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Panik vor dem Tod












Hallo reinwiel,

aufgrund der Länge der Beiträge werde ich diesmal lieber nichts quoten, sondern gehe direkt auf die Kerne deiner Aussagen ein und werde gleich mal mit ein paar Fragen zu deinem ersten Beitrag beginnen um Missverständlichkeiten auszuräumen.

Du sprichst gleich zu Beginn von der "Kraft der Gedanken" und nicht zuletzt von denen, die sie insofern nutzen können um ihre Umwelt zu "verändern".
Meinen wir hier eine subjektive Realität oder eine objektive? Haben wir üerhaupt eine gültige Definition von "Realität" um das übernatürliche vom natürlichen zu unterscheiden? Hier verweise ich auf einen vorigen Post von mir: Wer mir so etwas vorführt, unter für mich selbst prüfbaren Bedingugen, vor dem ziehe ich meinen Hut und werfe alles über den Haufen was ich bisher zu diesem Thema geschrieben habe. Ich diskutiere ungern über Dinge, bei denen man mir (siehe Sucher) von vorneherein absprechen möchte, dies selbst zu überprüfen. Aber lassen wir das nun mal außen vor und kommen zurück zum eigentlichen Thema.

Im Schlussteil deines ersten Beitrags kommst du auf den Geist den wir selbst verkörpern und das geistige was uns umgibt zu sprechen. Auch hier: Ich kann schwerlich meine "geistige" Umgebung beachten wenn ich keine allgemeingültigen Definitionen vom Begriff des "Geistes" habe. Für diesen ersten Schritt ist es nicht nötig eine Religion als Hilfe zu nehmen. Wir wollen versuchen zu vermeiden eine Theorie des Geistes auf eine andere bloße Theorie zu stützen. Ein höchst wackeliges Unterfangen.
Nur wie es ansonsten anstellen? Ich ziehe hier gerne den sogenannten "Archimedischen Punkt" als Hilfe hinzu. Archimedes sagte, er bräuchte nur einen kleinen unbeweglichen Punkt im Universum und einen ausreichend langen Hebel, und er könne die ganze Welt aus den Angeln heben. Im übertragenen Sinne bedeutet das: Wir brauchen eine Basis die absolut Wahr ist. Nur wie stellen wir das an? Descartes prägte die Philosophie mit seinem berühmten "cogito ego sum", oder genauer: "Ich zweifle, also bin ich". Grade in Fragen des Geistes müssen wir entsprechend tief vorgreifen um eine Basis zu schaffen auf der sich aufbauen lässt, gehen wir also einen Schritt weiter. Nachdem Descartes festgestellt hat dass die Existenz keine Illusion ist (womit auch Suchers Frage beantwortet sein sollte) fehlt uns die Definition vom "Ich". Zuerst einmal müssen wir klarstellen was das denn ist von dem wir reden wenn wir das "Ich" meinen. Hat es einen Sitz im Körper? Ist es der Körper selbst oder beides zusammen? Lässt es sich voneinander trennen (Erst hier käme Religion als Hilfsmittel in Frage)? Ist es vielleicht biologisch zu erklären oder gab man es uns von außen? Man sieht viele Fragen, spätestens jetzt sollten die parallelen zwischen dem dem Begriff des "Ich" und dem der "Seele" auffallen.
Es scheint, als blieben wir hier schon hängen (aber ich bin gespannt wo die Diskussion noch hinführt). Die Aussage das wir tatsächlich "sind" entspricht objektiver Wahrheit, die Defintion des "Ich" rutscht allerdings wieder ins Subjektive und gleitet uns somit aus den Fingern. Ich denke damit sollte deine Frage zur Beschäftigung mit "geistiger" Umwelt beantwortet sein. Auch für dessen Wahrnehmung brauchen wir (vorerst) unseren Körper, alles andere bleibt offen.
Zum Ende sprichst du noch von "höheren Stufen" die die Seele erreichen kann. Was genau ist damit gemeint und mit welcher Basis teilst du das befinden der Seele in ein "höher" oder "niedriger" ein?

Auf die Ebene von Magie begebe ich mich nicht, auch will ich keine solche Unsicherheit in "schwarz" oder "weiss" einteilen. Das ist hier auch garnicht das Thema.


Gleich zu deiner Frage im zweiten Beitrag. Die hier sogenannte OBE-Forschung ist in diesem Sinne kein großes Projekt gewesen um die Bedeutsamkeit unserer Sinne zu festigen sondern wurde eher im kleinen Rahmen geführt als pures Interessenprojekt. Für den Versuch waren auch nichts weiter als Spiegel und Kameras nötig. Primär ging es darum unsere Sinne und unsere Wahrnehmnung zu überlisten und inwieweit sich diese "außerkörperliche Wahrnehmung" die man zB. bei einer Nahtoderfahrung hat reproduzieren lässt. Der neurologische Vorgang im Hirn ist in beiden Fällen der selbe, schwerwiegende Gemeinsamkeiten sind also festzustellen. Suchers Argument der Simulation kann ich nicht nachvollziehen, es macht zwar einen Unterschied in der Herbeiführung, aber eben nicht im Ergebnis. Im Rahmen dieses Spiegel-Kamera Versuches wurden beiläufig bemerkt auch noch andere Versuche zu unserer Wahrnehmung gestartet, zB. über Phantomschmerzen oder luzidem träumen.

Zu dem zweiten Teil deines Beitrages möchte ich auch noch eine Frage stellen. Gehst du davon aus das die Summe subjektiver Wahrheit zwangsläufig nicht objektiver Wahrheit entspricht?
Die Frage nach der subjektiven Wahrheit stellt sich ja nicht im Sinne der Lebensqulität in der sie resultiert. Wer zB. als fundamentaler Christ in Amerika ein gutes Leben führt, eben grade weil er streng bibeltreu sein Dasein fristet, muss seinen Lebensstil nicht an Wahrheiten ausrichten. Gut ist, was glücklich macht, solange ich keine Dritten damit negativ beeinflusse. Auf dieser Ebene heben wir uns ab von der Notwendigkeit der Wahrheit.


Hier mache ich erstmal Schluss, falls Fragen anstehen reinwiel, einfach nachfragen .

Grüße.
Hallo Jesters!

Erst einmal bin ich froh, dass du meine Beiträge so sorgfältig durchgelesen hast. Danke. Ich bin nun darauf aus, dass man seine Ausgangslage nicht allein auf das "Objektive" beschränken darf.

Es ist klar, nicht nur im natürlichen Bereich besteht immer das Bedürfnis nach einer klaren, objektiven Wahrheit oder nach einer Basis, die jederzeit objektivierbar und stets nachzuvollziehen ist. Etwa in der Form: ich weiß und erfahre, dass ich lebe und denken kann. Also bin ich. Und das ist selbstverständlich ein guter Ansatz.

Ist er das wirklich? Weltweit gibt es unzählige Leute, die sagen, die Erkenntnis unseres Seins beruhe auf Täuschung. Diese Diktion ist auch schon hier im Forum nachhaltig vertreten worden. Alles ist Maya, eine große, gewaltige Illusion. Diese gilt es schleunigst abzulegen, damit man zu seinem wahren Selbst findet. Nur dieses lässt dich mit Gott eins sein. Nur dies wird dich mit Wahrheit und Glück erfüllen.

Doch was ist daran objektiv und wahr? Auch du selbst schreibst, dass nicht einmal die Definition des Ich eindeutig ist. Haben wir nun ein Ich oder keines? Sollte man stattdessen nicht lieber Ich-Bewusstsein sagen? Gleichgültig, auch dieses lässt sich nicht objektiv eingrenzen. Erstens weil Ich und Ich-Bewusstsein immer subjektiv sind und zweitens, weil wir uns gerade auch hier ins Unmaterielle begeben.

Zu diesem Unmateriellen sage ich behelfsmäßig Geist oder Geistiges. Und deshalb sind auch die fliegenden, losen Gedanken etwas Geistiges. Ebenso ist ihre Wirksamkeit etwas Geistiges, auch wenn aus diesem Geist ganz reelle Erfindungen hervorgehen, die in eine vielfältige Produktion gehen.

Doch Geist und Geistiges betrifft nicht nur das. Beides umfasst neben aller geistigen Tätigkeit auch jenes, was als Unstoffliches im materiellen Sinn gilt. Also Seele, Geist, Gott. Doch dies alles ist keine einheitliche Energiesuppe, sondern ist aufgeteilt oder gegliedert in eine unfassbar große Vielfältigkeit. Dies ergibt sich aus der Verschiedenheit von Kraft, Ebenen, langsamen niederen und schnellen hohen Schwingsungsverhältnissen, wie dies aus zahllosen Hinweisen zu schließen ist.

Philosophisch hast du hier keinen sicheren Boden unter den Füßen. Ich weiß sogar: Hier gibt es keine eindeutige und objektive Basis. Und so muss man bei all diesem mit einer höchst subjektiv gefärbten Wahrnehmung und Auffassung vorlieb nehmen. Sie bestimmt aber, ob sich der Einzelne in seinem Leben wohl fühlt und mit welchem Mut er im Alltag steht.

Ist es nicht so: Auch Mut und Wohlgefühl sind nichts Materielles, sondern etwas Geistiges. Wenigstens nach meiner Auffassung. Es gibt eben Bereiche, die stets unendlich schwammig und undeutlich bleiben, besonders wenn man sie logisch und philosophisch erfassen will. Hierher gehört auch das große Wechselspiel von Körper und Seele, bei dem immer das eine das andere beeinflusst. Immer wieder zeigt sich, dass man beim Menschen durch eine besondere Schaltung einfach etwas auslösen kann.

Es gibt daneben auch noch wesentlich andere Bereiche. Und darum rede ich bei der Angabe der "höheren Stufen" der "geistigen Seinswelten" in Begriffen und Vorstellungen, die philosophisch wenig Wahrheitsgehalt aufweisen, aber subjektiv genommen eine ungeheure Tiefe bedeuten können.

Der irrationale Glaube und das tiefe Empfinden von Religion beruhen nicht nur auf Mechanismen des Gehirns. Alles verweist trotz vieler Angriffsflächen und philosophischer Lücken aber auf die "höhere" Natur des Menschen, meint - reinwiel
Hallo reinwiel,

Harter Brocken Text . Ich werde versuchen nichts zu übersehen.

Zitat:

Es ist klar, nicht nur im natürlichen Bereich besteht immer das Bedürfnis nach einer klaren, objektiven Wahrheit oder nach einer Basis, die jederzeit objektivierbar und stets nachzuvollziehen ist. Etwa in der Form: ich weiß und erfahre, dass ich lebe und denken kann. Also bin ich. Und das ist selbstverständlich ein guter Ansatz.


Mh, nicht ganz. Zuerst spreche ich nicht vom natürlichen Bedürfnis alles in eine "rationalisierte Form" zu zwängen, das wäre wieder ein ganz anderes Thema was Psychoanalytiker beantworten müssten. Du erwähnst hier "Wissen" und "Erfahrung" als Anhaltspunkte für den Ansatz den ich ursprünglich angeführt habe (cogito ego sum). Diese beiden Begrifflichkeiten halten einer näheren Prüfung allerdings nicht stand. In beidem sind wir, wie du richtig bemerkt hast, von einem vermeintlichen "Täuscher" in die Irre zu führen. Wissen wird wie Erfahrung von unserem Körper erzeugt in Form unserer Sinne. Hier sind wir zu täuschen und können bezweifeln das die Realität wie wir sie wahrnehmen einer tatsächlichen und wahrhaftigen Realität entspricht. Ergo können wir diese beiden Begriffe nicht nutzen um das "Ich bin!" zu stützen.
Der Ansatz des cogito ego sum muss weitergedacht werden mit dem Zweifel an seiner selbst! Erst dadurch das wir anerkennen das wir einer allumfassenden Täuschung, falls es sie denn gibt, anheim gefallen sind lässt uns erkennen das wir tatsächlich "sind". Denn wo ein Täuscher am Werk ist gibt es ohne Frage auch den Getäuschten. Nämlich das schwerlich definierbare "Ich" (respektive Seele, Geist, Bewusstsein etc.).
Wenn wir also nun getäuscht werden, wie es durch die von dir erwähnte Maya (auf dem Gebiet kenne ich mich herzlich wenig aus, werde das aber schleunigst nachholen) macht, so ist die doch Täuschung selbst die Realität. Somit hätten wir zumindest hier die Illusion die du erwähnst durchschaut.

Zitat:

Ist er das wirklich? Weltweit gibt es unzählige Leute, die sagen, die Erkenntnis unseres Seins beruhe auf Täuschung. Diese Diktion ist auch schon hier im Forum nachhaltig vertreten worden. Alles ist Maya, eine große, gewaltige Illusion. Diese gilt es schleunigst abzulegen, damit man zu seinem wahren Selbst findet. Nur dieses lässt dich mit Gott eins sein. Nur dies wird dich mit Wahrheit und Glück erfüllen.


Eine vermeintliche Illusion "ablegen"? Das "wahre Selbst"? "Eins" mit Gott?
Ich kann mir nur vage Vorstellungen davon machen was du damit meinst. Das sind alles so schwammige Begriffe die sich zwar wahnsinnig Interessant lesen, wirklich sagen tut uns das aber nichts. Rutscht mir wieder zu sehr in die subjektive Wahrnehmung. Vor allem wirft das wieder unzählige neue Fragen auf wo wir doch nach Antworten suchen.

Zitat:

Doch was ist daran objektiv und wahr? Auch du selbst schreibst, dass nicht einmal die Definition des Ich eindeutig ist. Haben wir nun ein Ich oder keines? Sollte man stattdessen nicht lieber Ich-Bewusstsein sagen? Gleichgültig, auch dieses lässt sich nicht objektiv eingrenzen. Erstens weil Ich und Ich-Bewusstsein immer subjektiv sind und zweitens, weil wir uns gerade auch hier ins Unmaterielle begeben.


Die Frage ist nicht ob wir eins haben. Denn: Wir können nach obiger Schlussfolgerung davon ausgehen das wir das "Ich" besitzen und sogar selbst darstellen. Diese Feststellung ist selbstverständlich objektiv da sie natürlich auch für dich gilt. Für Alle. Ein Mensch ohne "Ich" (oder ohne Seele)? Nein.
Beim, du nennst es Ich-Bewusstsein, wird es schon etwas kniffliger. Wie wir uns selbst wahrnehmen und definieren hat natürlich einen subjektiven Ursprung. Ob wir uns da auf immaterieller Ebene bewegen könnte ich nicht mit Sicherheit sagen, ist leider nicht mein Fachgebiet.

Zitat:

Doch dies alles ist keine einheitliche Energiesuppe, sondern ist aufgeteilt oder gegliedert in eine unfassbar große Vielfältigkeit. Dies ergibt sich aus der Verschiedenheit von Kraft, Ebenen, langsamen niederen und schnellen hohen Schwingsungsverhältnissen, wie dies aus zahllosen Hinweisen zu schließen ist.


Auch hier kann ich nicht ganz folgen, diese Defintion ist mir völlig fremd.


Zu deinem Schlussteil: Ich denke hier berufst du dich auf deine persönlich (natürlich völlig legitime) Meinung, wohl im Sinne deiner Religion. Ich will mich nicht gegen den persönlichen Glauben eines anderen stellen, meistens endet das recht Unangenehm für beide Seiten. Von daher fehlt mir jetzt der Ansatz da ich deine Religion (mit der ich micht nicht ausreichend auskenne um darüber zu diskutieren) nicht angreifen möchte.

Nur sei gesagt: Wir können uns unsere eigene Existenz belegen, ob da nun ein großer und hinterlistiger Täuscher ist oder nicht, denn: Niemand wird uns sagen können wir "seien" eine Illusion solange wir den Satz "Ich zweifle, also bin ich!" denken können.
Guten Morgen lieber Jesters!

Eine große Gemeinsamkeit haben wir aber erarbeitet: Wir stellen eindeutig fest, dass wir sind. Zweite Gemeinsamkeit: Ein Mensch ohne Seele, nein.

Allein die Seele beinhaltet schon Fragen wie ein Fass ohne Boden. Doch alle diese Fragen führen zu Vorstellungen, die sich letztlich mit Glaube, Einstellung, Weltbild und Religion mischen. Das heißt, ich überlege etwas sehr vernünftig, kann aber nichts anderes tun, als in eine Glaubenswelt einzutauchen.

Und diese Glaubenswelt befremdet viele Menschen. Ich muss aber sagen, dasss meine Glaubenswelt wohl vertiefte christliche Religion darstellt, jedoch nicht auf Zugehörigkeit zu einer bestimmten Konfession beruht.
Umso schwieriger ist es vielleicht, meinem sprachlichen Ausdruck für bestimmte Inhalte zu folgen. Macht nicht, ich bin erst einmal froh, dass du alles gelesen und Überlegungen dazu angestellt hast.

Lass es darauf beruhen und warte ab, ob du vielleicht und irgendwann einmal näheres Interesse für all das entwickeln kannst.

Liebe Grüße - reinwiel
Ja das ist bei mir auch so ich habe einfach Angst von der Welt nix mehr mitzukriegen.
Wenn man mal Kinder hat man sieht sie bis zu einem bestimmten Alter herranwachsen und dann dann verschwindet man einfach so und man sieht nicht wie das Leben weitergeht auf der Erde ausser man wird wieder geboren aber ich glaube man kann sich dann an nix erinnern oder was denkt ihr?
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