Standpunkt klarstellen damit du mich besser verstehst. Ich bin weder Totalverweigerer irgendeiner theologischen Theorie noch hänge ich mich blind an einen mir sympathischen Wissenschaftler dessen Worte ich als unfehlbar erachte. Für mich ist der Mensch genauso ein Teil der biologischen Evolution wie die Tierwelt, begründen tue ich dies mit dem was ich gelernt, gelesen, beobachtet und letztendlich geschlussfolgert habe anhand meiner Vernunft. Halt auf genau der selben Basis wie du .

Gleich zu deiner Aufforderung: Mich interessiert die Herleitung deines Gedankengangs in dem der Mensch "plötzlich" irgendwo "auftaucht".

Die tierische Intelligenz. Du hast geschrieben das es nur eine Art von tierischer Intelligenz gibt. Man kann es selbstverständlich so pauschal betrachten, prinzipiell müssen wir aber auch innerhalb der tierischen Intelligenz unterschiede machen. Ein Affe ist "anders" Intelligent als ein Schwein, wirklich vergleichen lässt sich das nicht. Daher meine Frage, du kannst sie ja mal versuchen zu beantworten unter dem Aspekt das tierische Intelligenz nicht gleich tierische Intelligenz ist. An einem Fallbeispiel musst du dich ja zwangsweise orientieren, und genau das interessiert mich.

Zu den Beispielen: Ich hoffe das du sie auch ernst genug nimmst, ich befürchte allerdings (noch) das es völlig egal ist was ich dir hier nun biete weil du es sowieso anders interpretieren wirst. Aber versuchen wir es mal.
Vorher noch eine Frage: Du hast weiter vorne geschrieben das der Dresseur eines Tieres, wenn es denn nicht der Mensch übernimmt, ihr eigener Instinkt ist. Das ist durchaus eine spektakuläre Behauptung die ich auch gerne nochmal näher erläutert hätte.

So, zuerst einmal brauchen wir eine gültige Definition der menschlichen Intelligenz um etwaige Unterschiede zu den Tieren festzustellen. Was den Mensch vom Tier abhebt ist ein guter Anfang. Der Mensch besitzt die komplexeste Form der Selbstreflektion (hier gibt es Abstufungen, von primtiv bis hochkomplex), er ist als einziges Wesen auf der Welt in der Lage Wissen über Generationen hinweg weiterzureichen (Sprache und die Fähigkeit diese zu verschriftlichen, man sagt häufig die Evolution der menschlichen Intelligenz begann erst mit der Höhlenmalerei.), er besitzt die vollendetsten anatomischen Vorrausetzungen seine Gedanken in Taten umzuwandeln, er hat ein Gespür für die Zukunft und kann anhand seines einzigartigen Verständnisses von Zeit und Raum vorrausschauend planen, abwägen, bejahen, verneinen, anzweifeln, Vor- und Nachteile bestimmter Dinge gegenüberstellen etc. Nicht zuletzt besitzt er die Eigenschaft zu lügen, was ein elementarer Bestandteil von komplexen gedanklichen Vorgängen ist, zB. ist dies ein Ansatz um das "Ego" zu definieren. Man könnte diese Liste noch weiterführen aber ich denke für das Thema was wir behandeln soll dies erstmal genügen. Was ihn ausmacht, ist die Fähigkeit diese Intelligenz auch zu nutzen.

Nun zum Tier. Zuerst müssen wir eingestehen das uns schlicht die propositionellen Begriffe fehlen um tierische Intelligenz oder tierisches Verhalten im Ganzen zu erfassen. Hier bleibt uns nichts anderes übrig als mit unserem menschlichen Maß zu messen, unwissend darüber ob dies der Thematik gerecht werden kann. Wir können aber tierische Intelligenz zu Beginn einteilen in die der höheren Tiere und die der niederen. Die Grenze lag zumindest letztes Jahr irgendwo bei der Garnele, den aktuellsten Stand der Forschung habe ich nicht mehr beobachtet. Diese Grenze ist aber notwendig um zwischen den Tieren zu unterscheiden die bewusst intentional handeln und denen, die lediglich auf chemische Veränderungen ihrer Umwelt reagieren. Hier sieht man deutlich das tierische Intelligenz nicht gleich tierischer Intelligenz ist. Dies also so stark zu simplifizieren wie du es tust wäre der falsche Ausgangspunkt (zumindest schätze ich das so ein, daher die Frage nach der Herleitung deiner Gedanken).
Gleich vorweg kann ich dir ein Beispiel dafür geben, wie schwer wir es nun haben einem Tier die Eigenschaft des "Denkens" zuzusprechen. Stell dir einen Hund vor der in deinem Vorgarten einer Katze hinterherjagt. Du sitzt als stiller Beobachter auf deiner Terrasse und stellst fest, das die Katze versucht den Hund zu täuschen in dem sie kurz vor einem Baum einen Haken schlägt und auf einen zweiten Baum, der außerhalb der Sichtweise der momentanen Position des Hundes liegt, zuspringt und an diesem hochklettert. Der Hund allerdings stoppt am ersten Baum im falschen Glauben die Katze sei dort hinaufgeklettert. Jetzt wird man Fragen was im Kopf dieses Hundes vorgeht. Denkt er die Katze sei dort oben? Hofft er, fürchtet er, hat er Angst oder verspürt er den Drang mit ihr zu spielen oder steht er vielleicht einfach nur da ohne Bezug zu der Katze? Wir wissen es nicht und wir können es auch nicht vollständig verstehen. So sehr wir uns auch darauf versteifen dem Hund menschliche Attribute zuzuweisen, erklären können wir uns das Verhalten des Hundes aber nur wenn wir uns unserer eigenen Interpretationsfähigkeit bedienen, nicht wissend ob das bei dem Hund ähnlich ablaufen könnte wie bei uns. Egal wie sehr wir versuchen es zu verstehen, völlig hineinversetzen in den Vorgang können wir uns aber nicht. Heisst dass aber nun das dies ausschliesst das der Hund intentional gehandelt hat? Wohl kaum, der Hund ist der Katze nicht reinzufällig gefolgt. Wir wissen nun das ein Tier wie der Hund (bzw. die Katze, die das Interesse hat nicht erwischt zu werden) Emotionen unterliegt die nicht zwangsweise andressiert sein müssen. Dressur wäre es dem Hund, zB mit dem Belohnungsprinzip, einzutrichtern er solle keine Katzen verfolgen, was der Natur des Hundes widerspricht. Ob nun Intelligenz vorhanden ist oder nicht können wir daraus aber nicht schliessen. Wir können aber feststellen das der Hund einige Eigenschaften hat die sich mit menschlicher Intelligenz decken. Nämlich die Interessenbildung, emotionales Verhalten und die Fähigkeit in die Irre geführt zu werden.

Das nächste Beispiel behandelt die Fähigkeit mancher Tiere eigene Fehler zu erkennen und einen Versuch zu starten, diese zu korrigieren. Dies fällt unter eine abgestufte Selbstreflexion, die, anders als zB. beim Hund, sich schon komplexer darstellt. In mehreren Versuchsreihen wurden Schweine vor 2 Monitore gesetzt auf deinen verschiedene Bilder und Graphiken angezeigt wurden. Vor den Monitoren befindet sich ein Knopf, den das Schwein immer dann betätigen soll wenn sich beide Bilder auf den Monitoren gleichen. Bereits nach einem guten halben Dutzend Versuche konnte man das Prinzip der Belohnung ablegen und das Schwein agierte völlig ohne äußere Einflüsse (Die ersten Versuche beschränkten sich auf das Darstellen von Farben und Hell/Dunkel um den Schwein das Prinzip anzu"dressieren", ein Punkt der sich nicht vermeiden lässt, hat mit dem Versuchshintergrund aber auch garnichts zu tun). Man begann nun komplexere Bilder darzustellen, zB. Landschaftsfotos. Das Schwein war problemlos in der Lage den Unterschied zu erkennen bis man den Schwierigkeitsgrad weiter erhöhte und Bilder von Menschen auf den Monitoren zeigte. Hier irrte das Schweine oft, zB. bei zwei asiatischen oder farbigen Gesichtern. Einige Schweine zeigten aber ab hier seltsames Verhalten. Sie betätigten zu schnell den Knopf und erkannten ganz offensichtlich kurz darauf, das sie sich geirrt hatten. Sie hämmerten auf dem Knopf herum, wurden nervös, der Herzschlag stieg an und es schaute wirr um sich mit dem Willen, den eben gemachten Fehler zu korrigieren. Kurz: Es befand sich in einer Stresssituation und sah sich mit den Folgen überfordert. Beim Schwein stellen wir dadurch weitere Eigenschaften die menschlicher Intelligenz ähneln fest. Die Fähigkeit sich aufgrund des eigenen falschen Handelns zu irren und vor allem, diesen Fehler auch als solchen wahrzunehmen. Das Schweine auch komlexere Bilder und Strukturen von einander unterscheiden können natürlich auch.

Weiter zur Biene. Das Bienen über ein komplexe, uns fremde Form von Mathematik verfügen wirst du wohl wissen und dich wird es vielleicht interessieren inwieweit Bienen dieses Wissen in praktischen Nutzen umwandeln können. In einem Versuch hat man vor einem Bienenstock in exakt 4 Meter Entfernung um 12 Uhr Mittags einen Eimer Zuckerwasser aufgestellt. Natürlich dauerste es nicht lange bis der erste "Kundschafter" das Objekt ausmachte und sich seinem Tanz bediente um die Information an den Stock weiterzugeben. 24 Stunden später war der Eimer bereits leer. Am folgenen Tag hat man im selben Winkel parallel zum ersten Eimer einen zweiten aufgestellt in 8 Metern Entfernung. Das Prozedere war wieder das gleiche, 24 Stunden später war auch dieser Eimer leer. Man wiederholte dies nun noch einmal und es lief logischerweise genauso ab. Um 12 Mittags begab man sich wieder auf 16 Metern Entfernung zum Bienenstock um den vierten Eimer zu platzieren und siehe, die Bienen warteten bereits. Was kann man daraus nun schliessen. Zum einen natürlich das die Verständigung unter Bienen sehr komplex ist und sich unserer Vorstellungskraft entzieht und zum anderen den wichtigsten Punkt: Selbst Bienen sind in der Lage vorrausschauend zu Handeln und besitzen ein Gespür für Raum und nicht zuletzt für Zeit. Die Schlüsse die man hier ziehen sind vielfältig, diese Beiden sollten aber vorerst genügen.

Nun zu dem von dir angesprochnen Affen der auf den ersten Blick die weitreichendesten Ergebnisse durch seine Nähe zum Menschen liefern müsste. Hier sind die Beispiele unzählig, ganz vorne weg ein Gorilla der die Gebärdensprache beherrscht. Hier wirst du vielleicht sagen das auch dies nur einer Dressur entspricht und der Affe garnicht weiss was er tut und ich bin gespannt, wie du das untermauern möchtest. Zu Affen möchte ich nun ein paar Eigenschaften anbringen die er erwiesenermaßen beherrscht und die große Ähnlichkeiten zu menschlicher Intelligenz aufweisen. Ein Affe (Die Gattungen sind egal, ich will nur zusammenfassen) besitzt die komplexeste Form der Selbstreflektion bis auf den Menschen. Er hat ein Verständnis von Ästhetik (schön und hässlich - er benutzt Wasser als Spiegel und "schmückt" sich mit zB. Halsbändern), er kann Gegenstände verwenden um ein Ziel zu erreichen (zB. einen Turm bauen um an ein Seil zu kommen), er hat eine Vorstellung vom Tode, er besitzt vielfältige emotionale Eigenschaften wie Neid, (kontrollierte) Gier, ist eifersüchtig, machtbesessen, beleidigend und beleidigt, hinterlistig, fürsorglich, euphorisch, depressiv oder verlogen. Er kann gezielt Artgenossen täuschen (mit nichmtal primitiven Mitteln um sie auszustechen und ist danach auch noch schadenfroh. Uns Menschen also garnichtmal so unähnlich. Spätestens hier kannst du das nicht mehr mit Dressur erklären, Dressur wäre, einem Hund beizubringen das er dir nicht auf den Teppich urinieren soll. Das Schamgefühl oder die Unrechtmäßigkeit die du damit weckst hatte er aber bereits vorher. Der Mensch ist als einziger Bewohner auf dem Planten in der Lage (alle) anderen Gattungen zu seinem Vorteil zu manipulieren oder zu missbrauchen.


Falls du bis hierher durchgehalten hast wirst du dich vielleicht Fragen was diese Beispiele mit der Antwort, die du glaubst gefunden zu haben, zu tun haben. Das Ziel ist nicht zu beweisen das tierische Intelligenz mit der der Menschen voll vergleichbar wäre, sondern darzulegen, das beide Gattungen nach den selben Grundzügen Intelligenz ausüben. Mehr ist auch garnicht nötig um zu unterstreichen das zum einen tierische Intelligenz nicht gleich tierische Intelligenz ist und das menschliche Intelligenz tierischer weit voraus ist. Was nicht im Umkehrschluss heisst der Mensch wäre "plötzlich" mit dieser ihm von "irgendwo" eingeflößten überlegenen Intelligenz aufgetaucht. Wie ich dargelegt habe besitzt er als einziger die Möglichkeit durch seine Anatomie Intelligenz im praktischen anwendbaren Sinne so evolutionieren zu lassen das er heute da ist wo er eben ist. Über den Tieren.

Viel freier Text, ich hoffe du gehst ähnlich ausführlich darauf ein .

Grüße

Nachtrag: Auf solche Dinge wie soziale Gefüge bzw. deren Entstehung in der Tierwelt bin ich jetzt garnicht eingangen, die Liste der Anzeichen für tierische Intelligenz ist lang und lässt sich schwerlich auf ein paar Seiten erfassen. Wenn es dich interessiert kann ich dir ein bisschen Literatur empfehlen die sich mit Verhaltensforschung und Wahrnehmungsphilosophie beschäftigt, diese werden dem Thema weitaus mehr gerecht als meine kleine Zusammenfassung eines Teilaspekts.
Zitat:
Der Mensch ist als einziger Bewohner auf dem Planten in der Lage (alle) anderen Gattungen zu seinem Vorteil zu manipulieren oder zu missbrauchen.


Nun möchte der Mensch gern ans Herz der Schweine, um sie zu Transplantationszwecken zu gebrauchen - deshalb setzt er verstärkt menschliche Gene hinein - was glaubt man nun: wird das Schwein dem Menschen ähnlicher ?

Man sagt, wenn man Ratten ein Gift verabreicht, sterben die ersten Ratten, die anderen lernen dazu - den Geruch des Giftes zu erkennen und sind beim nächsten Mal gewarnt - fragt sich: lernt die Ratte zu schnell dazu ?

Es kommt hinzu: wie sehen Tiere den Menschen, weshalb kann ein Adler aus so großer Höhe die kleine Maus erkennen und wie letztens geschrieben stand: das Pferd hätte nicht solche Angst vor dem Menschen, wenn es sich seiner Größe bewußt wäre - und seiner Stärke - welchen Blick haben Tiere auf den Menschen - wie können sie den Menschen wahrnehmen - durch Farbe, Geruch, Töne ?
Hallo Gabriele,

ein Schweine ohne Herz ähnelt mehr einem toten Schwein als einem Menschen. Ich möchte nebenbei keinem Schwein ans Herz.
Ratten lernen also? Und das auch noch schnell? Ich würde eine solche Erkenntnis der Ratte nicht versuchen mit den Worten "Lernen" oder "Schnell" zu verwässern.
Ein Adler kann auf solch große Entfernung sehen weil es sein Überleben sichert. Da wundert es garnicht dass sich das gute Auge eines Adler evolutionär durchgesetzt hat.
Pferde bekleiden eine primtive Art der Selbstreflektion, es hätte auch Angst vor einer aggressiven Maus.

Was Tiere für einen Blick auf den Menschen haben? Tja, das werden wir leider nie erfahren .
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