Foren-Übersicht
Impressum | Login | Registrieren | Forum | Suche

Allah oder Mehrere?












OK, ich misch mich lieber nicht ein!

LG

MElek
Sakina

Lieber Tobias
was mir schon eine ganze Weile unangenehm auffällt ist die stereotype Wiederholung offizeller Bahai Doktrien Verlautbarungen etc. von dir und Rahiym.
Das zeugt nicht von eigenständigem Denken.
z.B. gab es während der Zeit des Bab im Iran durchaus Reformbewegungen weltlicher Art.
Damit will ich "Amir Kabir" nennen der meiner Meinung nach mehr für das Iranische Volk Menschen getan hat als der Bab.
Wiso ist Gott nicht fähig seinen Manifestationen beizubringen dass sie solche Menschen unterstützen sollen.
Eine der von mir Unangenehmst Empfundenen Verlautbarungen Reden eines Bahai als Beispiel.
Zitat:
Aus Shoghi Effendi: Gott geht vorüber":

"DieGesellschaft, in der Er (der Bab) auftrat, war das voerrotteste Geschlecht der zivilisierten Welt, gänzlich unwissend, wild, grausam, von Vorurteilen durchtränkt und von kriecherischer Unterwürfigkeit gegenüber einer vergötterten Priesterschaft, die mit ihrer Abartigkeit an die Israeliten in Ägypten zu Moses Zeit erinnert, mit ihrem Fanatismus an die Juden zur Zeit Jesu, und mit ihrer Perversität an die arabischen Götzenanbeter in den Tagen Muhammads. Der Erzfeind, der den Bab zurückwies, Seine Autorität in Frage stellte, Seine Sache verfolgte und fast Sein Licht erstickt hätte, schliesslich aber unter der Wucht Seiner Offenbarung zersplitterte, war der schiitische Klerus. Von wildem Fanatismus getrieben, unsäglich korrupt, schrankenlos herrschend über die Massen, eifersüchtig bedacht die Stellung zu halten, und völlig unversöhnlich gegenüber allen liberalen Ideen, riefen die Angehörigen dieser Kaste tausend Jahre lang den Namen des Verborgenen Imans an, glühenden Herzens in der Erwartung Seines Advents; von ihren Kanzeln erschallte der Lobpreis Seines weltumspannenden Reiches, und immernoch murmelten sie fromme Gebete, dass sich Sein Kommen beschleunige. Die Herrscher der ayarendynastie machten sich zu ihren willigen Werkzeugen, die ihr hohes Amt für die üblen Absichten der Feinde missbrauchten, allen voran der bigotte, schwächliche und schwankende Muhammad Shah, der im letzten Augenblick den bevorstehenden Besuch des Bab in der Hauptstadt (Teheran) hintertrieb, und nach ihm der jugendlich unerfahrene Nasir`d-Din Shah, der bereitwillig das Todesurteil über seinen hohen Gefangenen bestätigte. Die Erzschurken, die sich mit den Haupturhebern dieser verruchten Verschwörung handgemein machten, waren die beiden Grosswesire Haji Mirza Aqasi, Muhamm Shahs vergötterter Erzieher, ein vulgärer, verschlagener und launischer Ränkeschmied, sowie der despotische, blutdürstige und rücksichtslose Amir-Nizam Mirza Taqi Khan;
der erste verbannte den Bab in die Gebirgsfestung nach Adhirbayjan, der zweite befahl Seinen Tod in Tabriz. Ihr Komplize an diesen und anderen abscheulichen Verbrechen war ein aufgeblasenes Regime aus eitlen, schmarotzenden Höflingen und Gouverneuren, korrupt, unfähig, krampfhaft an unrechtlich erworbenen Privilegien festgekrallt und willig einer offenkundig entarteten Geistlichkeit hörig. Die Helden, deren Taten aus dem Bericht über diesen leidenschaftlichen geistigen Kampf hervorleuchteten, der gleichermassen Volk und Geistlichkeit, Herrscher und Regierung einbezog, waren die erwählten Jünger des Bab, die "Buchstaben des Lebendigen" mit ihren Gefährten, die Pioniere des Neuen Tages, die gegen soviel Hinterlist, Unwissenheit, Verderbnis, Aberglauben und Feigheit einen erhabenen, unauslöschlichen, ehrfurchtsgebietenden Geist stellten, ein erstaunlich tiefes Wissen, Beredsamkeit von hinreissender Kraft, Religiösität von unübertroffener Innigkeit, löwenhaft entschlossenem Mut, heilig reine Selbstverleugnung, felsenfeste Entschlossenheit, eine erstaunliche geistige Schau, eine die Gegner entwaffnende Verehrung des Propheten und Seiner Imane, eine Überzeugungskraft, die die Feinde aufschreckte, sowie ein Glaubensmass und einen Verhaltenskodes, der das Leben ihrer Landsleute herausforderte und umwälzte..."

Ich hoffe du verstehst was ich meine.

mfffgggg gnostik
Liebe Melek,

Zitat:
OK, ich misch mich lieber nicht ein!


Das war auf keinen Fall gewollt.



Lieber Gnostik,

Zitat:
z.B. gab es während der Zeit des Bab im Iran durchaus Reformbewegungen weltlicher Art.


Das habe und wollte ich nie bestreiten.

Zitat:
Wiso ist Gott nicht fähig seinen Manifestationen beizubringen dass sie solche Menschen unterstützen sollen.


Wie ich bereits schilderte waren Bábi durchaus massiv an modernistischen Bewegungen beteiligt. Das kannst du in einschlägiger Fachliteratur nachlesen.

Zitat:
Eine der von mir Unangenehmst Empfundenen Verlautbarungen Reden eines Bahai als Beispiel.


Da beurteilt Shoghi Effendi aufgrund von Primärquellen, die Situation der Moral in Persien zur Zeit des Báb. Primärquellen die, soweit ich weiß, dir nicht zugänglich sind. Das mag nun nicht unbedingt der sanfteste seiner Texte sein und gewiss eine sehr schonungslose Kritik. Aber was dein Problem damit weiß ich nicht.

Übrigens fiel am Ende auch Amir Kabir den von Shoghi Effendi beschriebenen moralischen Misständen und Intrigen zum Opfer, er wurde ermordet. Sein Nachfolger, Haj Ali Khan, war dann der Organisator der systematischen und blutigen Verfolgung der Bábi. Er war es übrigens auch, welcher die Ermordung Amir Kabir durchführte.

Siehe hierzu Kia, M.: Inside the Court of Naser od-Din Shah Qajar.
1881-96: The Life and Diary of Mohammad Hasan Khan E'temad os-Saltaneh. S. 101 - 141 In: Middle Eastern Studies, 37:1 (2001)


Liebe Grüße, Tobias
Hallo Melek,

Zitat:
Es ist also sowas wie, wenn man nicht christlich ist sondern jesuslich... (hört sich bescheuert an ich weiss) !
also ist das nicht wircklich gut eine eigene Religion daraus zu machen! auch wenn du glaubst das es so geschehen sollte, glaub mir tobias, wäre es so, dann wären alle muslime zum bahai konvetiert, weil wir ja so gläubische menschen sind!

Leider hat Tobias dich nicht verstanden.
Du hast recht, daß alle Christen "jesuslich" sein sollten. Aber das geht leider nicht, weil sie an zu vielen Dingen festhalten, die angeblich wichtig sind.
Wenn du sagst "jesuslich", dann verstehe ich darunter die Worte von Jesus:

Joh 13,34 Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. 35 Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.

Es ist also wirklich einfach. Ganz ganz ganz einfach definiert.
Wenn wir einander lieben sind wir Jesu Jünger. Mehr nicht!

Und was trennt Religionen? Doch immer nur die Frage über die Gebote, die ein Gläubiger einzuhalten hat, was er als Wahrheit zu glauben hat, was er anbeten darf oder nicht, was heilig ist und was nicht, .....

Und dann kommt dieser Jesus und sagt ein so einfaches Wort.

Ein neues Gebot gebe ich euch:

Liebt einander!

Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben.

Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.


So einfach. Und doch anscheinend nicht kompliziert genug für die Menschen. Wenn sich alle Christen an dieses eine Gebot von Jesus halten, dann sind sie alle seine Jünger. Und es spielt absolut keine Rolle, ob sie jetzt den Dogmen der verschiedenen Bekenntnisse glauben oder nicht. Es ist völlig uninteressant, ob sie beschnitten sind oder nicht. Es hat überhaupt keine Auswirkungen, was sie glauben.

Nein, Jesus sagt ganz klar:
Wenn ihr einander liebt seid ihr meine Jünger.

Es ist doch herrlich. Selbst wenn man nicht an Jesus glaubt, kann man ein Jünger Jesu sein. Stop, welche Anmaßung gerade. Das ist ja so, wie wenn die Muslime sagen, jeder der an Gott glaubt ist ein Moslem. Stop stop stop. So einfach ist es nicht. Oder doch?

Joh 12,44 Jesus aber rief aus: Wer an mich glaubt, glaubt nicht a mich, sondern an den, der mich gesandt hat, 45 und wer mich sieht, sieht den der mich gesandt hat.

Wenn ich also sage, daß ich an Jesus glaube, dann glaube ich in Wirklichkeit an Gott. Jeder der an Jesus glaubt glaubt an Gott.
Jeder, der in der Liebe bleibt, bleibt in Gott.

Ja, genauso einfach ist es. Aber was haben die Kirchen daraus gemacht. Aus Angst, Einfluß zu verlieren erklären sie ihre eigene Deutung für richtig, und verurteilen die Deutungen der anderen. Welch absurde Situation. Die Kirchen dienen nicht dem Glauben an den einen Gott, sondern sie spalten die Menschen. Allein durch ihre Existenz. Wie verrückt. Denn würden sie die Menschen nicht spalten, dann hätten sie ihre Existenzberechtigung verloren. Denn das, was sie lehren, ist nicht wichtig für die Erlösung. Ja, es ist manches schon wichtig, aber es gibt soviele Wege zu Gott wie es Menschen gibt. Und es ist sicher richtig, daß manche Wege eben besser geeignet sind. Aber sie deshalb als allein richtig zu bezeichnen ist eine Lüge. Und das wurde Jahrtausende lang so gemacht. Weil die Religion sich von den Mächtigen mißbrauchen ließ und selbst mächtig wurde. Überall wo die Religion Macht hat versucht sie, diese Macht zu erhalten. Und das geht nur durch Abgrenzung, durch Spaltung.

Ich bin ein Moslem. Denn ich glaube an Gott, und versuche ihm zu dienen.
Ich bin ein Christ. Denn ich glaube an Gott, und versuche in der Liebe zu bleiben. Und indem ich in der Liebe bleibe diene ich Gott.

Dann muß man nicht mehr streiten.

Galater
Forum -> Islam

Zurück  
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20,
21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39  Weiter
Ähnliche Themen
Das Fehlen von Mitgefühl oder andere Ursachen
Nirwana oder Nibbana ? Was soll das heissen
Sinn? Alles oder Nichts!
Ich weiß nicht weiter:( Trennung oder nicht? Teil 1
Traum oder Realität? Grenzen verschwinden
Hilfe! Schwanger oder nicht mit 16?
Der grosse oder der kleine Tod?
Kopftuch- Freiheit oder Unterdrückung?
Hatte Jesus 12 oder 13 Jünger
Gott ist "in uns oder nirgends"