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| wen unser schiksal schon vorbestimmt ist koennen wir da noch etwas endern? |
Ja oben habe ich es auch erwähnt, der Mensch verfügt über freie entscheidung und Willenskraft...wenn Du z.B sagst, ich will Medizin Studieren, und machst Dein Abitur, gibst Dir viel Mühe und wenn die Voraussetzungen für ein Medizinstudium ausreichen, kriegst Du einen Platz und darfst studieren...d.h. du hast einen Plan gehabt...Du wolltest etwas und hast versucht Dein Ziel zu erreichen.. Gott betrachtet Dein freier Wille als einen Anlass, etwas zu erschaffen und fügt alles so, das es auch so kommt, das Du in dieser Richtung auch was machen kannst...es hört sich wirklich kompliziert an ich weiß, aber ich habe auch eine ganze Zeit gebraucht, bis ich dahinter gekommen bin, wie das zu erklären ist...wenn man sich damit befasst...ist es eigentlich ganz einleuchtend.
Gruß
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| Ich glaube Du hast den Widerspruch noch nicht ganz durchschaut. Wenn Gott alles weiß, dann weiß er was Du in jeder Sekunde Deines Lebens tun, denken und fühlen wirst, mindestens bis zu Deinem Tod - Du hast ein festgelegtes Schicksal, gegen das Du Dich nicht mehr erwehren kannst. Deine freier Wille (was ist das überhaupt?) ist nur eine Illusion. Klar Du kannst überlegen, was Du morgen machen wirst, gehe ich um 12 Uhr schwimmen oder nicht, Du glaubst ja, dass Du einen freien Willen hast. Gott aber weiß schon, dass Du morgen um 12 Uhr schwimmen gehst, auch wenn Du Dich noch nicht entschieden hast und er weiß, dass du um 12:43:23 Uhr Wasser in der Nase hast - Dein Schicksal steht fest und auch wenn Du glaubst, Du könntest Dich dagegen entscheiden morgen schwimmen zu gehen, wenn Gott schon weiß, dass Du schwimmen gehen wirst, dann hast Du keine Wahl mehr, es sein denn: Gott ist nicht allwissend. Dein freier Wille und Gottes Allwissenheit schließen sich gegenseitig aus, ebenso analog schließen sich Gottes Allmacht und Allwissenheit aus: Wenn Gott weiß, was er tun wird, er seine eigenes Schicksal kennt, hat er nicht mehr die Allmacht dagegen anzugehen, es sei denn er ist nicht allwissend.
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Also _Leer_ ich weiß nicht wo Du Dir so eine Denkweise angeeignet hast, es tut mir leid, aber Du liegst total falsch...DU hast nicht richtig verstanden um was es hier geht...aber das ist kein wunder, weil Du Dich wahrscheinlich mit dem Islamischen Glauben und seine Grundsätze noch nicht auseinander gesetzt hast...Du stellst hier den Gott als jemand da, das Verhältnis zwischen Mensch und Gott, als Verhältnis zwischen Sklaven und Unterdrücker sprich:
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| Du glaubst ja, dass Du einen freien Willen hast. Gott aber weiß schon, dass Du morgen um 12 Uhr schwimmen gehst, auch wenn Du Dich noch nicht entschieden hast und er weiß, dass du um 12:43:23 Uhr Wasser in der Nase hast - Dein Schicksal steht fest und auch wenn Du glaubst, Du könntest Dich dagegen entscheiden morgen schwimmen zu gehen, wenn Gott schon weiß, dass Du schwimmen gehen wirst, dann hast Du keine Wahl mehr, |
aus dem Gottesbild einseitig den Aspekt des göttlichen Willens bzw der Willkür in den Vordergrund zu stellen und zu behaupten, daß der Mensch sich wie ein Knecht gegenüber seinem Herrn blind unterwerfen muß
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Dein freier Wille und Gottes Allwissenheit schließen sich
gegenseitig aus, |
Ich muß Dich enttäuschen _Leer_ aber nach Islamischer Auffassung ist das Gottesbild, denn Du hier zu unterstellen versuchst, ganz anders...
Gott läßt denn Menschen ihren Freienwillen...er zwingt sie also nicht zu irgendetwas...klar er ist allwissend, und weiß was vorher und nachher und in Zukunft passieren wird...Vorherbestimmung (das was Du Schicksal nennst), hat etwas damit zu tun, dass Gott alles vorher weiss, aber wir tragen Verantwortung insofern, als dass wir das, was in unsrer Vorherbestimmung war, mit unserem kleinen willen bevorzugt haben. Wir sind nicht gezwungen etwas zu wollen, nur weil es in unsrer Vorherbestimmung war, sprich: "Schwimmbad", Da Gott wusste, dass wir es mit unserem kleinen willen bevorzugen würden, hat Er das in unsere Vorherbestimmung gelegt. Wenn der alles umfassende Willen Gottes es nicht erschaffen würde, was wir mit unserem willen bevorzugen, können wir mit unserem kleinen willen nichts ausrichten oder auf die Beine stellen. Für Taten oder Geschehnisse, die ausserhalb oder unabhängig vom menschlichen Willen geschehen, trägt der Mensch keine Verantwortung...
Die Welt ist ein Ort der Ursachen. Gott hat alles an eine Ursache gebunden. Es ist unser Pflicht die Ursachen zu beachten. Aber darüber hinaus gibt es eine Stufe der Ergebenheit und ein Vertrauen auf Gott. Das Treffen der notwendigen Massnahmen ist zum Glauben der Vorherbestimmung kein Wiederspruch...Laut islamischer Auffassung ist es nicht im sinne des Islam, im irdischen Leben in einer Sache auf Gott zu Vertrauen, ohne die dafür notwendigen Massnahmen getroffen zu haben...Der Gott hat kein Schicksal oder so was ähnliches, ER ist frei von solchen Sachen..
Ich weiß nicht wie Du auf das Gottesbild in Deinem Kopf gekommen bist...aber zur abwechslung mal würde ich das Gottesbild im Islam mal an Deiner Stelle studieren, dann kannst Du vielleicht besser verstehen, was ich hier erklären möchte...
Es soll bitte nicht falsch verstanden werden...ich versuche hier nicht meine Religion zu verschönern oder zu verteidigen das sie besser ist als alle anderen Religionen...ich habe es auch am anfang geschrieben...zu dem Thema Gott und Schicksal...ist das die "Islamische Version", und auf die Fragen und Argumente von _Leer_, meine Antwort....wenn es andere von der Sicht ihres Glaubens deffinieren wollen, ist dem auch nichts einzuwenden meinerseits
Gruß
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Mich hat diese Frage auch sehr beschäftigt.
Schicksale und freier Wille sind 2 vollkommen wiedersprüchliche Gegensätze. Und ich glaube, da gibt es keine Aussnahmen oder sonst was ähnliches.
Wenn Gott meine Zukunft kennt und weiss was aus mir mal werden wird ( und er weiß es, denn er hat ja mein Lebensweg geplant ), warum erschuf er mich dann?
Mein Leben ist doch Sinnlos, wenn er doch weiss und SELBER bestimmt hat, ob ich in der Hölle schmoren werde oder im Himmel, mit Jungfrauen mein Spass haben werde. Oder verstehe ich das falsch.
Also entweder gibt es keine Schicksale und Gott kennt unsere Zukunft nicht. (Aber dann wäre "er"/sie/ES ja nicht allmächtig..) oder es gibt Schicksale und mein Leben ist somit Sinnlos.
Ich kann ja jetzt ausm Fenster springen und Selbstmord begehen. Ist das Gottes Wille? Weißt Gott mein Plan? Denn er wusste ja das ich aus dem Fenster springen würde. Er "schrieb" ja mein Lebensweg. Ist nur ein Beispiel, in wirklichkeit will ich nicht ausm Fenster springen.
Gute Nacht noch.
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Mich hat diese Frage auch sehr beschäftigt.
Schicksale und freier Wille sind 2 vollkommen wiedersprüchliche Gegensätze. Und ich glaube, da gibt es keine Aussnahmen oder sonst was ähnliches.
Wenn Gott meine Zukunft kennt und weiss was aus mir mal werden wird ( und er weiß es, denn er hat ja mein Lebensweg geplant ), warum erschuf er mich dann?
Mein Leben ist doch Sinnlos, wenn er doch weiss und SELBER bestimmt hat, ob ich in der Hölle schmoren werde oder im Himmel, mit Jungfrauen mein Spass haben werde. Oder verstehe ich das falsch. |
Es ist folgendes:
Schon bevor ein Mensch zur Welt kommt, hat Gott seine Lebensgeschichte, die wir das Geschick oder das Schicksal nennen, fest geschrieben. Das Wissen Gottes und die Aufzeichnung all dessen, was der Mensch in seinem Leben einmal tun wird, zwingt den Menschen jedoch zu keiner Zeit eine bestimmte Handlung auf. Denn der Mensch ist das emziğe Lebewesen im Universum, dem Gott einen freien Willen geschenkt hat. Der Mensch handelt daher so, wie er es für richtig hält, ohne dass Gott ihm Einhalt gebieten würde.
Während die Vorherbestimmung Gottes in den Bereichen, auf die der Mensch keinen Einfluss hat (wie zum Beispiel bei der Erschaffung und Überwachung aller Dinge und Lebewesen oder aller belebten und unbelebten Körper, bei der Bewegung der Planeten und bei allen Ereignissen und Phänomenen in der "Natur"), alle Geschehnisse und Abläufe von vornherein verbindlich festlegt, berücksichtigt sie in allen Bereichen, die den Menschen betreffen, dessen freien Willen. Doch auch hier erschafft Gott alle Dinge und Geschehnisse, d.h. die Resultate des menschlichen Handelns. Zunächst einmal wünscht Gott, dass Seine Diener Gutes wollen und tun. Trotzdem gibt er ihren schlechten Entscheidungen und Handlungen auch dann eine äußere, physische Existenz wenn er über ihre Entscheidungen verärgert ist.
Die Vernunft und weitere mentale Fähigkeiten, mit denen der Mensch ausgestattet ist, sprechen eindeutig dafür, dass der Mensch in seinen Entscheidungen und Handlungen frei ist. Auch die Realität gibt dieser Annahme Recht. Gäbe es keinen freien Willen, hätten weder die menschliche Vernunft noch andere Fähigkeiten einen Sinn. Menschen wählen zwischen vielen Alternativen, bevor sie etwas tun. Darüber hinaus sind sie frei, ihre Meinung zu ändern. Der freie Wille ist für den Menschen wie ein (unsichtbares) drittes Auge, das wir auch Einsicht nennen können. Er ist eine Vorliebe bzw. eine innere Kraft, mittels derer der Mensch Dinge anderen Dingen vorzieht und Entscheidungen trifft. Im Gegensatz zum Menschen verfügen Tiere nicht über Willenskraft. Sie handeln den Anweisungen (Eingebungen) Gottes gemäß, was die Wissenschaft mit dem Begriff "instinktiv" umschreibt.
Der Mensch ist kein Opfer der Vorherbestimmung oder jemand, der durch das Schicksal ungerecht behandelt wird. Wie unbedeutend der freie Wille des Menschen auch erscheinen mag - und im Vergleich zu Gottes schöpferischen Akten ist er unbedeutend -, so ist er doch die Ursache seiner Handlungen. Die Vorherbestimmung Gottes beherrscht das gesamte Sein, einschließlich der menschlichen Sphäre, während der Mensch offensichtlich einen freien Willen besitzt, durch dessen Anwendung er sein Leben lenkt.
Wenn man im Voraus weiß, dass etwas ganz Bestimmtes zu einer ganz bestimmten Zeit in der Zukunft stattfinden wird, und genau so kommt es dann auch, dann heißt das noch lange nicht, dass man selbst dieses Ereignis ausgelöst hat. Weil Gott jede Sache und jedes Ereignis im Universum kennt, ist er sich auch all dessen bewusst, was irgendwann einmal geschehen wird. Es existiert auch nicht der geringste Unterschied zwischen dem, was Gott für einen Menschen aufgezeichnet hat, und dem, was jener Mensch dann tut. Die Handlungen des Menschen sind aber nicht auf die Tatsache zurückzuführen, dass Gott sie so vorausgesagt hat und den Menschen dazu zwingt, Seinen Wünschen, entsprechend zu handeln, sondern darauf, dass der Mensch etwas bestimmtes tun wollte und dann tatsächlich getan hat. Der freie Wille des Menschen ist nichts, was von der Vorherbestimmung ausgeschlossen ist, sondern ist fester Bestandteil der Vorherbestimmung. Der Mensch will etwas tun, was in der Vorherbestimmung (im Voraus) aufgezeichnet wurde. Gott erlaubt ihm, dies zu tun und ruft es ins Dasein. Gott erschafft unsere Taten und Handlungen, wir aber verlangen durch unseren freien Willen nach ihnen. Die Verantwortung für sie fallt in unseren Bereich. Deshalb klärt uns Gott darüber auf, welche Handlungen richtig und welche falsch sind. Aus diesem Grunde wurde uns auch ein Gewissen verliehen. Vorherbestimmung hat also auch mit Gewissen zu tun.
Auch der Koran äußert sich detailliert zur Beziehung zwischen Vorherbestimmung und freiem Willen des Menschen:
Er ist gewiss nur eine Ermahnung für die Welten, fiir diejenigen, die von euch geradlinig sein wollen. Und ihr wollt nicht, es sei denn, dass Allah, der Herr der Welten, will. (81:27-29)
Dieser Vers bescheinigt Gott, dem Allmächtigen, einen absoluten Willen, während er dem Menschen eine Willenskraft zuspricht, mittels derer er sein Leben lenkt und plant. In einem weiteren Vers erklärt der Koran:
Und Allah hat euch erschaffen und das, was ihr tut. (37:96)
Hier wird betont, dass es ausschließlich Gott zusteht, zu erschaffen. In anderen Versen spricht der Koran von einem Vertrag oder einem Bund zwischen Gott und dem Menschen und erklärt ganz offen, dass es der Mensch selbst ist, der die Geschichte lenkt:
...und haltet Meinen Bund, so halte Ich euren Bund... (2:40)
O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr Allah helft, hilft Er euch und festigt eure Schritte! (47:7)
...Fürwahr, Allah ändert nicht die Lage eines Volkes, ehe es sie nicht selbst ändert... (13:11)
Allah löscht aus, was Er will, und Er bestätigt. Und bei Ihm ist die Urfassung der Offenbarungsschrift. (13:39)
Das Leben hat ER für Dich nicht verplant, wenn Du oben genau liest dann wirst Du dahinter kommen, Dein existenz auf dieser Erde hat auch einen Sinn, Gott erschaft nichts, was einen unsinn hat.
Gruß
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