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Hallo iced,
einfach mal ein paar Tatsachen, vielleicht hilft es dir ein wenig bei deiner Entscheidung.
1. Dein Arzt hat Schweigepflicht. D.h. er darf niemandem, absolut niemandem irgendetwas von dem, was du ihm erzählst weitersagen.
2. Er geht täglich mit Menschen und ihren Problemen um, d.h er kennt sich damit aus und ist es gewohnt, es ist sein Job. Er wird dich nicht verurteilen für was auch immer, er wird sich eher bemühen dir dabei zu helfen eine Lösung zu finden. Und er hat sicher schon heftigeres gehört. (Meine Mum ist Physiotherapeutin, sie hört sich den ganzen Tag Probleme anderer Leute an, versucht zu helfen (manchmal gelingt es!) und vergisst dann wieder alles. Anders kann man den Job nicht machen.) D.h. er ist der neutralste Zuhörer, den du dir wünschen kannst.
Frag ihn einfach, ob er bereit wäre, dir zuzuhören, schildere deine Hemmungen. Vielleicht wird er einen Extra-Termin machen, eine echte _Sprech_stunde und dann gäbe es die Möglichkeit, dass dich das, was er zu sagen hat oder auch einfach nur das Sprechen weiterbringt. Würd sich das Risiko dafür lohnen? Das weisst du selbst am besten .
LG
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Ich habe seit einem knappen Jahr eine Krankheit (physische, keine psychische) |
Was macht die da so sicher?
"Wenn die Seele durch den Körper spricht" war ein Thema -ich glaube in der Psychologie heute-
L.
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L., manchen Menschen fällt es leichter zu glauben, dass ihre Krankheit ausschliesslich physisch bedingt ist. Sie würden sich sonst schuldig fühlen. Für die psychische Verfassung kann man ja was, sowas muss man unter Kontrolle haben und falls nicht, ist man verrückt, abnormal, man hat sein Leben nicht im Griff und sollte sich was schämen... (das ist natürlich Quatsch mit Sosse).
Menschen, die das nicht so sehen, haben zwar Recht, aber sie sind in der Minderheit. Und das ist zu akzeptieren, egal was diverse Populärfachzeitschriften sagen.
LG
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Hallo
Danke an alle die sich Gedanken zu meiner Frage gemacht haben.
Eure Antworten bringen mich dazu über andere Aspekte nachzudenken, bringen neue Sichtweisen; auch wenn ich (noch) nicht alles verstehe. Es hat mir auch geholfen mich wieder besser in Relation zur Wirklichkeit zu setzen. Aus einer gewissen Distanz sind meine Sorgen nicht soo gravierend. Keine Angst - ich werde die Gelegenheit mir das Ganze von der Seele zu reden nicht grundlos verstreichen lassen. Ich bin nur noch nicht sicher ob ich es wirklich fertigbringe über meinen Schatten zu springen. Da jedoch alle 3 Möglichkeiten (nicht fragen, eine negative sowie auch eine positive Antwort) etwa gleichgrosse Ängste hervorrufen, sind die Chancen intakt. Einen kleinen Hüpfer hab ich ja schon getan - indem ich in diesem Forum meine Frage gestellt habe - und ich lebe noch!
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Dein Arzt hat Schweigepflicht.
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Wahrscheinlich mit ein Grund, warum sich das Vertrauen überhaupt entwickelt hat. Und dass mein Vertrauensgefühl nicht einfach als Hingespinst oder Phantasie qualifiziert wird, lässt das Risiko schrumpfen. Deinen Tipp auch über meine Hemmungen zu sprechen, werde ich mir zu Herzen nehmen.
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Worauf wartest Du noch? Auf eine Erlaubnis, eine Diagnose oder eine Entschuldigung?
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Gute Idee! Am liebsten von allem etwas und kannst Du noch eine Dose "Recht jemanden mit meinen Problemen zu belästigen" und eine Prise Anti-Zweifel dazupacken?
Ach, ich glaub ich mach mir wiedereinmal zu viele Gedanken.
Das Vertrauen in meine Fähigkeiten hat vor einiger Zeit eine Auszeit genommen - ich vermute es macht eine Weltreise. Aber möglicherweise wacht das Grundvertrauen in mich selbst gerade von seinem Winterschlaf auf. Braucht es eine Nuss? oder wurde es geweckt?
Im Ernst: Meinen Gefühlen zu vertrauen hat mich nicht immer vor Verletzungen bewahrt. Und jedesmal wird die Hemmschwelle ein Stück höher -- und doch riskiert man es immer wieder.
@ Lichtstrahl
ich bin heute rsp. schon längere Zeit sicher, dass meine Krankheit mit meiner Situation zu tun hat, nur das diese wiederum auf die Psyche zurückwirkt.
Zum anderen habe ich mich wohl zu knapp ausgedrückt. Ehrlich gesagt ging es mir darum darauf hinzuweisen, dass es sich beim Arzt nicht um einen Psychologen oder Psychiater handelt. Wieweit andere Ärzte psychologisch geschult sind, weiss ich nicht. Habe da bei gewissen meine Zweifel.
Momentan bin ich relativ ruhig. Das dringende Bedürfniss Erzählen zu MÜSSEN ist verschwunden. Ich will immer noch reden und kann mir keinen besseren Gesprächspartner vorstellen. Ich bin immer noch sicher, dass das Erzählen etwas bringen wird. Und wenn dann noch ein paar Bemerkungen oder Fragen kommen, muss ich doch den Weg zu Lösungen finden.
Bis Montag ...
Alles Gute
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eigentlich ist alles ganz einfach, es kommt so wie es kommen muss.
Also, mache ich z. B. Fehler, muss ich diese so oft wiederholen, bis ich merke dass es so nicht geht.
Habe ich dann irgendwann das Wissen, welches ich zuvor nicht hatte, hilft es aber nicht anderen etwas zu vermitteln.
L.
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