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Gleichberechtigung Mann und Frau im Islam?












Hallo Melek!

Ich war Christin, bin nun Baha´i...
Und du?

Liebe Grüße
Zitat:
Gericht: Vor Gericht zählt die Aussage einer Frau die Hälfte der Aussage eines
Mannes.


Das gilt nur bei finanziellen Angelegenheiten. Die standard Frau des alten Arabiens hatte keinerlei Bildung und kannte sich auch sonst wenig mit geldlichen Angelegenheiten aus. Für alle anderen Aussagen zählt die Frau vollwertig. Die heutige Interpretation ist eine Pervertierung von Fundamentalisten, die sich von der kyas (Vergleich) der Ulama aus dem Mittelalter inspirieren lassen.

Zitat:
Eherecht: Gleichzeitig stellt das islamische Eherecht auch oftmals einen Unterschied
zwischen Mann und Frau in ihren Rechten und Pflichten heraus und benachteiligt die
Frau dem Mann gegenüber, zum Teil in wichtigen Fragen wie dem Recht auf Scheidung
und
Sorgerecht.


Stimmt nicht. Die Frau hat im Islam genauso ein Recht auf Scheidung wie der Mann. Der Mann hat bei der Scheidung gar keinen Anspruch auf Versorgung von der Frau. Die Frau bekommt bei der Ehe eine Morgengabe, dessen Höhe sie selber festlegen darf und muss dem Mann nichts davon abgeben. Auch hat sie ein Anspruch auf Allimente.

Zitat:
Heiraten: Ein Muslim darf eine Angehörige einer anderen Religion heiraten,
Musliminnen dürfen ausschließlich Muslime heiraten. Frauen stehen Männern in
Sorgerechtsfragen gegenüber im Nachteil. Mann bekommt sorgerecht.


Es gibt genug Fälle in Äthiopien oder Eritrea, wo Musliminnen mit Christen verheiratet sind. Im Koran steht nichts davon, dass Musliminen mit andersgläubigen nicht heiraten dürften.

Zitat:
Erbrecht:
Frauen erben im Islam so steht es
im Koran. Frauen erben jedoch nur die Hälfte des Anteils eines Mannes. Auch Kinder
erben, wobei auch hier Mädchen die Hälfte des Erbes der Jungen erhalten.
 bei uns erben Frauen gar nichts!


Vor dem Islam hatte die Frau überhaupt kein Erbrecht.

Zitat:
Der Koran lässt aber auch an der Unterordnung und Benachteiligung der Frau keine
Zweifel. Die Männer haben Vollmacht gegenüber den Frauen, weil Allah die einen vor
den anderen bevorzugt hat. Und weil die Männer von ihrem Vermögen für die Frauen
ausgeben.


Im Islam ist das Familienoberhaupt der Mann, da in Arabien die Voraussetzungen für eine Emanzipation der Frau auch nicht gegeben war. So etwas geht nunmal nicht von Heute auf Morgen. Die Züchtigung als Mittel für die Ordnung innerhalb der Familie wird als wirklich allerletztes Mittel angesehen und eher missbilligt. Bei einer Beduinenfamilie des 6.Jahrhunderts braucht man keine rationale Diskussionskultur erwarten. Und trotzdem mussten diese es lernen zunächst einmal über Probleme zu reden und das Bett zu meiden, bevor losgeschlagen wird.


Zitat:
Ort und zu jeder Zeit mit seiner Frau schlafen, ohne sie um ihre Einwilligung fragen
zu müssen: „Eure Frauen sind euch ein Saatfeld. Geht zu eurem Saatfeld, wo immer ihr
wollt“ (Sure 2,223). Auch an anderen Stellen im Koran ist von der Verfügungsgewalt
des Mannes über den Körper der Frau die Rede. Eine islamische Frau darf
grundsätzlich nur einen Muslim heiraten.


Dieser Vers wird völlig verdreht. Da wird im Orginaltext ausgedrückt, dass der Mann mit seiner Frau in beliebiger Position sexuellen Kontakt haben darf. Das hat nichts mit irgendeinem Ort zu tun, oder dass der Mann zu jeder Zeit mit seiner Frau Sex haben darf.
Zitat:
Die Züchtigung als Mittel für die Ordnung innerhalb der Familie wird als wirklich allerletztes Mittel angesehen und eher missbilligt.


In Deutschland wurde das Recht des Mannes, die Frau zu züchtigen, erst bei einer Eherechtsreform Ende der 60er Jahre abgeschafft.

Wir erinnern uns gar nicht mehr dran, so schnell kann Entwicklung auch gehen.

Inanna
Zitat:
Heiraten: Ein Muslim darf eine Angehörige einer anderen Religion heiraten,
Musliminnen dürfen ausschließlich Muslime heiraten. Frauen stehen Männern in
Sorgerechtsfragen gegenüber im Nachteil. Mann bekommt sorgerecht.


Es gibt genug Fälle in Äthiopien oder Eritrea, wo Musliminnen mit Christen verheiratet sind. Im Koran steht nichts davon, dass Musliminen mit andersgläubigen nicht heiraten dürften.


Nur leider ist es auch in vielen Staaten, in den der Islam nicht auch als Gesetzt gebraucht wird üblich, dass diese Regelung nicht umgegangen wird!

Im Falle von Tunesien zB ist hier sogar so, dass die Handhabung eben dieses Themas sogar dem Staatsgesetz widerspricht und soweit ich weiß auch den Menschenrechten:

Zitat:
Heiratsfähige Männer und Frauen haben ohne jede Beschränkung auf Grund der Rasse, der Staatsangehörigkeit oder der Religion das Recht, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Sie haben bei der Eheschließung, während der Ehe und bei deren Auflösung gleiche Rechte.

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte vom 10.Dezember 1948
Trotzdem ist es keine GLEICHBERECHTIGUNG.
Es gibt auch keine Gleichberechtigung in der Bibel, Frauen können und dürfen bestimmte Sachen einfach nicht machen und haben eine andere Stellung als der Mann. Genauso im Islam. Da gibt es kein Drumherumreden, warum wann wieso etwas zweckmäßigerweise gemacht wurde.
Gleiberechtigung hat etwas mit humanistischer Aufklärung zu tun und ist KEIN Produkt irgendeiner Religion, weder christlich noch muslimisch.
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