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Wie steht die Bahá'í-Religion zum Islam?
Das Verhältnis der Bahá’í-Religion zum Islam ist vergleichbar mit dem des Christentums zum Judentum. So wie das Christentum als innerjüdische Bewegung entstanden und aus jüdischen Wurzeln hervorgegangen ist, wurde der Bahá'í-Glaube in islamischer Umgebung geboren. Beide Religionen sind aber heute als eigenständige und unabhängige Offenbarungsreligionen anerkannt.
So wie die Christen das „Alte Testament“ in ihre Bibel integriert haben, erkennen die Bahá’í den göttlichen Ursprung des Islam an und verehren den Koran neben Bahá’u’lláhs Schriften als Gotteswort. Doch haben die Gesetze des Koran keine Bindung mehr für sie, sondern sie folgen dem neuen Gottesgesetz Bahá’u’lláhs, das in vielen Aspekten des täglichen Lebens und der Ausübung der Religion von denen des Islam deutlich abweicht.
In der Bahá’í-Religion steht mit Bahá’u’lláh eine neue Stiftergestalt im Mittelpunkt, sie verfügt über eigene heilige Schriften und über eigene Anweisungen für das religiöse Leben des Einzelnen sowie der Gemeinde. Somit ist die Bahá’í-Religion eine nach-islamische Offenbarungsreligion.
Quelle: http://www.bahai.de/bahai-religion/.....bahai-religion-zum-islam/ (offizielle deutsche Bahá'i Seite)
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Also seht ihr den Bahaismus als Erneuerung.
Aber Fakten können nicht geändert werden (wie im Text beschrieben nur die Ausübung: der Ausübung der Religion von denen des Islam deutlich abweicht. ).
Beispiel:
Dass Gott nur einer ist, bleibt gleich, denn es ist Fakt (aus der Sicht der Religion).
Gehen wir einen Schritt weiter.
Jesus wird im Koran als normalen Propheten beschrieben und nicht als Sohn Gottes. Das ist keine Ausübung.
Somit müsste man als Bahai das auch so sehen, oder?
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Die Bahá'i glauben an keinen inkarnierten Gott. Was im Koran an der Trinität kritisiert wird ist eben diese Vorstellung von einem Mensch gewordenen, fleischgewordenen Gott.
Die Gottessohnschaft wird als wörtliche Auslegung somit abgelehnt.
Die Bahá'i glauben daran, dass Jesus, Mohammed oder Bahaullah Manifestationen des einen Gottes sind. Das heißt, die Gesandten sind wie feingeschliffene Spiegel in denen sich Gott abbilden kann und man in ihrem Wesen Gott selber erkennen kann, da sie völlig losgelößte Geister haben.
Das bedeutet eben nicht, dass Gott herabgestiegen und Mensch geworden ist, sondern die Propheten sind so selbstlose und von sich selbst gelöste Menschen, dass sie von Gott makellos geführt werden können. Sie sind die edelsten Tempel Gottes.
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Lieber Karim,
| Zitat: |
Ja im Endeffekt kommen alle Religion von Gott.
Aber eine Religion "entspringt" (mir fehlt das richtige Wort) aus meist aus einer anderen.
Christentum aus dem Judentum
Und mir wurde immer gesagt, dass der Bahaismus aus dem Islam "entspringt". |
Wenn du zustimmst das der Islam aus Judentum, Christentum und arabischen Heidentum entsprungen ist stimme ich dir damit auch zu.
| Zitat: |
| War ja bei der Diskussion "Ist die Ankündigung Babullah?" auch so. |
Da werde ich nicht schlau draus...
| Zitat: |
| Also seht ihr den Bahaismus als Erneuerung. |
Nicht direkt.
An sich gibt es nur eine Religion Gottes. Bahá'u'lláh hat diese nicht geändert, sondern erhält sie und führt sie fort.
Schließlich hat jedes Zeitalter sein Buch und jede Gemeinschaft ihr festgesetztes Ende (Koran 13:38; 23:43; 7:34).
| Zitat: |
| Aber Fakten können nicht geändert werden (wie im Text beschrieben nur die Ausübung: der Ausübung der Religion von denen des Islam deutlich abweicht. ). |
Welcher Text? Sicher ändert sich die Ausübung der Religion. Das Judentum war auch anders als das Christentum und der Islam.
Islam kann, wenn man den Koran logisch liest nur zwei Bedeutungen haben.
Einmal als Glaubensgemeinschaft. Und die haben nach dem Koran ein vorherbestimmtes Ende (siehe Koranverse oben).
Und einmal als die Haltung der Hingabe / Unterwerfung an Gott und das machen Bahá'í auch.
| Zitat: |
| Dass Gott nur einer ist, bleibt gleich, denn es ist Fakt (aus der Sicht der Religion). |
Das bestreiten Bahá'í ja nicht. Das Religionen früher teilweise andere Dinge lehrten liegt daran das Gott sich fortschreitend offenbarte um so die Menschen zu führen.
Das die Religionen sich unterscheiden liegt an den Verschiedenheiten der Zeitalter.
| Zitat: |
Jesus wird im Koran als normalen Propheten beschrieben und nicht als Sohn Gottes. Das ist keine Ausübung.
Somit müsste man als Bahai das auch so sehen, oder? |
Machen wir es mal umgekehrt. Im Tanach wird der Sabbat beschrieben, im Koran wird der Sabbat nicht mehr eingehalten. Ist der Koran jetzt deswegen falsch? Oder gibt es vielmehr eine fortschreitende Offenbarung?
Hast du dir den Text von Abdu'l-Bahá mal durchgelesen? Er erklärt dort das man die Dreifaltigkeit nur symbolisch akzeptieren kann. Weil der Heilige Geist und Jesus nur Spiegel des einen wahren Gottes sind. Sie sind keine Götter und sind nicht die Realität Gottes.
Liebe Grüße, Tobias
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| Zitat: |
| Scheint zumindest logischer als das es Jesus ist. |
Dann musst du akzeptieren, dass der Heilige Geist auch Gott ist.
| Zitat: |
| Das Wort ist ja wohl eindeutig die Offenbarung und die Offenbarung kommt nach dem Verständnis der Bahá'í über den Heiligen Geist zur Manifestation Gottes. |
Oder Jesus...
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