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Männersachen












Du lieber Himmel, was ist das denn für eine Diskussion!

Wo habt Ihr denn bloß Eure Gottesvorstellung her! Sind wir hier - ohne es zu merken - bei den Fundamentalisten gelandet?

So wie ich bin, hat mich Gott geschaffen. Er hat den Menschen als Mann und Weib erschaffen (steht fast wörtlich in der Genesis). Er hat unsere Sexualität geschaffen.

So wie mich Gott geschaffen hat, so bin ich in Ordnung. Also ist auch meine Sexualität in Ordnung. Laßt Euch das von einer alten Frau sagen: Sexualität ist etwas sehr Schönes. Viele Menschen haben erstmals im Orgasmus ein Gefühl von absoluter Einheit. Seid dankbar für das Geschenk der Sexualität. Sie ist ein Gottesgeschenk.

Freut Euch an dem Gottesgeschenk der Sexualität und fantasiert nicht krankhaft herum, was man darf und was nicht. Man darf alles, was einem selbst und dem Partner gefällt. Steht übrigens auch in der Bibel: Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst.

Zitat:
Wenn meine Natur (Körper) dürfte, dann würde ich mit mehreren Frauen schlafen, nicht weil sie Sexobjekte sind, nein weil sie mir gefallen und ich sie sympathisch finde. Ich habe bisher immer geglaubt, das sei normal bei Männern, weil es in ihrer Natur liege, sich möglichst breit zu vermehren.


Ich halte es für "normal", wenn Männer Frauen sexuell begehren. Das ist etwas Schönes.


Zitat:
Eine Frau ist von Natur aus mit Reizen ausgestattet, die einen Blickfang darstellen sollen.


Männer sind das auch.


Inanna
@Inanna
Zitat:
Wo habt Ihr denn bloß Eure Gottesvorstellung her!


Wen meinst du denn damit? Ich habe bspw gar keine Gottesvorstellung im herkömmlichen sinne...

Gruß
@NicoS
Zitat:
Hier ist aber die Liebe gemeint und nicht die zur Schau gestellte Sexualität.


Ich meine ganz generell die Partnerschaft zwischen Frau und Mann.

@Tobias

Zitat:
Ich glaube du hast zu viel 68er Bücher gelesen.


Nein, ich halte nicht viel von der 68er-Bewegung in diesem Punkt.

Zitat:
Jene Tantras, welche mit Sexualität als Antrieb arbeiten sind dazu gedient diese Energie dann in eine Loslösung vom Vergangen umzuwandeln. Nicht wie es einst in einige Kreisen interpretiert wurde das man dann sexuellen Verkehr hat. Generell soll ein Mönch, und von denen wird der Tantrismus ursprünglich nur praktiziert, soll nämlich gar keinen Sex haben.


Das ist ja sehr nett, dass Du mir immer was über Buddhismus erzählen willst, aber ich kenne mich nach ein paar Jahren schon etwas aus

Tantra wird in der Tat fälschlicherweise immer nur mit Sex assoziiert, das liegt glaube ich daran der Begriff mit dem Karmasutra, also hinduistischem Gedankengut in den Westen kam. Eigentlich bedeutet der Begriff erstmal nur die geistige Verschmelzung mit dem Lehrer oder einem Yidam, um sich dessen Erleuchtungsqualitäten zu eigen zu machen, bis man erkennt, dass man sie die ganze Zeit selber hatte.
Die sexuelle Vereinigung als Praxis gibt es jedoch auch, die Vereinigung des tantrischen Ur-Buddhas mit seiner Partnerin soll die Überwindung der Dualität darstellen, und das versucht man damit auch zu erreichen.

Zitat:
Sicher wird Sexualität im Buddhismus, wie in keiner Religion, völlig abgelehnt


Im Laien-Buddhismus bin ich weniger in meiner Sexualität limitiert, als was ich in diesem Faden schon lesen durfte. Die einzigen beiden unheilsamen Handlungen in diesem Fall sind jmd. sexuelles Leid zuzufügen und den Ehepartner zu betrügen, das wars.

Zitat:
Das mag im Mahayana-Buddhismus teilweise zutreffen, aber eben auch nur für Laien. Aber sicher gilt auch da die Partnerschaft als reine Institution der Triebbefriedigung.


Nicht nur für Laien. In einem japanischen Kloster gibt es einen Abt, bei dessen Anblick die meisten Touristen relativ enttäuscht sind, denn zum einen ist er Deutscher, zum anderen ist er verheiratet und hat Kinder. Im Vajrayana ist übrigens der Laienbuddhismus relativ aktiv.
Und Partnerschaft gilt nicht als als reine Institution der Triebbefriedigung, sondern wie ich gesagt habe, als Quelle für spirituellen Forstschritt für einen selber und selbstverständlich andere Wesen. Was Du in diesem Punkt schreibst ist sachlich falsch.
@ positiv,

übersetze für Dich einfach Gott mit Sein. Ist dasselbe.

Inanna
@Inanna
Dann ist Gott also eine Illusion? Mein "Sein" ist eine Illusion, so billig kann es doch wohl nicht sein.....
Ist dieser "Gott" nicht viel mehr, jenseits vom "Sein"? Steckt Gott nicht im Geist, den ich zwar in mir trage, aber vor lauter "ich" nicht erkenne? Ist mein "innerer Geist" nicht viel zu sehr durch mein "ich" - mein "sein" verblendet, dass da ein Nebel die Sicht vehindert?

Gruß
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