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Isa, Jesus, Christ, Krishna ?












Guten Tag Isa

Ja. Auch mir geht es manchmal zu schnell. Aber es hat auch sein Gutes.

Mit dem Automat wollte ich nur zeigen, dass wir manchmal einfach nur Funktioniern. Wenn es so war und wir versuchen uns zu erinneren, was vorher gerade geschehen ist, dann ist es einfach passiert. Aber ich war nicht dabei. Ergo ich war nicht Wach - könnte auch sagen war abwesend. Ich glaube diese Erfahrung können viele mit mir teilen.

Wenn jemand wach ist, kann er sich an sich in jedem Augenblick erinnern. Auch sicher im Schlaf. Ich glaube, dass er dann wirklich lebt!

Diesen Zustand habe ich noch nicht erreicht. Es braucht jahrelanges Training dazu und Hilfe von aussen. Man muss wenn immer möglich sich selbst beobachten. Sich erinnern, wo man ist und was man gerade tut.
Inklusive die Tätigkeiten in der der Toilette...
Es ist nur natürlich....
Wie mein Bio-Lehrer mal sagte. Vorne kommt es rein und hinten wieder raus - und hat Hintern auf die Tafel geschrieben - War wohl ein "Freudscher Verprecher"

Gerade Du sagts genau das was ich meine über das Wachsein und bleiben:

Zitat:
Aufmerksamkeit der Gegenwart, verinnerlicht die Vergangenheit und die Zukunft, ohne sich in der Gegenwart zu verlieren. Ich versuche mich einfach aus der Zeit herauszunehmen und als Beobachter ohne pers. Identifizierung die Gegenwart wahrzunehmen, mich zu fühlen und dies auf das wesentliche zu zentrieren.


Ich wollte, ich könnte es so formulieren...

Im deinem vorletzten Beitrag schreibst Du, dass die meisten Menschen hellwach sind. Ich bin vom Gegenteil überzeugt!

Es hört sich fatalistisch an, aber trifft den Kern und Es stresst mich auch nicht...

Aber Du sagst auch: Wenn man wach ist, ist man wach.

Das ist wirklich so! In hellen Momenten wenn ich wach bin, dann ist es wirklich so!

Du gibst ja im obigen Zitat genau den Zustand "Wachseins" und mit "ohne sich in der Gegenwart zu verlieren" den Zustand des Schlafes bzw. sich verlierens.

Wer sich verloren hat, hat auch Gott verloren.
Mit folgender Aussage wären wir hier wieder beim Thema:

Zitat:
das religio des „Ichs“.


Bitte erkläre mir das mit dem begriff "religio" näher.

Ach übrigens:
Alte Männer reden wohl gerne über ihre Gebrechen. Auch ich habe mir den Rücken bei einem Handballturnier und einem sehr hässlichen Foul fast gebrochen. Jetzt wenn ich schreibe spüre ich die Schmerzen. Und beim Autofahren besonders... (Hält auch wach)

Aber meine Lebensweiseheit ist:

Unkraut vergeht nicht. Und was mich nicht umbringt, das schadet mir nicht. Also keine Zeit für Meckerein und üble Laune. Ich trainiere im Moment folgendes:
- Weniger launisch sein und umsomehr sich in Geduld zu üben (Werde ich wohl älter ? )
- kein pessimismus auszustrahlen sondern mehr Frohen Mutes zu sein (Hoffnung erhält jung)
- Sich zu beobachten und Wachzubleiben. (Die Gegenwart leben)

Gruss
Nasruddin
@Tobias

Guten Tag Tobias.

Dein Zitat
Zitat:
Ehr andersrum, Gott ist in uns allen, er ist Allgegenwärtig. Aber wir sind nicht in Gott.


Im gleich Atemzug sagst Du dann:

Zitat:
Der Himmel ist meine Nähe zu ihm.


Dich Umgibt der Himmel. Wenn Du ins Wasser tauchst, umgibt Dich das Wasser.

Du besteht grösstenteils aus Wasser! Also hast Du auch ein Teil vom Wasser das Dich Umgibt.

Du Atmest Luft. In Deinem Körper verarbeitest Du die Luft - Sauerstoff -

Damit bist Du aber auch ein Teil vom Himmel. Es besteht aus Luft.

Genauso ist es mit Gott.
Gott ist in Dir und auch ausserhalb von Dir.
Gott ist in sich selbst Beständig und Unwandelbar.

Da wir uns aber Gott nur mit unseren Sinnen, Gefühlen und dem Intellekt nähern können, müssen wir auch diese Nutzen. Etwas anderes hat uns der Schöpfer nicht mitgegeben.

Wenn wir die obgenannten Gottesgaben als Zentren betrachten kommen wir viellicht näher an das Ganze.

Wir haben offensichtlich drei erkennbare Grundzentren:

1: Sinneszentrum
2: Gefühlszentrum
3: Intellktuelles Zentrum

Alle diese Zentren verarbeiten die Informationen die sie Empfangen jeweils so wie es ihnen vorgegeben worden ist.
Die Verarbeitung der Informationen, können wir dann als "Wahrnehmung" definieren, denn:

Das was ich an Infomationen erhalte und nach welchem Gesichtspunkt ich diese Verarbeite ist für mich "Wahr". Ich spüre, fühle und denke dass es wahr ist. Gemäss den obgenannten Zentren.

Vielleicht merkst Du jetzt, wie ich mit meiner Theorie ( es ist nicht meine Theorie ) in eine vertrakte Situation gerate.

1. Meine Sinne sind sich nicht immer einig ob etwas kalt oder warm ist. Ob etwas gross, klein, weit, nah, laut, oder leise ist.
Ich empfehle Dir im moment keine Experimente damit Du es abklärst ob meine Aussage stimmt. Du weisst es vielleicht schon oder Du wirst es noch zu gegebener Zeit "spüren" wenn Du Dich genügend selbst beobachtest.

2. Meine Gefühle sind auch nicht gerade Stabil. Im moment habe ich Durst. Denke an Kaffe und zu Mittag habe ich auch nicht gegessen.
Jetzt wo ich es aufschreibe bin ich schlecht drauf. Es huscht ein Schatten am am Fenster vorbei. Es ist ein Rabe. Ich schau den Baum an. Kein Schnee. Jetzt bin ich schon wieder besser gelaunt. Auf kaffe habe ich doch keine Lust.
So geht es den ganzen Tag....

3. Ich Denke Gott ist gross. Der Rabe ist aber zackig. Gestern Nacht habe ich endlich den Fuchs im Garten gesehen. Ja "Neal Daimond" war ein grosser Sänger (its a big noise singt er im Radio). Es tönt Gut. Ein bisschen Hunger habe ich doch noch.

Ja. So geht's. Informationen stürmen auf uns ein. Jedes Zentrum verarbeitet diese so gut es kann. Es sind aber versplittete Wahrnehmung. Die die Zentren sind nicht im Einklang. Der eine ist schneller als der Andere. Bis das Intellekt ein einzelnes Gefühl analysiert, verifiziert und klassifizert hat sind schon weitere Gefühle vorbeigerast. Und umsomehr Sinneseindrücke sind verloren. Bis das Intellekt die Sinneseindrücke verarbeiten kann, stürmen wieder Gefühle auf und zu.

Es ist ein Dilemma!
Damit wir einigermassen noch beieinander bleiben übernimmt das Gefühlszentrum noch die Arbeit des Intellekts und versucht diese zu entlasten. Dabei kommen ihm aber die Sinne in die Quere. Und die Sinne versuchen dem Dilemma beizukommen und übernehmen die Aufgabe von den Gefühlen. Da Intellekt hat wieder Zeit informationen zu verarbeiten und übernimmt die Aufgabe der Sinne. Das läuft aber auseinander und die Sinne übernehmen die Aufgabe des Intellekts und die Gefühle nehmen den Sinne die Aufgabe wieder Ab. usw. usf.
Es geht so weit, dass die Zentren sich wie beim Rutenlaufen den Stab sich gegenseitig abgeben. Aber es wird zu einem Spiessruten laufen. Jedes Zentrum will den Stab - Stab ist die Herrschaft über das Selbst - und gibt es zugleich wieder aber es wird einem andern Zentrum weggenommen....


Du wirst schon gemerkt haben, dass kein Zentrum allein Gott erkennen oder Wahrnehmen kann.

Damit wir zu Gott finden können müssen die Zentren alle zusammen im Einklang und jeder nach seiner eigenen Aufgabe arbeiten können.

Wenn das Zusammenspiel nicht klappt, dann passieren genau die grauenhaften Vorfälle, über die Wir mit Abscheu reden.

Ein Gotteskämpfer hat sich wieder in die Luft gesprengt. Dabei hat er noch mehrere Treuschaffende, Gottesfürchtige, Unschuldige mit in den Tod gerissen. Welches Zentrum hat den irren Gotteskämpfer dazu veranlasst sich in den Abgrund der Hölle zu sprengen?... Hatte der Irre kein Mitgefühl mit den Unschuldigen?
Kennen die Sinne Mitgefühl. Kennt das Intellekt Mitgefühl. Welches Zentrum hat seine Aufgabe nicht erfüllt?...

Der "Führer" hat die "Endlösung" eingeleitet. Viele habe es mitgemacht.
Welches Zentrum hat die Führung über das Selbst übernommen. Hatte der "Irre-Führer" kein Mitgefühl. Mit sich selbst vielleicht. Aber er hat nicht "Gespürt" was er da Grauenvolles befohlen hat.

Eine Mutte hat ihr Kind so fest geschüttelt, das es später daran Gestorben ist. Welches Zentrum hat versagt. Die Mutter sagte, es hat nicht aufgehört zu schreien, da ist es über mich gekommen. Für die Sinne war es zu lauf und dann hat das Gefühlszentrum den Mensch übernommen. Zu laut aha Zorn ist meine Reaktion. Bevor noch das Intellekt eingreifen konnte ist es passiert. Können die Sinne Mitgefühl haben? Können Gefühle nur Gut sein?

Weshalb nur?
Bin ich vom Thema abgewichen ?

Gruss
Nasruddin
Lieber Nasruddin,

Zitat:
Im gleich Atemzug sagst Du dann:


Ja tue ich. Da ist kein Widerspruch. Sicher ist Gott überall. Trotzdem kann ich mich von ihm Abwenden, siehe die Zitate von Bahá'u'lláh.

Aber wir streiten uns hier über sinnlose Details.
Salam Nasruddin!

Du brauchst ein Coaching? Ich denke Du hast den Fluss und Deine Innere Stimme sagt Dir genau an was Du arbeiten solltest und willst, in der Übereinstimmung mit Deinem Zeitlichen Sein.

Denn Du schreibst:
- Weniger launisch sein und umsomehr sich in Geduld zu üben (Werde ich wohl älter ? )
- kein pessimismus auszustrahlen sondern mehr Frohen Mutes zu sein (Hoffnung erhält jung)
- Sich zu beobachten und Wachzubleiben. (Die Gegenwart leben)

Na wenn das nicht mal wahrhafte spirituelle Praxis ist. Das meine ich damit sich auf die Essenz des wesentlichen zu konzentrieren. Stück für stück und ebene füer ebene, die aber durch aus fließend sind.

Ich wehre mich z.B. massiv dagegen nur bzw. manchmal Funktionieren zu müssen. Ist auch so etwas wie eine Praktische Hausaufgabe. Aber deine Drein Punkte, die Du aufgeführt hast bearbeite ich auch permanent in meinem Leben.

Naja und mit dem Alter? So alt würde ich mich nicht sehen. Ich bin ungefähr in dem Alter als Jesus zu Kreuze gehen musste, bzw. wollte, also Anfang 30. Aber das mit dem Alter ist ja in Bezug auf das Göttliche/Gott relativ.

Aber im Grund kann ich zu Deinem Beitrag nichts sagen, weil Du meines erachtens bzgl. unserer Diskussion den Nagel auf den Kopf triffst.

Und zur religio des „Ich“, das habe ich genauso gemeint wie ich es geschrieben habe. Das ich welches sich zurückerinnert und erkennt, das es kein abgetrenntes wirkliches ich ist und gibt.

Bis dahin, liebe Grüße Isa!
Hallo Tobias!

Ich denke ich habe meinen Standpunkt sehr deutlich beschrieben. Und wie Du es beschreibst, meine ich es leider nicht, weil Du die Komponente der Zeit- Raumlosigkeit außer acht läst und in einer Linearen Form der Zeit denkst und dies auch so schreibst.
Ich kann auf keinen Fall sagen, dass Du Falsch liegst oder die Dinge Falsch betrachtest. Nein gar nicht, weil wir aus der linearen Zeitlichen Linie absolut konform gehen, aber aus einer nicht –linearen Perspektive im Mystischen sinne, gehen wir leider völligst auseinander.
Aber versteh dies nicht falsch, dies hat keine Bedeutung auf richtig oder falsch bzw. wahr oder nicht Wahr, weil die Essenz dessen was uns beide Verbindet außerhalb davon liegt, welches wir beide überhaupt objektiv in Worte fassen könnten oder als ratio- Realität fassen könnten.

Lieben Gruß Isa
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