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Allah oder Mehrere?












Was laufen hier denn für Sprüche? - Das Pantheon ist nämlich in einem anderen Thread! - Aber Lesen will gelernt sein..... Pisa läßt grüßen!

Gruß
Fipps hat folgendes geschrieben:
Damit ist gemeint, dass diese ernsthaften und unfanatischen Muslime gern die schönen Stellen zitieren, aber die im Koran "bunt ausgemalten Strafen" lieber beiseite schieben bzw. nicht oder nur mit Zögern erwähnen. "Herunterspielen" ist etwas ganz anderes als "herunterleiern".
Mein Satz hat also genau das Gegenteil von dem bedeutet, was Du verstanden hast..


Ok, sorry, dass ich es falsch verstanden habe aber selbst diese Version finde ich problematisch.

Somit findest du es ja anscheinend irgendwo verwerflich, dass "ernsthafte" und "unfanatische" Moslems sich nur an die schönen und mystischen Stellen des Korans wenden und diese in ihr Leben einbringen.

Möchtest du ihnen jetzt irgendwie Heuchelei vorwerfen ?

Was ist denn daran so schlecht nur das Gute in das Leben zu integrieren ?

Die "bösen" Stellen des Korans betreffen ohnehin unser heutiges Zeitalter nicht mehr und diese "ernsthaften" und "unfanatischen" Moslems wissen das nämlich auch genau ! Im Koran ist Sklaverei nicht ausdrücklich verboten, ja sogar erlaubt (wenn auch nicht befürwortet), aber trotzdem kommt kein vernünftiger Moslem jetzt auf die Idee sich einen Sklaven zuzulegen.

Ich verstehe dieses heuchlerische Getue von manchen Islamkritikern nicht:

Von der einen Seite schreit man ständig "Islam, reformiere dich!" und von der anderen Seite werden dann gerade Menschen, die sich eben das seeligste aus ihrer Religion nehmen irgendwie veurteilt. Vorallem graust es mich wenn es bei denen heisst "ein wirklich gläubiger Moslem kann sich gar nicht reformieren, er ist durch sein unumstößliches Gesetz der Rückständigkeit verdammt".
@Rahiym

Muslime sagenaber (zumidest, die ich bislang kennen gelernt habe in und außerhalb dieses Forums), dass die Lehraussagen des Korans zeitlos sind!

Natürlich ist das ein Widerspruch zur inhaltlichen Aussage gewisser Suren. Aber darauf wird der alleinseligmachende Anspruch des islamischen Glaubens bei diesen Menschen begründet! Daher auch der Kraftakt, dass sich schlieslich alle "Ungläubigen" zum Islam zu bekehren haben... ansonsten, jaja, welches Unheil dann droht... So hat man früher Kindern auch gedroht, wenn sie sich nicht an den Aussagen ihrer eltern halten wollten! - Sorry, für mich nicht nur reichlich kindisch!

Gruß
Hallo Rahiym,

Zitat:
Was ist denn daran so schlecht nur das Gute in das Leben zu integrieren ?

Es gibt im Islam eine Strömung, den ganzen Koran als das wörtliche Wort Gottes zu nehmen. Und diese Einstellung verhindert streng genommen jede Interpretationsmöglichkeit.

Genau das ist der Kern. Selbst wenn du für dich einiges freier interpretierst, dann kommen einige Hardliner und machen dich nieder. Und die berufen sich darauf, das der Koran wörtlich zu nehmen ist, weil er ja das Wort Gottes ist. Wenn irgendwann der Koran als inspirierte Schrift gesehen werden kann, dann sind Interpretationen möglich. Aber das widerspricht ja dem Koran, weil drinsteht, daß er das Wort Gottes ist, so direkt von Gabriel dem Mohammed gegeben. Diese Schrift holt ihre Bestätigung aus sich selbst. Das kann man glauben oder auch nicht. Wenn man dem Koran glaubt, dann muß man auch das glauben. Denn wo beginnt denn dann die Wahrheit? Das ist das Problem.

Es gibt in der Bibel eine Schrift, die auch dasselbe von sich behauptet. Die Offenbarung des Johannes schreibt am Ende auch so "komisches" Zeug. Das hat aber die christlichen Theologen nicht gehindert, sie dennoch zu interpretieren, bzw. abzulehnen als heilige Schrift.
Ich denke auch, daß sie nicht göttlich inspiriert ist. Denn da steht keine Wahrheit drin. Nur Märchen.
Ich will den Koran damit nicht gleichsetzen, aber die Muslime müssen dringend erkennen, daß die Zeiten vorbei sind, als man den Menschen vorsagen konnte, was sie zu denken haben. Ich bin sicher, daß sich diese Erkenntnis auch bei den Muslimen durchsetzen wird, wage aber zu behaupten, daß es noch sehr lange dauern wird. Und das bedaure ich zutiefst. Denn bis dahin ist ein Dialog mit dem Muslimen zum Scheitern verurteilt. Nicht ein Dialog hier im Forum, aber hier schreiben auch nicht Durchschnittsmuslime, geschweige denn ihre Immame. Der muslimische Klerus ist der Hemmschuh jeglichen Dialoges. Dieser Klerus nämlich ist noch nicht im 21ten Jahrhundert angekommen.
Und das können wir hier nicht ändern.

So leid es mir tut, aber wenn ich immer wieder hören muß, daß Christen von der Schrift abgewichen sind, dann muß ich daraus entnehmen, daß der Islam das Christentum als minderwertig betrachtet. Wie soll ich denn als Christ in so einem Fall reagieren? Soll ich mir denken, daß ich eben noch nicht die richtige Erkenntnis habe? Soll ich denken, daß mein Glaube falsch ist?

Nein, ich halte mich an die Bibel, in der steht, daß ich andere wegen ihres Glaubens nicht richten darf. Ich kann dir gerne die entsprechenden Bibelstellen aufführen. Wenn das in der Bibel steht, und die Bibel eine hielige Schrift ist, die auch der Koran anerkennt, wieso halten sich die Muslime nicht daran? Wieso verdammen sie Menschen, die einen anderen Glauben haben als sie selbst? Gilt für sie die Bibel nicht? Wenn sie aufrichtig wären, dann müßten sie sich eingestehen, daß sie zwar über die Bibel reden, aber sich nicht darum kümmern, was drin steht. Hauptsache sie stellen die Behauptung auf, die Bibel sei verfälscht. Siehst du, ich drehe mich im Kreis. Weil ich hier noch niemals von einem Moslem gehört habe, daß er die Bibel so anerkennt, wie sie geschrieben ist, und daß er das, was drin steht, als Wahrheit ansieht. (Außer Isa). Man kann aber nicht Mohammed in eine reihe mit Jesus Christus stellen, und gelichzeitig das abstreiten, was Jesus Christus gelehrt hat. Und da helfen auch nicht diese Abkürzungsfloskeln, die man immer hinter den Namen von Jesus anhängt, so "sav" oder ähnlich. Für Jesus braucht niemand zu bitten, zumindest nicht einer, der nicht einmal anerkennt, daß Jesus am Kreuz gestorben ist und auferweckt wurde. Jetzt könnte ich anfangen, mich aufzuregen.

Es gibt einen Gott.
Und es gibt eine Wahrheit.
Das Christentum ist davon entfernt.
Der Islam ist davon entfernt.

Im Christentum ist Wahrheit.
Im Islam ist Wahrheit.

Ich möchte jetzt aber nicht sagen, wieviel Wahrheit wo drinsteckt. Aber jeder sollte sich bewußt sein, daß sein Glaube nicht mehr wert ist, als der Glaube eines anderen Menschen.
Zitat:
... und von der anderen Seite werden dann gerade Menschen, die sich eben das seeligste aus ihrer Religion nehmen irgendwie veurteilt.


Lieber Rahiym,
und gerade weil ich das eigentlich nicht will, werde ich hier nun wirklich nicht mehr antworten.
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