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Ja, wir reden aneinander vorbei.
Die wenigsten Menschen haben einen Glauben. Wie gesagt, zum Galube gehört die Erkenntnis. Und die ist nicht abhängig von einem Bekenntnis zu einer Religion, oder wie man so schön irreführend formuliert: zu einem Glauben.
Natürlich hat jeder Mensch eine Erkenntnis. Das ist mir schon klar. Ich kann doch immer nur aus meiner eigenen Erfahrung reden. Auch ich hatte jahrzehntelang eine Erkenntnis. Zumindest hielt ich es dafür. Als ich dann die Erkenntnis hatte, mußte ich erkennen, daß vorher nichts gewesen war. Nichts auch nur annähernd Vergleichbares. Ich betrachte meine Erkenntnis, und den daraus resultierenden Galuben als Geschenk. Niemand kann sich das erarbeiten. Natürlich habe ich immer danach gestrebt, aber das war immer nur mein begrenzter Teil, den ich hinzufügen konnte. Der auch wichtig war, aber für sich allein niemals aausreichend.
Glaube ist für mich ein Geschenk. Gott hat mir die Gnade des Glaubens gegeben. Und diesen Glauben würde ich für nichts in der Welt ändern.
Wer also keine Schwierigkeiten hat, seinen "Glauben" zu ändern, der weiß nicht, was Glaube ist. Und wer von einem anderen Menschen fordert, seinen Glauben zu ändern, der weiß auch nicht, was Glaube ist. Und wer es anerkenneswert findet, daß ein Mensch für einen anderen Menschen seinen Galuben ändert, der weiß auch nicht, was Glaube ist.
Diese Menschen verwechseln Bekenntnis und Glaube.
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@Galater
Die Unterscheidung von Glaube - Bekenntnis - Religion ist fürwahr ein sehr komplexes Gebilde. Und ich nehem an, dass sich die meisten Menschen dessen nciht bewußt sind.
Auch dazu ein Beispiel: Ich habe aus einer bestimmten Erkenntnis heraus einen eher buddhistisch gefärbten Weg in meinem Leben "aufgenommen. Damit ist meine Erkenntnis - udn auch mein Glaube an die Lehre (was den essentiellen Anteil angeht) Jesu nicht verloren gegangen, ganz im Gegenteil. Sie bildet weiterhin eine große Basis.
Allerdings habe ich all das abgeschüttelt, was aus seinen wirklichen überlieferten Aussagen das Thema angeht, wo es um die Vergangenheitsbewältigung der Juden mit den Aussagen aus dem AT angehen. Die Darstellungen aus dem AT mögen sicherlich dazu dieen, den Werdegang und das "Warum" der Lehre Jesu herzuleiten und auch zu begründen, warum er auf bestimmte Sachen eingehen mußte, aber mehr auch nicht. Das NT ist als solches eine eigene Einheit, und das verkennen viele. Und wenn man das Abschneiden dieser alten Zöpfe durch Jesus einmal separaiert, dann bleibt im Grunde genommen "nicht mehr viel übrig", außer der alles sagendne Kernaussage, nämlich, wie Liebe zu verstehen ist.
Diese Erkenntnis - und auch der Glaube daran - ist bei mir geblieben und darauf dann wieter aufzubauen, mit eben veschiedensten "Hilfsmitteln", im Denken wie im Handeln, auch die Erkenntnisse lasse ich mir nicht nehemn, da erlebt und positiv erfahren.
Nur, und das nehme ich genau so an, ist durch die heutige Reizflut an Medien der Hang nach Tiefengang eines jeden Menschen etwas kaputt gegangen. Die Schnelllebigkeit macht, bei hingegebener "Versuchung" die Möglichkeit kaputt, mit Muße, notwendiger Kontemplation an diese Sinne heranzugehen!
Gruß
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und, wie hast du dich entschieden ?
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| Wenn Du richtig lesen würdest, hättest du dir das Posting sparen können...
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