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Warum der Islam für mich die Wahre Religion ist












Guten Tag lieber _leer_

Ich gebe zu, dass ich vom Buddhismus nicht sehr viel weiss.
Aber viele Aussage des Buddhismus kommen mir gar nicht fremd vor.

Zitat:
Buddhismus wäre davon ausgenommen, denn er kennt keinen Gott der angebet werden müsste und auch das Heilsziel ist fundamental anders, als z.B. im Islam. Das Beenden jeder Existenz vs. ewiges Leben.


Ich habe die Schriften in meiner früheren Jugend oft gelesen. Auch heute beschäftige ich mich damit.

Vor einigen Monaten habe ich wieder Aussagen des Dali Lama gelesen und darüber nachgedacht. Er ist ein heiliger Mann, wenn man es so sagen darf.

Aber der Tibetanische Buddhismus schein verschieden von dem generellen Buddhismus des Gautamo zu sein.

Ich kopiere mal was von Wiki da rein.

Zitat:
Buddha sah sich weder als Gott noch als Überbringer der Lehre eines Gottes. Er stellte klar, dass er die Lehre, Dhamma (Pali) bzw. Dharma (Sanskrit), nicht aufgrund göttlicher Offenbarung erhalten, sondern vielmehr durch eigene meditative Schau (Kontemplation) ein Verständnis der Natur des eigenen Geistes und der Natur aller Dinge erkannt habe. Diese Erkenntnis sei jedem zugänglich, wenn er seiner Lehre und Methodik folge. Dabei sei die von ihm aufgezeigte Lehre nicht dogmatisch zu befolgen. Im Gegenteil warnte er vor blinder Autoritätsgläubigkeit und hob die Selbstverantwortung des Menschen hervor. Er verwies auch auf die Vergeblichkeit von Bemühungen, die Welt mit Hilfe von Begriffen und Sprache zu erfassen, und mahnte eine Skepsis gegenüber dem geschriebenen Wort oder feststehenden Lehren an, die in anderen Religionen in dieser Radikalität kaum anzutreffen ist.



Ich glaube Erkenntnis aufgrund der göttlichen Offenbarung oder durch Kontemplation ist dasselbe.

Der grösste Irrtum ist in den Abrahamitischen Religionen, dass gedacht wird, dass die göttliche Offenbarung einen "ohne Anstrengung" einem zukomme.
Es ist genauso im Buddhistischen ein Irrtum unter einem Baum zu sitzen, und auf den eigenen Bauchnabel zu "kontemplieren" bis die Erkenntnis kommt.

Das ist zu einfach und zu billig.
Die Erkenntniss muss erarbeitet werden!

Ich wurde im Islam genau so geschult wie Buddha es oben lehrt.

Allah ist der alleinige, einzige und ewige Gott. Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt. Und kein Wesen ist ihm gleich!

Schon die Vorstellung, das etwas nicht vorstellbar ist kommt buddhistischen Aussagen sehr nahe.

Es ist sehr schwer das Nirvana zu beschreiben. Der auszug aus dem Wiki ist wohl am schnellsten zu handhaben:

Zitat:

In buddhistischer Sicht besteht das Nirvana nicht als Örtlichkeit. Es ist kein Himmel und keine greifbare Seligkeit in einem Jenseits. Nirvana ist ein Abschluss, kein Neubeginn in einer anderen Sphäre. Somit ist es ein Zustand der Zustandslosigkeit, in dem alle Vorstellungen und Wunschgebilde gleichsam überwunden und gestillt sind.


Etwas, das Unvorstellbar ist.

Ich Glaube das Ziel "aller Suchenden" ist die "Erlösung"vom hiesigen Dasein bzw. "Auflösung" im Nirvana.

Das können wir glaube ich als "Samsara", "das hiesige Dasein" auf Deutsch sagen.

Für mich ist das Ziel vor den Augen das Massgebende.
Wie wir dann zum Ziel kommen und wie wir es benennen.
Das ist Wurscht.

Gruss
Nasruddin
Zitat:
Ich gebe zu, dass ich vom Buddhismus nicht sehr viel weiss.


Die wenigsten Menschen haben eine genaue Vorstellung davon was Buddhismus ist und was es bedeutet Buddhist zu sein, es gibt auch nur rund 250.000 Buddhisten in Deutschland. Finde ich auch nicht schlimm, dass die Menschen so wenig davon wissen, denn man muss sich wirklich in Konzepte einarbeiten, die unserem Weltbild diametral entgegengesetzt sind.

Zitat:
Aber viele Aussage des Buddhismus kommen mir gar nicht fremd vor.


Glaub ich wohl. Viele Gebote, Regeln oder Hinweise die man in Religionen findet sind entweder intuitiv richtig, weil sie unsere natürlichen Moral entsprechen oder sie sind übernommen worden.

Zitat:
Vor einigen Monaten habe ich wieder Aussagen des Dali Lama gelesen und darüber nachgedacht. Er ist ein heiliger Mann, wenn man es so sagen darf.


Das kann man so sagen, aus buddhistischer Sicht ist er die Emanationen von Avalokiteshvara: http://de.wikipedia.org/wiki/Avalokiteshvara

Zitat:
Aber der Tibetanische Buddhismus schein verschieden von dem generellen Buddhismus des Gautamo zu sein.


Der zuerst veröffentlichte Buddhismus war der Theravada-Buddhismus (Lehre der Ältesten), der tibetische Buddhismus gehört in die Kategorie des Spätbuddhismus und nennt sich Vajrayana (http://de.wikipedia.org/wiki/Vajrayana). Er ist esoterischer Natur und erweitert den Theravada-Buddhismus um die Transzendenz. Nach dem Selbstverständnis dieser Buddhisten ist Mahayana und Vajrayana eine Geheimlehre, die direkt auf Buddha zurückgeht aber erst später, als die Zeit reif war veröffentlicht wurde.

Zitat:
Ich glaube Erkenntnis aufgrund der göttlichen Offenbarung oder durch Kontemplation ist dasselbe.


In dem Text, den Du hier rein kopiert hast steht was anderes und Deine Ansicht entspricht nicht dem Selbstverständnis der Buddhisten.

Zitat:
Es ist genauso im Buddhistischen ein Irrtum unter einem Baum zu sitzen, und auf den eigenen Bauchnabel zu "kontemplieren" bis die Erkenntnis kommt.


Über etwas zu meditieren ist höchste Anstrengung, neurowissenschaftlich gesprochen ist das gesammte Gehirn in einem extrem konzentrierten Zustand, den ein Mensch, der nicht meditiert, niemals erreicht.

Zitat:
Ich wurde im Islam genau so geschult wie Buddha es oben lehrt.


Sicher? Keine göttliche Offenbarung, keine höchste Autorität, nichts ist ewig?

Zitat:
Ich Glaube das Ziel "aller Suchenden" ist die "Erlösung"vom hiesigen Dasein bzw. "Auflösung" im Nirvana.


Erlösung haben die Lehre gemein, aber das ist sehr oberflächlich, da unter Erlösung verschiedenes Verstanden wird. Nach islamischer Tradition ist das Diesseits eine Prüfung und oder Lernprozess für das Jenseits, nicht so im Buddhismus. Nach dem Tod erwartet einen das ewige Leben, ein bei Gott sein, dem einzig ewigen - nichts davon kann man auf den Buddhismus übertragen.

Ich bin wie gesagt davon überzeugt, dass die Ziele unterschiedlich sind und in gewisser Weise glaube ich auch, dass man als Moslem sein Ziel erreichen kann und bei Allah sein wird, das ist aber nicht das was der Buddhismus lehrt. Das hat nichts mit Bezeichnungen und Vorstellungen zu tun.
Lieber _Leer_

Ich rede von Kontemplation, das ist nicht dasselbe wie Meditation.

Muss weg. Komme aber am Abend zur Diskussion zurück.

Gruss
Nasruddin
Lieber Leer, dass du versuchst den Buddhismus als Atheismus darzustellen finde ich grottenschlecht Der Atheismus glaubt nämlich an keine Reinkarnation oder an ein Nirwana. Der Atheismus kennt keine Erleuchtung, keine Prophezeiungen über das Kommen des nächsten Buddha und sonst auch keinerlei Transzendenz.

Du reitest auf irgendwelchen formalen Definitionen herum, um den Buddhismus in seinem Ziel und mystischen Wesen von jeder anderen Religion zu trennen und ich verstehe wirklich nicht, was das bringen soll, ausser noch mehr Trennung und Zwietracht unter den Religionen und Kulturen.

Und deine Definitionsreitereien stimmen ja nicht einmal. Von wegen die Meditation sei einzigartig in ihrer Funktion. Das stimmt überhaupt nicht Menschen können bei allen möglichen Dingen hohe geistige Zustände erreichen, auch beim Klettern auf einen Berg oder beim Sägen von Holz.

Ich verstehe echt nicht, was du hier erzielen möchtest.
Hallo Rahiym,

Zitat:
Lieber Leer, dass du versuchst den Buddhismus als Atheismus darzustellen finde ich grottenschlecht Der Atheismus glaubt nämlich an keine Reinkarnation oder an ein Nirwana. Der Atheismus kennt keine Erleuchtung, keine Prophezeiungen über das Kommen des nächsten Buddha und sonst auch keinerlei Transzendenz.


Nein, dass versuche ich nicht. Mein Buddhismus ist Atheismus, dass gilt sicher nicht für alle Buddhisten. Atheismus fasse ich als erstmal ganz einfach wortwörtlich auf - "gottlos". Den obersten Schöpfergott gibt es soviel ich weiß in keiner einzige buddhistischen Tradition, im Spätbuddhismus kommt Transzendenz hinzu ebenso wie "göttliche" Wesen, auch wenn das "göttlich" da fehl am Platze ist. Ich rede von den sog. Yidams, was Du vielleicht mit "mystischen Wesen" meintest. Sie werden als innere Qualitäten verstanden, die man nach außen projiziert in der Meditation und sich mit ihnen rückverbindet, also nicht göttliches was unabhängig von einem in einer anderen Sphäre existiert.
Es gibt noch tranzendente Buddhas, da sieht es ein wenig anders aus, aber da habe ich noch keine fundierte Meinung zu. Das gilt wie gesagt alles nicht für Theravada.

Zitat:
Du reitest auf irgendwelchen formalen Definitionen herum, um den Buddhismus in seinem Ziel und mystischen Wesen von jeder anderen Religion zu trennen und ich verstehe wirklich nicht, was das bringen soll, ausser noch mehr Trennung und Zwietracht unter den Religionen und Kulturen.


Das tue ich nicht, ich will keine künstliche Trennung herbeiführen, sondern zeige nur auf wie es ist. Das wenn man vielleicht sich nicht so intensiv damit beschäftigt hat, es anders herüber kommt, kann ich verstehen. Aus buddhistische Sicht sind die zentralen Elemente aus theistischen Religionen und Buddhismus nicht miteinander vereinbar, würde man z.B. den Seelen-Gedanken in den Buddhismus importieren, würde das die Lehre verfälschen und buddhistische Erleuchtung wäre nicht mehr unbedingt mit dieser neuen Lehre möglich.

Gegenfrage: Was ist so wichtig daran, dass alle Religionen im Kern das selbe predigen? Dich als Bahaì kann ich ja verstehen, aber kann man ansonsten Unterschiede nicht einfach respektieren, muss man unter dem Vorwand der ansonstigen Definitionreiterei die eigenen Vorstellungen eines Jenseits anderen Religionen zuschreiben. Wo bleibt da der Respekt vor dem Selbstverständnis der Angehörigen dieser Religion? Ich weiß, dass das überspitz war.

Zitat:
Und deine Definitionsreitereien stimmen ja nicht einmal. Von wegen die Meditation sei einzigartig in ihrer Funktion. Das stimmt überhaupt nicht Menschen können bei allen möglichen Dingen hohe geistige Zustände erreichen, auch beim Klettern auf einen Berg oder beim Sägen von Holz.


Ich hätte vielleicht genauer sein sollen. Bei der Meditation werden bei Profis Muster im Gehirn gemessen, die ansonsten so nicht vorkommen. Gamma-Wellen, ein Indikator für Konzentration, die ansonsten zeitlich und räumlich sehr begrenzt auftreten, überfluten förmlich das ganze Gehirn und das für längere Dauer. Klar soweit?
PS: Sägen kann auch eine Meditation sein, gerade im ZEN.

Zitat:
Ich verstehe echt nicht, was du hier erzielen möchtest.


Unterschiede klar machen, Selbstverständnis von Buddhisten darstellen, auch in Abgrenzung von anderen Konzepten. Würdest Du es nicht klarstellen wollen, wenn jemand etwas über Deine Religion sagt, was wider dem Selbstverständnis ist? Müssen wir alle im Kern an das gleiche glauben um uns lieb zu haben?
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