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Gleichberechtigung Mann und Frau im Islam?












Sakon, sie ist vor langer langer Zeit geschrieben worden. Die Gesellschaft hat sich verändert.
Wie gesagt, die Botschaft von Jesus ist zeitlos.
Aber wenn ich sehe, wie sich manche krampfhaft an den Buchstaben festhalten...
Vieles sind tradierte Geschichten, Gleichnisse, Erzählungen.
Viele Sachen der Bibel wurden erst im Nachhinhein in Konzilen festgelegt - zum Beispiel war nicht unumstritten, daß Jesus göttlicher Natur war.
Wie du auch sicher weißt, gibt es mehr als die Testamente, die wir in unserer normalen Bibel finden. Was reinkam und was rausflog, unterlag manchmal sehr politischen Einflüssen und hat mit der damaligen Zeit zu tun, nicht mit unserer.

Aber wenn ich lese, Eva wurde aus einer Rippe Adam erschaffen - nun, dann ist es wirklich nicht mehr realistisch, DARAN zu glauben.
Und darauf kommt es auch nicht an.
Die Botschaft Jesus ist das, was für Christen zählen sollte, und nur die allein. Christus war bestimmt nicht auf Anbetung scharf, denn das wäre ein sehr egoistisches, narzistischer Wesenszug.
Ich glaube auch, das er mehr Wert darauf gelegt hätte, daß man seine Botschaft lebt anstatt über sie zu reden...
wie dem auch sei...sich an ein Buch zu klammern als käme es direkt von Gott und darin nach einer Gebrauchsanweisung für ein rechtschaffendes Leben zu suchen halte ich persönlich für...unselbständig.
Lieber Rayim,

Zitat:
Wenn ihr Mohammed als guten Menschen anerkennt werdet ihr mit Fundamentalisten viel besser kommunizieren können.


also ganz ehrlich: ich bin nicht scharf auf eine Diskussion mit Fundamentalisten, denn sie ist sinnlos. Ich werde auch nicht versuchen, einen Berg mit Muskelkraft wegzuschieben ....

Mohammed anzuerkennen als herausragenden Menschen und als Prophet fällt mir leicht. Aber Buchstabengläubigkeit bekämpfe ich, wo ich ihr begegne, ob im Christentum, im Islam, im Judentum, im Hinduismus oder im Buddhismus. Weil das sehr nahe am Fundamentalismus ist.


Zitat:
"Liebe deinen Feind, wenn dir jemand auf die eine Backe schlägt halte ihm die andere hin,


Interessanterweise hat das christliche Gebot: Halte die andere Backe hin, Gandhi am konsequentesten umgesetzt, auch und gerade in der Politik.

Sollte es vielleicht doch so sein, dass alle Religionen einen gemeinsamen Kern haben (müssen sie eigentlich, denn es gibt sicherlich nicht viele Götter)?

Inanna
Liebe Inanna,

Zitat:
also ganz ehrlich: ich bin nicht scharf auf eine Diskussion mit Fundamentalisten, denn sie ist sinnlos. Ich werde auch nicht versuchen, einen Berg mit Muskelkraft wegzuschieben ....


Ich verstehe genau, was du meinst Es ist wirklich schwer, ich selber habe oftmals Probleme mit ihnen zu kommunizieren.

Zitat:
Mohammed anzuerkennen als herausragenden Menschen und als Prophet fällt mir leicht. Aber Buchstabengläubigkeit bekämpfe ich, wo ich ihr begegne, ob im Christentum, im Islam, im Judentum, im Hinduismus oder im Buddhismus. Weil das sehr nahe am Fundamentalismus ist.


Buchstabengläubigkeit muss man wirklich bekämpfen und ich selber tue es auch. Nur was ich eben versucht habe zu erklären ist, dass wenn man einem Christen zum Beispiel erst viel über die Herrlichkeit und Lehre Jesu erzählt und dann die Parallelitäten zum Buddhismus zieht hört der Christ viel besser zu und versucht sich im Herzen irgendwo auch dem Buddhismus zu nähern, er wird viel offener. Genauso hatte ich mir halt gedacht, dass man das vertrocknete Herz eines Fundamentalisten vielleicht viel besser aufweichen kann, wenn man ihm sich etwas nähert.

Liebe Grüße,
Rahiym
Also ich finde natürlich die Kommunikationsregel, dass man von Gemeinsamkeiten ausgehen muss, wenn man Vereinbarungen über strittige Punkte erreichen will auch gut.

Aber es gibt Situationen, wo es nicht darum geht, um alles in der Welt Gemeinsamkeiten zu finden, sondern wo es darum geht, sehr klar und deutlich Grenzen aufzuzeigen. Das ist immer so, wenn es um Verbrechen geht. Und ich würde nur dann von Fundamentalismus sprechen, wenn es um Verbrechen im Bereich der Religion geht. Es wäre sicher zu streiten darüber, wann man von Verbrechen sprechen will.

Fundamentalisten gegenüber möchte ich nicht von Gemeinsamkeiten ausgehen, sondern Grenzen ziehen. Beispielsweise bei Frauenfeindlichkeit. Beispielsweise dann, wenn es um Verbrechen gegen das Leben geht, wenn es um Gewalt geht.

Dann, wenn die Grenzen klar sind, kann und muss man signalisieren, dass damit nicht Menschen ausgegrenzt werden sollen, sondern Handlungen, Taten. Dann ist es auch gut, Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten. Aber erst dann. Nicht von Anfang an. Das wäre unsaubere Herumschwimelei.

Dein freundlicher Versuch, "das vertrocknete Herz eines Fundamentalisten ... aufzuweichen" ehrt Dich. Ich glaube aber nicht, dass Du damit Erfolg haben kannst. Das haben schon Millionen Menschen im Laufe der Zeitalter versucht, sie sind im Hexenfeuer, auf dem Richtblock oder am Seil geendet.

Inanna
Liebe Inanna,

Zitat:
Aber es gibt Situationen, wo es nicht darum geht, um alles in der Welt Gemeinsamkeiten zu finden, sondern wo es darum geht, sehr klar und deutlich Grenzen aufzuzeigen.


Da bin ich eigentlich genau der selben Meinung. Ich möchte eben gerade über die Gemeinsamkeiten und über die eigentliche Essenz der Religion den Fundamentalisten klarmachen, dass sie nicht Rechtes tun sondern Unrechtes. Sie müssen mit ihren eigenen Prämissen geschlagen werden.

Zitat:
Fundamentalisten gegenüber möchte ich nicht von Gemeinsamkeiten ausgehen, sondern Grenzen ziehen. Beispielsweise bei Frauenfeindlichkeit. Beispielsweise dann, wenn es um Verbrechen gegen das Leben geht, wenn es um Gewalt geht.


Die Gemeinsamkeit zwischen einem Fundamentalisten und -sagen wir mal- uns wäre ja, dass wir an Gott und an das Gute glauben. Auch Fundamentalisten reden von Gerechtigkeit oder Frieden. Man muss ihnen eben über ihren eigenen Quellen und Hintergründen sowie über den Wert des Menschenlebens allgemein klarmachen, dass sie in ihrer Art und Weise zu denken falsch liegen.

Zitat:
Dein freundlicher Versuch, "das vertrocknete Herz eines Fundamentalisten ... aufzuweichen" ehrt Dich. Ich glaube aber nicht, dass Du damit Erfolg haben kannst. Das haben schon Millionen Menschen im Laufe der Zeitalter versucht, sie sind im Hexenfeuer, auf dem Richtblock oder am Seil geendet.


Genau meine Methode haben die Propheten selber angewendet. Sie haben pervertierte Religionsausübungen gerade mit der Religion selber bekämpft. Sie haben Fundamentalisten und Irrlehrer ihrer Zeit gerade mit den Quellen, der größtenteils vertretenen Religion ihres Umfeldes, bloßgestellt worauf sich Fundamentalisten und Irrlehrer selber berufen hatten. Und ja, tatsächlich sind Propheten deswegen schon immer verfolgt und getötet worden aber sie waren auch damit erfolgreich.

Gruß,
Rahiym
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