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Prüfungsfrage












@ Tobias!

Ja natürlich sollten wir möglichst genau die jüdische Sicht darauf darstellen, aber wie soll es gehen, so eine Frage zu beantworten, ohne zumindest ein wenig etwas persönliches durchscheinen zu lassen und sei es auch nur die Art und Weise, wie wir die Antwort formulieren und welche Attribute wir Gott zuschreiben?

LG
Naja hättest du einen Rabbi nachgemacht der die Lehrmeinung runterbetet.
Ich finde die Antwort dieser Frage ist ziemlich umfangreich liebe Nora..

Was studierst du eigentlich ?

Im Tenach sieht man, dass der Mensch genauso wie Gott über Gut und Böse unterscheiden kann, genauer die Stelle mit dem Sündenfall im Buch Genesis. Wie Gott kann er Dingen Namen geben. Der Mensch ist nach dem Ebenbild Gottes geschaffen und trägt somit Attribute Gottes, das ist durchaus eine jüdische Ansicht.

In der Kabbala, der jüdischen Mystik, wird darauf sehr tief eingegangen und der Mensch wird aufgefordert den Gott in sich selber zu sehen und durch das Gesetz und der Praktik dieses göttliche Wesen in sich freizusäubern.

Abraham wirft sich, in der Geschichte über Lot, vor dem Antlitz Gottes, der durch Engelsboten sichtbar wird, nieder und redet mit den Engeln als wären sie Gott selber. Da sieht man, dass also selbstlose Geschöpfe Gott selber im Sinne seiner Manifestation sind.

Man müsste wahrscheinlich noch alle diese Dinge mit genauen Quellenangaben belegen, aber weiss nicht wie sehr das in der Prüfung wichtig ist.
Ja die Antwort ist leider sehr umfangreich..

Es ging eher darum, dass der Mensch natürlich nicht Gott sein kann, weil Gott als Einziger niemals gleich etwas anderem sein kann.

Nur habe ich dann angeführt, dass nach einer älteren Überlieferung der Genesis, der Mensch noch als Einer geschaffen worden war, nicht geteilt in Mann und Frau und deswegen wir Gott, einer war und nicht zwei oder drei.
Dagegen spricht dann eine jüngere Überlieferung der Genesis, in der der Mensch schon als Zweiheit, niemals allein, geschaffen wurde- geteilt in Mann und Frau und deswegen er niemals Gott sein kann.

Weiters ging es darum, dass der Mensch niemals Gott sein kann, aber Got ähnlich werden kann, in der Heiligung seines Lebens und Insbesondere auch in der Heiligung des Gottesnamen im Sterben (Märtyrer)... ich habe halt daraus geschlossen, dass der Mensch, weil er Gott nachahmen muss um ihm ähnlich zu werden oder ihm Nahe zu kommen, immer das Problem hat, dass er Gott nicht erkennen kann, weil Gott unerkennbar und auch unnahbar ist und der Mensch daher vor einer Aufgabe steht, die er nicht erfüllen kann.

@ Rahiym: Ich studiere eigentlich Arabistik, die Vorlesung aber, in der ich diese Prüfung machen musste, war aus den Religionswissenschaften und für mich ein freies Wahlfach.
Liebe Nori,

in der Religionswissenschaft geht es darum zu wissen was diese Menschen denken. Es geht nicht darum was man selbst über Gott etc. weiß.

Vielleicht kam daher dein kleine Konfusion?
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