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Auferstehung












Vielleicht mal ein Gedankenanstoß:

Auferstehung aus Baha'i-Sicht:
In der "Endzeit" erwarten Christen die Auferstehung der Toten. "Auferstehung" hat für Bahá'í jedoch nichts mit dem physischen Körper zu tun. Der Körper des Menschen zerfällt mit seiner Auflösung in seine Atome, die niemals wieder zum gleichen Körper zusammengesetzt werden. "Auferstehung" ist vielmehr die Geburt des einzelnen Menschen zu geistigem Leben, dies durch die Gabe des Heiligen Geistes, übermittelt durch den Offenbarer Gottes. Das "Grab", von welchem er sich dabei erhebt, ist das "Grab der Unwissenheit", das "Grab der Nachlässigkeit Gott gegenüber". Der "Schlaf", aus welchem der Mensch erwacht, ist kein körperlicher, sondern der "geistige Schlafzustand", in dem viele das Dämmern des "Tages Gottes" erwarten, jedoch nicht wahrnehmen.

Die "Dämmerung des Tages Gottes" gibt allen Menschen Licht, unabhängig davon, ob sie sich im Körper oder außerhalb des Körpers befinden. Doch jene, die geistig blind sind, können dies nicht begreifen. Der Auferstehungstag ist kein normaler Tag (vierundzwanzig Stunden); er ist ein Zeitalter, das mit Bahá'u'lláhs Kommen begonnen hat und dauern wird, solange der durch Bahá'u'lláh eingeleitete Weltzyklus dauert.

In der Geschichte haben sich viele religiöse Missverständnisse angehäuft. Weder ist die "Auferstehung" körperlich gemeint, noch kann unter "Weltuntergang" die Vernichtung der irdischen Welt verstanden werden. Die Erde muss nicht vernichtet, sondern erneuert und wiedergeboren werden. Dies ist die tiefere Bedeutung des "Jüngsten Gerichts". Der Tag des "Jüngsten Gerichts", von welchem Christus sprach, ist mit dem Kommen des Herrn der Heerscharen, des Vaters (wie es von Jesaja und andern Propheten des Alten Testaments prophezeit wurde) gemeint, wohl eine Zeit schrecklicher Strafe für die Gottlosen, aber eine Zeit, in welcher Gerechtigkeit geschaffen wird und Rechtschaffenheit herrschen soll, auf Erden wie im Himmel.
Der Posaunenruf, von dem Christus, Muhammad und viele andere Propheten sprachen, bedeutet den Ruf der göttlichen Manifestation zur Auferstehung, der erschallen wird für alle, die im Himmel und auf Erden sind, d.h. für die diesseitigen und jenseitigen Menschen.

Die Erkenntnis eines neuen Gottesoffenbarers ist stets mit einer geistigen Auferstehung des Erkennenden verbunden. Die innere Erkenntnis des neuen Tages Gottes, die Annahme einer neuen Gottesoffenbarung für ein neues Zeitalter, setzt eine geistige Wiedergeburt, eine geistige Erneuerung, eine geistige Auferstehung des Menschen voraus. Die Völker dieser Erde stehen vor der großen Aufgabe, diese geistige Auferstehung zulassen, wollen sie einen dauerhaften Frieden erzielen und zu "einem Volk" unter der Schirmherrschaft Gottes bzw. seinen Gesandten Bahá'u'lláhs zusammen wachsen.

Auch die Auferstehung Christi ist nicht in körperlicher Form geschehen. In "Beantwortete Fragen" schreibt 'Abdu'l-Bahá´:

"Die Auferstehung der göttlichen Offenbarer ist keine körperliche. Ihre Stellung und ihre Erscheinungsweise, ihr Tun und ihre Einrichtungen, ihre Lehren und ihre Ausdrucksweise, ihre Gleichnisse und ihre Unterweisungen haben geistige und göttliche Bedeutung und sind nicht an die stoffliche Welt gebunden."

aus www.9-b-19.de
BS"D

Wie kann man einerseites von "auf Erden" sprechen und dann aber sich alleine auf eine Auferstehung "im Himmel" beziehen? Das scheint mir bei dem was du geschrieben hast, ein Widerspruch zu sein.

Ansonsten kann ich ja, die jüdische Sicht anfügen, wenn jetzt auch nicht so schön und verständlich aufbereitet.

So hat das Christentum die Idee der Auferstehung ja vom Judentum übernommen, bzw. Jesus hat sich hier auf die jüdische Lehre bezogen, wobei er hier wohl nur eine Lehrmeinung wiedergab. Im Judentum sind solche Fragen nämlich nicht so eindeutig festgelegt und es gibt verschiedene Lehrmeinungen dazu, was unter der Auferstehung zu verstehen ist. Die Mehrheit und vor allem die Orthodox geht von einer körperlichen Auferstehung in dieser Welt aus, welche dazu auch nicht vernichtet oder neugeschaffen wird, sondern sich selber nur umgestaltet, wie dieses schon mehrmals geschah u.a. als der Mensch aus dem Gan Eden vertrieben wurden. Andere gehen aber ebenso von einer rein spirituellen Auferstehung aus, welche sich alleine auf die Seelen bezieht, welche bis dahin bei G'tt in den Himmeln (nach dem jüdischen Lehre gibt es mehrere und so steht es auch im Tanach, der Bibel, dem AT) ruhen. Dieser Lehrmeinung folgen dann auch heutige liberalere Richtungen des Judentums.

Hier ein paar weitergehende Quellen (leider keine auf deutsch):
Olom haba
Maimonides, 13 Principles of Faith
Resurrection of the Dead
aus der genannten 9-19 Seite:

Weltsprache und Weltschrift
Bahá'u'lláh fordert die Menschheit auf, neben dem lokalen Dialekt und der Muttersprache eine international einheitliche Verkehrssprache unter den bestehenden Sprachen auszuwählen oder neu zu entwickeln (z.B. Esperanto). "Der Tag naht, da alle Völker der Welt eine universale Sprache und eine einheitliche Schrift annehmen werden. Wenn dies erreicht ist, wird es für jeden Menschen, in welche Stadt er auch reisen mag, sein, als betrete er sein eigenes Heim." (Bahá'u'lláh: Ährenlese, 3. Aufl., Hofheim / Taunus 1980, S. 218).
http://www.9-b-19.de/bahai/religion-im-alltag.php

Welche Sprache bleibt übrig, die dann für alle gilt ?
Nun, ja - bei der Ausmerzung der Artenvielfalt sind wir ja auch schon kräftig dabei - es bliebe bloß die Frage, welches Tier das Wichtigste ist und welches es zu erhalten gilt.

Die Lösung:

Die Sprachbarriere ist eine der stärksten Ursachen von Abneigung und Misstrauen unter den Völkern. Zudem entstehen durch Übersetzungsflut und Missverständnisse weltweit beachtliche wirtschaftliche Verluste. Die Einigung auf eine Welthilfssprache würde all diese Barrieren und Missstände beseitigen.

+++Daher verstehen wir uns also nicht, weil wir verschiedene Sprachen haben ?

Hoffentlich wird sich Tobias nicht gleich wieder wie ein Igel auf mich stürzen und seine Stacheln ausfahren.

Mir sind Religionen mit Ecken und Kanten eigentlich ganz lieb - fordern sie doch heraus, sich auch mit negativen Aussagen - oder die man dafür hält, - auseinander zu setzen. Wo alles nur schön klingt, rollen sich meine Schneckenfühler aus - und ich hinterfrage - ist ja erlaubt als Mensch in der Demokratie.

Ich schenke kritischen Äußerungen gern mein Ohr und Auge - ich sehe darin das legitime Recht der Äußerung eines frei denkenden Menschen - sich beide Seiten in der Theorie anschauen zu können - aber dafür nicht riesige Bibliotheken durchstudieren muß - sondern in der Zusammenfassung das Wichtigste erfahren kann.
Kritik fordert immer zum Nachdenken auf - und es ist gut, daß es immer und überall und über jeden Teil des Lebens Kritiken gibt - ohne Kritik wäre das Leben Starre und es könnte in manchen Bereichen etwas ausarten - was aber kontrolliert werden muß. Ohne Kritik wären wir vielleicht noch in der Urgemeinschaft - Kritik kann fördern, beleben, Diskussionen anregen - keiner hat nur Recht oder Unrecht, sondern es muß immer ein Ausgleich gefunden werden.

Hier finde ich diese Aussage:

"Bahá'í-Kritik" ist insoweit auf die Stufe des Gottesoffenbarers und auf die Stufe Gottes ausgerichtet. Insoweit ist bereits der Ansatz zur "Bahá'í-Kritik" zum Scheitern verurteilt, weil kein Mensch die Stufe eines Gottesoffenbarers oder gar die Stufe Gottes verstehen kann. Kein Mensch, so hoch er geistig auch stehen mag, ist imstande, die geistige Wirklichkeit eines Gottesoffenbarers zu begreifen oder die Seinsweise Gottes zu erfassen. Nicht einmal ein Gottesoffenbarer ist befähigt, die Wirklichkeit Gottes umfassend zu ergründen.
http://www.9-b-19.de/bahai/reiche-der-schoepfung.php

"Bahá'í-Kritik" im Internet ist nicht Kritik an Bahá'í (d.h. keine Kritik an Menschen), sondern Kritik an der Offenbarung der Bahá'í, somit an der Bahá'í-Religion. Eine Gottesoffenbarung entspringt jedoch nicht auf der Stufe des Menschen, sondern vollzieht sich von Gott über den Heiligen Geist durch einen auserwählten Offenbarer, der zwar die äußere Gestalt eines Menschen hat, geistig jedoch auf einer höheren Stufe steht.

+++da wage ich mich ja wieder ganz schön weit raus - Kopf raus - Kopf ab ?

Wenn Bahai sich den Menschen näher bringen wollen, sollten sie auch mit Menschen diskutieren - ihnen ihre Religion nahe bringen - sie aufklären - nicht in der Erwartung, daß jeder Mensch gleich so viele Bücher lesen muß - wer hat die Zeit dazu - kurz und knapp - in der Zusammenfassung - das genügt - die Zeit rennt dahin - hier auf der 9-19 er Seite steht doch alles im Überblick - das genügt - oder ?

Wer den geistig sauberen und fairen Weg beschreitet, für sich selbst zunächst die Kardinalfrage klärt, wird bei der Antwort "Gotteswerk" auf ganz natürliche Weise eine demütige Haltung einnehmen. Selbst für Bahá'í sind nicht alle Fragen zum Offenbarungswerk Bahá'u'lláhs sofort und tief greifend beantwortbar. Wenn man sich jedoch einem "Gotteswerk" gegenüber sieht, ist man geneigt, etwaige Unklarheiten geduldig eine Zeit lang zurückzustellen, bis die eigene Entwicklung und das eigene Verständnis gereift sind, um eines Tages selbst eine plausible Erklärung geben zu können. Häufig werden restliche Fragen auch über das Studium weiterer Schriften oder durch Gespräche gelöst.

Was die Auferstehung angeht, finde man sie auch - unter bahai + auferstehung -

Hier ein Auszug:

Offenbarung, so wie es die Bahá'í Religion versteht ist nicht nur ein einfaches Ereignis, das jemand kommt und ein göttlich inspiriertes Buch schreibt, sondern ein viel gewaltigeres Ereignis. Tatsächlich beschreibt Bahá'u'lláh, Offenbarung als ein Vorgang, bei dem regelrecht die Schöpfung neu geschaffen wird. Dies ist geistig, aber durchaus auch materiell zu verstehen. Betrachtet man es "kosmologisch" so erklärt die Bahá'í-Religion im Prinzip folgendes: Gott ist außerhalb von Zeit und Raum, er ist präexistent zu allem anderen, nicht nur vor der Zeit innerhalb der Zeit, sondern sogar vor der Erschaffung der Zeit. Da auch Zeit eine Schöpfung ist muß Schöpfung innerhalb der Zeit ein kontinuierlicher nicht auf einen Punkt begrenzter Vorgang sein. Es wird also innerhalb der Zeit allzeit geschaffen. Von was geht dann innerhalb der Schöpfung das "erschaffen" aus?

http://www.mystik.info/offenbarung.php

Das heißt zusammengefaßt das jedes erscheinen eines Offenbarers nichts anderes als ein Schöpfungsakt innerhalb der Grenzen von Zeit und Raum ist. Laut Bahá'u'lláh geschieht dies etwa alle 1000 Jahre einmal. Diese 1000 Jahre sollte man nicht ganz exakt nehmen und hinzu kommt das wenn ein Offenbarer durch einen der seinen verraten wird, die Religion nur halb so lange hält. Von Moses zu Jesus waren es etwa 1200 Jahre. Von Jesus zu Mohammed waren es ca. 600 Jahre, Jesus wurde durch Judas verraten. Von Mohammed bis Bahá'u'lláh waren es ca. 1300 Jahre. Hinzuziehen sollte man dabei auch stets die Zeit die sich durch von den Offenbarern ernannte Nachfolger in der göttlichen Führung noch etwas verlängert. Nach Mohammed gab es noch 260 Jahre lang die Führung der Imame nach shiitischen Glauben. Die Offenbarung des Báb war sogar exakt im Jahre 1260 islamischer Zeitrechnung (also 1000 Jahre + 260 Jahre). Bahá'u'lláh schreibt über die Dauer seiner eigenen Offenbarung: "Wer vor Ablauf eines vollen Jahrtausends den Anspruch auf eine unmittelbare Offenbarung von Gott erhebt, ist gewiß ein Lügner und Betrüger" (Ährenlese 165).

Menschen, die sich nach dem Hinduismus oder Buddhismus ausrichten, werden da wahrscheinlich anderer Meinung sein, aber das kann man auch so stehen lassen.

Am Ende wird jeder Gläubige sich seinen Weg suchen - bei dem er innerlich angekommen zu sein scheint.

Noch ein Wort von Hermann Hesse:

Weg nach Innen

Wer den Weg nach innen fand,
Wer in glühndem Sichversenken
Je der Weisheit Kern geahnt,
Daß sein Sinn sich Gott und Welt
Nur als Bild und Gleichnis wähle:
Ihm wird jedes Tun und Denken
Zwiegespräch mit seiner eignen Seele,
Welche Welt und Gott enthält.

http://www.sabon.org/hermann-hesse-gedichte/index.html#n11
Ursprünglich kommt der Gedanke der Auferstehung aus der ägyptischen Religion.
Top! - Stimmt!

Der Zoroastrismus, eine auf Zarathustra (630 - 553 v.d.Z.) zurückgeführte persische Religion, lehrt zunächst - ähnlich wie altägyptische Religion - eine Reise der Seelen der Verstorbenen nach dem Tod an die Činvat-Brücke. Hier werde Gericht über Gute und Böse gehalten. Für die im irdischen Leben rechtschaffenen Menschen sei die Brücke breit wie ein Pfad, für die anderen schmal wie eine Messerspitze. Die Guten gelangten in die seligen Gefilde des Paradieses Garodemäna (später Garotman), den "Ort der Lobgesänge" (vgl. den Himmel); die Seele der Bösen aber gelange an den "schlechtesten Ort" (vgl. Hölle).

3000 Jahre nach der Geburt Zarathustras, der die Menschen den Weg zum Heil lehrte, werde der Saoschjant (Erlöser) erscheinen. Er werde die bösen Geister vernichten und eine neue, unvergängliche Welt herbeiführen; auch die Toten sollen dann auferstehen.

Hier waren also - zeitlich etwa parallel zum exilischen Judentum - bereits die Vorstellungen von Endgericht, Erlösung, Auferstehung, Vernichtung der gottfeindlichen Mächte miteinander verbunden. Sie könnten die ähnlichen Lehren der drei monotheistischen Religionen beeinflusst haben. Unklar bleibt, ob die Vernichtung der bösen Geister auch die Rettung der Verdammten und eine Neuschöpfung der bisherigen, dem Tod unterworfenen Welt beinhaltet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Auferstehung
http://basisreligion.reliprojekt.de/auferstehung.htm
http://www.google.de/search?hl=de&a.....che&meta=lr%3Dlang_de

Auferstehung ist aber mit der Reinkarnation nicht gleichzusetzen - in letzterem sucht sich die unsterbliche Seele immer wieder (mittels Zeugung) einen neuen Körper bzw. läßt ihn entstehen. Seele muß man im Zusammenhang mit Seelenkörpern, sowie Chakren und Meridianen sehen - bei Betrachtung im Kontext dieses ganzen Themas erhält man erweiternden Einblick. Wenn dieses Thema interessiert, der kümmert sich selbst um Literatur darüber.
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