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| Rahiym: Die Bahá'i Weltordnung führt eine parteilose Demokratie ein, die soziale Gerechtigkeit über den gesamten Globus erziehlt, ein Bildungssystem, das stark auf die persönliche Recherche und wissenschaftlichen Denkens des einzelnen basiert, eine Kultur, bei der es so gut wie unmöglich ist einfach unterzutauchen sondern man ist stets im Gesellschaftsleben drin. Einsamkeit ist kein Deal mehr. |
*grübel* das hieße dann ja: Kontrolle in jedem Bereich - das hieße, die Individualität des Einzelnen zu kontrollieren - *grübel* oder habe ich da falsch gelesen ?
Und wie soll eine parteilose Demokratie in dieser Form aussehen. Partei heißt, auch anders sein zu können. Oder nicht ? Siehe CDU - SPD und andere - existiert dann alles nicht mehr ?
Es wäre nett, von den Kennern dieser Materie die Interpretation darüber zu hören bzw. zu lesen.
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Liebe Gabriele,
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| *grübel* das hieße dann ja: Kontrolle in jedem Bereich - das hieße, die Individualität des Einzelnen zu kontrollieren - *grübel* oder habe ich da falsch gelesen ? |
damit meinte ich einfach, dass dieses anonyme Stadtleben, das ich vorallem lange Zeit in München bewundern durfte in einer Bahá'i Ordnung durch die Teilnahme am 19-Tage-Fest gelöst ist. Man findet einen schnellen Draht zu neuen Leuten, lernt sie kennen und hat schnell einen Freundeskreis. Sogar viele junge Menschen in Deutschland leiden darunter sowohl in den überfüllten Hörsälen der Unis anonym zu sein als auch im Privatleben.
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| Und wie soll eine parteilose Demokratie in dieser Form aussehen. Partei heißt, auch anders sein zu können. Oder nicht ? Siehe CDU - SPD und andere - existiert dann alles nicht mehr ? |
Durch kommunale Wahlen, die ihre Räte wählen. Ausserdem wählt man noch seine Abgeordneten für die höheren Gremien bis hoch zur obersten Regierungsschicht. Gerade eine parteilose Demokratie gewährleistet, dass sich der einzelne Politiker viel individueller entfalten kann als in der Partei. In Partein ist man stark cem Fraktionszwang unterworfen.
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Das man nicht mehr allein sein darf hat Rahiym so nicht gesagt. Untertauche hat einen negativen Klang. Untertauchen tut man, wenn man strafrechtlich verfolgt wird oder man Depressionen hat. In beiden Fällen ist es wohl angebracht, wenn sich um diese Personen gekümmert wird.
Zuvor, genau einen Satz zuvor hat er geschrieben das die Bildung, und somit auch jegliche anderen Gedanken auf persönlicher Recherche und wissenschaftlichem Denken basieren wird.
Parteien passen aber nun so gar nicht in dieses Bild. Der Grundgedanke einer Partei liegt nämlich schon in einer Spaltung, ein Gedanke der für eine Religion der Einheit abwegig ist. Davon abgesehen das Parteien gesellschaftlich institutionalisierte Lobbys sind, liegt ihre Hauptaufgabe darin Macht an sich zu reißen und den Gegner zu denunzieren. Wer da erleben will soll sich einmal den Wahlkampf in Hessen noch einmal anschauen.
Um anders zu sein muss ich aber nicht nach Macht gieren und andere denunzieren, oder? Bahá'u'lláh lehrt eben die Einheit in der Vielfalt.
Abdu'l-Bahá greift hier in einem seiner Briefe ein schönes Symbol auf. Die Einheit der Menschheit ist mit der Harmonie eines wundervollen Blumengartens zu vergleichen. Keine der Blumen wuchert über eine andere hinweg oder stiehlt ihr Licht, Nahrung oder Wasser. Doch ein Blumengarten besteht nicht nur aus einer Monokultur, sondern aus vielen verschiedenen Blumen.
So wie der Blumengarten durch die wundervolle Komposition verschiedener Blumen schön wird, so wird die Menschenwelt durch verschiedene Menschen wunderschön. Da gehören Optimisten, genauso wie Kritiker dazu. Extrovertierte Menschen ebenso wie introvertierte. Denker, wie Praktiker usw. Wundervoll sind Kreuzungen oder der Austausch zwischen ihnen.
Eine Partei würde jedoch darauf aus sein über alle anderen Menschen hinauszuwachsen. Sie würde den anderen Blumen das Licht nehmen oder gar eine Monokultur aus dem Garten machen wollen. Als Reaktion würden sich andere Parteien bilden (genau so entstehen nämlich Parteien). Letztendlich würde der Garten verwuchern. Eine Einheit würde es nicht mehr geben.
Ein trauriges Beispiel wie schnell so etwas nach hinten losgehen kann, ist in der ersten Deutschen Republik zu betrachten.
In einer Partei sein heißt nicht anders zu sein, sondern genau auf Linie zu sein.
Das die Parteiendemokratie in Deutschland heute bereits Probleme hat ist in politikwissenschaftlichen Kreisen durchaus bekannt:
http://www.bpb.de/publikationen/O71.....r_Parteiendemokratie.html
Liebe Grüße, Tobias
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| Durch kommunale Wahlen, die ihre Räte wählen. Ausserdem wählt man noch seine Abgeordneten für die höheren Gremien bis hoch zur obersten Regierungsschicht. Gerade eine parteilose Demokratie gewährleistet, dass sich der einzelne Politiker viel individueller entfalten kann als in der Partei. In Partein ist man stark cem Fraktionszwang unterworfen. |
Zu bemerken ist das es in der Bahá'í-Religion weder Berufspolitiker, noch Kleriker gibt.
Bis jetzt gehen nur die Mitglieder des Universalen Hauses der Gerechtigkeit und die oberen Beraterämter oder Sekretäre dieser Tätigkeit Hauptberuflich nach. Wenn sie nicht wieder gewählt werden kehren sie wieder in ihr normales Arbeitsleben zurück.
Liebe Grüße, Tobias
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Nun, ja - der eine Mensch mag mehr Trubel, der andere braucht mehr seine Ruhe - wer in die Stadt zieht, hat es nicht so mit soviel Gemeindeleben und mag auch mal seine Zurückgezogenheit - man sollte keines übertreiben.
Wer viel Trubel mag, der kann auf`s Dorf ziehen, da wird man in alles einbezogen - Dorfgemeinde, Feuerwehrgemeinde, alle Arten von Festen wie Kirmes und mehr - das erinnert mich an einen Kollegen, der in einem Dorf wohnte und eines Tages erzählte er, daß einer von den Neuen - nicht alles mitmachen wollte - da klingelte er und holte ihn dazu.
ich habe mit ihm darauf hin diskutiert, daß ich es mir verbeten hätte, mich laufend zu belästigen - was ihm dann natürlich nicht verständlich war - ich empfand seine Art manchmal als etwas zu plump vertraulich, obwohl er sonst ein netter Mensch war - aber es ist so eine Art aufdrängeln, daß alle unbedingt mitmachen müssen. Es gibt im Leben auch sehr stille Menschen - die keine Welle zu irgendeiner großen Feierlichkeit haben, in der sich alle weinselig im Arm liegen wollen oder müssen - gibt wohl für alles seine zwei Seiten - würde mich aber auch mit diese Art von Zwang nicht gern gemein machen - so ein leiser stiller Zwang - damit aber auch kontrollierend.
Ich erinnere mich auch an eine Art von Zwang, den wir so gar nicht empfanden - aber im Nachhinein kommt man schon mal ins Grübeln.
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