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Isa, Jesus, Christ, Krishna ?












Salam Tobias und Nasruddin!

Ich stoße ungern in Eure sehr interessante Diskussion ein. Aber mein Bauch sagt mir, dass ich noch eine weitere Perspektive einfügen sollte. Es geht einfach nur um die Relation eines Evolutionären Gottesbildes vom Menschen aus gesehen in einem Kontext zu der Schöpfung an sich. Ignoriert es einfach wenn es nicht passt.

Ich denke abgesehen davon, das wir Menschen im Individuellen und Kollektiven einer Geistigen Entwicklung unterliegen, unterliegt auch das „Gottesbild“ bzw. die Perspektive auf Gott einer R/Evolutionären bzw. Entwicklung aus dem Menschen in der Interaktion mit „Gott“ und Schöpfung .

Ich habe in meiner Sozialisation und Erziehung nie etwas religiöses genossen. Eventl. auch mein Glück. Inshallah. Aber ich könnte sagen, das ich aus dem Himmel gefallen bin. Nach meinem Stabhochsprung Unfall, hatte ich im Moment meines Eintreffens auf der Erde eine Erfahrung. Die erste……. Ich habe die Quelle des SEINs berührt. Und so blöd die Tatsache war, was da gerade Physisch passierte, habe ich die Urquelle der Liebe gefunden. Ab da wusste ich, dass es IHN/SIE also ES gibt. Ich habe Es immer Liebe genannt anders konnte ich ES nicht ausdrücken, so dass mich meine Mitmenschen halbwegs verstehen konnten. Und vor einiger Zeit habe ich etwas von Karl Friedrich Krause gelesen und ich habe mir gedacht. Ja dieser Mensch kann das Ausdrücken, was ich in meiner doch sehr harten Landung und danach Erfahren habe und war.

„Gott ist in sich die Welt, als das Ganze aller in was immer für Hinsicht endlichen Wesen, aber Gott ist die Welt zugleich unter sich, und nach seiner Wesenheit, durch Ihn selbst; das ist: Gott ist die Ursache oder der Urgrund der Welt. Keineswegs aber kann gesagt werden: Gott ist die Welt, noch auch umgekehrt: die Welt oder irgend ein endliches Wesen ist Gott, oder: ist Gott gleich. Wohl aber ist das endliche Wesen Gott ähnlich. Hier sind die Wörter: in und unter, nicht ganzheitlich (mathematisch) zu verstehen, als wenn die Welt, und die Wesen der Welt ergänzende Teile von Gott wären; noch ist auch: in und unter, räumlich oder zeitlich zu verstehen, sondern: in und unter, bezeichnen das urwesenliche und ewige Verhältnis der Abhängigkeit der Wesenheit der Welt von der Wesenheit Gottes. Gott ist also nicht zuerst, nicht zuhöchst, nicht bloß die Welt; sondern Gott ist, als Urwesen, über der Welt, als über seinem eignen, von ihm als ganzem, selben Wesen unterschiedenen, Inneren. Sofern nun Gott, als Urwesen, über der Welt ist, ist Gott auch außer der Welt, und die Welt insofern auch außer Gott. Jedoch ist Gott nicht als selbes, ganzes Wesen außer der Welt, und die Welt nicht außer Gott, als dem Einen selben, ganzen Wesen.
Mithin ist Wesen in sich, unter sich, und durch sich auch ich, und alle Ich, die ich außer mir anerkenne, auch die Natur, welche sich mir in den Sinnen des Leibes offenbart, sowie der Grund auch aller Lebenvereinigung. Diese endlichen Wesen der Welt sind insofern außer Gott, als Gott als Urwesen, über ihnen ist; nicht aber außer Gott als selbem, ganzem Wesen. Insofern aber, als wir Menschen in, und unter und durch Gott sind, ist Gott auch in uns; obgleich in keiner Hinsicht gesagt werden kann, dass Gott wir ist, noch: Dass wir Gott sind.
Anm. 1): Also gilt nicht umgekehrt: die Welt, oder ich, oder irgend ein Wesen der Welt, ist Gott; sondern bloß: alle sind in Gott, als endliche Wesen von Gott unterschieden, jedoch nicht von Gott ihrer Wesenheit nach losgetrennt und nicht ohne, noch außer, der Beziehung der wesentlichen Abhängigkeit von Gott. Ohne die genauere wissenschaftliche Bestimmung können auch die Wörter: Teil und Glied, von dem Verhältnisse der endlichen Wesen zu Gott nicht gebraucht werden.
Anm. 2): Diese Lehre ist daher nicht Pantheismus, sondern demselben gerade hin entgegengesetzt; denn sie lehret vielmehr: Nichts ist Gott, als allein Gott. Der Pantheismus lehrt dagegen: Alles und Jedes ist Gott, und betrachtet irrig Gott als ein Aggregat, oder Produkt der Wesen der Welt, und als identisch mit der Welt und die Welt als identisch mit Gott, das ist, als gottgleich, da sie doch bloß, als in, unter, und durch Gott, und als außer Gott als Urwesen, seiend im Endlichen, gottähnlich ist.
Ich erkenne mich mithin als vollendet endliches Wesen in Gott, unter Gott, und durch Gott, und als außer Gott, sofern Gott als Urwesen gedacht wird; und dass ich im Endlichen durch Gott von der Wesenheit Gottes, d. h. gottähnlich bin und sein soll, d. h. ich erkenne mich als von Gott verursachtes endliches Wesen. Mithin erkenne ich Gott an als den unbedingten Grund meiner ganzen Wesenheit, auch meiner ganzen Daseinheit, also auch als höchsten, einzigen zureichenden Grund meines ganzen Innern; mich selbst aber finde und erkenne ich nur als untergeordneten, endlichen, nächsten, mitverursachenden Grund meines eignen Innern. Und so ist hierdurch meine Grundschauung: Ich, mit ihrem ganzen Inhalte, in und durch die Wesenschauung (das Prinzip) weiterbestimmt, oder vielmehr gesteigert, gehoben und durchaus vollendet zu der Selbstschauung: Ich als endliches untergeordnetes Wesen in, unter, und durch Wesen, d.i. in, unter und durch Gott, und, sofern Gott Urwesen ist, außer Gott. Ich finde nun mein Selbstbewusstsein als in, unter und durch mein Gottbewusstsein gegeben und bestehend.
Diese Lehre von dem Verhältnisse Gottes und der Welt ist, geschichtlich genommen, zum Teil neu, aber der darin erkannten Wahrheit nach, ewig; sie löset den Zwiespalt der bisherigen sich entgegengesetzten Systeme, indem sie zeigt, dass die Welt zwar in Gott, unter Gott und durch Gott, aber zugleich in einer grundwesentlichen Hinsicht außer Gott, und dass in eben dieser Hinsicht Gott außer und über der Welt ist. Denn in ihr wird erkannt: dass Gott, als Urwesen, außer und über der Welt, und von der Welt verschieden ist, als selbständiges, selbstbewusstes, unendlich wissendes und heilig wollendes Urwesen außer und über der Welt besteht und lebt, und über und in der Welt, als Vorsehung, waltet, und wirket.“
Gott ist „das eine Wesen, das an und in sich und durch sich auch alles ist, was ist, in dem wir alle sind. Alles ist und lebt in, mit und durch Gott. Kein Wesen ist Gott außer allein Gott. Aber, was Gott ewig schuf, das schuf er in sich selbst, unvergänglich, zu seinem Gleichnis.

Die Welt ist nicht außer Gott, denn er ist alles, was ist. Sie ist ebenso wenig Gott selbst, sondern in und durch Gott. Was Gott in ewiger Folge, ohne Zeit und über alle Zeit schuf, das offenbart, in ewigem Bestehen zeitewig lebend, das ihm von Gott urangestammte Wesentliche in stetig neuer Gestaltung, und Gott, sofern er über aller Zeit ist, wirket stetig ein in das Leben aller Dinge, welches ewig ist und mit und durch ihn als ein Allleben besteht.“

Und so denke ich, dass die Schöpfung eine Interaktion des All- SEINs ist. In der Zeitlosigkeit des Transzendenten erschaffen wir Gott und somit erschafft er uns. Die Illusion liegt darin, so glaube ich, das wir glauben Irgendetwas hat etwas zuerst erschaffen, denn wir haben uns selbst in Zeit und Raum unserer Gedanken verfangen und eingesperrt. Denn letztendlich scheint es nur Schöpfung zu geben als Schöpfer-in im Menschsein, welches sich von unserem wahren selbst und unserem innersten Kern der Urquelle (Gott) unserer Seins nicht unterscheidet. Ich denke wir Menschen unterliegen nur der Illusion des getrennt sein, von dem was wir Gott nennen, weil wir blind in Unseren Intellekt der Trennungen und analysierenden denkenden Verstand einer Welt der Dualität des Schaffens und Schöpfens verfangen sind.


LG Isa
Zitat:
Also gilt nicht umgekehrt: die Welt, oder ich, oder irgend ein Wesen der Welt, ist Gott; sondern bloß: alle sind in Gott, als endliche Wesen von Gott unterschieden, jedoch nicht von Gott ihrer Wesenheit nach losgetrennt und nicht ohne, noch außer, der Beziehung der wesentlichen Abhängigkeit von Gott.


Ehr andersrum, Gott ist in uns allen, er ist Allgegenwärtig. Aber wir sind nicht in Gott.


Liebe Grüße, Tobias
Hallo Tobias!

Gut das sagt aber ehr etwas über Deinen Zustand aus, in dem Du Dich in Bezug auf „Gott“ befindest. Das nenne ich Illusion der Dualität, wie im vorhergehenden Beitrag beschrieben.

Ich möchte Dir ein Bildnis geben, evtl. kannst Du mich dann etwas besser verstehen.

Wasser ist Wasser, es ist wesensgleich. Du bist der Tropfen Wasser und das was wir Gott nennen ist das Meer. Und das Meer besteht aus Wasser.
Wenn Du als tropfen nun in das Mehr eintauchst, bist du in Gott und Gott ist in Dir. Denn Ihr wart immer wesensgleich, wie das ganze Universum wesensgleich mit Dir und Gott ist.
Alles ist Eins und Es ist alles.
Verstehst Du was ich meine?

Liebe Grüße Isa
Es geht ja nicht darum das ich nicht in die Nähe Gottes gelangen will.

Aber ich bin nicht das gleiche Wesen wie Gott. Ich bin das Geschöpf, er ist der Schöpfer.

Der Himmel ist meine Nähe zu ihm.
Hallo Tobias!

Ich sage nicht, das Du das Gleiche Wesen bist wie „Gott“ oder wie immer wir Es nennen wollen.
Ich sage Du und Es sind Wesensgleich. Das ist was ganz anders. Die Essens und nicht das Substrat ist in dem Tiefsten inneren Euren Seins das Selbe= Dein Selbst.

Zitat:
Ich bin das Geschöpf, er ist der Schöpfer.

Das drückt nur Dein Zustand des getrennt seins aus. Das habe ich aber auch schon im vorhergehenden Beitrag erwähnt. Aber dies hat nichts mit der Wahrheit des Absoluten zu tu, welches ich mit der Urquelle des Seins gleichsetze, welches außerhalb von Zeit und Raum liegt.

Zitat:
Der Himmel ist meine Nähe zu ihm.

Nun ja, das drückt immer noch ein entfern sein aus. Wenn das der Himmel als Symbolisches Paradies ist? Dann scheinst Du in Deinem hier und jetzt (Gegenwart) sehr weit von Gott entfernt zu sein obwohl Du Theoretisch so nah bist.

Tobias, bitte lese langsam und lass es in Deiner Seele wirken. Versuch doch mal nach dem lesen Deinen Intellekt in Dein Herz einfließen zu lassen. Denk, Komplimentiere, Meditiere über das was ich hier geschrieben habe.
Ich will hier nicht Gluckscheißen oder mein Ego bedienen. Ich will Teilen. Ich habe erfahren und fühle mich allein. Und wenn ein Mensch mich versteht, über die traditionellen Religionen hinaus, ist das, das größtes Glück.

Zitat:
Es geht ja nicht darum das ich nicht in die Nähe Gottes gelangen will.

Ja genau……….. Aber, wir stehen mitten drin und ich flehe nach Dir und all meinen Geschwistern, damit sie und Du mich sehen kannst.

Du sollst nicht verstehen, Du sollst fühlen. Oder besser Dein Gefühl soll Dich verstehen lassen.

Lieben Gruß Isa
Forum -> Judentum und Christentum

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