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Warum der Islam für mich die Wahre Religion ist












Hallo Nasruddin,

Zitat:
Du zweifelst an meiner Aussage. Dann wollen wir mal meine Aussagen überprüfen:


Ich zweifel generell an allem und jeden Natürlich gibt es Gemeinsamkeiten zwischen den Religionen, dass habe ich ja auch gar nicht bezweifelt, jedoch eigentlich recht offensichtlich nicht in den Kernaussagen, ein paar davon habe ich aufgezählt.

Zitat:
Ich möchte in Gott aufgehen. Gott kann auch Nirvana sein.
Denn "es ist, das worüber es nichts zu reden gibt."


Wie kann Gott Nirvana sein? Aus der "Eigenschaft" der Unbeschreiblichkeit, schließt Du das Gott und Nirvana identisch sind. Ich kann mir andere Sachen vorstellen, die nicht begreiflich sind und trotzdem nicht gleich Nirvana oder Gott - ein 4,5,6,7 oder 8 dimensionaler Würfel.

Zitat:
So geben auch die Propheten wege und Weisungen zur Erlangung von Erkenntnissen an jene weiter, die auch diese zu erlangen suchen.


Buddha war kein Prophet, Nirvana hat sich ihm nicht Offenbart ebenso nicht wie Gott.

Hallo Rahiym,

Zitat:
Buddhisten glauben nämlich an das Karma und an Samsara, was ja irgendwo bedeutet, dass die gesamte Natur in ihrem tiefsten Kern einer Kontrolle unterworfen ist. Da scheint es nämlich gemäß buddhistischer Vorstellung des Karma und Samsara hinter oder in der Natur etwas zu geben, das darüber richtet, was dem Menschen genau widerfährt.


Es gibt Regeln, aber keine Instanz, die sie aufgestellt hat und niemanden der die Einhaltung der Regeln kontrolliert. Karma bedeutet Ursache und Wirkung(Regel) vergleichbar mit einem Naturgesetz, im Prinzip ohne definierte Moral. Wenn mir ein Stein auf den Kopf fällt, bedeutet das nicht, dass die Schwerkraft eine Moral hat und das eine Strafe ist. Im Prinzip richtet man sich, wenn man denn wirklich so will schon selber. Keine Instanz verteilt Karma oder notiert Punktstände.

Zitat:
Wie sonst können sämtliche Gedanken, Taten und Prozesse eines Menschen erfasst und im Rahmen einer Reinkarnation eine Reaktion erhalten


Karma schlägt sich nicht erst in der Wiedergeburt wieder, sondern auch schon zu Lebzeiten. Mit der Erleuchtung wird es obsolet.

Zitat:
Ausserdem gibt es genug Buddhisten, die durchaus die Parallelitäten zwischen östlichen und westlichen Religionen sehen. Eben auch in ihren Zentrallehren.

Zum Beispiel der Zen-Meister Kodo Sawaki oder auch Osho waren durchaus dieser Meinung. Und ausserdem will ich meinen Buddhisten sprechen durchaus von Konzepten wie Seele.


Vorweg, Buddha selbst bezeichnete die Seelen-Lehre als eine "Narrenlehre", auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Sie widerspricht dem buddhistischen Konzept von Erleuchtung, denn sie ist ewig und daraus folg im Buddhismus, dass Erleuchtung nicht möglich ist.

Das ist einer der zentralen Unterschiede, ich kann noch eine paar bezgl. des Nirvanas aufstellen und Du kannst mir sagen ob das auch alles für Gott gelten würde.

    Nirvana ist ein Zustand der Zustandslosigkeit
    Nirvana bedeutet das Ende der Existenz
    Nirvana kann man zu Lebzeiten dauerhaft erreichen
    Hat man Nirvana erreicht verlässt man es nicht wieder
    Nirvana hat sich nicht offenbart
    Aus dem Nirvana ensteht nichts
    Nichts kehrt ins Nirvana zurück
    Nirvana ist nicht alles was ist
    Nirvana handelt nicht
    Nirvana ist nicht allwissend
    Nirvana hat keine Allmacht
    Nirvana ist nicht das kosmische Bewusstsein
    Nirvana ist das Ende jeglichen Ichs
    Im Nirvana trifft man niemanden wieder
    Im Nirvana gibt es keine einzige Seele


Zitat:

Aha, ich möchte meinen, dass ein Selbst-Respekt und vorallem das Festhalten am eigenen Verständnis eben nicht zur gewünschten Erleuchtung führen kann. Erst wenn man alles Eins sieht ist man wirklich frei und nicht wenn man alles verschieden sieht.


Ich habe nicht von Selbst-Respekt gesprochen. Erleuchtung hat man erreicht, wenn man frei von Hass, Gier und Anhaftung ist. Die Seelen-Lehre ist eine Art von Anhaftung, denn sie resultiert in ewigen Leben. Das festhalten am Leben ist ein Grund für Wiedergeburt. (Der Satz ist wichtig )

Zitat:
Die geht nämlich eben in einen anderen Körper ein um reinkarniert zu werden. Und vorallem, was heisst hier eigentlich buddhistische Erleuchtung ? Es gibt nur DIE Erleuchtung und da gibt es nicht DEN EINEN Weg zur Erleuchtung lieber Leer.


Bei der buddhistischen Interpretation der Reinkarnation wandert nicht einfach etwas in einen Körper, aber darüber könnte man ganze Bücher schreiben. Langes kompliziertes Thema, deswegen sollten wir das hier nicht unbedingt anschneiden.

Ich unterscheide sehr wohl zwischen Erleuchtungen, zwischen dem Nirvana und Gottesverwirklichung. Nur weil zwei Religionen zwei gleiche Wörter benutzen, müssen sie nicht das selbe damit meinen.

Zitat:
Klar schon aber völlig trotzdem nicht schlüssig Warum soll es angeblich nur den einen Weg geben, was macht dich da so sicher ?


Zu diesem neuronalem Muster kenne ich keinen anderen wissenschaftlich dokumentierten Grunf und ich kann mir auch keinen anderen vorstellen. Zur (buddhistischen) Erleuchtung gibt es sicher noch andere Wege.

Zitat:
Wenn ein Buddhist jetzt kommen würde und sagen würde "Hey Rahiym, das Konzept der sich fortschreitenden und entwickelnden Seele ist unserer Reinkarnationslehre mit anschließendem Eingehen ins Nirwana ähnlich" würde ich mich freuen, dass wir uns so nahe sind statt fern.


Und wenn einer zu Dir kommen würde und sagen würde das Bahaismus vielmehr sagt, dass Gott nicht existiert sondern Baha’u’llah gelehrt hat es gäbe keine Seele gibt und man nach dem Tod aufhört zu existieren? Wir reden hier nicht von Ähnlichkeiten sondern der angeblichen Übereinstimmung der Lehren im Kern.
Und noch als kleine Ergänzung, es gibt keine Entwicklung für den Menschen oder irgendein Aggregat im Buddhismus.

Wieso zwangsweise Einheit schaffen wo doch offensichtlich Unterschiede sind? Ich sehe in der Unterscheidung keine Grundlage für Hass und Streitigkeiten, vielmehr respektiert man den anderen und seine Einstellung und vereinnahmt den Glauben des Gegenüber nicht für seine Weltanschauung.
Hallo Nasruddin,

Zitat:
Du zweifelst an meiner Aussage. Dann wollen wir mal meine Aussagen überprüfen:


Ich zweifel generell an allem und jeden Natürlich gibt es Gemeinsamkeiten zwischen den Religionen, dass habe ich ja auch gar nicht bezweifelt, jedoch eigentlich recht offensichtlich nicht in den Kernaussagen, ein paar davon habe ich aufgezählt.

Zitat:
Ich möchte in Gott aufgehen. Gott kann auch Nirvana sein.
Denn "es ist, das worüber es nichts zu reden gibt."


Wie kann Gott Nirvana sein? Aus der "Eigenschaft" der Unbeschreiblichkeit, schließt Du das Gott und Nirvana identisch sind. Ich kann mir andere Sachen vorstellen, die nicht begreiflich sind und trotzdem nicht gleich Nirvana oder Gott - ein 4,5,6,7 oder 8 dimensionaler Würfel.

Zitat:
So geben auch die Propheten wege und Weisungen zur Erlangung von Erkenntnissen an jene weiter, die auch diese zu erlangen suchen.


Buddha war kein Prophet, Nirvana hat sich ihm nicht Offenbart ebenso nicht wie Gott.

Hallo Rahiym,

Zitat:
Buddhisten glauben nämlich an das Karma und an Samsara, was ja irgendwo bedeutet, dass die gesamte Natur in ihrem tiefsten Kern einer Kontrolle unterworfen ist. Da scheint es nämlich gemäß buddhistischer Vorstellung des Karma und Samsara hinter oder in der Natur etwas zu geben, das darüber richtet, was dem Menschen genau widerfährt.


Es gibt Regeln, aber keine Instanz, die sie aufgestellt hat und niemanden der die Einhaltung der Regeln kontrolliert. Karma bedeutet Ursache und Wirkung(Regel) vergleichbar mit einem Naturgesetz, im Prinzip ohne definierte Moral. Wenn mir ein Stein auf den Kopf fällt, bedeutet das nicht, dass die Schwerkraft eine Moral hat und das eine Strafe ist. Im Prinzip richtet man sich, wenn man denn wirklich so will schon selber. Keine Instanz verteilt Karma oder notiert Punktstände.

Zitat:
Wie sonst können sämtliche Gedanken, Taten und Prozesse eines Menschen erfasst und im Rahmen einer Reinkarnation eine Reaktion erhalten


Karma schlägt sich nicht erst in der Wiedergeburt wieder, sondern auch schon zu Lebzeiten. Mit der Erleuchtung wird es obsolet.

Zitat:
Ausserdem gibt es genug Buddhisten, die durchaus die Parallelitäten zwischen östlichen und westlichen Religionen sehen. Eben auch in ihren Zentrallehren.

Zum Beispiel der Zen-Meister Kodo Sawaki oder auch Osho waren durchaus dieser Meinung. Und ausserdem will ich meinen Buddhisten sprechen durchaus von Konzepten wie Seele.


Vorweg, Buddha selbst bezeichnete die Seelen-Lehre als eine "Narrenlehre", auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Sie widerspricht dem buddhistischen Konzept von Erleuchtung, denn sie ist ewig und daraus folg im Buddhismus, dass Erleuchtung nicht möglich ist.

Das ist einer der zentralen Unterschiede, ich kann noch eine paar bezgl. des Nirvanas aufstellen und Du kannst mir sagen ob das auch alles für Gott gelten würde.

    Nirvana ist ein Zustand der Zustandslosigkeit
    Nirvana bedeutet das Ende der Existenz
    Nirvana kann man zu Lebzeiten dauerhaft erreichen
    Hat man Nirvana erreicht verlässt man es nicht wieder
    Nirvana hat sich nicht offenbart
    Aus dem Nirvana ensteht nichts
    Nichts kehrt ins Nirvana zurück
    Nirvana ist nicht alles was ist
    Nirvana handelt nicht
    Nirvana ist nicht allwissend
    Nirvana hat keine Allmacht
    Nirvana ist nicht das kosmische Bewusstsein
    Nirvana ist das Ende jeglichen Ichs
    Im Nirvana trifft man niemanden wieder
    Im Nirvana gibt es keine einzige Seele


Zitat:

Aha, ich möchte meinen, dass ein Selbst-Respekt und vorallem das Festhalten am eigenen Verständnis eben nicht zur gewünschten Erleuchtung führen kann. Erst wenn man alles Eins sieht ist man wirklich frei und nicht wenn man alles verschieden sieht.


Ich habe nicht von Selbst-Respekt gesprochen. Erleuchtung hat man erreicht, wenn man frei von Hass, Gier und Anhaftung ist. Die Seelen-Lehre ist eine Art von Anhaftung, denn sie resultiert in ewigen Leben. Das festhalten am Leben ist ein Grund für Wiedergeburt. (Der Satz ist wichtig )

Zitat:
Die geht nämlich eben in einen anderen Körper ein um reinkarniert zu werden. Und vorallem, was heisst hier eigentlich buddhistische Erleuchtung ? Es gibt nur DIE Erleuchtung und da gibt es nicht DEN EINEN Weg zur Erleuchtung lieber Leer.


Bei der buddhistischen Interpretation der Reinkarnation wandert nicht einfach etwas in einen Körper, aber darüber könnte man ganze Bücher schreiben. Langes kompliziertes Thema, deswegen sollten wir das hier nicht unbedingt anschneiden.

Ich unterscheide sehr wohl zwischen Erleuchtungen, zwischen dem Nirvana und Gottesverwirklichung. Nur weil zwei Religionen zwei gleiche Wörter benutzen, müssen sie nicht das selbe damit meinen.

Zitat:
Klar schon aber völlig trotzdem nicht schlüssig Warum soll es angeblich nur den einen Weg geben, was macht dich da so sicher ?


Zu diesem neuronalem Muster kenne ich keinen anderen wissenschaftlich dokumentierten Grunf und ich kann mir auch keinen anderen vorstellen. Zur (buddhistischen) Erleuchtung gibt es sicher noch andere Wege.

Zitat:
Wenn ein Buddhist jetzt kommen würde und sagen würde "Hey Rahiym, das Konzept der sich fortschreitenden und entwickelnden Seele ist unserer Reinkarnationslehre mit anschließendem Eingehen ins Nirwana ähnlich" würde ich mich freuen, dass wir uns so nahe sind statt fern.


Und wenn einer zu Dir kommen würde und sagen würde das Bahaismus vielmehr sagt, dass Gott nicht existiert sondern Baha’u’llah gelehrt hat es gäbe keine Seele gibt und man nach dem Tod aufhört zu existieren? Wir reden hier nicht von Ähnlichkeiten sondern der angeblichen Übereinstimmung der Lehren im Kern.
Und noch als kleine Ergänzung, es gibt keine Entwicklung für den Menschen oder irgendein Aggregat im Buddhismus.

Wieso zwangsweise Einheit schaffen wo doch offensichtlich Unterschiede sind? Ich sehe in der Unterscheidung keine Grundlage für Hass und Streitigkeiten, vielmehr respektiert man den anderen und seine Einstellung und vereinnahmt den Glauben des Gegenüber nicht für seine Weltanschauung.
Moin Leer,

Zitat:
Es gibt Regeln, aber keine Instanz, die sie aufgestellt hat und niemanden der die Einhaltung der Regeln kontrolliert. Karma bedeutet Ursache und Wirkung(Regel) vergleichbar mit einem Naturgesetz, im Prinzip ohne definierte Moral. Wenn mir ein Stein auf den Kopf fällt, bedeutet das nicht, dass die Schwerkraft eine Moral hat und das eine Strafe ist. Im Prinzip richtet man sich, wenn man denn wirklich so will schon selber. Keine Instanz verteilt Karma oder notiert Punktstände.


Dieses Regelwerk selber scheint die Instanz zu sein. Mir kommt es so vor, als ob du die Karmalehre so darstellen möchtest als sei sie mit Naturgesetzen vergleichbar aber dem ist nicht so. Naturgesetze sehen in bösen Handlungen keine vergeltenden Wirkungen. Aus rein natürlicher Sicht kann jeder Mörder unter bestimmten Umständen froh und locker von jeder Strafe davonkommen, in der Karmalehre hingegen nicht.

Die Karmalehre hat sehr wohl eine definierte Moral und diese sieht man in der Vorstellung darin, wie man wiedergeboren/reinkarniert wird. War man im vorherigen Leben ein guter Mensch wird man als König geboren, war man ein schlechter Mensch wird man als Bettler geboren und so. Dies nur mal als extreme Beispiele, die durchaus von Buddhisten vertreten werden. So hat es mir ein Buddhist erklärt.

Zitat:
Vorweg, Buddha selbst bezeichnete die Seelen-Lehre als eine "Narrenlehre", auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Sie widerspricht dem buddhistischen Konzept von Erleuchtung, denn sie ist ewig und daraus folg im Buddhismus, dass Erleuchtung nicht möglich ist.


Also, dass die Ewigkeit der Seele ein Kritikpunkt sein soll verstehe ich nicht, denn das Nirwana scheint ja auch ewig zu sein Also verstehe ich das Argument nicht.

Zitat:
Nirvana ist ein Zustand der Zustandslosigkeit


Gott hat auch keinen Zustand.

Zitat:
Nirvana bedeutet das Ende der Existenz


Gott ist mit keinem menschlichen Begriff beschreibbar, auch nicht mit Existenz.

Zitat:
Nirvana kann man zu Lebzeiten dauerhaft erreichen


Man kann auch zu Lebzeiten in Gott sein, ihm in höchster Nähe stehen.

Zitat:
Hat man Nirvana erreicht verlässt man es nicht wieder


Hat man einmal Gott erreicht verlässt man Gott auch gewiss nicht mehr wieder.

Zitat:
Nirvana hat sich nicht offenbart


Achso, und deswegen hat Buddha gelehrt ? Er selber war doch Offenbarer des Nirwana, sein Botschafter.

Zitat:
Aus dem Nirvana ensteht nichts
Nichts kehrt ins Nirvana zurück


Die Religionen sagen auch nicht, dass etwas "aus" Gott entsteht und ins Nirvana kehren wir gewiss zurück, denn die Bodhisattvas haben doch ein Gelübte abgelegt, dass sie jedes Geschöpf befreien werden und ins Nirvana verhelfen werden.


Zitat:
Nirvana ist nicht alles was ist


Behaupten die Religionen auch nicht.

Zitat:
Nirvana handelt nicht


Handeln ist wieder ein menschlicher Begriff.

Zitat:
Nirvana ist nicht allwissend


Achja und warum können Buddhas dann in die Zukunft oder in die Vergangenheit sehen ?

Zitat:
Nirvana hat keine Allmacht


Anscheinend schon, denn sie kann mich in einen König reinkarnieren oder in einen Bettler. Sie führt jede Ursache zu seiner Wirkung, das ist völlige Kontrolle und nichts anderes als Allmacht.

Zitat:
Nirvana ist nicht das kosmische Bewusstsein


Behaupten semitische Religionen auch nicht.

Zitat:
Nirvana ist das Ende jeglichen Ichs


Man muss das Ich aufgeben um Gott näher zu kommen.

Zitat:
Im Nirvana trifft man niemanden wieder
Im Nirvana gibt es keine einzige Seele


Nirvana ist aber trotzdem eine Art der Erfahrung. Es ist kein einfaches "Nichts", sondern man erfährt trotzdem etwas.

Zitat:
Ich habe nicht von Selbst-Respekt gesprochen. Erleuchtung hat man erreicht, wenn man frei von Hass, Gier und Anhaftung ist. Die Seelen-Lehre ist eine Art von Anhaftung, denn sie resultiert in ewigen Leben. Das festhalten am Leben ist ein Grund für Wiedergeburt. (Der Satz ist wichtig )


Leben ist eine Metapher im Bahaitum. Das höchste Leben ist eben nicht am Leben zu haften, so heisst es ebenfalls dort. Auch das Bahaitum definiert die Erleuchtung auf der Weise, dass man frei von Hass , Gier und Anhaftung ist.

Zitat:
Ich unterscheide sehr wohl zwischen Erleuchtungen, zwischen dem Nirvana und Gottesverwirklichung. Nur weil zwei Religionen zwei gleiche Wörter benutzen, müssen sie nicht das selbe damit meinen.


Warum unterscheidest du ? Buddha selber hat nie von verschiedenen Verwirklichungen im Jenseits geredet. Du stellst es so dar, als ob dann ein Christ in seinen Christenhimmel käme, ein Bahá'i in seine Gottesnähe und ein Buddhist eben reinkarnieren oder verwehen werde Fakt ist aber, dass Buddha von so etwas nicht geredet hat. Es gab für ihn nur die Erleuchtung und er hat niemals behauptet eine Gottesverwirklichung könne nicht zum Nirwana führen.

Zitat:
Zu diesem neuronalem Muster kenne ich keinen anderen wissenschaftlich dokumentierten Grunf und ich kann mir auch keinen anderen vorstellen. Zur (buddhistischen) Erleuchtung gibt es sicher noch andere Wege


Es gibt keine buddhistische, bahaistische oder satanistische Erleuchtung. Es gibt einfach nur die Erleuchtung. Christen beten und glauben, Juden befolgen das Gesetz, Moslems werfen sich nieder und ergeben sich, Bahá'i versuchen alle Kulturen und Religionen als eins zu sehen und beten für die ganze Welt und Buddhisten meditieren halt.

Zitat:
Und wenn einer zu Dir kommen würde und sagen würde das Bahaismus vielmehr sagt, dass Gott nicht existiert sondern Baha’u’llah gelehrt hat es gäbe keine Seele gibt und man nach dem Tod aufhört zu existieren? Wir reden hier nicht von Ähnlichkeiten sondern der angeblichen Übereinstimmung der Lehren im Kern.
Und noch als kleine Ergänzung, es gibt keine Entwicklung für den Menschen oder irgendein Aggregat im Buddhismus.


Ich würde ihm zustimmen. Gott ist nur ein Begriff für den Menschen. Dieser Begriff deckt das Wesen Gottes so wieso nicht und kann auch gerne weggelassen werden. Egal, was ich mir darunter vorstelle, diese Vorstellung gilt für Gott nicht. Das sagt Bahaullah selber.

Begriffe wie "Existenz" oder "Nichts" gibt es bei Gott nicht. Wenn man Gott näher kommt vergeht jeder Begriff und alles irdische verbrennt so wie wenn man der Sonne nahekommen würde.

Indem man überhaupt mit Begrifflichkeiten irgendetwas zu unterscheiden versucht, ist man dem Verwehen, dem Nirwana fern. Alles ist Eins, das ist einer der Kernaussagen des Buddhismus.

Zitat:
Wieso zwangsweise Einheit schaffen wo doch offensichtlich Unterschiede sind? Ich sehe in der Unterscheidung keine Grundlage für Hass und Streitigkeiten, vielmehr respektiert man den anderen und seine Einstellung und vereinnahmt den Glauben des Gegenüber nicht für seine Weltanschauung.


Der Chinese ist vom Deutschen ebenso offensichtlich unterschiedlich und doch sind beide Eins. Es gibt nicht intuitiveres als jeden Menschen zu lieben und doch gibt es Hass und Streitigkeiten. Es gibt kein wahrhaftigeres Eingehen ins Nirwana als Unterschiede nicht zu sehen und alles in Einheit zu betrachten. Selbst den Kern als Schale zu betrachten ist die größte Selbstlosigkeit.
Hallo Rahiym,

Zitat:
Dieses Regelwerk selber scheint die Instanz zu sein. Mir kommt es so vor, als ob du die Karmalehre so darstellen möchtest als sei sie mit Naturgesetzen vergleichbar aber dem ist nicht so. Naturgesetze sehen in bösen Handlungen keine vergeltenden Wirkungen


Möchte ich auch, denn das war die allgemeine Sicht im Indien vor ca. 2500 Jahren und so beschreibt es auch Buddha. Analog kann man sich Karma wie eine rosarote Brille z.B. vorstellen: Wenn man verliebt ist, verknallt über beide Ohren und aufblüht, ist alles einfach nur schön, nichts kann einen trüben, nicht mal Katzenpi**e. Hier gibt es nichts wertendes, außer dass man selber die Zustände bewertet. Man gibt gutes und bekommt gutes zurück.

Zitat:
War man im vorherigen Leben ein guter Mensch wird man als König geboren, war man ein schlechter Mensch wird man als Bettler geboren und so. Dies nur mal als extreme Beispiele, die durchaus von Buddhisten vertreten werden. So hat es mir ein Buddhist erklärt.


Ein Grund warum ich mich ungern Buddhist nenne, die persönliche Einstellung wird auf den Rest der vermeidlichen Religionsgemeinschaft übertragen.
So, kleine Ungenauigkeit bei Dir, und zwar das "gute" und "schlechte" Menschen. Im Bsp. des Bettler würde man statt "schlecht" z.B. "gierig" einsetzten.
Mal ein weltliches Bsp. Nehmen wir an ich bin arbeitsscheu und faul, manche Menschen würde das als schlecht bezeichnen, dummerweise habe ich einen Termin an dem ich was abgeben muss und so muss ich drei Tage vor dem Termin von morgens bis abends ohne Pause durcharbeiten - ein vermeidlich schlechter Zustand in den ich da geraten bin. Nur durch mich selber, ohne Instanz, ohne dezidierte Moral.

Zitat:
Also, dass die Ewigkeit der Seele ein Kritikpunkt sein soll verstehe ich nicht, denn das Nirwana scheint ja auch ewig zu sein Also verstehe ich das Argument nicht.


Wenn irgendetwas dauerhaftes wie eine Seele am Menschen ist, so kann er nicht verwehen.

Zitat:
Gott ist mit keinem menschlichen Begriff beschreibbar, auch nicht mit Existenz.


Also ist der Satz: "Gott existiert." ein bedeutungsleerer Satz und unzulässig. Ebenso wie Gott liebt den Menschen, Gott ist gnädig etc. pp.

Zitat:
Hat man einmal Gott erreicht verlässt man Gott auch gewiss nicht mehr wieder.


Dann habe ich den Sündenfall wohl falsch verstanden....

Zitat:
Achso, und deswegen hat Buddha gelehrt ? Er selber war doch Offenbarer des Nirwana, sein Botschafter.


Nirvana hat sich aber nicht Buddha offenbart. Buddha hat es allein durch eigene Anstrengung erreicht und dann den Menschen den Weg dahin gezeigt.

Zitat:
Die Religionen sagen auch nicht, dass etwas "aus" Gott entsteht und ins Nirvana kehren wir gewiss zurück, denn die Bodhisattvas haben doch ein Gelübte abgelegt, dass sie jedes Geschöpf befreien werden und ins Nirvana verhelfen werden.


Die Formulierung "eingehen" ist wörtlich genommen unzulässig, Nirvana ist kein Ort, keine andere Sphäre. Ist nichts "aus", meinetwegen auch "durch", Gott entstanden? Hat er nicht den Menschen und das Universum geschaffen?

Zitat:
Achja und warum können Buddhas dann in die Zukunft oder in die Vergangenheit sehen ?


Buddha hat nie gesagt, dass er allwissend ist, er hat dem sogar widersprochen. Deshalb müssen seine Prognosen für die Zukunft nicht unbedingt richtig sein, vielleicht waren es nur die wahrscheinlichsten zukünftigen Ereignisse, aber da sie offengelegt worden sind, kann die Zukunft sich ja verändern.

Zitat:
Anscheinend schon, denn sie kann mich in einen König reinkarnieren oder in einen Bettler. Sie führt jede Ursache zu seiner Wirkung, das ist völlige Kontrolle und nichts anderes als Allmacht.


Nirvana ist nicht die Kontrollinstanz des Karmas, wo soll das geschrieben stehen?

Zitat:
Nirvana ist aber trotzdem eine Art der Erfahrung. Es ist kein einfaches "Nichts", sondern man erfährt trotzdem etwas.


Es ist kein "Nichts" das stimmt, aber es gibt dort keine Erfahrungen, denn Erfahrungen sind ein Merkmal der "leidhaften" Existenz oder genauer gesagt, deren kommen und gehen. Leidhaft ist der deutsche ungenaue begriff der 1. der 4 edlen Wahrheiten, eigentlich ist eher einfach nur die Vergänglichkeit gemeint.

Zitat:
Warum unterscheidest du ? Buddha selber hat nie von verschiedenen Verwirklichungen im Jenseits geredet.


Doch sicherlich. Er selber ist zu den Göttern aufgefahren und hat sie den Dharma gelehrt.

Zitat:
Du stellst es so dar, als ob dann ein Christ in seinen Christenhimmel käme, ein Bahá'i in seine Gottesnähe und ein Buddhist eben reinkarnieren oder verwehen werde


Nein, ich glaube das es verschiedene Existenz-Ebenen gibt, darunter auch eine göttliche. Deshalb kann ich mir vorstellen, dass man wenn man zu dem entsprechenden Gott beten, man in dessen göttlich Existenzebene eingeht, vielleicht ist das eine allgemeine, vielleicht in der Tat verschiedene. Keine Ahnung. Jede Existenz ist für mich aber vergänglich.

Zitat:
Es gab für ihn nur die Erleuchtung und er hat niemals behauptet eine Gottesverwirklichung könne nicht zum Nirwana führen.


Sollte die Gottesverwirklichung mit einer Seelenlehre verbunden sein, dann ist die Sache nicht so eindeutig. Ich formuliere das jetzt bewusst vorsichtig, damit es nachher nicht heiß ich wurde irgendeiner Religion irgendetwas absprechen

Zitat:
Es gibt keine buddhistische, bahaistische oder satanistische Erleuchtung. Es gibt einfach nur die Erleuchtung. Christen beten und glauben, Juden befolgen das Gesetz, Moslems werfen sich nieder und ergeben sich, Bahá'i versuchen alle Kulturen und Religionen als eins zu sehen und beten für die ganze Welt und Buddhisten meditieren halt.


Woher willst Du das wissen? Ich würde Gebet nicht einfach mit Meditation gleichsetzen, das ist ungenau/falsch.

Zitat:
Begriffe wie "Existenz" oder "Nichts" gibt es bei Gott nicht. Wenn man Gott näher kommt vergeht jeder Begriff und alles irdische verbrennt so wie wenn man der Sonne nahekommen würde.


Dafür war er aber angeblich erstaunlich aktiv in den letzten paar tausend Jahren.

Zitat:
Indem man überhaupt mit Begrifflichkeiten irgendetwas zu unterscheiden versucht, ist man dem Verwehen, dem Nirwana fern. Alles ist Eins, das ist einer der Kernaussagen des Buddhismus.


Ach Papperlapapp. Buddha selbst hat seine Lehre in Diskussionen verteidigt, oft gegen den Vorwurf des Nihilismus, und Unterschiede klar gemacht. Was er überhaupt nicht haben konnte war es, wenn jemand seine Lehre falsch auslegte. Übrigens war es in Indien damals Tradition öffentlich philosophische Streitgespräche zu führen, der Unterlegende wurde dann Schüler des Gewinners. Einer der Mönche Buddhas war wohl sehr begabt und hunderte kamen durch ihn zum Buddhismus.

Ich mach Dir einen Vorschlag: Äußere Deine These, dass Gottesverwirklichung gleichbedeutend mit Nirvana ist in einem buddhistischen Forum, am besten dem der DBU und wir werden sehen, was dabei rauskommt. Ich werde mich nicht einmischen, es sei denn Du zitierst mich falsch oder ich fühle mich falsch interpretiert, und dann auch nur indem ich es Dir persönlich via PN sage.
Hi lieber Leer ,

Zitat:
Möchte ich auch, denn das war die allgemeine Sicht im Indien vor ca. 2500 Jahren und so beschreibt es auch Buddha. Analog kann man sich Karma wie eine rosarote Brille z.B. vorstellen: Wenn man verliebt ist, verknallt über beide Ohren und aufblüht, ist alles einfach nur schön, nichts kann einen trüben, nicht mal Katzenpi**e. Hier gibt es nichts wertendes, außer dass man selber die Zustände bewertet. Man gibt gutes und bekommt gutes zurück.


Die Natur macht den Habgierigen zum Reichen Mann, das Karma hingegen zum armen Bettler. Bist du dir sicher, dass das Karma keine Wertung hat ? Die Natur lässt sich nämlich immer von allem Starken überzeugen, das Karma hingegen nur vom Selbstlosen.

Zitat:
Ein Grund warum ich mich ungern Buddhist nenne, die persönliche Einstellung wird auf den Rest der vermeidlichen Religionsgemeinschaft übertragen.


Das ist ein Problem in allen Religionsgemeinschaften.

Zitat:
So, kleine Ungenauigkeit bei Dir, und zwar das "gute" und "schlechte" Menschen. Im Bsp. des Bettler würde man statt "schlecht" z.B. "gierig" einsetzten.


Was hat das jetzt großartig verändert ? Begriffe wie "gut" und "schlecht" sind nichts als Oberbegriffe. Darunter fällt dann ein vielleicht unendlicher Katalog an verschiedenen nicht wünschenswerten Zuständen, in der sich etwas befinden kann.

Zitat:
Mal ein weltliches Bsp. Nehmen wir an ich bin arbeitsscheu und faul, manche Menschen würde das als schlecht bezeichnen, dummerweise habe ich einen Termin an dem ich was abgeben muss und so muss ich drei Tage vor dem Termin von morgens bis abends ohne Pause durcharbeiten - ein vermeidlich schlechter Zustand in den ich da geraten bin. Nur durch mich selber, ohne Instanz, ohne dezidierte Moral.


Das ist ein Beispiel für die Reaktion der Naturgesetze aber nicht des Karmas. Wenn du jetzt für die Erfüllung des Termins irgendwelche unerlaubten Tricks anwenden würdest, würden die Naturgesetze dich dafür belohnen aber das Karma würde dich bestrafen.

Zitat:
Wenn irgendetwas dauerhaftes wie eine Seele am Menschen ist, so kann er nicht verwehen.


Die Seele ist auch nicht "am" Menschen. Sie ist der göttliche Teil des Menschen.

Zitat:
Also ist der Satz: "Gott existiert." ein bedeutungsleerer Satz und unzulässig. Ebenso wie Gott liebt den Menschen, Gott ist gnädig etc. pp.


Streng genommen, ja.

Zitat:
Dann habe ich den Sündenfall wohl falsch verstanden....


Der Sündenfall ist eine symbolische Erzählung dafür, dass der Mensch eben von Grund an für die Einheit mit Gott geschaffen ist aber er sich eben bewähren muss, um Gottesnähe zu erfahren.

Zitat:
Nirvana hat sich aber nicht Buddha offenbart. Buddha hat es allein durch eigene Anstrengung erreicht und dann den Menschen den Weg dahin gezeigt


Auch Jesus oder Bahaullah haben sich bemüht zu erleuchten. Sie waren auch sehr gute Menschen bevor sie zu dem wurden, was sie wurden. Bahaullah selber sagt, dass das Wesen der Erleuchtung und der Manifestation Gottes nicht mit menschlicher Zunge beschreibbar ist.

Zitat:
Die Formulierung "eingehen" ist wörtlich genommen unzulässig, Nirvana ist kein Ort, keine andere Sphäre. Ist nichts "aus", meinetwegen auch "durch", Gott entstanden? Hat er nicht den Menschen und das Universum geschaffen?


Da hast du recht, es gibt kein passendes Wort dazu. Das Universum ist so entstanden, wie das Samsara und Karma so wollte. Ursache-Wirkung. Gott führt eben auch nur eine Ursache zu seiner Wirkung, mit entsprechender Wertung. Das Nirvana scheint durchaus irgendeine Verbindung zur Natur zu haben, wie sonst kann man sich als Mensch von der Natur befreien und verwehen ?

Zitat:
Buddha hat nie gesagt, dass er allwissend ist, er hat dem sogar widersprochen. Deshalb müssen seine Prognosen für die Zukunft nicht unbedingt richtig sein, vielleicht waren es nur die wahrscheinlichsten zukünftigen Ereignisse, aber da sie offengelegt worden sind, kann die Zukunft sich ja verändern.


Er hat aber gesagt er sei weder Gott noch Mensch und Buddhisten glauben durchaus im Zustand der Erleuchtung eins mit Zukunft und Vergangenheit zu sein, da sie ja mental die perfekte Gegenwart erreicht haben. Und wie sonst erklärt man sich Prophezeiungen über das Kommen eines nächsten Buddhas und wie konnten manche Tibet-Mönche ihren genauen Todeszeitpunkt bestimmen ?

Zitat:
Nirvana ist nicht die Kontrollinstanz des Karmas, wo soll das geschrieben stehen?


Nicht die Kontrollinstanz des Karmas aber irgendwie scheint sie doch in Kooperation mit dem ganzen Karma und Samsara zu stehen, denn sonst macht die ganze Lehre ja wohl keinen Sinn. Insgesamt bildet das ganze dann doch irgendwo eine Kontrollinstanz über der Natur. Gierige werden aufgrund ihres Karmas zum Bettler und irgendwann einmal kommt ein Bodhisattva und rettet diesen aus seinem Leiden und führt in ins Nirvana. Da ist durchaus insgesamt ein Kontrollsystem.

Zitat:
Es ist kein "Nichts" das stimmt, aber es gibt dort keine Erfahrungen, denn Erfahrungen sind ein Merkmal der "leidhaften" Existenz oder genauer gesagt, deren kommen und gehen. Leidhaft ist der deutsche ungenaue begriff der 1. der 4 edlen Wahrheiten, eigentlich ist eher einfach nur die Vergänglichkeit gemeint.


Ich habe das Wort "Erfahrung" verwendet, weil im Wikipedia-Artikel es hieß "man kann Nirvana nicht beschreiben, man muss es erfahren haben".

Zitat:
Doch sicherlich. Er selber ist zu den Göttern aufgefahren und hat sie den Dharma gelehrt


Unter Göttern könnte man durchaus Dämonen verstehen. Im semitischen Raum war es unter Polytheisten üblich, dass man bestimmte Engel oder Dämonen als Götter verehrt hat. Ausserdem weiss ich, dass laut buddhistischer Lehre auch Menschen, wenn sie sehr gut waren, zu "Göttern" aufsteigen können. In den semitischen Religionen sind Allah oder JHWH nie Menschen gewesen.

Zitat:
Nein, ich glaube das es verschiedene Existenz-Ebenen gibt, darunter auch eine göttliche. Deshalb kann ich mir vorstellen, dass man wenn man zu dem entsprechenden Gott beten, man in dessen göttlich Existenzebene eingeht, vielleicht ist das eine allgemeine, vielleicht in der Tat verschiedene. Keine Ahnung. Jede Existenz ist für mich aber vergänglich.


Diese Vorstellung wäre aber sehr exklusivistisch und würde die buddhistische Lehre über alle Lehren erheben. Somit wäre "der Gott", Allah, JHWH irgendwann einmal geboren oder entstanden, aber so sehen es die semitischen Religionen nicht. Du setzt die erhabene Position des "einen Gottes" herab und das fördert bestimmt keinen Dialog der Religionen.

Damit würdest du nämlich die anderen Religionen als zum "Leid führende Systeme" deklarieren, da sie ja nicht zum verwehen führen.

Das wäre aber schon irgendwie...hmm..naja...

Zitat:
Sollte die Gottesverwirklichung mit einer Seelenlehre verbunden sein, dann ist die Sache nicht so eindeutig. Ich formuliere das jetzt bewusst vorsichtig, damit es nachher nicht heiß ich wurde irgendeiner Religion irgendetwas absprechen


Ich weiss gar nicht, was so "Leiden bringend" an einer Seelenlehre sein soll und noch weniger weiss ich, mit welcher Intension Buddha diese Lehre abgestritten hat.

Zitat:
Woher willst Du das wissen? Ich würde Gebet nicht einfach mit Meditation gleichsetzen, das ist ungenau/falsch.


Woher weisst du was ein Mensch alles bei einem Gebet durchmacht ? Ein Gebet kann durchaus eine meditative Wirkung haben. Wieder reiten wir auf Oberflächlichkeiten, Definitionen und Begriffen herum.

Zitat:
Dafür war er aber angeblich erstaunlich aktiv in den letzten paar tausend Jahren.


Der Mensch selber war aktiv. Die Treuhänder der Religionen sind ja irgendwie die Menschen, oder ? Das "Paradies" hat sich in Bahaullah manifestiert und Bahaullah hat sein System offenbart. Und heute führen es Gläubige wie ich eben aus.

Zitat:
Ach Papperlapapp. Buddha selbst hat seine Lehre in Diskussionen verteidigt, oft gegen den Vorwurf des Nihilismus, und Unterschiede klar gemacht. Was er überhaupt nicht haben konnte war es, wenn jemand seine Lehre falsch auslegte. Übrigens war es in Indien damals Tradition öffentlich philosophische Streitgespräche zu führen, der Unterlegende wurde dann Schüler des Gewinners. Einer der Mönche Buddhas war wohl sehr begabt und hunderte kamen durch ihn zum Buddhismus.


Natürlich soll er seine Lehren verteidigen und letztenendes hat er ja trotzdem in seinen Lehren Parallelitäten zum Hinduismus gezogen. Karma, Samsara und Nirvana sind auch Hindus ein Begriff. Er grenzte seine Lehre ja nicht völlig von anderen ab.

Zitat:
Ich mach Dir einen Vorschlag: Äußere Deine These, dass Gottesverwirklichung gleichbedeutend mit Nirvana ist in einem buddhistischen Forum, am besten dem der DBU und wir werden sehen, was dabei rauskommt. Ich werde mich nicht einmischen, es sei denn Du zitierst mich falsch oder ich fühle mich falsch interpretiert, und dann auch nur indem ich es Dir persönlich via PN sage.


Wenn ich jetzt in einen Islamforum posten würde "Buddha ist ein Gesandter Gottes und Juden oder Christen, sowie Zaratusthrier kommen auch ins Paradies" dann würde man mir auch eine Menge husten. Nur weil exklusivistische Mentalitäten Träger der jeweiligen Religionen sind muss ich mich davon nicht belehren lassen.

Religionen wurden zu verschiedenen Zeiten unter bestimmten Umständen verschieden offenbart aber sind in ihrem Kern eins und alle führen zur Erleuchtung, das ist meine Qibla, das ist mein Mekka und das ist mein Akka.

Gruß,
Rahiym
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