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Warum der Islam für mich die Wahre Religion ist












Sakina

@Leer
Zitat:
Deswegen gibt es Meditationen, die einen auf diesen Moment vorbereiten, Phowa ist so eine: http://de.wikipedia.org/wiki/Phowa

Danke für den Tip, Jetzt habe ich wieder was zum nachdenken.

mfffggg gnostik
@Gebriele
Zitat:
Hier ist also auch wieder ersichtlich, daß Jeder über eine Religion schreiben kann und seine Interpretation formuliert. Auf wenn kann man sich verlassen.

Und auch wieder hier: das Thema das Threads haben wir lange verlassen - vielleicht weil das Thema nicht so interessiert ?

Manche Übergänge sind aber auch so fließend, daß man gar nicht merkt, wie man sie übertritt.


Völlig richtig. Von folgender Kritk nehme ich mich selber auch nicht aus: Die Disziplin, notfalls auf einen neuen Thread im neuen Sachgebiet (notfalls mit Querverweis) hat nachgelassen.

Kann daher nur appelieren, dass alle, die davon betroffen sind, in Zukunft ein wenig konsequenter handeln...

Gruß ohne Thema!
Moin Moin Leer !

(moin und sämtliche Derivate von Moin sollten als Weltgrußformel eingeführt werden )

Zitat:
Moinsen!

Zitat:
Ja griaß di Gott mei liaba Leer !


... in letzter Zeit ist er schon sehr aufdringlich


Boa, dann willst du bestimmt nicht in Bayern leben. Da wird Er wirklich aufdringlich.


Zitat:
Gut, dann sind wir uns ja einig. Ich hab schon ein zwei mal ziemlich lange Beiträge geschrieben, mit Quellen alles schön belegt um meine ungeheuerlichen Thesen untermauern - danach war dann der Faden tot. Deswegen halt.


Hehe, nur zu,tu dir keinen Zwang an. Ich finde lange und gut ausgeführte Beiträge viel besser als kurze, zum Teil unklare und missverständliche Beiträge.

Zitat:
Ich finde es gerade übrigens sehr lustig, dass ein Faden über die einzig wahre Religion sich in einen schönen Dialog gewandelt hat.


Ja, das empfinde ich genauso. Es ist wirklich sehr schön, wenn der Mensch sich stets nicht nur friedlich sondern auch in Verbundenheit und Liebe austauschen kann, auch wenn mal die Meinungen nicht immer übereinstimmen. Ich habe schon aus deinen Beiträgen sehr interessante Sachen entnommen, die mir für das Verständnis meiner eigenen Religion auch weitergeholfen haben.

Zitat:
Ich glaube ich habe das Wort "ausnutzen" bewusst bei meiner Antwort umgangen. Ausnutzen würde ja bedeuten, dass ich alleine zu meinem Vorteil im Hier und Jetzt nett bin zu anderen und Gutes tue.
Kommt drauf an wie das Motiv ist. Geiz oder etwas anderes was dann letztendlich hinterrücks doch selbstsüchtig ist, wird nicht funktionieren. Wenn Du im Hier und Jetzt ehrlich nett bist zu anderen und ein angenehmer Zeitgenosse, dann sehe ich jetzt aus dem Stand keinen Grund dafür, dass Deine nächste Geburt nicht vorteilhaft ausfällt. Es gibt ja buddhistische Laien seit Beginn, einige wissen oder glauben zu wissen, dass sie in ihrem momentanen Leben nicht erleuchtet werden- Sie führen dann ein gutes Leben im Einklang mit dem Dharma und hoffen, dass sie im nächsten Leben so die Chance haben erleuchtet zu werden. Ich sehe da aber keine Wertung drin, Karma ist halt eine Gesetz, dass man nicht brechen kann.


Ja eben, da kommt die Wertung "nett/ehrlich" oder "nicht nett/unehrlich" zustande, und das hat nicht einmal etwas mit Begriffen zu tun. Das Problem liegt nicht in der Verwendung, Anschauung oder Gehalt des Begriffes. Wenn nämlich ein unehrlicher Wohltäter nicht die gleiche karmische Reaktion erhält wie ein ehrlicher, obwohl die Auswirkungen exakt die selben waren, ist doch eine Wertung drin.

Nicht wertende Gesetze sind Gesetze, nach denen verschiedenste Ursachen zu gleichen Wirkungen führen können. Wenn die geistige Haltung bei irgendetwas mitspielt kann das entsprechende Gesetz kein wertefreies Gesetz sein.

Ich möchte das mal veranschaulichen:

Einem wertefreien Arbeitgeber ist es Schnuppe, ob jemand mit einer altruistischen Haltung gearbeitet hat oder nicht. Wenn die Arbeitsleistung eines egoistischen und altruistischen Arbeiters die gleiche ist bekommen beide Typen das gleiche Gehalt oder die gleichen Chancen auf Beförderung. Ein karmischer Arbeitgeber hingegen würde wahrscheinlich dem altruistischen Arbeiter mehr belohnen. Ist da keine Wertung ?

Zitat:
Es gibt noch drei weitere Stufen auf dem Weg zum Heiligen.


Was sind diese drei Stufen ?

Zitat:
Deswegen heißt es ja "das Leben ist leidhaft". Solange man das Prinzip von Ursache und Wirkung nicht durchschaut hat, reitet man sich immer wieder selber in die Sche***. Alles ist vergänglich, man pflanzt sich immer selber wieder nachteiliges Karma. Jedoch Gefahr erkannt ...


Das stimmt schon. Da alles wirklich vergänglicher Natur ist sollte man sich davon lösen, denn so kann es einem dann nicht mehr wehtun, wenn es vergeht. So zieht es einen nicht mehr mit sich. Wenn jeder an meinen Haaren zieht schneide ich sie einfach kahl, dann habe ich die Ka*ke nicht mehr.

Zitat:
Diese Ego ist halt ganz schön hinterlistig. Letztendlich will man ja das Ego, welche als nicht real und Wurzel vielen, wenn nicht gar allen Übels angesehen wird aufzulösen. Spiritueller Fortschritt kann auch dazu führen, dass das Ego durch die Hintertür wieder an Macht gewinnt. Einfach Dinge wie dass man nicht mehr so leicht, wenn überhaupt, reizbar ist oder einfach vieles klarer sieht, kann einem Stolz verleihen, wenn man dann noch "magische" Fähigkeiten erlangt, die sich mit dem Erleuchtungsweg einstellen können, kann man ganz schön hoch fliegen. Du kannst ja immer noch denken: "Ihr armen dummen Wesen, Euer Herr und Meister wird euch helfen" und das durchaus ernstgemeint, völlig ohne große selbstsüchtigen Hintergedanken, außer dem das man das Ego zusätzlich aufbläht, sich noch größer fühlt.


Gerade wenn man in seine eigene Vergangenheit zurückblickt und sich daran errinert, wie reizbar man noch früher war und so gut wie nichts klar gesehen hat wird man doch eigentlich nicht stolz. Und wenn man stolz ist hat man vielleicht diese erhabenen Eigenschaften gar nicht, sondern bildet es sich nur ein sie zu haben.

Ich kann mir irgendwie so schwer vorstellen, wie man so cool und locker sein kann seinen Nächsten und sogar seinen Feind zu lieben und dann auch noch stolz darauf ist. Ein ehrlich liebender Mensch pflegt, meiner Meinung nach, keinen Stolz für seine Tugende sondern konzentriert sich vielmehr darauf sie auszubauen und zu erhalten.

So ein Mensch beschäftigt sich dann auch weniger mit den Fehlern Anderer, sondern mit seinen eigenen. Ein liebender Mensch hat gar keine Zeit sich mit Belehrungen aufzuhalten, sondern ist vielmehr damit beschäftigt korrekt zu leben. Zumindest habe ich Jesus so verstanden.

Zitat:
Hapuh, ist jetzt nicht wirklich wärmer geworden, das Thermometer ist sogar ziemlich stark gefallen


Hehe, bist du etwa JÜNGER als 35 oder warum wird es kälter ? Bist du 55 ?

Zitat:
Och, den schicke ich Dir via PN. Ich tu mich schon schwer genug damit mich Buddhist zu nennen, da rücke ich nur ungern mit Details raus, die den Typus meines Buddhismus noch weiter eingrenzen. Nach werde ich noch als Prototyp für eine Art von Buddhisten gehalten und dass muss ja nun wirklich nicht sein.


Also ich persönlich halte ohnehin nichts davon irgendeinen Angehörigen einer Religion als Maßstab für die jeweilige Religion zu betrachten. Dafür ist die Religion nun mal da, um Einheit in der Vielfalt zu schaffen. Verschiedene Menschen, verschiedene Auffassungen, aber doch in einem gewissen Rahmen. Also ich warte auf eine PN

Zitat:
Ich glaube da hast Du missverstanden. Letztendlich hoffe ich natürlich darauf, dass alle Wesen erlöst werden, so wie ich das verstehe, aber ich wünsche ihnen, dass sie das erreichen, wenn sie sich wünschen, dass sie das erreichen. Kompliziert, aber eigentlich ganz einfach. Wünscht sich ein Christ heute, dass er in dem Himmel will zu Gott und seinen Freunden, dann wünsche ich ihm das auch. Trotzdem denke ich, dass diese Freude weder befriedigend ist noch von Dauer, noch glaube ich an eine Seele.

Ich hab mal gelesen, dass die Übersetzung/Interpretationen bei den 70 Jungfrauen ziemlich viel Raum lässt - es könnten auch weiße Trauben sein oder eine 70ig jährige Frau.


Ok, bevor ich jetzt den Faden verliere: Du bist mit der Prämisse ausgegangen, dass es eine größere Nächstenliebe ist den Menschen das zu "schenken", was sie haben wollen würden und nicht das, was man glaubt für den Menschen als das Beste zu empfinden.

Demnach müsstest du ja daran glauben, dass der Christ eben weil er Christ ist, auch in aller Ewigkeit bei seinem Gott im Himmel verweilen wird und nicht vergeht. Du aber glaubst daran, dass der Christ diesen Wunsch der ewigen Glückseeligkeit im Himmel eben nicht ewig sondern nur kurzzeitig erfahren wird.

Somit hast du dem Christen doch nicht das gewünscht, was er für sich selber gewünscht hat. Wäre dann nicht die einzig sinnvolle Konsequenz dem Christen einfach das zu wünschen, an was du selber glaubst ?

Zitat:
Letztendlich hat der er einen Männerorden einen Frauenorden und eine Laiengemeinde gegründet und damit in der Tat eine Religion inkl. Institutionen, Klöstern und was noch dazu gehört. Er betonte wie wichtig es sei in der Gemeinschaft den Buddhismus zu leben. Die drei Juwelen der Zuflucht sind für alle Buddhisten: Buddha(Lehrer, Ziel) Dharma(Lehre) und Sangha(Gemeinschaft) Hat bisher ganz gut funktioniert.


Das finde ich interessant ! Hast du Seiten, wo ich mir die buddhistische Gemeindeordnung durchlesen kann ? Also wie die Buddhisten in Klöstern leben oder wie die Institutionen genau organisiert sind ?


Zitat:
Klingt fast vertraut. Würde mich interessieren, wer der Urheber dieses Textes/Philosophie ist. Und nein, die Frage ist nicht beantwortet.


Bahaullah hat das so erklärt, aber ob es schon vor ihm jemand so gelehrt hat weiss ich nicht. Mag durchaus sein.

Zitat:
Ich hab prinzipiell Spaß am Leben, so viele werden es wohl nicht mehr sein Ich versuche alles mit einer gewissen Achtsamkeit zu erledigen. "Dummerweise" kann ich kaum noch Alkohol trinken. Hat sich von alleine eingestellt.


Das Leben ist mit Allem, was es beinhaltet schön Es gibt viel spaßigere Zustände des Geistes, an die der Alkohol nicht rankommt, ist also egal

Zitat:
Die Frage ist nur welcher. Ihren Ursprung haben die 10 Gebote im ägyptischen Totenbuch, auch viele der Psalmen sind der ägyptischen spirituellen Literatur entliehen, was, wenn man in Bibel liest, ja auch kein Wunder ist. So isoliert wie man es heute darstellt waren die Juden nicht, Moses war laut Bibel in allen Geheimnissen der Ägypter unterrichtet und für mich sieht es immer mehr so aus als wäre der Jesus-Mythos eine von vielen Interpretationen eines ägyptischen Sonnenkultes.


Die Ägypter waren laut anthropologischer Forschung durchaus mit den Juden verwandt, also werden gewisse kulturelle Werte der Ägypter auch für die Juden gepasst haben. Der Jesus-Mythos kann vielleicht auch mit Krishna verglichen werden, nicht zwingend mit der ägyptischen Göttervorstellung.

Zitat:
Massentierhaltung z.B. ist glaube ich eine der Folgen des oben beschrieben Gedanken, denn wir unterscheiden zu deutlich zwischen Mensch und Tier. Würden wir erkennen, dass wir ebenso einn Teil der Natur sind wie das Rind von Nebenan, geschaffen durch Evolution, mit Gefühlen, dann wäre das Unheil in den Schlachthäusern dieser Welt sehr viel schlechter zu rechtfertigen.


Genau diese Überlegungen führen mich gerade in die konsequente Einhaltung einer vegetarischen Lebensweise. Das Bahaitum empfiehlt sich vegetarisch zu ernähren. Fleisch wird zwar nicht verboten aber wenn man es gesundheitlich kann, wäre es löblich auf Fleisch zu verzichten - sagt Abdulbaha.

Zitat:
Die absolute Perversion offenbart sich meiner Meinung nach darin, dass darüber diskutiert wird ob man eine einfache menschliche embryonale Zelle vernichten darf, die nichts empfinden kann, gleichzeitig aber Tiere industriell gequält werden. Insofern ist der Gedanke des göttlichen Menschen für mich persönlich überholt.


Ich bin radikaler Anhänger der Neuro-Ethik Strömung. Alles was Empfindungen hat muss Rechte haben. Wenn Maschinen später mal reflektionales Selbstbewusstsein mit Sinnen entwickeln sollte man sie nicht mehr wider ihren Willen benutzen dürfen.

Zitat:
Klar kenne ich die Lotusblüte, dass zentrale Sinnbild des Buddhismus für den verwirklichten, wie Du es beschrieben hast - natürlich ohne Gott.
Die Frage die sich mir immer noch stellt ist polemisch gesprochen warum Gott diesen blutgetränkten Schlamm auch noch fördert? Er hat einen potentiell sehr grausamen Menschen schon geschaffen, als sein Ebenbild wohl gemerkt, und dann bringt er auch noch die schlechtesten Seiten zu Tage, wo der Mensch zu so viel mehr im Stande ist.

Mich würde interessieren ob der Autor des Diamant-Sinnbild und des Lotus-Sinnbild der gleiche ist.


Das Ideal alleine wird aufgrund der Realitäten der Menschheit stets missbraucht und fehlerhaft umgesetzt. Indem man eine Gesellschaft mit Regen sättigt wird Regen unattraktiv. Indem man eine Gesellschaft mit Gewalt sättigt wird Gewalt unattraktiv.

Der Jesus konnte nur entstehen, weil es vorher den Moses gab. Hätte Moses den "Schlamm" nicht gebracht hätte Jesus nicht zu einer Lotusblüte werden können.

Die Lotusblüte ist auch ein Sinnbild für eine Gesellschaft im Licht. Es wird nämlich irgendwann einmal ein Zeitalter der Menschheit anbrechen, in der man uns heutige Menschen als völlige Barbaren klassifizieren wird und zwar schon alleine aus dem Grund, dass wir nicht so selbstlos genug waren einem armen Bettler einen Ferrari zu schenken

Oder wie wir es nur fertigbrachten die Umwelt zu zerstören. Fakt ist aber, dass wir ihr nötiger Schlamm sind Wir sind Vorläufer einer besseren Gesellschaft und somit der Schlamm einer neuen Lotusblüte.

Zitat:
Das das Christentum auch zu viel Gewalt geführt hat und führt, liegt glaube ich darin begründet, dass die Kirche als Machtinstitution gegründet worden ist und das hat das Christentum nachhaltig geprägt. Das aufgeklärte Europa ist ja nicht durch Besinnung auf die guten Seiten der Bibel entstanden, sondern dadurch, dass man sich seine eigenen Verstandes bedient ohne Anleitung anderer, sich diese Freiheit zurückholt und sich aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit befreit - frei nach Kant. Kant hat auch Moral und Ethik allein auf säkulare Werte begründet, auf den Verstand. Also ein ziemlich komplizierter Plan von Gott durch Gewalt und Widersprüchlichkeit den Menschen von der Religion wegzuführen damit er durch seinen Verstand selber Moral begründet und das auch noch relativ spät in der Menschheitsgeschichte - da hat wohl jemand sehr viele Menschen auf dem Altar der Menschlichkeit geopfert.


Genauer betrachtet wurde die Kirche nicht unbedingt als Machtinstitution sondern als vereinende Institution der einzelnen christlichen Sekten gegründet. Deswegen heißt sie ja auch καθολικος (katholikos), vereinende, allgemein gültige Kirche. Man kann auch nicht die Kirche für alles schuldig erklären, denn es sind genug Menschen aus dem Volk mitgezogen. Die Christen von damals haben ja nicht von heute auf morgen all ihre Unmoral aufgegeben . Nur weil ein Herr Jesus die Nächstenliebe gepredigt hat ist der ganze Globus nicht plötzlich erleuchtet. Was damals im Mittelalter geschehen ist war unausweichlich. Es stimmt zwar, dass Moral zur Zeit der Aufklärung über die Vernunft begründet wurde, was aber nicht heisst, dass die Zentralfiguren der Aufklärung unreligiöse Menschen waren und sich nicht von der Kernlehre Jesu haben inspirieren lassen. Immanuel Kant war wie bekanntlich ein Pietist.

Zitat:
Glaub ich wohl, aber ist das nicht trotzdem eine grausame archaische Moral. Damit Abraham ein anderes Tier opfert, macht Gott den Umweg über seinen Sohn.


Das empfinden wir heute so, als grausam und archaisch. Damals war dieser Gedanke ein großer Fortschritt. In gewisserweise wurde eben mit diesem Akt Abrahams das Zeitalter angebrochen an dem die Menschen es für unmoralisch halten werden ihre eigenen Kinder zu opfern. Auch wenn es noch eine gewisse Zeit gebraucht hat

Zitat:
Na ob Du da der christlichen Propaganda nicht zum Opfer gefallen bist. Es ist ein beliebtes und bewusst von der Kirche gestreutes Gerücht, dass sie im Prinzip Erfinder der neuzeitlichen Moral ist, dass alle Heiden vorher barbarisch waren. Die moralischen Werte des NT finden wir jedoch auch 3000 v. Chr., wie könnte es anders sein, bei den Ägyptern. Die moralisch und ethisch gesehen ersten Christen waren die Anhänger Platos und Phytagoras. Vor dem Hintergrund des AT ist das NT selbstverständlich eine Offenbarung, vor dem Hintergrund der heidnischen Moralvorstellungen war es gewöhnlich.


Du hast schon recht, natürlich waren die Heiden nicht barbarisch und tierisch und es stimmt auch, dass die selben moralischen Vorstellungen auch schon vor dem Christentum bekannt waren. Dennoch wandelt sich eben die Kultur und dazu gehört eben auch die Ausübung der Moral. Früher war es eben Teil der Kultur aus Ehre einen ganzen Stamm auszurotten, wenn dieser den anderen beleidigt hat. Das galt nicht als unmoralisch. Moral ist ziemlich relativ und ihre Maßstäbe variieren von Zeitalter zu Zeitalter.

Zitat:
Die Moral des Menschen war nicht von Natur aus schlechter vor ein paar tausend Jahren, die genetisch prädisponierte Moral hat sich wenn dann nur minimal geändert - Babys weinen, wenn jemanden anderes als sie verletzt wird. Tierisches Zeitalter ist also fragwürdiger Begriff.


Da gebe ich dir recht. Auch ich glaube an eine Moral, die im Menschen bereits bei der Geburt genetisch vorhanden ist. Dennoch wird ihre konkrete Auslebung kulturell geprägt.

Zitat:
Für den Moslem mag es vllt. kein Problem sein, bei Paulus steht jedoch was diametral entgegengesetztes und ich persönlich finde den Gedanken, dass Gott Mittler braucht auch... seltsam. Apropos Allmächtig: Da schneidet sich der Islam ein wenig selber ins Fleisch, denn heißt es nicht in einer Sure, dass Gott keinen Sohn (in Anspielung auf Jesus) haben kann?


Also meines Wissens glauben Christen doch an Engel oder irre ich mich ? War es nicht sowieso die Katholische Kirche, die die Paulusbriefe in den Kanon aufgenommen hat ? Der Islam kritisiert an der Trinität die anthropomorphe Gottesvorstellung, nicht jedoch das Prinzip des Mittlers. Er selber ist als Gesandter Gottes ein Mittler zwischen Gott und den Menschen. So hat er auch selber einen Mittler, den Erzengel Gabriel.

Zitat:
Bevor ich hier Mist erzähle, was ja durchaus mal vorkommen soll, guck ich doch lieber mal nach:

Handbuch Buddhismus, Schumann:

Wer im Nirvana ist, besitzt noch die fünf Persönlichkeitskomponeten die die wahrnehmbare physische-geistige Person ausmachen: Körper, Empfindungen, Wahrnehmungen, Geistesregungen und Bewusstsein. In keiner dieser Komponenten ist die Person vorhanden, aber in ihrem Zusammenspiel machen sie die empirische Person aus. (Emergenz) Wer Paranirvana erreicht der gibt auch diese Komponenten auf, inkl Bewusstsein.


Nein, natürlich erzählst du keinen Mist Die Frage steht allerdings immernoch offen, wer oder was denn da gehandelt hat, wenn die Person Siddharta Gautamas in keinster Weise mehr in den jeweiligen Körperkomponenten existent war. (Hilfee Mama ! Ist es etwa ein Gespenst, ich habe Angst )

Zitat:
Überfahre mal jemanden alkoholisiert und ziehe diese Argumentation vor Gericht durch: "Herr Richter es war der Willen des Alkohols, der mich dazu verleitete den Mann zu überfahren.. drei mal." Außerdem reagieren nicht alle Menschen unter Alkoholeinfluss gleich, einige werden aggressiv andere passiv, das Wesen/Willen des Alkohols ist also nicht eindeutig oder eher die Aktionen wohl nicht im Alkohol ausschließlich begründet.

Eine Formulierung wie "Ein Erleuchteter handelt in Geiste des Nirvanas", kann ich ja noch unterschreiben, aber im Willen... naja.

So, geschafft


Hehehe ich glaube ich würde eher eine Debatte darüber auslösen, ob man mich nur einsperrt oder eher mit einem LKW drei mal überfährt und dann den Hunden zum Fraß wirft. Es stimmt schon, dass sich die Auswirkungen von Alkohol oder Drogen nicht immer in gleicherweise zeigen aber die wesentlichen Merkmale sind dennoch gemeinsam.

Puuh, auch geschafft...

Gruß,
Rahiym
Ist das jetzt der Vorentwurf eines Buches? - Frag ja nur....
Moinsen!

(moin und sämtliche Derivate von Moin sollten als Weltgrußformel eingeführt werden )

... gibt mir 10 Jahre

Zitat:
Boa, dann willst du bestimmt nicht in Bayern leben. Da wird Er wirklich aufdringlich.


Ich komme aus einer Gegend, die für ihren Katholizismus bekannt, wenn nichts sogar berüchtigt ist. Aber wir wollen ja nicht zu viele private Infos im Netz streuen.

Zitat:
Ja, das empfinde ich genauso. Es ist wirklich sehr schön, wenn der Mensch sich stets nicht nur friedlich sondern auch in Verbundenheit und Liebe austauschen kann, auch wenn mal die Meinungen nicht immer übereinstimmen. Ich habe schon aus deinen Beiträgen sehr interessante Sachen entnommen, die mir für das Verständnis meiner eigenen Religion auch weitergeholfen haben.


Ich muss mal über vieles nachdenken, was ich ein wenig nachlässig einfach so angenommen habe, aber so mache ich mir viele bewusster.

Zitat:
Einem wertefreien Arbeitgeber ist es Schnuppe, ob jemand mit einer altruistischen Haltung gearbeitet hat oder nicht. Wenn die Arbeitsleistung eines egoistischen und altruistischen Arbeiters die gleiche ist bekommen beide Typen das gleiche Gehalt oder die gleichen Chancen auf Beförderung. Ein karmischer Arbeitgeber hingegen würde wahrscheinlich dem altruistischen Arbeiter mehr belohnen. Ist da keine Wertung ?


Ok, nehmen wir mal Dein Bsp. auch wenn die Arbeitgebervariante nicht des Pudels Kern trifft. Ein normaler Arbeitgeber belohnt anhand der Leistung, ein karmischer Arbeitgeber anhand der Motivation. Der erste wäre übrigens das hinduistische Karma, das mehr auf die Handlungen wert legt. Im Prinzip ist einfach nur der Untersuchungsgegenstand des Arbeitgebers ein andere, innere oder äußere Prozesse. Die Argumentation dass wenn das Karma aus äußeren Prozessen gebildet wird es wertneutral ist aber nicht wertneutral ist, wenn es aus inneren Prozessen gebildet, kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen.

Zitat:
Was sind diese drei Stufen ?



Auf Platz zwei finden wir den "Einmalwiederkehrer", der die ersten drei Fesseln(Glauben an eine Seele, Zweifel und Neigung zum Ritualismus) abgeworfen hat, daneben noch zwei weitere: sinnliches Begehren und Übelwollen. Gier, Hass und Unwissenheit sind gemindert. Er wird noch einmal als Mensch wiedergeboren.

Gefolgt von dem "Nichtwiederkehrer", der von den zehn Fesseln fünf überwunden hat. Seine Meditation ist perfekt, seine Erkenntnis aber nicht. Er wird nicht wiedergeboren als Mensch, sondern in einer Himmelswelt, wo er Nirvana verwirklicht.

Oben steht der "Heilige", der alle zehn Fesseln abgeworfen hat. Neben den zuvor genannten kommen noch (6) Begehren nach Körperlichkeit und (7) Körperlosigkeit, ( Dünkel (9) Rastlosigkeit und (10) Unwissenheit . Meditation und Erkenntnis sind vollkommen, er verlischt als Mensch im Nirvana.

Zitat:
Gerade wenn man in seine eigene Vergangenheit zurückblickt und sich daran errinert, wie reizbar man noch früher war und so gut wie nichts klar gesehen hat wird man doch eigentlich nicht stolz. Und wenn man stolz ist hat man vielleicht diese erhabenen Eigenschaften gar nicht, sondern bildet es sich nur ein sie zu haben.


Ohja Wenn ich mal zurückblicke was für komische Sachen "Ich" schon getan und gedacht habe.... Mir zeigt das eine buddhistische Wahrheit auf - es gibt nichts konstantes, festes unbeständiges an und in mir. Nur wechselnde Zustände, vergänglich und flüchtig. Kein tatsächliches Ich, keine Seele.


Zitat:
Ich kann mir irgendwie so schwer vorstellen, wie man so cool und locker sein kann seinen Nächsten und sogar seinen Feind zu lieben und dann auch noch stolz darauf ist. Ein ehrlich liebender Mensch pflegt, meiner Meinung nach, keinen Stolz für seine Tugende sondern konzentriert sich vielmehr darauf sie auszubauen und zu erhalten.


Naja, wenn man sich auf einmal unverwundbar fühl und den Hüter der Weisheit, kann das schon mal nach hinten losgehen - davor scheinen selbst Lamas nicht gefeit zu sein. Das ist echt ein Gefühl von Macht und stell Dir mal vor Du kannst noch was übernatürliches.




Zitat:
So ein Mensch beschäftigt sich dann auch weniger mit den Fehlern Anderer, sondern mit seinen eigenen. Ein liebender Mensch hat gar keine Zeit sich mit Belehrungen aufzuhalten, sondern ist vielmehr damit beschäftigt korrekt zu leben. Zumindest habe ich Jesus so verstanden.



Eine Beschäftigung mit dem eigenen Fehlern des eigenen Ichs, kann ja sowas wie Egolpflege sein, das wird einem spätestens klar bei Menschen, die sich in ihrem Leid wälzen und ihr Selbstmitleid genießen. Mahayana-Buddhismus geht deswegen den Weg auch nach außen. Geben damit und somit die Anhaftung überwinden, platt gesagt. Ein liebender geht durchaus den Weg der Lehre, Buddha lehrte aus Mitgefühl 45 Jahre lang, ohne sich was davon zu erhoffen oder weil es was zu befürchten hatte, wenn er es nicht tun würde. Er hätte auch einfach gehen können.

Zitat:
Hehe, bist du etwa JÜNGER als 35 oder warum wird es kälter ? Bist du 55 ?


Rötösch, jünger

Zitat:
Also ich persönlich halte ohnehin nichts davon irgendeinen Angehörigen einer Religion als Maßstab für die jeweilige Religion zu betrachten. Dafür ist die Religion nun mal da, um Einheit in der Vielfalt zu schaffen. Verschiedene Menschen, verschiedene Auffassungen, aber doch in einem gewissen Rahmen. Also ich warte auf eine PN


Gut das wir beide das wissen. Menschen denken nun mal in Schubladen, innerhalb der ersten paar Sekunden hat man jemanden kategorisiert und manchmal dient jemand dann als Ettiket oder prägender Bestandteild er Schublade. Das erspart dem Hirn viel Arbeit, kann aber dumme Auswirkungen haben.

Zitat:
Ok, bevor ich jetzt den Faden verliere: Du bist mit der Prämisse ausgegangen, dass es eine größere Nächstenliebe ist den Menschen das zu "schenken", was sie haben wollen würden und nicht das, was man glaubt für den Menschen als das Beste zu empfinden



Im groben und ganzen ja, mit ein paar Korrekturen. Ich glaube nicht, dass es eine größere Nächstenliebe ist oder das richtige/bessere Konzept und ich mache das nicht ohne Einschränkungen, sondern es muss auch in gewisser weise ethischen Maßstäben genügen. Einem Serienkiller würde ich nicht den Wunsch nach einer Maschinenpistole erfüllen, auch wenn es ihn furchtbar glücklich machen würde.

Zitat:
Demnach müsstest du ja daran glauben, dass der Christ eben weil er Christ ist, auch in aller Ewigkeit bei seinem Gott im Himmel verweilen wird und nicht vergeht. Du aber glaubst daran, dass der Christ diesen Wunsch der ewigen Glückseeligkeit im Himmel eben nicht ewig sondern nur kurzzeitig erfahren wird.


Mein Wunsch kann doch nicht das verändern, was ich aus einer menschlichen Perspektive als Realität mit allgemeiner Gültigkeit ansehe. Ich bin davon überzeugt, dass die christliche Heilsvorstellung nur eine bedingte ist, letztendlich nicht befriedigend, daran kann mein Wunsch auch nichts ändern.

Zitat:
Somit hast du dem Christen doch nicht das gewünscht, was er für sich selber gewünscht hat. Wäre dann nicht die einzig sinnvolle Konsequenz dem Christen einfach das zu wünschen, an was du selber glaubst ?


Naja, ich wünsche ihm das was er, aber ich glaube die Realität schiebt dem ganzen einen Riegel vor und das hast Du recht in letzter Konsequenz hoffe ich, dass alle Wesen Erleuchtung erfahren, wie ich sie verstehe, aber erst dann, wenn sie es auch wollen. Solange halte ich mich im Hintergrund.

Zitat:
Das finde ich interessant ! Hast du Seiten, wo ich mir die buddhistische Gemeindeordnung durchlesen kann ? Also wie die Buddhisten in Klöstern leben oder wie die Institutionen genau organisiert sind ?


Ich bin kein Mönch, deswegen habe ich mich nur am Rande für die Regeln interessiert und kann Dir bis auf einen Tipp nur sagen wonach Du googlen musst: Der "Korb der Ordenszucht" der Vinayapitaka enthält die Ordensgeschichte, einen Bericht über das zweite Konzil und und im Patimokkha die 227 Ordensregeln: http://www.palikanon.com/vinaya/patimokkha/index.htm

Es sind recht viele und strenge Regeln, da fragt man sich schon fast warum es mittlerer Weg heißt Das Leben ist da sehr genau drin geregelt. Buddha sagte kurz vor seinem Tod seinem nächsten Jünger und Cousin Ananda auf den die meisten Lehrreden zurückgehen dass man die nebensächlichen Regeln wohl wieder heraus nehmen könnte, Ananda hat aber vergessen zu fragen welche und deswegen blieben alle drin.

Zitat:
Bahaullah hat das so erklärt, aber ob es schon vor ihm jemand so gelehrt hat weiss ich nicht. Mag durchaus sein.


Atheistisch wie ich bin würde ich sagen, er hat was von Vajrayana-Buddhismus mitbekommen, der war vor den muslimischen Heeren in Arabien auch vertreten. In Afghanistan war ein buddhistisches Königreich, vllt. erinnerst Du Dich an die Buddhasstauen, die dort gesprengt worden sind. Da wir uns der Buchform annähern kann ich ja noch ne Annekdote erzählen Der Legende nach war der Herrscher Afghanistans ein Erleuchteter, der seine Untertanen den Dharma lehrte. Sein ganzes Königreich wurde erleuchtet und - verschwand. Diese Legende war Anstoß für die Tibeter so viele Klöster zu gründen, sie wollten es Afghanistan gleich tun.

Zitat:
Die Ägypter waren laut anthropologischer Forschung durchaus mit den Juden verwandt, also werden gewisse kulturelle Werte der Ägypter auch für die Juden gepasst haben. Der Jesus-Mythos kann vielleicht auch mit Krishna verglichen werden, nicht zwingend mit der ägyptischen Göttervorstellung.


Viele Juden lebten damals in Alexandria, eine kosmopolitische Stadt, das damalige Wissenszentrum der Antike. Viele Juden waren also hellenisiert und hatten viel Kontakt mit heidnischen Mythen übernahmen sie auch in ihre Religion. Einige setzten Jahwe mit Dionysus gleich und es wäre nicht verwunderlich, wenn nicht sogar sehr wahrscheinlich, dass sie andere heidnische Mythen übernommen haben und somit der Jesus-Mythos entstand. Zur Zeit von Plato war Ägypten ein spirituelles Zentrum, wie Tibet z.B. und die Griechen übernahmen viele der ägyptischen Kulte, deswegen gehen wahrscheinlich die Mythen, von Jesus, Krishna, Mithras, Dionysus, Seraphis auf einen ägyptischen Mythos zurück, der wiederum ein Sonnenkult war. Sie weisen alle die gleiche Anatomie auf. Das wird z.T. so absurd, dass hunderte Jahre vor der mutmaßlichen Geburt Jesu dort wo heute der Pertersdom steht bereits ein Abendmal statt fand, mit Brot und Wein und ähnlichen Worten. Die Schauplätze des Jesus-Mythos sind hellenisierte Städte in Judea. Paulus war übrigens eine eingeweihter des Seraphis-Kults, bzw. ein Priester. Vielleicht hast Du den ersten Teil von "Zeitgeist" gesehen, der zeigt im groben worum es geht. Ansonsten kann ich Dir noch nen gutes englischsprachiges Buch dazu empfehlen.

Zitat:
Genau diese Überlegungen führen mich gerade in die konsequente Einhaltung einer vegetarischen Lebensweise. Das Bahaitum empfiehlt sich vegetarisch zu ernähren. Fleisch wird zwar nicht verboten aber wenn man es gesundheitlich kann, wäre es löblich auf Fleisch zu verzichten - sagt Abdulbaha.


Ich esse recht wenig Fleisch, liegt auch daran, dass ich mich gerade indisch ernähre. Ansonsten sagt Buddhismus nicht das es verboten ist, Fleisch zu essen, wie es Verbote nicht gibt, man sollte es aber nur essen, wenn man weiß, dass es nicht für einen getötet worden ist. Wenn ich aber weiß, dass es nicht aus artgerechter Haltung ist, esse ich es aber in den meisten Fällen trotzdem nicht.

Wo wir gerade bei Verboten sind, ich habe was auf den Bahai-Seiten gefunden, was ich persönlich irritierend finde, gerade für eine nach eigenem bekunden fortschrittliche Religion:

Sexuelle Beziehungen zwischen Menschen, die das gleiche Geschlecht haben, sind nicht erlaubt.

Wenn Homosexuelle sich zum Bahá'í-Glauben bekennen möchten, steht dem nichts entgegen. Er oder sie wird sich mit Gottvertrauen und mit sachverständiger Beratung bemühen, seine Orientierung in einem anderen Licht zu sehen, auch wenn dies zunächst als sehr schwierig erscheinen sollte. Es erfordert Zeit und Geduld und sachverständige Hilfe, die man unter Umständen zu Rate ziehen möchte. Die Einstellung, die Bahá'í gegenüber Homosexuellen entwickeln sollten, ist, sich moralischer Werturteile zu enthalten und dem Menschen vorurteilsfrei zu begegnen.



Für mich persönlich klingt das wie die Sprüche der Evangelikalen nur in nett, mit der Ankündigung, dass man umgepolt wird, wenn man Bahai wird. Hat mich ein wenig geschockt.

Zitat:
Ich bin radikaler Anhänger der Neuro-Ethik Strömung. Alles was Empfindungen hat muss Rechte haben. Wenn Maschinen später mal reflektionales Selbstbewusstsein mit Sinnen entwickeln sollte man sie nicht mehr wider ihren Willen benutzen dürfen.


Und ich weiß wer diese Maschinen bauen wird Die Frage ist ob Maschinen das überhaupt irgendwann mal wirklich können oder nur so tun. Ich bin für letzteres. Searl hat mit einem Gedankenexperiment meiner Meinung nach ganz gut gezeigt, dass Maschinen Gefühle auch in Zukunft wohl nur simulieren werden: http://de.wikipedia.org/wiki/Chinesisches_Zimmer Der englische Artikel ist besser. Es lohnt sich das gesamte Essay zu lesen, wenn Du es findest.

Zitat:

Der Jesus konnte nur entstehen, weil es vorher den Moses gab. Hätte Moses den "Schlamm" nicht gebracht hätte Jesus nicht zu einer Lotusblüte werden können.


Zitat:
Oder wie wir es nur fertigbrachten die Umwelt zu zerstören. Fakt ist aber, dass wir ihr nötiger Schlamm sind Wir sind Vorläufer einer besseren Gesellschaft und somit der Schlamm einer neuen Lotusblüte.



Aber wie Du gesagt hast gab es die Werte, die das Christentum vermittelt schon vor dem Christentum und unabhängig von den Idealen des Judentums.

Trotzdem fände ich es höchst bescheiden von Gott, wenn er seit Jahrtausenden die Menschen leiden lässt, nur damit ein paar Lichtgestalten auftauchen, die das verkünden, was Gott wirklich will - Liebe.

Das ist ungefähr so als würden die Amerikaner den Irak angreifen hunderttausende von Menschen direkt oder indirekt umbringen und dann sagen, sie würden das für die Liebe, Frieden und Demokratie tun.

Ich finde schon, dass die Menschen eine besonders gute Ausgangslage haben um nach Erleuchtung zu streben, denn es enthält für manche Menschen genügend Leid um sich von den materiellen Dingen zu lösen und sein Heil jenseits davon zu suchen, aber auch genügend Glück um das überhaupt tun zu können. Ich brauche da keinen Gott, der die Erde regelmäßig mit Blut tränkt, damit wir Liebe suchen.

Was sagt das überhaupt über den Menschen, ist er nicht in der Lage die (Nächsten)Liebe von sich aus zu entwickeln, liegt es nicht in seiner Natur, muss er erst mahnenden Gegenbeispiele sehen?

Zitat:

Genauer betrachtet wurde die Kirche nicht unbedingt als Machtinstitution sondern als vereinende Institution der einzelnen christlichen Sekten gegründet


Kling schön, passt aber nicht zur Realität. Die Kirche hat als erste dafür gesorgt, dass eine verbindliche Lehre sich durchsetzt, Gnostiker wurden z.B. verfolgt.

Zitat:
Es stimmt zwar, dass Moral zur Zeit der Aufklärung über die Vernunft begründet wurde, was aber nicht heisst, dass die Zentralfiguren der Aufklärung unreligiöse Menschen waren und sich nicht von der Kernlehre Jesu haben inspirieren lassen. Immanuel Kant war wie bekanntlich ein Pietist.


Das liegt vielleicht daran, dass es keine christlichen Werte sind, sondern menschliche. Dasd es eine dem Menschen von Natur aus gegebene Moral ist, die gute alte Nächstenliebe. Also wofür Schlamm?

Zitat:
Das empfinden wir heute so, als grausam und archaisch. Damals war dieser Gedanke ein großer Fortschritt. In gewisserweise wurde eben mit diesem Akt Abrahams das Zeitalter angebrochen an dem die Menschen es für unmoralisch halten werden ihre eigenen Kinder zu opfern. Auch wenn es noch eine gewisse Zeit gebraucht hat


Von welcher Zeit reden wir eigentlich, wann soll Abraham gelebt haben?

Zitat:
Früher war es eben Teil der Kultur aus Ehre einen ganzen Stamm auszurotten, wenn dieser den anderen beleidigt hat. Das galt nicht als unmoralisch. Moral ist ziemlich relativ und ihre Maßstäbe variieren von Zeitalter zu Zeitalter.


Das hat auch Jesus nicht abgeschafft, seine Nächstenliebe bezog sich wie das "Du sollst nicht töten" wohl eher auf die Genossen.


Zitat:
Da gebe ich dir recht. Auch ich glaube an eine Moral, die im Menschen bereits bei der Geburt genetisch vorhanden ist. Dennoch wird ihre konkrete Auslebung kulturell geprägt.


Da gibt es interessante Studien zu, wo Menschen Fragen wie: Sie können einen Zug mit 5 Personen vor dem Entgleisen bewahren, bei dem alle sterben werden bewahren, wenn sie ihn auf ein anderes Gleis um leiden. Da steht aber eine Person. Würden sie es tun?

Oder wenn sie einen großen Gegenstand auf die Schienen werfen. Neben ihn auf der Brücke steht ein dicker Mann. Würden sie es tun?

Egal welche Kultur die Menschen antworten gleich. Faszinierend wie ich finde. Letztendlich ist unser Handeln aber von mehr als diesem einen Faktor abhängig.

Zitat:
Also meines Wissens glauben Christen doch an Engel oder irre ich mich ? War es nicht sowieso die Katholische Kirche, die die Paulusbriefe in den Kanon aufgenommen hat ? Der Islam kritisiert an der Trinität die anthropomorphe Gottesvorstellung, nicht jedoch das Prinzip des Mittlers. Er selber ist als Gesandter Gottes ein Mittler zwischen Gott und den Menschen. So hat er auch selber einen Mittler, den Erzengel Gabriel.


Jo tun sie. An himmlische Heerscharen. Luzifer war ja auch mal einer. Die Kirche hat die Briefe aufgenommen, aber sie hat auch noch welche hinzugefügt um Paulus ins rechte Licht zu rücken. Ich glaube die ersten Christen waren wie Paulus zwar von der Nationalität her Juden, aber sie sahen das Christentum nicht unbedingt als Sekte des Judentum. Ich glaube der jüdische Gott und der christliche Gott sind zwei verschiedene. Der erste ist Trickkünstler der andere viel metaphysischer.

Ein Gott der sich Engeln bedient könnte ich persönlich nicht vertrauen. Nehmen wir an es gibt sowas wie Engels, Dämonen und Co., da kann ja jeder kommen erscheinen und mir erzählen er bringt Gottes Botschaft. Warum lässt Gott Wahrheit von zweiter Hand verkünden.

Das der Islam die Trinität ablehnt und als Verfälschung ansieht ist meiner Meinung nach ein Fehler, denn sie ist ein fester Bestandteil des Christentums, den es von den Vorläufern übernommen hat, so wie er ist. Da liegt der Islam absolut daneben.


Zitat:
Nein, natürlich erzählst du keinen Mist Die Frage steht allerdings immernoch offen, wer oder was denn da gehandelt hat, wenn die Person Siddharta Gautamas in keinster Weise mehr in den jeweiligen Körperkomponenten existent war. (Hilfee Mama ! Ist es etwa ein Gespenst, ich habe Angst )



Wenn Du wüsstest... Die fünf Komponenten waren ja noch da, das Bewusstsein des Siddharta war vorhanden - bis er starb.


Es ist vollbracht, der Trilogie vierter Teil. (Nein, ich lese jetzt nicht nochmal alles durch )
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