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Warum der Islam für mich die Wahre Religion ist












@Gabriele
Literatur ist kein Problem. Nur hier erst einen Link, dann die Kopie, keine Stellungsnahme, da frag ich mich halt, was das soll!

Eine Freundin von mir hat mich auch schon gefragt, wie ich damit umgehe. Ok, anderes Forum, und rein technisch orientiert. Aber im Prinzip das Gleiche...

Ich meine halt eben, einen Link schaue ich mir an, so wie ich will, - ist ok. Aber wenn dann der Inhalt noch zusätzlich hineinkopiert wird und KEINE persönliche Art von Antwort dazu, da frag ich mich, wa nun?

Da suche ich nach dem Sinn, - sinnlose Zeit vergeudet - da tatsächliche keine Stellungsnahme zu finden ist.... schade - und wo soll ich da ansetzen?

Gruß!
@Posi, das heißt, Du willst die Meinung des anderen hören bzw. lesen.
Würde das Dich in Deiner Meinung bestärken oder würdest Du nachdenklich werden oder ist es so, daß Du die Meinung des anderen nur brauchst, um deine Position gestärkt zu wissen und dann darüber in langen Referaten zu diskutieren.

Einen Menschen, der glaubt, den wirst Du nicht überzeugen mit einem, sagen wir mal: Nichtglauben, ich auch nicht und wer will das überhaupt schon ?

Ein Linkhinweis ist ein Hinweis darauf, daß es so vieles andere gibt. Ob da jemand nun rein schaut oder nicht - meistens nicht , weil diejenige, welche suchen, wissen, wo sie suchen können oder auch wollen.

Der Herr/Gott führt Dich auf Wege, an die du vor Jahren noch nicht daran gedacht hast, daß du sie einmal gehen wirst.

Damit Menschen wissen, was in dem Link zu lesen ist, gibt es kleine Ausschnitte - damit können sie entscheiden, ob sie das überhaupt anschauen wollen oder nicht.

Manche Menschen sind nur neugierig, was andere lesen, im Grunde genommen haben sie nie danach gesucht oder wissen überhaupt nicht, daß es sowas überhaupt gibt.

Links können Hinweise sein - aber sie sind nicht für alle gute Winke. Manche Menschen wissen überhaupt nicht, was sie mit einem bestimmten Wissen anfangen sollen.

Ich sage mir immer, ein Forum kann mir was bringen, muß es aber nicht - und so gibt es für viele Menschen auch die verschiedensten Themen und wir haben hier genug Themen-Threade, die allen genug Spielraum bringen, sich etwas anzuschauen.

Persönlich habe ich schon viel entnehmen können, und wenn mal eine Seite ist, die ohne Stellungnahme, dann meine ich, daß derjenige nur etwas zur Kenntnis geben möchte - ob er darauf überhaupt Antwort haben möchte, ist dann fraglich.

Das kann man dann aber auch so stehen lassen. Irgend was wird sich derjenige schon gedacht haben. Wenn es mich dann juckt, frage ich oder ich sehe interessantere Themen, dann gehe ich dort hinein.

Mir genügt zeitlich dieses Forum - meine tägliche Post und der Schau in die Welt - und manchmal lese ich woanders, aber wenn ich meine, daß es mir nichts bringt, dann lasse ich es - mein Leben besteht ja nicht nur aus Forum - sondern pulsierendem Leben.

Wenn mir z.B. Namen auffallen, die mir unbekannt sind, forsche ich nach und erhalte weitere Informationen - ich suche nach Literatur, ich informiere mich über das Wetter, Aktien und Blumenpflege - und solange Leben in mir ist, werde ich neugierig sein.

Und weißt Du, man merkt, wie man sich auch verändert, nachdem einem bewußt ist, wie viele Ansichten und Meinungen es gibt und wie viele Vorurteile bezüglich Religionen und man überprüft sich dann auch ganz anders.

Aber man sollte auch nicht vergessen, daß es neue Bücher auf dem Markt gibt, mal wieder schöngeistige Literatur lesen, einen historischen Roman, eine Biografie und vieles mehr.

Das Leben bietet soviel - Heiteres wie Nachdenkliches und Trauriges.
@Gabriele
Zitat:
Würde das Dich in Deiner Meinung bestärken oder würdest Du nachdenklich werden oder ist es so, daß Du die Meinung des anderen nur brauchst, um deine Position gestärkt zu wissen und dann darüber in langen Referaten zu diskutieren.


Die Frage ist so nicht zu beantworten, Du widersprichst Dir leider selber..

Ich sag es mal so: Ich versuche, Antworten als Bereicherung anzusehen!

Gruß!
Entweder - oder ?
oder
sowohl als auch
Moinsen!

Zitat:
Ja griaß di Gott mei liaba Leer !


... in letzter Zeit ist er schon sehr aufdringlich

Zitat:
Nein, ganz im Gegenteil es macht mir wirklich Spaß mit dir zu diskutieren, ganz ehrlich. Ich nehme mir halt viel Zeit für die Antwort gerade weil es ganz interessant ist.



Gut, dann sind wir uns ja einig. Ich hab schon ein zwei mal ziemlich lange Beiträge geschrieben, mit Quellen alles schön belegt um meine ungeheuerlichen Thesen untermauern - danach war dann der Faden tot. Deswegen halt.

Ich finde es gerade übrigens sehr lustig, dass ein Faden über die einzig wahre Religion sich in einen schönen Dialog gewandelt hat.

Zitat:
Die eigentliche Debatte ist ja, ob man das Karma für sinnliche Befriedigungen durch Wohlstand ausnutzen kann. Und wenn nicht, dann wäre sie eben wertend, was ja meine These ist.


Zitat:
Das Wort "ausnutzen" trifft hier nicht zu. Natürliche Prozesse im Universum kann man sowohl für die Nächstenliebe verwenden als auch sie für persönliche Sinnesbefriedigungen "ausnutzen". Deswegen sind natürliche Prozesse eben nicht wertend, das gilt allerdings nicht für das Karma. Das kann man nur insofern gut "ausnutzen" wenn man es schon gar nicht ausnutzen will


Ich glaube ich habe das Wort "ausnutzen" bewusst bei meiner Antwort umgangen. Ausnutzen würde ja bedeuten, dass ich alleine zu meinem Vorteil im Hier und Jetzt nett bin zu anderen und Gutes tue. Kommt drauf an wie das Motiv ist. Geiz oder etwas anderes was dann letztendlich hinterrücks doch selbstsüchtig ist, wird nicht funktionieren. Wenn Du im Hier und Jetzt ehrlich nett bist zu anderen und ein angenehmer Zeitgenosse, dann sehe ich jetzt aus dem Stand keinen Grund dafür, dass Deine nächste Geburt nicht vorteilhaft ausfällt. Es gibt ja buddhistische Laien seit Beginn, einige wissen oder glauben zu wissen, dass sie in ihrem momentanen Leben nicht erleuchtet werden- Sie führen dann ein gutes Leben im Einklang mit dem Dharma und hoffen, dass sie im nächsten Leben so die Chance haben erleuchtet zu werden. Ich sehe da aber keine Wertung drin, Karma ist halt eine Gesetz, dass man nicht brechen kann.

Es ist jedoch nicht gesagt, dass man automatisch im nächsten Leben wieder Buddhist wird, insofern kann man auch einfach nur die Früchte seines Karmas ernten. Um wieder auf einen richtigen Pfad zu gelnagen, muss man gewisse Eigenschaft verwirklich haben:


Wer Vertrauen zum Buddha, zur Lehre und zum Orden besitzt, die ethischen Regel des Achtspurigen Weges einhält und von den "Zehn Fesseln" (samyojana) und die ersten drei - (1) Glauben an eine Seele (2) Zweifel und (3) Neigung zum Ritualismus - abgeworfen hat, mögen seine Meditation und Erkenntnis auch nur mäßig entwickelt sein, - der ist ein "In-den-Strom-Eigetretener" und auf dem sicheren Wege. Höchstens sieben Wiedergeburten stehen ihm noch zum Nibbana bevor.


"Handbuch Buddhismus", Schumann


Es gibt noch drei weitere Stufen auf dem Weg zum Heiligen.

Zitat:
Ich verstehe was du meinst. Wenn man eingesehen hat, dass man das Karma nicht verarschen kann hat man eben nur noch die Option das Karma für die Nächstenliebe zu verwenden


Deswegen heißt es ja "das Leben ist leidhaft". Solange man das Prinzip von Ursache und Wirkung nicht durchschaut hat, reitet man sich immer wieder selber in die Sche***. Alles ist vergänglich, man pflanzt sich immer selber wieder nachteiliges Karma. Jedoch Gefahr erkannt ...

Zitat:
Ja, aber ein Gefühl über allen erhaben zu sein ist doch keine geistige Haltung der Nächstenliebe mehr. Ich meine ein Mensch kann noch so viele gute Taten vollbringen aber wenn er das in einer geistigen Haltung tut, in der er sich irgendwie toll fühlt oder so, dann bringt es doch gar nichst. Das kann doch schon gar kein gutes Karma erzeugen.



Diese Ego ist halt ganz schön hinterlistig. Letztendlich will man ja das Ego, welche als nicht real und Wurzel vielen, wenn nicht gar allen Übels angesehen wird aufzulösen. Spiritueller Fortschritt kann auch dazu führen, dass das Ego durch die Hintertür wieder an Macht gewinnt. Einfach Dinge wie dass man nicht mehr so leicht, wenn überhaupt, reizbar ist oder einfach vieles klarer sieht, kann einem Stolz verleihen, wenn man dann noch "magische" Fähigkeiten erlangt, die sich mit dem Erleuchtungsweg einstellen können, kann man ganz schön hoch fliegen. Du kannst ja immer noch denken: "Ihr armen dummen Wesen, Euer Herr und Meister wird euch helfen" und das durchaus ernstgemeint, völlig ohne große selbstsüchtigen Hintergedanken, außer dem das man das Ego zusätzlich aufbläht, sich noch größer fühlt.


Zitat:
Ok, dann packe ich mal meinen Bunsenbrenner aus Kommt 45 nahe ?


Hapuh, ist jetzt nicht wirklich wärmer geworden, das Thermometer ist sogar ziemlich stark gefallen

Zitat:
Was ist übrigens dein buddhistischer Name ?


Och, den schicke ich Dir via PN. Ich tu mich schon schwer genug damit mich Buddhist zu nennen, da rücke ich nur ungern mit Details raus, die den Typus meines Buddhismus noch weiter eingrenzen. Nach werde ich noch als Prototyp für eine Art von Buddhisten gehalten und dass muss ja nun wirklich nicht sein.

Zitat:
Gut, gehen wir deine Überlegung konsequent durch. Das müsste ja aber dann eigentlich heissen, dass du daran glaubst, dass ein Christ durchaus eine Seele hat und auf ewig in seinem Paradies mit Früchten verweilen wird und das wirklich auf ewig, ohne zu vergehen. Was dann so viel heisst, dass wenn jemand daran glaubt eine Seele zu haben oder nicht zu haben hat er sie auch bzw.hat er sie nicht. Und wenn er im Garten Eden mit 70 Jungfrauen auf ewig verweilen möchte geschieht das auch. Genau so müsste dein Gedanke dann für Konsequenzen haben.


Ich glaube da hast Du missverstanden. Letztendlich hoffe ich natürlich darauf, dass alle Wesen erlöst werden, so wie ich das verstehe, aber ich wünsche ihnen, dass sie das erreichen, wenn sie sich wünschen, dass sie das erreichen. Kompliziert, aber eigentlich ganz einfach. Wünscht sich ein Christ heute, dass er in dem Himmel will zu Gott und seinen Freunden, dann wünsche ich ihm das auch. Trotzdem denke ich, dass diese Freude weder befriedigend ist noch von Dauer, noch glaube ich an eine Seele.

Ich hab mal gelesen, dass die Übersetzung/Interpretationen bei den 70 Jungfrauen ziemlich viel Raum lässt - es könnten auch weiße Trauben sein oder eine 70ig jährige Frau.

Zitat:
Das ist gar keine mal so schlechte Einstellung, werde es mal überdenken.


Versuchen, nur dadurch weißt Du ob es auch für Dich funktioniert.

Zitat:
Instrumentalisierung ist wirklich schlecht, Institutionalisierung hingegen ist gut. Eine gut organisierte Institution schützt den Glauben möglichst effektiv vor Pervertierungen. Sobald sich nämlich innerhalb einer Religion Grüppchen bilden ist das Ende nicht mehr fern und Unmoral auch nicht. Diese Islamisten oder evangelikalen Freikirchen können auch nur so abgehen gerade weil sie eigene Administrationen gründen und somit ihre eigenen Begehren mit dem Deckmantel der Religion durchsetzen können.


Finde ich auch. Buddha hat nach seiner Erleuchtung erstmal darüber meditiert, wie er der Welt seine Erkenntnis nahe bring, eigentlich erstmal ob er das überhaupt tut.

Letztendlich hat der er einen Männerorden einen Frauenorden und eine Laiengemeinde gegründet und damit in der Tat eine Religion inkl. Institutionen, Klöstern und was noch dazu gehört. Er betonte wie wichtig es sei in der Gemeinschaft den Buddhismus zu leben. Die drei Juwelen der Zuflucht sind für alle Buddhisten: Buddha(Lehrer, Ziel) Dharma(Lehre) und Sangha(Gemeinschaft) Hat bisher ganz gut funktioniert.

Letztendlich korrumpieren Institutionen auch recht gerne mal und verfehlen ihr Ziel, das macht auch den Reiz von kleinen Gruppen/Kirchen aus finde ich - man kann als einzelner ziemlich viel bewirken.

Die christliche Kirche ist jedoch als Machtwerkzeug geschaffen worden von Konstantin: Ein Kaiser, ein Gott eine Kirche. Bezeichnender Weise hat er sich auch erst auf dem Totenbett taufen lassen, nachdem er nicht gerade eine gütiger, friedlicher Herrscher war.

Zitat:
Der Körper ist vielmehr wie ein Diamant unter einem Lichtstrahl. Der Lichtstral ist schon immer da und sobald man einen Diamanten darunterstellt kommt eben metaphorisch ausgedrückt die leuchtende Wirklichkeit des Menschen zustande. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich mit diesem Gleichnis deine Frage beantwortet habe Hacke also nochmal nach.


Klingt fast vertraut. Würde mich interessieren, wer der Urheber dieses Textes/Philosophie ist. Und nein, die Frage ist nicht beantwortet.

Zitat:
Stimmt, man darf kein Stress machen. Also ist es eigentlich durchaus ganz sinnvoll wenn man ab und zu mal auch überhaupt nicht geistig abgeht sondern hin und wieder auch mal sinnlich lebt, einfach mal wieder das Genießen lernt Am bestem mit so einem schönen Yogi-Tee mit Kerzenlicht, einer hübschen Frau auf dem Schoß und angenehme Musik.



Ich hab prinzipiell Spaß am Leben, so viele werden es wohl nicht mehr sein Ich versuche alles mit einer gewissen Achtsamkeit zu erledigen. "Dummerweise" kann ich kaum noch Alkohol trinken. Hat sich von alleine eingestellt.

Zitat:
Ja Gott sei Dank gab es überhaupt mal ein Stammesgesetz Diese Stämme Israels haben sich nämlich vor Moses gerne mal gegenseitig bekriegt.


Die Frage ist nur welcher. Ihren Ursprung haben die 10 Gebote im ägyptischen Totenbuch, auch viele der Psalmen sind der ägyptischen spirituellen Literatur entliehen, was, wenn man in Bibel liest, ja auch kein Wunder ist. So isoliert wie man es heute darstellt waren die Juden nicht, Moses war laut Bibel in allen Geheimnissen der Ägypter unterrichtet und für mich sieht es immer mehr so aus als wäre der Jesus-Mythos eine von vielen Interpretationen eines ägyptischen Sonnenkultes.

Zitat:
Stimmt schon, es ist kein Hindernis aber die Absicht hinter der Religion ist trotzdem eine Gute. Dass diese Völker eben die gleiche Abstammung haben, löst unabhängig von anderen Gesetzen im Herzen eines Gläubigen ein Gefühl der Brüderlichkeit aus. Oder der Schöpfungsmythos, eine Geschichte, die lehrt, dass alle Menschen von gleichen Ureltern abstammen trägt erneut einen edle Ansicht. Solche Lehren sind die Sterne, die noch erreicht werden müssen, die Gesetze hingegen sind die menschlichen Realitäten, die überwunden werden müssen.


Fragt sich nur für wen sich die Dinge zum Guten wenden, für die Midis sicherlich nicht...

Der Gedanke, dass Menschen an sich göttlichen Ursprungs sind und auch einen gemeinsamen menschlichen Ursprung haben, finde ich eigentlich einen schönen Gedanken, denn man kann ganz gut Menschenwürde mit all ihren schönen Konsequenzen daraus ableiten. Meiner Meinung nach kann man aber einen Schritt weitergehen und die Würde des Lebenden auch säkular begründen und damit die Stellung des Menschen ein wenig relativieren. Massentierhaltung z.B. ist glaube ich eine der Folgen des oben beschrieben Gedanken, denn wir unterscheiden zu deutlich zwischen Mensch und Tier. Würden wir erkennen, dass wir ebenso einn Teil der Natur sind wie das Rind von Nebenan, geschaffen durch Evolution, mit Gefühlen, dann wäre das Unheil in den Schlachthäusern dieser Welt sehr viel schlechter zu rechtfertigen.

Die absolute Perversion offenbart sich meiner Meinung nach darin, dass darüber diskutiert wird ob man eine einfache menschliche embryonale Zelle vernichten darf, die nichts empfinden kann, gleichzeitig aber Tiere industriell gequält werden. Insofern ist der Gedanke des göttlichen Menschen für mich persönlich überholt.

Zitat:
Als Buddhist kennst du doch sicher die Lotusblüte. Sie ist eine Pflanze der Reinheit, sie kann nie beschmutzt werden. Aber ausgerechnet in schmutzigen Gewässern, im Schlamm wächst sie auf So ist das auch mit der Führung Gottes. Es sieht schlimm aus aber bewirkt letztenendes das Aufblühen des Lotus.


Klar kenne ich die Lotusblüte, dass zentrale Sinnbild des Buddhismus für den verwirklichten, wie Du es beschrieben hast - natürlich ohne Gott.
Die Frage die sich mir immer noch stellt ist polemisch gesprochen warum Gott diesen blutgetränkten Schlamm auch noch fördert? Er hat einen potentiell sehr grausamen Menschen schon geschaffen, als sein Ebenbild wohl gemerkt, und dann bringt er auch noch die schlechtesten Seiten zu Tage, wo der Mensch zu so viel mehr im Stande ist.

Mich würde interessieren ob der Autor des Diamant-Sinnbild und des Lotus-Sinnbild der gleiche ist.


Zitat:
Diese Menschen waren auch ohne Gott zu solchen Taten fähig. Siehe was mit der Offenbarung Jesu passiert ist. Jesus prädigte absolute Gewaltfreiheit aber die Menschen waren einfach nicht bereit dazu und verwendeten sogar seine Lehre für ihre Gewaltbedürfnisse. Was bringt es also ? Gott offenbart eine Lehre der Gewalt und Gewaltlosigkeit zugleich, auf dass die Menschen darüber nachdenken und die Widersprüche in sich selber merken und sich entscheiden ihre Kultur samt ihrer Verhaltensweisen zu ändern. So ist das aufgeklärte Europa zu dem geworden was es heute ist.



Die Idee der Gewaltlosigkeit ist ja eine paar tausend Jahre älter als das Christentum und das sie solange überlebt hat, zeigt mir das der Mensch an sich eigentlich nen netter ist. Es gibt da auch Paradebeispiele wie der indische König Asoka, der als er bei seinen Eroberungszügen auf den Buddhismus traf, und fortan auf Eroberungen verzichtete und den Buddhismus zum Staatsprinzip erhob. Menschen sind also prinzipiell bereit friedlich zu sein, dass ist, so glaube ich, ihre Natur, aber korrumpiert ein Herrscher durch Macht, sitzt einer falschen Idee auf und ist er vielleicht noch ein begabter Demagoge, dann kann das zu Mord und Totschlag führen.

Das das Christentum auch zu viel Gewalt geführt hat und führt, liegt glaube ich darin begründet, dass die Kirche als Machtinstitution gegründet worden ist und das hat das Christentum nachhaltig geprägt. Das aufgeklärte Europa ist ja nicht durch Besinnung auf die guten Seiten der Bibel entstanden, sondern dadurch, dass man sich seine eigenen Verstandes bedient ohne Anleitung anderer, sich diese Freiheit zurückholt und sich aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit befreit - frei nach Kant. Kant hat auch Moral und Ethik allein auf säkulare Werte begründet, auf den Verstand. Also ein ziemlich komplizierter Plan von Gott durch Gewalt und Widersprüchlichkeit den Menschen von der Religion wegzuführen damit er durch seinen Verstand selber Moral begründet und das auch noch relativ spät in der Menschheitsgeschichte - da hat wohl jemand sehr viele Menschen auf dem Altar der Menschlichkeit geopfert.


Zitat:
Es war also für den Vater schon sehr hart sein eigenes Kind zu opfern, geschweige denn natürlich für das betroffene Kind selber.


Glaub ich wohl, aber ist das nicht trotzdem eine grausame archaische Moral. Damit Abraham ein anderes Tier opfert, macht Gott den Umweg über seinen Sohn.

Zitat:
In tierischeren Zeitaltern der Menschheit war das Fehlen eines Lebensmitgefühls noch ausgeprägter als heute. Der Mensch wurde sich nur allmählich bewusster, was er da tat. Gott hat somit nur das Bedürfnis des Menschen befriedigt unter der Vorraussetzung ihm auch ein ewiges Ziel des Lichtes und des Fortschritts zu geben. Und diese Ziele haben gewirkt. Kann man das leugnen ?


Na ob Du da der christlichen Propaganda nicht zum Opfer gefallen bist. Es ist ein beliebtes und bewusst von der Kirche gestreutes Gerücht, dass sie im Prinzip Erfinder der neuzeitlichen Moral ist, dass alle Heiden vorher barbarisch waren. Die moralischen Werte des NT finden wir jedoch auch 3000 v. Chr., wie könnte es anders sein, bei den Ägyptern. Die moralisch und ethisch gesehen ersten Christen waren die Anhänger Platos und Phytagoras. Vor dem Hintergrund des AT ist das NT selbstverständlich eine Offenbarung, vor dem Hintergrund der heidnischen Moralvorstellungen war es gewöhnlich.

Die Moral des Menschen war nicht von Natur aus schlechter vor ein paar tausend Jahren, die genetisch prädisponierte Moral hat sich wenn dann nur minimal geändert - Babys weinen, wenn jemanden anderes als sie verletzt wird. Tierisches Zeitalter ist also fragwürdiger Begriff.

Themenwechsel

Zitat:
Ist das dann ein absolutes Nichts oder warum erfährt man da nichts mehr ?


Mit menschlichen Begriffen kann man das schwer sagen. Ein Zustand der Zustandslosigkeit eben. Es gibt keine Sinnesorgane mehr, kein Bewusstsein, also erfährt man im klassischen menschlichen Sinne nichts mehr. Kein Leid, kein Glück, aber auch kein Nichts - Nirvana eben

Zitat:
Hmm da sieht man durchaus, dass man das in gewisserweise schon so vergleichen kann wie ich es dargestellt habe. Die genauen Bibelstellen kenne ich leider nicht. Allmächtig ist er aber so argumentiert bräuchte er ja auch keine Geschöpfe aber trotzdem gibt es uns.


Für den Moslem mag es vllt. kein Problem sein, bei Paulus steht jedoch was diametral entgegengesetztes und ich persönlich finde den Gedanken, dass Gott Mittler braucht auch... seltsam. Apropos Allmächtig: Da schneidet sich der Islam ein wenig selber ins Fleisch, denn heißt es nicht in einer Sure, dass Gott keinen Sohn (in Anspielung auf Jesus) haben kann?

Zitat:
Ja aber den Buddha gibt es ja nicht, der ist verweht. Also kann auch er keinen Willen haben. Wer war es tatsächlich, der da gelehrt hat, sich entschieden hat die Lehre zu verbreiten ?


Bevor ich hier Mist erzähle, was ja durchaus mal vorkommen soll, guck ich doch lieber mal nach:

Handbuch Buddhismus, Schumann:

Wer im Nirvana ist, besitzt noch die fünf Persönlichkeitskomponeten die die wahrnehmbare physische-geistige Person ausmachen: Körper, Empfindungen, Wahrnehmungen, Geistesregungen und Bewusstsein. In keiner dieser Komponenten ist die Person vorhanden, aber in ihrem Zusammenspiel machen sie die empirische Person aus. (Emergenz) Wer Paranirvana erreicht der gibt auch diese Komponenten auf, inkl Bewusstsein.

Zitat:
In gewisserweise stimmt diese Allegorie auch. Wenn der Alkohol der dominante Stoff im Geiste des Menschen ist handelt der Mensch auch entsprechend des alkoholischen Wesens.


Überfahre mal jemanden alkoholisiert und ziehe diese Argumentation vor Gericht durch: "Herr Richter es war der Willen des Alkohols, der mich dazu verleitete den Mann zu überfahren.. drei mal." Außerdem reagieren nicht alle Menschen unter Alkoholeinfluss gleich, einige werden aggressiv andere passiv, das Wesen/Willen des Alkohols ist also nicht eindeutig oder eher die Aktionen wohl nicht im Alkohol ausschließlich begründet.

Eine Formulierung wie "Ein Erleuchteter handelt in Geiste des Nirvanas", kann ich ja noch unterschreiben, aber im Willen... naja.

So, geschafft

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Zitat:
Leute, könnt Ihr eure Postings nicht mal kürzer bringen, diese Referate.....


Lass mich kurz überlegen.... nein!

Zitat:
Posi, ich lese es gerne, wenns nicht für dich ist, dann halte dich nicht damit auf.


Rötschtösch! Lassen wir dem Posi seinen Meckereinschub - sonst wärs doch kein Anständiger Faden


Liebe Grüße

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