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Tobias,
ganz recht, Jesus droht den Pharisäern und Schriftgelehrten, nebst allerhand Beschimpfungen: "Ihr Schlangen, ihr Otternbrut! Wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entrinnen?" Aber vorher beschreibt er ausführlich deren Heuchelei und Falschheit, und an keiner Stelle wird behauptet, dass das "Gottes ewiges und unerschaffenes Wort" sei.
Das ist eine der sehr wenigen Stellen im Neuen Testament, an denen von der Hölle die Rede ist. Die christlichen Amtsträger haben diese mit Vergnügen aufgegriffen und ein gewaltiges Gebäude aus Höllenglut und Teufelsfratzen aufgebaut, wie es im NT nicht enthalten ist.
Im Koran dagegen gehört es zum göttlichen Einmaleins. Es gibt kaum eine Sure ohne wüste Strafandrohungen gegenüber Leuten, die Mohammeds Verlautbarungen, angeblich von Gott selber kommend, nicht glauben wollen. Das ist der Unterschied.
Ich wende mich gegen ein abscheuliches Gottesbild, wie es im Koran niedergelegt ist, nicht gegen ernsthafte Gläubige, die die eine oder andere Richtung eingeschlagen haben, sei es auf Grund ihrer kulturellen Herkunft, sei es auf Grund ihrer Suche nach einem spirituellen Weg. Ich fürchte, da haben es die Muslime schwer, weil sie ja selber ständig über krause Sätze im Koran stolpern. Der Koran ist ein Hindernis.
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Lieber Flipps,
auch Jesus "droht" mit einer Hölle aus feuer. Schau dir gern noch einmal die Stelle über den Ehebruch an. Auch der Koran reift dort Falschheit an, eben in einem orientalischen Kulturraum.
Jetzt die Hölle im Christentum herunter zu spielen um den Islam schlecht darzustellen finde ich doch etwas bedenklich. Du magst nun Glauben oder nicht das Mohammed ein Gesandter Gottes ist, aber solch Apologien hier zu betreiben...
Vielleicht solltest du dir einmal das Gesamtgottesbild in der Bibel näher betrachten und ebenso die diversen Stellen, welche die Hölle beschreiben.
Was du krause Sätze nennst ist für einen Muslim heilig.
Für dich ist ein ernsthafter Gläubiger nur, wer sich vom Koran abwendet? Sehr seltsame Vorstellung...
Liebe Grüße, Tobias
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Hallo Tobias,
na, da hast du mir aber die Worte im Mund herumgedreht.
Ernsthafte -- nicht fanatische -- Muslime zitieren gern die schönen Stellen aus dem Koran und spielen die riesige Masse an bunt ausgemalten Strafen herunter, die allgegenwärtig angedroht werden. Auf diese Weise kommen sie mit dem Koran einigermaßen klar. Im übrigen liest kaum ein Muslim den ganzen Koran, schon weil er dessen Sprache kaum versteht. Und einen Koran etwa in Algerisch-Arabisch gibt es nicht, oder doch?
Wie dem auch sei, da ich ja selber kein Christ bin, brauche ich deren Lehren nicht zu verteidigen.
Wir sind uns beide, glaube ich, immerhin darin einig, dass der Koran als zeitbedingtes Dokument zu betrachten ist.
Und hier plagen sich etliche Muslime mit Koranzitaten ab und freuen sich, wenn es mal passt. Das tut mir innerlich weh, weil es für mich so aussieht, als ob sie sich unnütz abmühen. Eine sehr subjektive Betrachtungsweise, wie ich zugebe, und am besten halte ich mich da ganz raus.
Aber manchmal überkommt mich doch das Gefühl, dass es mal genug sein muss mit unserer großzügigen europäischen Leisetreterei gegenüber dieser Schrift, die mir beim Lesen immer wieder Widerwillen erregt.
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Sakina für alle.
Die Vorstellungen (Mytologien) von Himmel und Hölle Leben nach dem Tot Gericht und Strafe werden auch vom Bab und Baballuhla sozusagen als Wahrheit übernommen und in ihrem Glaubensgebäude integriert.
Meine kurz zusammenfassene Beurteilung all dieser monotheistischen Gottesstaatsideologien. "Phallozentrismus"
Auch hinter den schönsten Fasaden.
mffffgggg gnostik
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Lieber Fipps,
| Zitat: |
| . Im übrigen liest kaum ein Muslim den ganzen Koran, schon weil er dessen Sprache kaum versteht. Und einen Koran etwa in Algerisch-Arabisch gibt es nicht, oder doch? |
Aber die allseits bekannten Koranschulen gibt es.
Lieber gnostik,
| Zitat: |
| Die Vorstellungen (Mytologien) von Himmel und Hölle Leben nach dem Tot Gericht und Strafe werden auch vom Bab und Baballuhla sozusagen als Wahrheit übernommen und in ihrem Glaubensgebäude integriert. |
Das ist schlicht falsch. In der Bahá'í-Religion, wie auch schon in der Bábi-Religion sind Himmel und Hölle Symbole für die Nähe und Fehrne zu Gott. Der Koran wird von Bahá'í Symbolhaft ausgelegt, wie auch die Bibel (etc.).
Hinzu kommt das das Leben nach dem Tod für Bahá'í keine weltlichen Elemente enthält, so werden koranische Jenseitsbeschreibungen zu Zustandsbeschreibungen der Seelen. Derweil hat auch Bahá'ulláh sehr viele neue Dinge über die Jenseitsvorstellungen offenbart.
Übrigens haut "Baballuhla" so gar nicht hin, ich wäre sehr verbunden, wenn du den Namen zumindest in seiner vereinfachten Form richtig schreiben könntest, schließlich verhunze ich Jesus Namen ja auch nicht.
Es würde mich nun interessieren wo du diese These her hast?
| Zitat: |
Meine kurz zusammenfassene Beurteilung all dieser monotheistischen Gottesstaatsideologien. "Phallozentrismus"
Auch hinter den schönsten Fasaden. |
Wie kommst du nun darauf?
Liebe Grüße, Tobias
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