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Meine liebe shedin!
Meines Wissens schuf Allah den Menschen aus einem Tropfen seines Spermas, und zwar ohne Angabe eines Grundes, wieso er das tat. Doch gleich ist der Mensch, kaum dass er existiert, ausgesprochen streitsüchtig und rechthaberisch, heißt es.
Könnte man daraus nicht schließen, dass Allah, der Erhabene, keine Ahnung davon hatte, was er da in die Welt setzte? Oder brauchte er nur etwas, gegen dessen Streitsucht er seine Erhabenheit geltend machen wollte? Wenn Allah, also Gott, mit und durch seine Erhabenheit aber den Menschen von seiner Streitsucht und Rechthaberei befreien will, gilt das nur für das Erdendasein?
Und kann und sollte es gerechtfertigt sein, dass ein großer Teil der doch sehr unvollkommen erschaffenen Menschen nach dem Erdenleben im Jenseits auf Ewigkeiten in der Hölle bei 70.000 Grad Hitze zu schmoren haben?
Diese Fragen stellen sich allein schon aus der Logik. So ist die Frage, warum es uns überhaupt gibt, überaus berechtigt. Und meines Erachtens ist es bereits ein gewaltiger Schritt in Richtung eigenes, freies Bewusstsein, diese Fragen überhaupt zu formulieren und ernsthaft zu stellen. Nur muss oder darf man dabei nicht erwarten, eine voll gültige oder die einzig mögliche Wahrheit zu diesem Problem zu erlangen.
Die erste Schwierigkeit besteht ja schon einmal darin, dass man gewöhnlich sofort der Häresie oder der Flucht zu den Sternen beschuldigt wird, wenn man so etwas besprechen will. Gelingt aber ein Gespräch, dann bekommst du entweder die wissenschaftliche These vom Urknall aufgetischt oder aber auch den strengen Verweis, dass du nur in den heiligen Schriften, also Koran, Bibel, Bhavadgita, die richtigen Stellen aufschlagen oder nachlesen brauchst, um deine Wissbegier zu befriedigen. Oder andere zitieren dir auswendig und mit größter Suggestion das, was dort durch berufenem Mund geoffenbart wurde. Basta.
Und du verlässt genauso unbefriedigt das Feld dieser freundlichen Auskünfte, wie du begonnen hast. Ich kann dir sagen, das hat mich selbst lange beschäftigt. Da habe ich begonnen, ins metaphysische Denken zu gehen, verschiede Aussagen "anders" zu verstehen, verdeckten Botschaften bzw. alten Hinweisen nachzugehen und alles in einen Zusammenhang zu stellen. Zuerst war es ja nur für meine eigene Standfestigkeit und meine Lebensfreude gedacht, aber dann fanden doch einige Freunde, dass das sehr gut sei, was ich mir ausgedacht habe. Ja, ich bekam sogar die Aufforderung, darüber ein Buch zu schreiben.
Das tat ich dann auch. Immer mit dem Gefühl, mich mit einem Freund zum Geistigen des Lebens vorzutasten und mich mit ihm über den eigentlichen, großen Sinn des Lebens auseinander zu setzen. Leider gibt es aber kaum diesen einen oder anderen Freund. Entweder es interessiert nur die vordergründige, kleine Sinnhaftigkeit oder man erklärt partout sein eigenes Weltbild als erschöpfend.
Und so tröste ich mich, dass ich auch dort nachgedacht habe, wo anderen der Zugang versperrt ist. Doch will man wirklich Genaueres wissen, dann siehe unten nach, wo man für seine eigene Homepage werben darf. Dort kann man beim Wort "Lebenssinn" meinen Link und meine Homepage aufschlagen.
Dabei heißt es nicht, die bisherige Auffassung zu verlassen, sondern lediglich seinen Horizont zu erweitern, meint - reinwiel
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Hallo
wesshalb alles passiert obwohl Allah schon alles zum voraus weiss ist,weil wir es noch nicht wissen
Wo kriegt man die Smilies her?
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| gute frage dahinter bin ich auch noch nich gekommen
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| Ich muss vorausschicken, dass ich mich mit dem Islam kaum auskenne. Dass es allerdings ein Widerspruch ist, das Leben als Prüfung aufzufassen und Gott gleichzeitig für allwissend zu halten, steht für mich außer Frage. Wenn Gott jede unserer Handlungen vorhersehen könnte, wäre der Mensch eine bloße Maschine, ohne freien Willen und Selbstverantwortung. Wer daran glaubt, kann in seinem Leben keinen Sinn bzw. keine Aufgabe sehen. Dann wäre all unser Leid und unser ganzes Streben nach einer Selbstveredelung, oder schlicht der Drang zur Selbstverwirklichung, umsonst. Ich bin der Meinung, man sollte sich nicht an solchen Widersprüchen aufhalten, ob im Koran oder in der Bibel. Zumindest in der Bibel, und ich vermute auch im Koran, gibt es viele Widersprüche, die aber vollkommen belanglos für den eigenen Glauben sein müssen. Der Glaube kann doch nur dann ein Wert und eine Stütze sein, wenn er mich meiner Verantwortung bewusst macht und zu „Gottgefälligem“ handeln antreibt. Deshalb sollte man diese Widersprüche überlesen und auf das Vertrauen, was einem der Verstand und das Gefühl sagen. Nämlich dass jeder Mensch für sein Handeln und seine Zukunft verantwortlich ist. Für einen Religiösen Menschen, der an das Leben nach dem Tod glaubt, MUSS das Leben deshalb eine Prüfung sein.
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